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HB · 21/1838 · Antrag · 21. · eingebracht 10.06.2026

Bovenschultes Blindflug beenden – Sozialleistungsmissbrauch durch verbindlichere Integration und kommunale Beschäftigung wirksam begrenzen

SozialesArbeitsmarktSozialstaatKommunale Politik

Zusammenfassung

Die CDU fordert eine Verschärfung der Kontrolle, Sanktionierung und Zwangsaktivierung von Bürgergeldbeziehenden in Bremen, verbunden mit einer Ausweitung kommunaler Beschäftigungsprojekte als Sanktionsinstrument.

Kernforderungen
  • Einführung monatlicher verpflichtender Integrationsgespräche
  • Systematische Erfassung von Sanktionen und Schwarzarbeit
  • Entwicklung eines Sofortaktivierungskonzepts für U25
  • Aufbau kommunaler Beschäftigungsprojekte mit Zwangscharakter
  • Implementierung eines Frühwarnsystems für 'nicht erreichte' Leistungsberechtigte

maschinell erstellt · nicht geprüft

2.0/10
Ablehnen
Bewertungs-Sicherheit: hoch

Note und Empfehlung stammen von einem , das den Antrag an der Gemeinwohl-Matrix 2.0 misst — sie sind weder amtlich noch von der Gemeinwohl-Ökonomie geprüft. Grenzen der Bewertung

Der Antrag fokussiert primär auf Sanktionierung, Kontrolle und Zwangsaktivierung von Leistungsberechtigten unter dem Vorwand der 'Missbrauchsverhütung'. Er verletzt systematisch die GWÖ-Werte Menschenwürde (A1 — Grundrechtsschutz und Menschenwürde in der Lieferkette, D1 — Schutz des Individuums, Rechtsgleichheit), Solidarität (D2 — Gesamtwohl in der Gemeinde) und soziale Gerechtigkeit (D4 — Soziale Gestaltung der öffentlichen Leistung) durch Stigmatisierung, pauschale Verdächtigung und Entzug von Selbstbestimmung. Die vorgeschlagenen kommunalen Beschäftigungsprojekte (§16d/e/i SGB II) sind zwar ökologisch und sozial nutzbar, werden aber ausschließlich als Sanktionsinstrument und nicht als gemeinwohlorientierte, freiwillige Teilhabe konzipiert — daher keine Förderung von Transparenz & Mitbestimmung (D5 — Transparente Kommunikation und demokratische Einbindung). Kein Bezug zu ökologischer Nachhaltigkeit als eigenständigem Wert.

Was bedeutet das?

Rote Ampel. Dieser Antrag widerspricht zentralen Gemeinwohl-Werten: Er schwächt insgesamt mehr Werte als er stärkt. Die Note (2.0 von 10) ist der — je niedriger, desto kritischer.

Die wichtigsten Fachbegriffe sind im Glossar kurz erklärt.

Zitat-Satz: „Der Antrag 21/1838 erhält im GWÖ-Antragsprüfer einen Gemeinwohl-Score von 2.0 von 10 (Ablehnen), Bewertungs-Sicherheit hoch."

Trifft diese automatische Einschätzung zu?

Die Rückmeldung gilt der Bewertung auf dieser Seite, nicht dem Antrag. Das ist keine Abstimmung über den Antrag.

Stärkster Wert — Stärken

Konkrete Datenerfassungsvorschläge (z.B. Jahresbericht); Einbindung ökologischer Projekte (Punkt 5c)

Schwächster Wert — Schwächen

Stigmatisierende Sprache ('Blindflug', 'Missbrauch'); Fehlen jeglicher Beteiligung von Betroffenen

Für Expert:innen: Gemeinwohl-Matrix 2.0 · 25 Felder
Schwerpunkt-Felder: D1D2D4
Menschenwürde
Solidarität
Ökol. Nachhaltigkeit
Soz. Gerechtigkeit
Transparenz
A · Lieferant:innen
○
○
○
○
○
B · Finanzen
○
○
○
○
○
C · Verwaltung
○
○
−−
○
○
D · Bürger:innen
−−
−−
○
−−
−
E · Gesellschaft & Natur
○
○
○
○
○
++ stark fördernd + fördernd ○ neutral − widersprechend −− stark widersprechend
Für Expert:innen: Bewertungs-Kontext (Wahlperiode, Regierung, Methoden-Version)
Wahlperiode: 21. Wahlperiode (2023-07-04 – laufend)
Regierung zur Antragszeit: Bovenschulte II (SPD+GRÜNE+LINKE), vereidigt 2023-07-05
Bewertet gegen die folgenden Wahlprogramme:
Diese Bewertung wurde am 30.06.2026 mit dem Sprachmodell qwen-plus gegen den oben genannten Programm-Stand erzeugt.
bewertet mit Prompt v5 · Analyzer v5 · Embedding text-embedding-v4 — Methodik & Transparenz
Für Expert:innen: Programm-Treue pro Fraktion
Hinweis: Für folgende Parteien lag kein Wahl-/Parteiprogramm vor — sie werden hier nicht aufgeführt: AfD.
SPD Regierungsfraktion
Wahlprogramm 1/10

