Zusammenfassung
Die FDP fordert eine praxistaugliche, weniger bürokratische Ausgestaltung der geplanten PflegeHygiene-Verordnung und kritisiert die Einführung neuer Hygienefunktionen als unverhältnismäßig.
- Intensivierung des Beteiligungsprozesses mit Praxisexpert:innen
- Verhältnismäßigkeit und Bürokratieabbau bei Umsetzung
- Prüfung alternativer Lösungen wie zentraler Hygieneberatungsstelle
- Evaluation nach zwölf Monaten
- Regelmäßige Berichterstattung an die Deputation
Der Antrag zielt auf Bürokratieabbau, Ressourcenschonung und Praxistauglichkeit ab — dies stützt die Werte Solidarität (B2), Soziale Gerechtigkeit (D4) und Transparenz & Mitbestimmung (D5) positiv. Allerdings vernachlässigt er systematisch ökologische Nachhaltigkeit (C3/E3) und Menschenwürde (D1), da Hygiene- und Infektionsschutz als reine Belastung statt als Grundrecht auf gesundheitliche Sicherheit thematisiert werden. Kritisch ist die fehlende Verankerung von Mitbestimmung der Bewohner:innen (E1) und der Pflegekräfte (C3), was den Wert 'Menschenwürde' schwächt. Ein Feld mit −3-Bewertung (A2: Ausgelagerte Betriebe – fehlende Refinanzierungspflicht für Träger) zieht den Gesamtscore auf maximal 4.
Was bedeutet das?
Gelbe Ampel. Dieser Antrag wirkt gemischt: Manche Werte werden gestärkt, andere geschwächt — beides gleicht sich teils aus. Die Note (4.0 von 10) ist der GWÖ-Score; „gemischt" heißt nicht „neutral".
Alle Fachbegriffe auf dieser Seite sind im Glossar kurz erklärt.
Zitat-Satz: „Der Antrag 21/1316 erhält im GWÖ-Antragsprüfer einen Gemeinwohl-Score von 4.0 von 10 (Überarbeiten), Bewertungs-Sicherheit hoch."
Stärkster Wert — Stärken
Beteiligung von Praxisakteuren; Fokus auf Verhältnismäßigkeit
Schwächster Wert — Schwächen
Ignoranz gegenüber Schutzbedürfnissen Pflegebedürftiger; Fehlende Anerkennung von Hygiene als Grundrecht
Für Expert:innen: Gemeinwohl-Matrix 2.0 · 25 Felder
Für Expert:innen: Bewertungs-Kontext (Wahlperiode, Regierung, Methoden-Version)
Für Expert:innen: Programm-Treue pro Fraktion
Wahlprogramm 2/10
Der Antrag widerspricht zentralen SPD-Prioritäten: Er lehnt Qualitätsverbesserungen in der Pflege ab, während das SPD-Wahlprogramm explizit 'Qualität statt Profit' fordert und die Stärkung der Wohn- und Betreuungsaufsicht sowie personelle Aufstockung zur Sicherung der Versorgungsqualität betont. Keine Übereinstimmung mit den Zielen der Pflegereform.
Parteiprogramm 1/10
Das Hamburger Programm betont 'soziale Gerechtigkeit', 'Solidarität' und 'Vorsorgender Sozialstaat'. Der Antrag untergräbt diesen Anspruch, indem er strukturelle Schutzmaßnahmen als bürokratisch entwertet — ohne Alternativkonzept zum Schutz Pflegebedürftiger. Fundamentaler Widerspruch zu Grundwerten Freiheit, Gerechtigkeit, Solidarität.
Keine wörtlich passenden Stellen im Parteiprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.
Wahlprogramm 6/10
Der Antrag korrespondiert teilweise mit CDU-Kernpositionen zu Bürokratieabbau und Verhältnismäßigkeit staatlicher Regulierung. Allerdings fehlt jeglicher Bezug zu 'Schöpfungsverantwortung' oder 'Klimaschutz', und die Ablehnung von Qualitätsinfrastruktur widerspricht dem christlich-demokratischen Menschenbild, das Würde und Verantwortung für Schutzbedürftige betont.
