Zum Hauptinhalt springen
Was ist neu Best-Practice Methodik Quellen Soll-Quellen

← Zurück zur Übersicht

Journalist:innen-Ansicht — Datentabellen und Zitate sichtbar, „Zitat kopieren"- Buttons aktiv. CSV-Downloads findest du unter den Auswertungen.
NGO-Ansicht — Vollbericht inklusive Methodik-Block, allen Quellen und Bias-Audit-Hinweisen. Alle Klapp-Sektionen sind ausgeklappt.
MdL-Ansicht — Verbesserungsvorschläge prominent oben, Vergleich mit anderen Fraktionen, Direkt-Link zum Brief-an-MdL-Generator.
NRW · 18/21217 · Antrag · 18. · eingebracht 08.09.2026

Steuererhöhung durch die Hintertür dauerhaft stoppen: Die Landesregierung muss sich für einen Automatismus zum Ausgleich der kalten Progression einsetzen

FinanzenSteuerpolitikGerechtigkeit

Zusammenfassung

Die FDP fordert im Landtag NRW, dass Nordrhein-Westfalen sich im Bundesrat für einen automatischen, jährlichen Ausgleich der kalten Progression bei der Einkommensteuer einsetzt – um verdeckte Steuererhöhungen zu verhindern.

Kernforderungen
  • Kalte Progression ist eine verdeckte Steuererhöhung
  • Bisheriger Ausgleich ist politisch unsicher und nicht automatisch
  • NRW soll im Bundesrat für einen gesetzlichen Automatismus eintreten

maschinell erstellt · nicht geprüft

4.0/10
Überarbeiten
Bewertungs-Sicherheit: hoch

Note und Empfehlung stammen von einem , das den Antrag an der Gemeinwohl-Matrix 2.0 misst — sie sind weder amtlich noch von der Gemeinwohl-Ökonomie geprüft. Grenzen der Bewertung

Der Antrag thematisiert eine zentrale Gemeinwohl-Frage: die Fairness der Steuerlastverteilung und den Schutz vor verdeckter Enteignung durch kalte Progression. Er berührt stark die Werte Menschenwürde (D1 — Schutz des Individuums, Rechtsgleichheit), soziale Gerechtigkeit (D4 — Soziale Gestaltung der öffentlichen Leistung) und Transparenz & Mitbestimmung (D5 — Transparente Kommunikation und demokratische Einbindung), da er gegen automatische, nicht-parlamentarisch kontrollierte Steuererhöhungen vorgeht. Allerdings bleibt er vollständig auf Bundesebene fokussiert und vernachlässigt systematisch alle fünf Berührungsgruppen A–E im kommunalen Kontext – insbesondere fehlt jeder Bezug zu öffentlichen Aufträgen (A), Haushaltsverantwortung gegenüber Steuerzahler:innen (B), Verwaltungsethik (C), Daseinsvorsorge (D) oder intergenerativer Verantwortung (E). Damit verfehlt er die GWÖ-Matrix 2.0 für Gemeinden fundamental.

Was bedeutet das?

Gelbe Ampel. Dieser Antrag wirkt gemischt: Manche Werte werden gestärkt, andere geschwächt — beides gleicht sich teils aus. Die Note (4.0 von 10) ist der ; „gemischt" heißt nicht „neutral".

Die wichtigsten Fachbegriffe sind im Glossar kurz erklärt.

Zitat-Satz: „Der Antrag 18/21217 erhält im GWÖ-Antragsprüfer einen Gemeinwohl-Score von 4.0 von 10 (Überarbeiten), Bewertungs-Sicherheit hoch."

Trifft diese automatische Einschätzung zu?

Die Rückmeldung gilt der Bewertung auf dieser Seite, nicht dem Antrag. Das ist keine Abstimmung über den Antrag.

Stärkster Wert — Stärken

Klare Benennung eines strukturellen Problems (kalte Progression); Starke Verankerung im FDP-Profil (Fairness, Rechtssicherheit, Eigenverantwortung)

Schwächster Wert — Schwächen

Kein Bezug zur kommunalen Ebene – verletzt GWÖ-Matrix 2.0 für Gemeinden; Keine Umverteilungsdimension – ignoriert soziale Gerechtigkeit als Gemeinwohlziel

Für Expert:innen: Gemeinwohl-Matrix 2.0 · 25 Felder
Schwerpunkt-Felder: D1D4D5
Menschenwürde
Solidarität
Ökol. Nachhaltigkeit
Soz. Gerechtigkeit
Transparenz
A · Lieferant:innen
○
○
○
○
○
B · Finanzen
○
−−
○
○
○
C · Verwaltung
○
○
−−
○
○
D · Bürger:innen
+
○
○
+
+
E · Gesellschaft & Natur
○
○
○
○
○
++ stark fördernd + fördernd ○ neutral − widersprechend −− stark widersprechend
Für Expert:innen: Bewertungs-Kontext (Wahlperiode, Regierung, Methoden-Version)
Wahlperiode: 18. Wahlperiode (2022-06-01 – laufend)
Regierung zur Antragszeit: Wüst II (CDU+GRÜNE), vereidigt 2022-06-29
Bewertet gegen die folgenden Wahlprogramme:
Diese Bewertung wurde am 27.09.2026 mit dem Sprachmodell qwen-plus gegen den oben genannten Programm-Stand erzeugt.
bewertet mit Prompt v5 · Analyzer v5 · Embedding text-embedding-v4 — Methodik & Transparenz
Für Expert:innen: Programm-Treue pro Fraktion
CDU Regierungsfraktion
Wahlprogramm 5/10

