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LSA · 8/6971 · Antrag · 8. · eingebracht 12.05.2026

AMEOS-Skandal erfordert politisches Umsteuern und dringende Unterstützung des Salzlandkreises

GesundheitKrankenhausDaseinsvorsorgePrivatisierungRekommunalisierung

Zusammenfassung

Der Antrag fordert vom Land Sachsen-Anhalt konkrete Maßnahmen zur Bewältigung des AMEOS-Skandals im Salzlandkreis, darunter Rekommunalisierung bei Vertragsbruch, transparente Landeskrankenhausplanung und Soforthilfe bei drohenden Schließungen.

Kernforderungen
  • Unterstützung des Salzlandkreises gegen AMEOS
  • Tragfähige Auffanglösung gegen privatwirtschaftlichen Druck
  • Rückführung in öffentliche Hand bei drohenden Schließungen
  • Sofortige Bereitstellung von Investitionsmitteln

maschinell erstellt · nicht geprüft

9.0/10
Uneingeschränkt unterstützen
Bewertungs-Sicherheit: hoch

Note und Empfehlung stammen von einem , das den Antrag an der Gemeinwohl-Matrix 2.0 misst — sie sind weder amtlich noch von der Gemeinwohl-Ökonomie geprüft. Grenzen der Bewertung

Der Antrag stärkt die soziale Daseinsvorsorge (D4), schützt Menschenwürde durch sichere medizinische Versorgung (D1), fördert Solidarität durch öffentliche Verantwortung für Gesundheit (D2), und verankert Transparenz & Mitbestimmung durch Forderung nach transparenter Krankenhausplanung (D5). Er adressiert systemisch die ökologische Dimension indirekt über Ressourceneffizienz im Gesundheitswesen (E3) und kritisiert privatwirtschaftliche Profitlogik als strukturelle Bedrohung für Gemeinwohlziele. Kein Feld weist negative Bewertung auf.

Was bedeutet das?

Grüne Ampel. Dieser Antrag stärkt das Gemeinwohl deutlich: Er fördert mehr Werte als er schwächt. Die Note (9.0 von 10) ist der — je höher, desto besser für das Allgemeinwohl.

Die wichtigsten Fachbegriffe sind im Glossar kurz erklärt.

Zitat-Satz: „Der Antrag 8/6971 erhält im GWÖ-Antragsprüfer einen Gemeinwohl-Score von 9.0 von 10 (Uneingeschränkt unterstützen), Bewertungs-Sicherheit hoch."

Trifft diese automatische Einschätzung zu?

Die Rückmeldung gilt der Bewertung auf dieser Seite, nicht dem Antrag. Das ist keine Abstimmung über den Antrag.

Stärkster Wert — Stärken

Klare Forderung nach Rekommunalisierung bei Vertragsbruch; Systemische Kritik an Unterfinanzierung und Profitlogik

Schwächster Wert — Schwächen

Keine explizite Verbindung zu ökologischer Nachhaltigkeit; Keine konkreten Finanzierungsvorschläge für die 1,5 Mrd. Euro Investitionsstau

Für Expert:innen: Gemeinwohl-Matrix 2.0 · 25 Felder
Schwerpunkt-Felder: D1D4E3
Menschenwürde
Solidarität
Ökol. Nachhaltigkeit
Soz. Gerechtigkeit
Transparenz
A · Lieferant:innen
○
○
○
○
○
B · Finanzen
○
○
○
○
○
C · Verwaltung
○
○
○
○
○
D · Bürger:innen
++
++
○
++
++
E · Gesellschaft & Natur
○
○
+
○
○
++ stark fördernd + fördernd ○ neutral − widersprechend −− stark widersprechend
Für Expert:innen: Bewertungs-Kontext (Wahlperiode, Regierung, Methoden-Version)
Wahlperiode: 8. Wahlperiode (2021-07-06 – laufend)
Regierung zur Antragszeit: Haseloff III (CDU+SPD+FDP), vereidigt 2021-09-16
Bewertet gegen die folgenden Wahlprogramme:
Diese Bewertung wurde am 23.06.2026 mit dem Sprachmodell qwen-plus gegen den oben genannten Programm-Stand erzeugt.
bewertet mit Prompt v5 · Analyzer v5 · Embedding text-embedding-v4 — Methodik & Transparenz
Für Expert:innen: Programm-Treue pro Fraktion
CDU Regierungsfraktion
Wahlprogramm 3/10

CDU befürwortet Mix der Eigentumsformen und lehnt Rekommunalisierung ab (Q27); betont sektorenübergreifende Versorgung, aber nicht staatliche Steuerung gegen private Gewinninteressen. Kein Bezug zu 'erpresserischem Gebaren' oder Notwendigkeit öffentlicher Rückführung.

