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HB · Drs. 21/1316 · Antrag · 21. Wahlperiode · eingebracht 25.08.2025

PflegeHygiene-Verordnung verhältnismäßig und praxistauglich ausgestalten

GesundheitPflegeRegulierungBürokratie
Bewertung treffend?

Zusammenfassung

Die FDP fordert eine praxistaugliche, weniger bürokratische Ausgestaltung der geplanten PflegeHygiene-Verordnung und kritisiert die Einführung neuer Hygienefunktionen als unverhältnismäßig.

Kernforderungen
  • Intensivierung des Beteiligungsprozesses mit Praxisexpert:innen
  • Verhältnismäßigkeit und Bürokratieabbau bei Umsetzung
  • Prüfung alternativer Lösungen wie zentraler Hygieneberatungsstelle
  • Evaluation nach zwölf Monaten
  • Regelmäßige Berichterstattung an die Deputation
4.0/10
Überarbeiten
Bewertungs-Sicherheit: hoch

Der Antrag zielt auf Bürokratieabbau, Ressourcenschonung und Praxistauglichkeit ab — dies stützt die Werte Solidarität (B2), Soziale Gerechtigkeit (D4) und Transparenz & Mitbestimmung (D5) positiv. Allerdings vernachlässigt er systematisch ökologische Nachhaltigkeit (C3/E3) und Menschenwürde (D1), da Hygiene- und Infektionsschutz als reine Belastung statt als Grundrecht auf gesundheitliche Sicherheit thematisiert werden. Kritisch ist die fehlende Verankerung von Mitbestimmung der Bewohner:innen (E1) und der Pflegekräfte (C3), was den Wert 'Menschenwürde' schwächt. Ein Feld mit −3-Bewertung (A2: Ausgelagerte Betriebe – fehlende Refinanzierungspflicht für Träger) zieht den Gesamtscore auf maximal 4.

Was bedeutet das?

Gelbe Ampel. Dieser Antrag wirkt gemischt: Manche Werte werden gestärkt, andere geschwächt — beides gleicht sich teils aus. Die Note (4.0 von 10) ist der GWÖ-Score; „gemischt" heißt nicht „neutral".

Alle Fachbegriffe auf dieser Seite sind im Glossar kurz erklärt.

Zitat-Satz: „Der Antrag 21/1316 erhält im GWÖ-Antragsprüfer einen Gemeinwohl-Score von 4.0 von 10 (Überarbeiten), Bewertungs-Sicherheit hoch."

Stärkster Wert — Stärken

Beteiligung von Praxisakteuren; Fokus auf Verhältnismäßigkeit

Schwächster Wert — Schwächen

Ignoranz gegenüber Schutzbedürfnissen Pflegebedürftiger; Fehlende Anerkennung von Hygiene als Grundrecht

Für Expert:innen: Gemeinwohl-Matrix 2.0 · 25 Felder
Schwerpunkt-Felder: D1D4
Menschenwürde
Solidarität
Ökol. Nachhaltigkeit
Soz. Gerechtigkeit
Transparenz
A · Lieferant:innen
B · Finanzen
+
C · Verwaltung
D · Bürger:innen
+
+
E · Gesellschaft & Natur
Für Expert:innen: Bewertungs-Kontext (Wahlperiode, Regierung, Methoden-Version)
Wahlperiode: 21. Wahlperiode (2023-07-04 – laufend)
Regierung zur Antragszeit: Bovenschulte II (SPD+GRÜNE+LINKE), vereidigt 2023-07-05
Diese Bewertung wurde am 30.06.2026 mit qwen-plus gegen den oben genannten Programm-Stand erzeugt.
bewertet mit Prompt v5 · Analyzer v5 · Embedding text-embedding-v4Methodik & Transparenz
Für Expert:innen: Programm-Treue pro Fraktion
Hinweis: Für folgende Parteien lag kein Wahl-/Parteiprogramm vor — sie werden hier nicht aufgeführt: AfD.
SPD Regierungsfraktion
Wahlprogramm 2/10

Der Antrag widerspricht zentralen SPD-Prioritäten: Er lehnt Qualitätsverbesserungen in der Pflege ab, während das SPD-Wahlprogramm explizit 'Qualität statt Profit' fordert und die Stärkung der Wohn- und Betreuungsaufsicht sowie personelle Aufstockung zur Sicherung der Versorgungsqualität betont. Keine Übereinstimmung mit den Zielen der Pflegereform.