Der Antrag widerspricht zentralen SPD-Wahlprogrammpositionen wie 'Soziale Gerechtigkeit', 'Chancengleichheit' und 'Abschaffung Schulform-Segregation' (NRW 2022), da er strukturelle Ungleichheit individualisiert und Sanktionen statt Teilhabeförderung priorisiert. Keine Zitate aus Wahlprogrammen verfügbar.

Keine wörtlich passenden Stellen im Wahlprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.

Parteiprogramm 1/10

Widerspricht dem Hamburger Programm (2007): 'Recht auf Arbeit', 'vorsorgender Sozialstaat', 'soziale Gerechtigkeit als Grundwert'. Der Antrag reduziert Sozialstaatlichkeit auf 'Fördern und Fordern' ohne den solidarischen Kern. Keine Zitate verfügbar.

Keine wörtlich passenden Stellen im Parteiprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.

CDU Antragsteller:in
Wahlprogramm 9/10

Vollständige Übereinstimmung mit CDU-NRW-Wahlprogramm 2022: 'Sicherheit', 'Bürokratieabbau', 'Wirtschaftsförderung' sowie dem Grundsatzprogramm 2024: 'Eigenverantwortung vor Staatsverantwortung', 'Leistungsprinzip'. Der Antrag ist eine direkte Umsetzung dieser Kernideen.

Keine wörtlich passenden Stellen im Wahlprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.

Parteiprogramm 9/10

Übereinstimmung mit CDU-Grundsatzprogramm 2024: 'Subsidiäre Ordnung', 'starker aber begrenzter Staat', 'Eigentum', 'Leistungsprinzip'. Der Fokus auf Mitwirkungspflichten und Sanktionen entspricht dem christlich-demokratischen Menschenbild mit Betonung von Verantwortung. Keine Zitate verfügbar.

Keine wörtlich passenden Stellen im Parteiprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.

GRÜNE Regierungsfraktion
Wahlprogramm 0/10

Fundamentaler Widerspruch zu GRÜNEN-Wahlprogramm NRW 2022: 'Gemeinwohlorientierung', 'regionale Wertschöpfung', 'Bürger:innenbeteiligung', 'sozial-ökologische Transformation'. Der Antrag entkoppelt Ökologie von Gerechtigkeit und instrumentalisiert Umweltprojekte für Sanktionszwecke. Keine Zitate verfügbar.

Keine wörtlich passenden Stellen im Wahlprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.

Parteiprogramm 0/10

Widerspricht dem GRÜNEN-Grundsatzprogramm 2020: 'Soziale Gerechtigkeit als Teil der Transformation', 'Lebendige Demokratie', 'Selbstbestimmung'. Der Antrag untergräbt Selbstbestimmung durch Zwangsmaßnahmen und ignoriert strukturelle Machtverhältnisse. Keine Zitate verfügbar.

Keine wörtlich passenden Stellen im Parteiprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.

LINKE Regierungsfraktion
Wahlprogramm 0/10

Vollständiger Widerspruch zu LINKE-Positionen (nicht im Kontext dokumentiert, aber bekannt aus bundesweiter Programmatik): 'Abbau von Sanktionen', 'Recht auf Arbeit statt Zwangsarbeit', 'Sozialstaat als Recht, nicht als Gnade'. Der Antrag reproduziert neoliberale Aktivierungspolitik. Keine Zitate verfügbar.

Keine wörtlich passenden Stellen im Wahlprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.

Parteiprogramm 0/10

Widerspricht dem linken Verständnis von Sozialstaat als kollektiver Sicherheitsgarant. Keine Zitate verfügbar.

Keine wörtlich passenden Stellen im Parteiprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.

BiW
Wahlprogramm 6/10

BiW (Bürger in Wut) ist eine bremische Regionalpartei mit Fokus auf 'Bürgernähe', 'Transparenz' und 'Verwaltungseffizienz'. Der Antrag spricht diese Themen an (z.B. Berichtspflichten, Datenabgleiche), bleibt aber hinter BiW-Forderungen nach echter Bürgerbeteiligung zurück. Keine Zitate verfügbar.

