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LSA · Drs. 8/6908 · Antrag · 8. Wahlperiode · eingebracht 27.04.2026

Lecker regional: In der Gemeinschaftsverpflegung das Angebot an regionalen Lebensmitteln aus der heimischen Landwirtschaft einfacher ermöglichen und steigern

ErnährungLandwirtschaftRegionale WertschöpfungGemeinschaftsverpflegungKlimaschutz
Bewertung treffend?

Zusammenfassung

Der Antrag fordert die Einrichtung eines Wertschöpfungsforums und eines Landesprogramms zur Stärkung regionaler Lebensmittelketten in der Gemeinschaftsverpflegung — von Kitas bis Pflegeeinrichtungen.

Kernforderungen
  • Regelmäßiges Wertschöpfungsforum zur Vernetzung von Großküchen, Landwirt:innen und Verarbeitern
  • Landesprogramm für Koordinierungsstellen zur Aufbauhilfe regionaler Wertschöpfungsketten
  • Stärkung von Ernährungssouveränität, Klimaschutz und Stadt-Land-Vernetzung
9.0/10
Uneingeschränkt unterstützen
Bewertungs-Sicherheit: hoch

Der Antrag fördert systematisch regionale Wertschöpfungsketten, stärkt Ernährungssouveränität und verringert ökologische Belastungen durch kurze Wege — dies entspricht stark den GWÖ-Werten Solidarität (B2), Ökologische Nachhaltigkeit (C3, D3, E3) und Soziale Gerechtigkeit (D4). Die Forderung nach Koordinierungsstellen und Wertschöpfungsforen stärkt Transparenz & Mitbestimmung (D5, C5) und bindet alle Akteur*innen ein. Lediglich die fehlende explizite Verankerung von Tierwohlstandards in Punkt 1 und 2 stellt eine geringe Schwäche dar.

Was bedeutet das?

Grüne Ampel. Dieser Antrag stärkt das Gemeinwohl deutlich: Er fördert mehr Werte als er schwächt. Die Note (9.0 von 10) ist der GWÖ-Score — je höher, desto besser für das Allgemeinwohl.

Alle Fachbegriffe auf dieser Seite sind im Glossar kurz erklärt.

Zitat-Satz: „Der Antrag 8/6908 erhält im GWÖ-Antragsprüfer einen Gemeinwohl-Score von 9.0 von 10 (Uneingeschränkt unterstützen), Bewertungs-Sicherheit hoch."

Stärkster Wert — Stärken

Konkrete Umsetzungsstrategie für regionale Wertschöpfung; Starke Verknüpfung von Ernährungssouveränität, Klimaschutz und sozialer Daseinsvorsorge

Schwächster Wert — Schwächen

Keine konkrete Finanzierungsplanung; Keine Verankerung von Gemeinwohl-Kriterien in Vergabestandards

Für Expert:innen: Gemeinwohl-Matrix 2.0 · 25 Felder
Schwerpunkt-Felder: D4A2D3
Menschenwürde
Solidarität
Ökol. Nachhaltigkeit
Soz. Gerechtigkeit
Transparenz
A · Lieferant:innen
++
++
B · Finanzen
++
C · Verwaltung
D · Bürger:innen
++
++
++
+
E · Gesellschaft & Natur
++
Für Expert:innen: Bewertungs-Kontext (Wahlperiode, Regierung, Methoden-Version)
Wahlperiode: 8. Wahlperiode (2021-07-06 – laufend)
Regierung zur Antragszeit: Haseloff III (CDU+SPD+FDP), vereidigt 2021-09-16
Bewertet gegen die folgenden Wahlprogramme:
Diese Bewertung wurde am 23.06.2026 mit qwen-plus gegen den oben genannten Programm-Stand erzeugt.
bewertet mit Prompt v5 · Analyzer v5 · Embedding text-embedding-v4Methodik & Transparenz
Für Expert:innen: Programm-Treue pro Fraktion
GRÜNE Antragsteller:in
Wahlprogramm 10/10

Der Antrag ist wörtlich aus dem Grünen Wahlprogramm 2021 abgeleitet: Er greift die Forderung nach dezentralen Schlachtstätten, Bürokratieabbau für regionale Vermarktung, Förderung regionaler Wertschöpfungsketten und Tierwohl-Kooperationen direkt auf.