„SPD BREMEN ZUKUNFTSPROGRAMM 2023 – 2027 Gesundheit und gute Pflege 154 12.10 Pflegeheime: Qualität statt Profit Auch wenn wir den Verbleib in der häuslichen Umgebung stärken und stützen werden: Die Zahl der Pflegebedürftigen steigt."
✓ verifiziert SPD Bremen Wahlprogramm 2023, S. 154 · PDF öffnen
Parteiprogramm 1/10

Das Hamburger Programm betont 'soziale Gerechtigkeit', 'Solidarität' und 'Vorsorgender Sozialstaat'. Der Antrag untergräbt diesen Anspruch, indem er strukturelle Schutzmaßnahmen als bürokratisch entwertet — ohne Alternativkonzept zum Schutz Pflegebedürftiger. Fundamentaler Widerspruch zu Grundwerten Freiheit, Gerechtigkeit, Solidarität.

Keine wörtlich passenden Stellen im Parteiprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.

CDU
Wahlprogramm 6/10

Der Antrag korrespondiert teilweise mit CDU-Kernpositionen zu Bürokratieabbau und Verhältnismäßigkeit staatlicher Regulierung. Allerdings fehlt jeglicher Bezug zu 'Schöpfungsverantwortung' oder 'Klimaschutz', und die Ablehnung von Qualitätsinfrastruktur widerspricht dem christlich-demokratischen Menschenbild, das Würde und Verantwortung für Schutzbedürftige betont.

Keine wörtlich passenden Stellen im Wahlprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.

Parteiprogramm 5/10

Die CDU-Grundsätze 'Subsidiäre Ordnung' und 'starker aber begrenzter Staat' lassen Spielraum für Kritik an Überregulierung. Doch das Menschenbild ('Würde, Freiheit, Verantwortung') wird verletzt, wenn Schutzvorkehrungen zugunsten von Verwaltungsvereinfachung zurückgestellt werden. Teilweise konsistent, aber nicht kohärent.

Keine wörtlich passenden Stellen im Parteiprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.

GRÜNE Regierungsfraktion
Wahlprogramm 1/10

Der Antrag steht im klaren Widerspruch zum grünen Wahlprogramm, das 'gewinnorientierte Privatisierungen' in der Pflege ablehnt und stattdessen 'Qualität und Quantität pflegerischer Leistungen' in den Mittelpunkt stellt. Die Forderung nach Hygienekommissionen und Fachkräften entspricht genau dem grünen Ziel einer 'bedarfsgerechten Pflegeinfrastruktur'.

„Wir setzen uns dafür ein, diese gewinnorientierten Privatisierungen zu verhindern und streben la..."
✓ verifiziert BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Bremen Wahlprogramm 2023, S. 25 · PDF öffnen
Parteiprogramm 2/10

Das Grüne Grundsatzprogramm verankert 'planetare Grenzen', 'sozial-ökologische Transformation' und 'Patient*innen als Akteur*innen mit starken Rechten'. Der Antrag untergräbt alle drei: Er gefährdet Gesundheitsrechte, vernachlässigt Vorsorge und schwächt kollektive Schutzinfrastrukturen. Klare Diskrepanz zu Ökologie und Gerechtigkeit.

Keine wörtlich passenden Stellen im Parteiprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.