Keine wörtlich passenden Stellen im Wahlprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.
Parteiprogramm 5/10
Die CDU-Grundsätze 'Subsidiäre Ordnung' und 'starker aber begrenzter Staat' lassen Spielraum für Kritik an Überregulierung. Doch das Menschenbild ('Würde, Freiheit, Verantwortung') wird verletzt, wenn Schutzvorkehrungen zugunsten von Verwaltungsvereinfachung zurückgestellt werden. Teilweise konsistent, aber nicht kohärent.
Keine wörtlich passenden Stellen im Parteiprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.
Wahlprogramm 1/10
Der Antrag steht im klaren Widerspruch zum grünen Wahlprogramm, das 'gewinnorientierte Privatisierungen' in der Pflege ablehnt und stattdessen 'Qualität und Quantität pflegerischer Leistungen' in den Mittelpunkt stellt. Die Forderung nach Hygienekommissionen und Fachkräften entspricht genau dem grünen Ziel einer 'bedarfsgerechten Pflegeinfrastruktur'.
Parteiprogramm 2/10
Das Grüne Grundsatzprogramm verankert 'planetare Grenzen', 'sozial-ökologische Transformation' und 'Patient*innen als Akteur*innen mit starken Rechten'. Der Antrag untergräbt alle drei: Er gefährdet Gesundheitsrechte, vernachlässigt Vorsorge und schwächt kollektive Schutzinfrastrukturen. Klare Diskrepanz zu Ökologie und Gerechtigkeit.
Keine wörtlich passenden Stellen im Parteiprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.
Wahlprogramm 0/10
Der Antrag widerspricht allen Kernforderungen der LINKEN zur Pflege: Sie fordert 'Stärkung der Wohn- und Betreuungsaufsicht', 'Finanzierung der aktuell ungenügenden Zuweisungen' und 'Sicherung kommunaler Klinikverbünde'. Die FDP-Forderung nach Entlastung der Träger auf Kosten von Schutzstandards ist diametral entgegengesetzt.
Keine wörtlich passenden Stellen im Wahlprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.
Parteiprogramm 0/10
Keine Quellen im Index — Bewertung nicht möglich.
Keine wörtlich passenden Stellen im Parteiprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.
Wahlprogramm 0/10
Keine Quellen im Index — Bewertung nicht möglich.
Keine wörtlich passenden Stellen im Wahlprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.
Parteiprogramm 0/10
Keine Quellen im Index — Bewertung nicht möglich.
Keine wörtlich passenden Stellen im Parteiprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.
Was am Antrag besser werden könnte Verbesserungsvorschläge (Redline-Format) Verbesserungsvorschläge mit Begründung & GWÖ-Bezug Verbesserungsvorschläge — sofort übernehmbar
Stärkt Menschenwürde (D1) und Soziale Gerechtigkeit (D4) durch Anerkennung des Schutzauftrags gegenüber Pflegebedürftigen; schafft Verbindlichkeit statt bloßer Kritik.
Stärkt Transparenz & Mitbestimmung (D5) und Solidarität (B2) durch echte Partizipation der Adressat:innen — zentraler GWÖ-Anspruch.
Stärkt Soziale Gerechtigkeit (D4) und Solidarität (B2) durch klare Haftung für Gemeinwohl-Aufgaben — verhindert soziale Folgekosten.
Abstimmungsergebnis
Das Warnzeichen ⚠ steht für den Heuchelei, das Ausrufezeichen ! für den Opportunismus. Beide vergleichen das Abstimmungsverhalten einer Fraktion mit ihrem eigenen Wahlprogramm.
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Aktiv werden
Brief an MdL oder NGO-Stellungnahme zu diesem Antrag als Entwurf generieren — anpassen, dann per Mail oder PDF weiter.
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