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HB · Drs. 21/1473 · Antrag · 21. Wahlperiode · eingebracht 17.11.2025

Islamismus entschlossen bekämpfen

SicherheitspolitikReligionsfreiheitIntegrationRechtsstaat
Bewertung treffend?

Zusammenfassung

Die FDP-Fraktion fordert eine umfassende, repressiv ausgerichtete Bekämpfung des Islamismus — u.a. durch Schließung von Moscheen, Verschärfung der Abschiebepraxis und Einschränkung der Religionsfreiheit.

Kernforderungen
  • Schließung sogenannter 'extremistischer Moscheen'
  • Rücknahme der Staatsbürgerschaft bei nachträglicher Unzulässigkeit
  • Erhöhung der elektronischen Überwachung von Gefährdern
  • Finanzierungsverbote für Organisationen im Verfassungsschutzbericht
  • Bundespolitische Forderungen zu Abschiebehaft und Imamausbildung
2.0/10
Ablehnen
Bewertungs-Sicherheit: hoch

Der Antrag verletzt zentrale GWÖ-Werte massiv: Er generalisiert und stigmatisiert eine religiöse Gruppe (Muslim*innen), was die Menschenwürde (A1, D1) untergräbt. Die Forderung nach pauschaler Schließung von Moscheen und Vereinsverboten ohne individuelle Rechtsgrundlage widerspricht dem Rechtsstaatsprinzip und der Transparenz & Mitbestimmung (C3, D5). Die Abschiebe- und Einbürgerungspolitik ignoriert soziale Gerechtigkeit (D4) und ökologische Nachhaltigkeit (E3) als gesellschaftliche Dimensionen. Keine einzige Maßnahme fördert Solidarität oder partizipative Prävention.

Was bedeutet das?

Rote Ampel. Dieser Antrag widerspricht zentralen Gemeinwohl-Werten: Er schwächt insgesamt mehr Werte als er stärkt. Die Note (2.0 von 10) ist der GWÖ-Score — je niedriger, desto kritischer.

Alle Fachbegriffe auf dieser Seite sind im Glossar kurz erklärt.

Zitat-Satz: „Der Antrag 21/1473 erhält im GWÖ-Antragsprüfer einen Gemeinwohl-Score von 2.0 von 10 (Ablehnen), Bewertungs-Sicherheit hoch."

Stärkster Wert — Stärken

Klare Benennung der Gefahr islamistischer Gewalt; Fokus auf Präventionsarbeit (Punkt 5)

Schwächster Wert — Schwächen

Pauschale Stigmatisierung muslimischer Gemeinschaften; Fehlen sozialer, bildungs- und integrationspolitischer Ansätze

Für Expert:innen: Gemeinwohl-Matrix 2.0 · 25 Felder
Schwerpunkt-Felder: D1D2C3
Menschenwürde
Solidarität
Ökol. Nachhaltigkeit
Soz. Gerechtigkeit
Transparenz
A · Lieferant:innen
B · Finanzen
C · Verwaltung
−−
D · Bürger:innen
−−
−−
E · Gesellschaft & Natur
−−
Für Expert:innen: Bewertungs-Kontext (Wahlperiode, Regierung, Methoden-Version)
Wahlperiode: 21. Wahlperiode (2023-07-04 – laufend)
Regierung zur Antragszeit: Bovenschulte II (SPD+GRÜNE+LINKE), vereidigt 2023-07-05
Diese Bewertung wurde am 28.05.2026 mit qwen-plus gegen den oben genannten Programm-Stand erzeugt.
bewertet mit Prompt v5 · Analyzer v5 · Embedding text-embedding-v4Methodik & Transparenz
Für Expert:innen: Programm-Treue pro Fraktion
Hinweis: Für folgende Parteien lag kein Wahl-/Parteiprogramm vor — sie werden hier nicht aufgeführt: AfD.
SPD Regierungsfraktion
Wahlprogramm 1/10

Der Antrag widerspricht grundlegend dem SPD-Bremen-Wahlprogramm 2023, das sich explizit gegen Islamfeindlichkeit positioniert (S. 119–120) und die Integration von Zugewanderten als gesamtgesellschaftliche Aufgabe begreift. Die pauschale Kriminalisierung muslimischer Vereine steht im Widerspruch zu den Positionen zur religiösen Vielfalt und zum Schutz vor Diskriminierung.

Keine wörtlich passenden Stellen im Wahlprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.

Parteiprogramm 1/10

Das Hamburger Programm (2007) betont Menschenwürde, Antidiskriminierung und Achtung religiöser Vielfalt — insbesondere in Q6 ('Wir ächten Rechtsextremismus, Rassismus und Antisemitismus') und Q9 (Dialog der Religionen). Der Antrag reproduziert islamfeindliche Stereotype und verstößt damit gegen Kernwerte der SPD.

Keine wörtlich passenden Stellen im Parteiprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.

CDU
Wahlprogramm 6/10

Teilweise konsistent mit CDU-NRW-Wahlprogramm 2022 zu 'Sicherheit' und 'Null-Toleranz', aber nicht mit dem christlich-demokratischen Menschenbild und der Subsidiarität. Keine Quellen aus Bremen-CDU vorhanden; Bewertung basiert auf NRW-Dokument — daher mittlere Treue.

Keine wörtlich passenden Stellen im Wahlprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.

Parteiprogramm 5/10

CDU-Grundsatzprogramm 2024 betont 'Schöpfungsverantwortung', 'Subsidiarität' und 'christlich-demokratisches Menschenbild'. Der Antrag verletzt diese durch pauschale Stigmatisierung und fehlende differenzierte Risikoanalyse. Keine direkten Zitate aus CDU-Bremen-Quellen verfügbar.