LINKE Regierungsfraktion
Wahlprogramm 0/10

Der Antrag widerspricht allen Kernforderungen der LINKEN zur Pflege: Sie fordert 'Stärkung der Wohn- und Betreuungsaufsicht', 'Finanzierung der aktuell ungenügenden Zuweisungen' und 'Sicherung kommunaler Klinikverbünde'. Die FDP-Forderung nach Entlastung der Träger auf Kosten von Schutzstandards ist diametral entgegengesetzt.

Keine wörtlich passenden Stellen im Wahlprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.

Parteiprogramm 0/10

Keine Quellen im Index — Bewertung nicht möglich.

Keine wörtlich passenden Stellen im Parteiprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.

BiW
Wahlprogramm 0/10

Keine Quellen im Index — Bewertung nicht möglich.

Keine wörtlich passenden Stellen im Wahlprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.

Parteiprogramm 0/10

Keine Quellen im Index — Bewertung nicht möglich.

Keine wörtlich passenden Stellen im Parteiprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.

Was am Antrag besser werden könnte Verbesserungsvorschläge (Redline-Format) Verbesserungsvorschläge mit Begründung & GWÖ-Bezug Verbesserungsvorschläge — sofort übernehmbar

Tipp: Die Vorschläge sind als Redline formuliert (Original → Änderung → Begründung) und können direkt in einen Änderungsantrag übertragen werden. Über den Brief-Generator (#204) kann der Vorschlag auch als Briefentwurf an MdL versendet werden.
Vorschlag 1 von 3
Der aktuelle Entwurf beinhaltet neue Anforderungen an das Leistungsgeschehen vollstationärer Pflegeeinrichtungen. Wir begrüßen die Zielsetzung, Infektionsrisiken für besonders vulnerable Gruppen systematisch zu senken , und fordern, dass Hygienefachkräfte und Hygienekommissionen als ergänzende, nicht substitutive Elemente in bestehende Qualitätsrahmen eingebettet werden — mit klaren Refinanzierungs- und Qualifizierungspfaden.

Stärkt Menschenwürde (D1) und Soziale Gerechtigkeit (D4) durch Anerkennung des Schutzauftrags gegenüber Pflegebedürftigen; schafft Verbindlichkeit statt bloßer Kritik.

Vorschlag 2 von 3
Für eine verhältnismäßige und praxistaugliche Ausgestaltung der PflegeHygiene-Verordnung sollte Bremen einen intensiveren Beteiligungsprozess mit Experten aus der Praxis sowie mit Vertreter:innen von Pflegebedürftigen, Angehörigen und Selbsthilfeorganisationen vorschalten — um sicherzustellen, dass die Perspektive der Betroffenen im Mittelpunkt steht.

Stärkt Transparenz & Mitbestimmung (D5) und Solidarität (B2) durch echte Partizipation der Adressat:innen — zentraler GWÖ-Anspruch.

Vorschlag 3 von 3
Die Refinanzierung der Kosten von Pflegeeinrichtungen gestaltet sich schon jetzt schwierig. Um eine Verlagerung von Kosten auf Bewohner:innen zu verhindern, fordern wir, dass sämtliche neuen Hygienemaßnahmen durch Landesmittel vollständig refinanziert werden — analog zur gesetzlichen Verpflichtung zur Finanzierung von Personalbemessung nach § 113c SGB XI.

Stärkt Soziale Gerechtigkeit (D4) und Solidarität (B2) durch klare Haftung für Gemeinwohl-Aufgaben — verhindert soziale Folgekosten.

Abstimmungsergebnis

Das Warnzeichen ⚠ steht für den Heuchelei, das Ausrufezeichen ! für den Opportunismus. Beide vergleichen das Abstimmungsverhalten einer Fraktion mit ihrem eigenen Wahlprogramm.

Abgelehnt HB21l-35 ↗
Quelle: Plenarprotokoll · automatisch extrahiert

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