Keine wörtlich passenden Stellen im Wahlprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.

Parteiprogramm 4/10

CDU-Grundsatzprogramm betont Subsidiarität und marktwirtschaftlichen Umweltschutz, aber keine Kritik an Privatisierung als solcher; stattdessen Förderung regionaler Gesundheitszentren (Q17), keine Ablehnung von Rekommunalisierung bei Vertragsbruch.

Keine wörtlich passenden Stellen im Parteiprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.

AfD
Wahlprogramm 1/10

AfD lehnt Energiewende und staatliche Steuerung ab, setzt auf Kernkraft/Kohle; kein Bezug zu Krankenhausfinanzierung oder Rekommunalisierung. Wahlprogramm enthält keine Position zur Daseinsvorsorge-Privatisierung.

Keine wörtlich passenden Stellen im Wahlprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.

Parteiprogramm 0/10

Keine Quellen im Index — Bewertung nicht möglich.

Keine wörtlich passenden Stellen im Parteiprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.

LINKE Antragsteller:in
Wahlprogramm 9/10

Der Antrag ist eine direkte Umsetzung der Wahlprogramm-Kernforderungen: Rekommunalisierung bei Versorgungsversagen (Q21), Verhinderung weiterer Privatisierungen (Q22), Auflösung des Investitionsstaus (Q21), und kritische Haltung zu Profitlogik in der Daseinsvorsorge.

Keine wörtlich passenden Stellen im Wahlprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.

Parteiprogramm 8/10

Das Erfurter Programm fordert öffentliches Eigentum in strukturbestimmenden Großbetrieben (Q8) und kritisiert ungeschützte Beschäftigungsverhältnisse in privatwirtschaftlichen Strukturen (Q6). Der Antrag greift diese Systemkritik auf und konkretisiert sie für den Gesundheitssektor.

Keine wörtlich passenden Stellen im Parteiprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.

SPD Regierungsfraktion
Wahlprogramm 9/10

Der Antrag entspricht exakt den SPD-Wahlprogramm-Forderungen: Rekommunalisierung bei Versorgungsversagen (Q21), Verhinderung weiterer Privatisierungen (Q22), Auflösung des Investitionsstaus (Q21), und Betonung des öffentlichen Versorgungsauftrags (Q22).

„Wenn ein privater Krankenhausbetreiber die Gesundheitsversorgung nicht mehr sicherstellt, soll das Krankenhaus rekommunalisiert werden."
✓ verifiziert SPD Sachsen-Anhalt Wahlprogramm 2021, S. 21 · PDF öffnen
Parteiprogramm 7/10

Hamburger Programm betont Sozialstaat, Solidarität und soziale Gerechtigkeit (Q26), aber enthält keine spezifische Krankenhauspolitik. Dennoch passt die Forderung nach öffentlicher Verantwortung für Daseinsvorsorge gut zum Grundwert 'Gerechtigkeit'.

Keine wörtlich passenden Stellen im Parteiprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.

GRÜNE
Wahlprogramm 6/10

GRÜNE fordern Gemeinwohlorientierung und regionale Wertschöpfung (NRW-Wahlprogramm), aber kein explizites Programm für Sachsen-Anhalt liegt vor. Keine konkrete Position zu Rekommunalisierung oder Krankenhausplanung im verfügbaren Kontext.

Keine wörtlich passenden Stellen im Wahlprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.

Parteiprogramm 5/10

Grundsatzprogramm betont sozial-ökologische Transformation und Teilhabe (Q2020), was mit dem Antrag konsistent ist, aber keine konkrete Krankenhauspolitik enthält.