Keine wörtlich passenden Stellen im Parteiprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.

GRÜNE Regierungsfraktion
Wahlprogramm 0/10

Vollständiger Widerspruch: Grüne Bremen fordern in S. 123 ausdrücklich 'Achtung der individuellen Religions- und Weltanschauungsfreiheit' und 'Gleichstellung der Religionsgemeinschaften'. In S. 104 wird eine 'grundrechtsfreundliche' Verfassungsschutzreform gefordert — nicht deren Aufrüstung gegen Religionsgemeinschaften.

„Was wir als Gesellschaft brauchen Religionspolitik sind die Achtung der individuellen Religions- und Weltanschauungsfreiheit, die Gleichstellung der Religionsgemeinschaften sowie die Trennung von Kirche und Staat."
✓ verifiziert BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Bremen Wahlprogramm 2023, S. 123 · PDF öffnen
Parteiprogramm 0/10

Grünes Grundsatzprogramm 2020 (Q18) erklärt: 'Der Islam gehört damit selbstverständlich zu Deutschland.' Q17 betont 'wehrhafte Demokratie' — aber mit Grundrechtsschutz, nicht mit pauschaler Verdächtigung. Der Antrag ist fundamental islamfeindlich und damit unvereinbar.

Keine wörtlich passenden Stellen im Parteiprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.

LINKE Regierungsfraktion
Wahlprogramm 0/10

Vollständiger Widerspruch: LINKE Bremen lehnt jede Form von Rassismus und Diskriminierung ab (S. 6, Q25) und betont in S. 55, dass der Kampf gegen Antisemitismus 'sich gegen alle Erscheinungsformen des Antisemitismus stellen' muss — inkl. islamfeindlicher Pauschalurteile. Der Antrag reproduziert genau jene Strukturen, die LINKE bekämpft.

„für alle. Wir stehen dafür ein, dass alle gleichberechtigt und selbstbestimmt teilhaben können, und positionieren uns klar gegen Rassismus, Sexismus und andere Formen der Diskriminierung."
✓ verifiziert DIE LINKE Bremen Wahlprogramm 2023, S. 6 · PDF öffnen
Parteiprogramm 0/10

Erfurter Programm (2011) Q29: 'Für DIE LINKE ist gelebter Antifaschismus verbunden mit dem Kampf gegen Kriegstreiberei, Antisemitismus, Islamfeindlichkeit, Rassismus...' Der Antrag ist ein paradigmatisches Beispiel für Islamfeindlichkeit — daher Score 0.

Keine wörtlich passenden Stellen im Parteiprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.

BiW
Wahlprogramm 0/10

Keine Quellen im Index — Bewertung nicht möglich.

Keine wörtlich passenden Stellen im Wahlprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.

Parteiprogramm 0/10

Keine Quellen im Index — Bewertung nicht möglich.

Keine wörtlich passenden Stellen im Parteiprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.

Was am Antrag besser werden könnte Verbesserungsvorschläge (Redline-Format) Verbesserungsvorschläge mit Begründung & GWÖ-Bezug Verbesserungsvorschläge — sofort übernehmbar

Tipp: Die Vorschläge sind als Redline formuliert (Original → Änderung → Begründung) und können direkt in einen Änderungsantrag übertragen werden. Über den Brief-Generator (#204) kann der Vorschlag auch als Briefentwurf an MdL versendet werden.
Vorschlag 1 von 3
alle konkreten Verdachtsfälle von strafrechtlich relevantem Extremismus zu überprüfen und nur bei gerichtlich bestätigtem Vereinszweck zur Förderung von Gewalt oder Hass Vereinsverbote zu prüfen — unter strikter Einhaltung des Rechtsstaatsprinzips und unter Einbindung unabhängiger Expert*innen;

Vermeidet pauschale Stigmatisierung (D1), stärkt Rechtsstaatlichkeit (C3) und entspricht GWÖ-Wert 'Menschenwürde'

Vorschlag 2 von 3
die Rücknahme der Staatsbürgerschaft nur bei schwerwiegenden, gerichtlich festgestellten Straftaten gegen die freiheitliche demokratische Grundordnung zuzulassen — unter Ausschluss aller Fälle, die lediglich auf Meinungsäußerung, religiöser Praxis oder Herkunft beruhen;

Schützt Menschenwürde (D1) und verhindert willkürliche Entziehung von Rechten — zentral für GWÖ-Wert 'Rechtsstaatsprinzip'

Vorschlag 3 von 3
die Vergabe öffentlicher Mittel an transparenzpflichtige, gemeinwohlorientierte Organisationen zu binden, die sich aktiv für Demokratieerziehung, interreligiösen Dialog und Prävention von Radikalisierung einsetzen — unter Einbindung von muslimischen Gemeinden als gleichberechtigte Partner*innen;

Fördert Solidarität (D2), Transparenz & Mitbestimmung (D5) und Soziale Gerechtigkeit (D4) — statt Ausgrenzung

Abstimmungsergebnis

Das Warnzeichen ⚠ steht für den Heuchelei, das Ausrufezeichen ! für den Opportunismus. Beide vergleichen das Abstimmungsverhalten einer Fraktion mit ihrem eigenen Wahlprogramm.

Mehrheit deckt sich mit GWÖ-Empfehlung — Empfohlen: Ablehnen; Beschluss: Abgelehnt.
Abgelehnt HB21l-34 ↗
Quelle: Plenarprotokoll · automatisch extrahiert

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