„Regionen des Landes sollen dezentrale Schlachtstätten vorhanden sein, die in Zusammenarbeit mit den Veterinärbehörden unbürokratisch realisiert werden müssen. Bürokratische Hürden und ein übermäßiger Genehmigungsaufwand dürfen keine Hemmschuhe sein."
✓ verifiziert BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Sachsen-Anhalt Wahlprogramm 2021, S. 32 · PDF öffnen
„Beim Fleischmarkt müssen Regionalität und Tierwohl in den Fokus gerückt werden. Die Möglichkeit zur Teilnahme am EU-Schulobst-, Gemüse- und Milchprogramm soll für alle Einrichtungen gelten – das bedeutet auch, die bürokratischen Hürden für die Teilnahme zu senken."
✓ verifiziert BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Sachsen-Anhalt Wahlprogramm 2021, S. 33 · PDF öffnen
Parteiprogramm 9/10

Der Antrag entspricht zentralen Leitideen des Grundsatzprogramms 2020: regionale Wirtschaftskreisläufe (Q6), Recht auf gesunde Nahrung (Q8), Daseinsvorsorge (Q9), und gleichwertige Lebensverhältnisse (Q7).

Keine wörtlich passenden Stellen im Parteiprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.

CDU Regierungsfraktion
Wahlprogramm 7/10

Der Antrag steht im Einklang mit CDU-Positionen zu Regionalität und Tierwohlorientierung (Q11), ländlicher Infrastruktur (Q19) und Wertschöpfungsketten (Q16), widerspricht aber nicht explizit ihrem technologieoffenen, marktwirtschaftlichen Ansatz — er ergänzt ihn jedoch nicht aktiv.

„Regionalität und Tierwohlorientierung – das Aushängeschild der Ernährungswirtschaft Sachsen-Anhalts"
✓ verifiziert CDU Sachsen-Anhalt Wahlprogramm 2021, S. 61 · PDF öffnen
Parteiprogramm 7/10

Die CDU betont 'Schöpfungsverantwortung' und 'regionale Zentren als Ankerpunkte' (Q19/Q20), was mit dem Antrag kompatibel ist. Allerdings fehlt im CDU-Grundsatzprogramm der klare Fokus auf gemeinwohlorientierte Wertschöpfungsketten — stattdessen steht Eigentum und Leistungsprinzip im Vordergrund.

Keine wörtlich passenden Stellen im Parteiprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.

SPD Regierungsfraktion
Wahlprogramm 8/10

Der Antrag unterstützt Kernziele der SPD: Ernährungssouveränität (Q25), stabile Kommunalfinanzen für ländliche Räume (Q22), Daseinsvorsorge (Q23), und Tierwohlkompetenz (Q21). Er konkretisiert die Forderung nach 'regionaler Wertschöpfung und Beteiligung aller Interessengruppen'.

„Transparenz, regionale Wertschöpfung und Beteiligung aller Interessengruppen bei der Errichtung von Anlagen zur Nutzung der erneuerbaren Energien stehen dabei für uns im Mittelpunkt."
✓ verifiziert SPD Sachsen-Anhalt Wahlprogramm 2021, S. 52 · PDF öffnen
Parteiprogramm 8/10

Das Hamburger Programm verankert 'soziale Gerechtigkeit', 'Solidarität' und 'ökologische Verantwortung' als Grundwerte (Q26). Der Antrag operationalisiert diese durch partizipative Wertschöpfungsketten und sozial-ökologische Transformation — voll im Sinne des Programms.

Keine wörtlich passenden Stellen im Parteiprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.

FDP Regierungsfraktion
Wahlprogramm 5/10

Der Antrag enthält keine marktliberalen Elemente wie Wettbewerb oder Entlastung von Regulierung; stattdessen setzt er auf staatliche Koordinierungsstellen und strukturierte Vernetzung — dies steht im Spannungsfeld zur FDP-Forderung nach 'marktorientiertem ökologischem Landbau' (Q28) und 'unternehmerischer Landwirtschaft' (Q28). Dennoch wird 'regionale Identität' (Q27) und 'multifunktionale dezentrale Einrichtungen' (Q27) berührt.

„Das kann gelingen, wenn dezentrale Einrichtungen multifunktional und partnerschaftlich aufgestellt sind, um gewisse Mindestschwellenwerte zu erreichen."
✓ verifiziert FDP Sachsen-Anhalt Wahlprogramm 2021, S. 38 · PDF öffnen
Parteiprogramm 4/10

Das FDP-Grundsatzprogramm (2012) priorisiert 'individuelle Freiheit', 'Eigenverantwortung' und 'freie Marktwirtschaft'. Der Antrag setzt dagegen auf kollektive Strukturen, staatliche Koordination und Planungssicherheit — ein klarer Wertekonflikt. Keine Quellen im Index belegen eine Übereinstimmung mit diesem Ansatz.

Keine wörtlich passenden Stellen im Parteiprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.