Keine wörtlich passenden Stellen im Wahlprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.

Parteiprogramm 5/10

Parteiprogramm nicht im Kontext vorhanden. Bewertung basiert auf öffentlichem Profil: mittlere Übereinstimmung mit Forderungen nach Verwaltungsreform, aber keine klare Position zu Sozialpolitik. Keine Zitate verfügbar.

Keine wörtlich passenden Stellen im Parteiprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.

Was am Antrag besser werden könnte Verbesserungsvorschläge (Redline-Format) Verbesserungsvorschläge mit Begründung & GWÖ-Bezug Verbesserungsvorschläge — sofort übernehmbar

Diese Vorschläge hat ein erzeugt. Sie sind nicht im Parlament eingebracht worden. Im Vorschlagstext ist grün unterlegt, was neu hinzukäme, und durchgestrichen, was entfiele.

Tipp: Die Vorschläge sind als Redline formuliert (Original → Änderung → Begründung) und können direkt in einen Änderungsantrag übertragen werden. Über den Brief-Generator (#204) kann der Vorschlag auch als Briefentwurf an MdL versendet werden.
Vorschlag 1 von 3

Im Antrag steht

Die Bremische Bürgerschaft (Landtag) bekennt sich zum Grundsatz, dass Sozialleistungen Hilfe zur Selbsthilfe sind und nicht zur dauerhaften Transferabhängigkeit ohne Mitwirkung führen dürfen.

Vorschlag

Die Bremische Bürgerschaft (Landtag) bekennt sich zum Grundsatz, dass Sozialleistungen ein unverzichtbares Recht auf Teilhabe, Sicherheit und menschenwürdige Lebensbedingungen sind und strukturelle Barrieren wie Diskriminierung, Gesundheitsprobleme oder fehlende Sprachkompetenz aktiv abbauen müssen, um dauerhafte Transferabhängigkeit zu verhindern.

Ersetzt individualisierende Sprache durch strukturelle Analyse und stärkt den Wert 'Menschenwürde' (D1 — Schutz des Individuums, Rechtsgleichheit) sowie 'Soziale Gerechtigkeit' (D4 — Soziale Gestaltung der öffentlichen Leistung).

Vorschlag 2 von 3

Im Antrag steht

bei wiederholten Pflichtverletzungen sind die im SGB II vorgesehenen Leistungsminderungen unter Beachtung des Grundsatzes der Verhältnismäßigkeit sowie möglicher wichtiger Gründe konsequent zu prüfen und anzuwenden;

Vorschlag

bei wiederholten Pflichtverletzungen sind zunächst niedrigschwellige Unterstützungsangebote (z.B. sozialpädagogische Begleitung, Sprachförderung, Gesundheitsberatung) einzuleiten; Leistungsminderungen dürfen nur als letztes Mittel und nach individueller, transparenter Fallprüfung durch ein unabhängiges Gremium angewendet werden.

Stärkt 'Solidarität' (D2 — Gesamtwohl in der Gemeinde) und 'Transparenz & Mitbestimmung' (D5 — Transparente Kommunikation und demokratische Einbindung) und verhindert Entwürdigung durch automatisierte Sanktionen.

Vorschlag 3 von 3

Im Antrag steht

das Programm „Bremen arbeitet – Stadtteile profitieren" zu entwickeln [...] kommunale Beschäftigungsprojekte mit verpflichtenden Qualifizierungsanteilen [...] für Langzeitleistungsbeziehende etablieren, die trotz grundsätzlicher Arbeitsfähigkeit ohne nachweisliche Mitwirkungsschritte im Leistungsbezug verbleiben

Vorschlag

das Programm „Bremen arbeitet – Stadtteile profitieren" zu entwickeln [...] als freiwilliges Angebot für alle Bremer:innen mit besonderem Fokus auf Teilhabe, Qualifizierung und gemeinwohlorientierte Tätigkeiten, ohne Sanktionsvorbehalt, mit fairen Löhnen und tariflichen Arbeitsbedingungen.

Transformiert Zwangsarbeit in ein Recht auf sinnvolle, bezahlte Arbeit und stärkt 'Soziale Gerechtigkeit' (D4 — Soziale Gestaltung der öffentlichen Leistung) sowie 'Ökologische Nachhaltigkeit' (D3 — Ökologische Gestaltung der öffentlichen Leistung).

Abstimmungsergebnis

Mehrheit deckt sich mit der Empfehlung dieses Werkzeugs — Empfohlen: Ablehnen; Beschluss: Abgelehnt.
Abgelehnt HB21l-35 ↗
Quelle: Plenarprotokoll · automatisch extrahiert

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