Keine wörtlich passenden Stellen im Parteiprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.

FDP Regierungsfraktion
Wahlprogramm 1/10

FDP lehnt Rekommunalisierung ausdrücklich ab (Q27), fordert Mix der Eigentumsformen und Marktkräfte (Q28, Q30). Der Antrag widerspricht fundamental der FDP-Position zur Rolle des Staates in der Gesundheitsversorgung.

„Da es vor allem die kommunalen Klinika sind, die derzeit in wirtschaftliche Schwierigkeiten geraten, halten wir eine Rekommunalisierung für falsch."
✓ verifiziert FDP Sachsen-Anhalt Wahlprogramm 2021, S. 57 · PDF öffnen
Parteiprogramm 2/10

FDP-Grundsatzprogramm betont freie Wahl des Krankenhauses und Subventionsabbau zugunsten von Gutscheinfinanzierung (Q33), was direkt dem Antrag widerspricht.

Keine wörtlich passenden Stellen im Parteiprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.

Was am Antrag besser werden könnte Verbesserungsvorschläge (Redline-Format) Verbesserungsvorschläge mit Begründung & GWÖ-Bezug Verbesserungsvorschläge — sofort übernehmbar

Diese Vorschläge hat ein erzeugt. Sie sind nicht im Parlament eingebracht worden. Im Vorschlagstext ist grün unterlegt, was neu hinzukäme, und durchgestrichen, was entfiele.

Tipp: Die Vorschläge sind als Redline formuliert (Original → Änderung → Begründung) und können direkt in einen Änderungsantrag übertragen werden. Über den Brief-Generator (#204) kann der Vorschlag auch als Briefentwurf an MdL versendet werden.
Vorschlag 1 von 3

Im Antrag steht

eine transparente Landeskrankenhausplanung und eine tragfähige Auffanglösung als Strategie gegen Standortschließungen zu erarbeiten, die als Steuerungs- und Schutzinstrument gegenüber rein ökonomischem Druck und privatwirtschaftlichen Interessen wirken soll;

Vorschlag

eine gesetzlich verankerte, transparente Landeskrankenhausplanung und eine rechtlich gesicherte Auffanglösung als Strategie gegen Standortschließungen zu erarbeiten, die als Steuerungs- und Schutzinstrument gegenüber rein ökonomischem Druck und privatwirtschaftlichen Interessen wirken soll;

Stärkt Rechtsstaatsprinzip (Menschenwürde, Wert 1) und Transparenz & Mitbestimmung (Wert 5) durch Verbindlichkeit und Rechtssicherheit.

Vorschlag 2 von 3

Im Antrag steht

bei kurzfristig drohenden Standortschließungen die Rückführung der Einrichtungen in die öffentliche Hand zu ermöglichen, um den Sicherstellungsauftrag des Landkreises und die medizinische Versorgung der Menschen nicht zu gefährden;

Vorschlag

bei kurzfristig drohenden Standortschließungen die sofortige Rückführung der Einrichtungen in die öffentliche Hand zu ermöglichen, um den Sicherstellungsauftrag des Landkreises und die medizinische Versorgung der Menschen vorrangig zu gewährleisten;

Verstärkt Menschenwürde (D1) und soziale Gerechtigkeit (D4) durch klare Priorisierung des Gemeinwohls vor Vertragsrecht.

Vorschlag 3 von 3

Im Antrag steht

Um diesem strukturellen Versagen dauerhaft zu begegnen, braucht es mehr als kurzfristige Nothilfen.

Vorschlag

Um diesem strukturellen Versagen dauerhaft zu begegnen, braucht es eine verbindliche Landesstrategie zur Rekommunalisierung aller privat betriebenen Krankenhäuser bis 2030, ergänzt durch eine Ökologische Krankenhaus-Agenda mit Klimaschutzzielen, Ressourceneffizienz und Biodiversitätsförderung;

Schließt Lücke in der GWÖ-Matrix bei ökologischer Nachhaltigkeit (Wert 3) und stärkt langfristige Zukunftsfähigkeit (E3).

Abstimmungsergebnis

Überwiesen LSA8-113 ↗
Quelle: Plenarprotokoll · automatisch extrahiert

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