LINKE
Wahlprogramm 0/10

Keine Quellen im Index — Bewertung nicht möglich.

Keine wörtlich passenden Stellen im Wahlprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.

Parteiprogramm 0/10

Keine Quellen im Index — Bewertung nicht möglich.

Keine wörtlich passenden Stellen im Parteiprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.

AfD
Wahlprogramm 1/10

Der Antrag widerspricht zentralen AfD-Positionen: Er fördert EU-Programme (Schulobst/Gemüse/Milch), Bio-Wertschöpfungsketten und Klimaschutzlogik — alles Themen, die in ihrem Programm abgelehnt werden (Kernkraft statt Windkraft, Ablehnung der Energiewende, Skepsis gegenüber EU-Förderung). Keine Quellen im Index belegen Übereinstimmung.

Keine wörtlich passenden Stellen im Wahlprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.

Parteiprogramm 1/10

Das AfD-Grundsatzprogramm (2016) lehnt die 'Energiewende' ab und befürwortet Kohle und Kernkraft. Der Antrag setzt auf regionale, klimafreundliche Kreisläufe — fundamentaler Widerspruch. Keine Quellen im Index belegen Übereinstimmung.

Keine wörtlich passenden Stellen im Parteiprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.

Was am Antrag besser werden könnte Verbesserungsvorschläge (Redline-Format) Verbesserungsvorschläge mit Begründung & GWÖ-Bezug Verbesserungsvorschläge — sofort übernehmbar

Tipp: Die Vorschläge sind als Redline formuliert (Original → Änderung → Begründung) und können direkt in einen Änderungsantrag übertragen werden. Über den Brief-Generator (#204) kann der Vorschlag auch als Briefentwurf an MdL versendet werden.
Vorschlag 1 von 3
ein regelmäßiges partizipatives Austausch- und Beratungsformat als Wertschöpfungsforum für Betreiber*innen von Großküchen, Caterern der Gemeinschaftsverpflegung, Landwirt*innen und Verarbeitungsbetrieben im Land Sachsen-Anhalt zu organisieren, mit festen Mitbestimmungsrechten für Beschäftigte in Großküchen und Landwirt*innen sowie transparenter Öffentlichkeitsarbeit — beispielsweise durch die Agrarmarketinggesellschaft.

Stärkt GWÖ-Wert 'Transparenz & Mitbestimmung' (Spalte 5) in Berührungsgruppe D (Bürger:innen/Wirtschaft) und C (Verwaltung/Ehrenamt) — aktuell nur implizit benannt.

Vorschlag 2 von 3
ein Landesprogramm zur Einrichtung von öffentlich-rechtlich verankerten, gemeinwohlorientierten Koordinierungsstellen für regionale Wertschöpfungsketten aufzulegen, die den Aufbau regionaler Erzeugungs-, Verarbeitungs- und Vermarktungsstrukturen für regionale Lebensmittel initiieren und organisatorisch begleiten, mit verbindlichen Gemeinwohl-Kriterien (z. B. Mindestanteil an Bio- und Tierwohl-Produkten, Lohnstandards, CO₂-Bilanzierung) .

Verankert GWÖ-Matrix-Werte 'Soziale Gerechtigkeit' (Spalte 4) und 'Ökologische Nachhaltigkeit' (Spalte 3) rechtlich — verhindert bloße Subventionierung ohne gemeinwohlbezogene Standards.

Vorschlag 3 von 3
Damit mehr Menschen heimische Produkte auf den Teller außer Haus genießen können, braucht es demokratisch kontrollierte, gemeinwohlorientierte regionale Wertschöpfungsketten , entlang des gesamten Prozesses: Von der Erzeugung, der Verarbeitung, dem Transport bis zum Verbrauch in den Großküchen — mit Priorisierung von Genossenschaften, kommunalen Betrieben und sozialökologischen Initiativen .

Stärkt 'Solidarität' (Spalte 2) und 'Transparenz & Mitbestimmung' (Spalte 5) in Berührungsgruppe A (Lieferant:innen) und D (Bürger:innen/Wirtschaft) — macht den gemeinwohlökonomischen Charakter explizit.

Abstimmungsergebnis

Das Warnzeichen ⚠ steht für den Heuchelei, das Ausrufezeichen ! für den Opportunismus. Beide vergleichen das Abstimmungsverhalten einer Fraktion mit ihrem eigenen Wahlprogramm.

Mehrheit gegen GWÖ-Empfehlung — Empfohlen: Uneingeschränkt unterstützen; Beschluss: Abgelehnt.
Abgelehnt LSA8-114 ↗
Quelle: Plenarprotokoll · automatisch extrahiert

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