Die CDU fordert in ihrem Wahlprogramm 'solide Finanzpolitik' und 'Verantwortung gegenüber nachfolgenden Generationen', aber auch 'Bürokratieabbau' und 'Marktwirtschaftlichen Umweltschutz'. Der Antrag zielt auf Rechtssicherheit und Fairness, was mit dem CDU-Grundsatz 'Rechtsstaatsprinzip' korrespondiert — allerdings widerspricht er implizit der CDU-Position zur Steuerlast: CDU lehnt eine gesetzliche Tariftreue ab und betont 'Vor dem Verteilen kommt das Erwirtschaften' ([Q8]). Kein direktes Zitat passt exakt.

Keine wörtlich passenden Stellen im Wahlprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.

Parteiprogramm 4/10

Das CDU-Grundsatzprogramm 2024 betont 'Steuern dienen der Finanzierung des Staates' und will 'möglichst geringe Steuerlast' ([Q8]), aber auch 'Subsidiarität' und 'Föderalismus'. Der Antrag fordert Bundesrecht – kein kommunales Subsidiaritätsdenken. Kein passendes Zitat aus [Q6]–[Q10].

Keine wörtlich passenden Stellen im Parteiprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.

SPD
Wahlprogramm 2/10

Der Antrag widerspricht zentralen SPD-Positionen: Die SPD fordert explizit 'mehr Vermögensbildung in Arbeitnehmerhand', 'existenzsichernde Mindestlöhne' und 'Umverteilung' ([Q18], [Q15]). Ein Automatismus zur kalten Progression ist zwar fair, aber isoliert betrachtet entlastet er alle Einkommensgruppen – inklusive Spitzenverdiener – und unterläuft die SPD-Zielsetzung einer progressiven Umverteilung. Kein Zitat passt direkt.

Keine wörtlich passenden Stellen im Wahlprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.

Parteiprogramm 2/10

Das Hamburger Programm betont 'gerechte Teilhabe am erwirtschafteten Ertrag' und kritisiert die 'Schere zwischen Einkünften aus Erwerbseinkommen und Kapitalrenditen' ([Q18]). Ein pauschaler Tarifautomatismus ohne differenzierte Umverteilung widerspricht diesem Kernziel. Kein passendes Zitat aus [Q16]–[Q19].

Keine wörtlich passenden Stellen im Parteiprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.

GRÜNE Regierungsfraktion
Wahlprogramm 3/10

Die Grünen fordern 'ein gerechtes Steuersystem, das zu einer Angleichung der Einkommen führt' ([Q35]) und bekämpfen 'Steuervermeidung' ([Q39]). Der Antrag adressiert keine Angleichung, sondern nur technische Tarifanpassung – er ignoriert strukturelle Ungleichheit. Auch das grüne Postulat 'Wirtschaftswachstum nicht als Selbstzweck' ([Q33]) wird nicht berührt. Kein passendes Zitat.

Keine wörtlich passenden Stellen im Wahlprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.

Parteiprogramm 3/10

Das Grundsatzprogramm 2020 verlangt ein Steuersystem, das 'zu einer Angleichung der Einkommen führt' ([Q35]) und 'leistungslose Einkommen' besteuert. Der Antrag enthält keinerlei Umverteilungsdimension – er ist technokratisch-neutral. Kein Zitat aus [Q35]–[Q39] passt wörtlich.

Keine wörtlich passenden Stellen im Parteiprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.

FDP Antragsteller:in
Wahlprogramm 10/10

Der Antrag ist wortwörtlich aus dem FDP-Wahlprogramm 2022 ableitbar: 'FAIRE STEUERN' ([Q20]), 'fairer Lastenausgleich zwischen Unternehmen und Kommunen' ([Q21]), 'transparente und verlässliche Steuern' ([Q20]), sowie die Kritik an 'aggressiver Steuervermeidung' – hier umgekehrt: an aggressiver Steuererhöhung durch Untätigkeit. Der Begriff 'Steuererhöhung durch die Hintertür' stammt direkt aus FDP-Rhetorik.

„FAIRE STEUERN Die Grundsteuer darf nicht als Vermögensteuer missverstanden werden. Mit ihr werden diejenigen, die Grund und Boden nutzen, angemessenen an der Finanzierung von kommunalen Leistungen beteiligt, die nicht durch besondere Entgelte finanziert werden."
✓ verifiziert FDP NRW Wahlprogramm 2022, S. 82 · PDF öffnen
Parteiprogramm 9/10

Das FDP-Grundsatzprogramm 2012 betont 'Verantwortung für die Freiheit', 'Eigenverantwortung vor Staatsverantwortung' und 'faire Steuern' ([Q28]). Der Antrag verkörpert diesen Geist: Er schützt individuelle Kaufkraft vor staatlicher Enteignung durch Inflation und fordert Rechtssicherheit statt politischer Willkür. Das Zitat zur 'Fairness' passt direkt.

„Deshalb setzen wir uns für Steuergerechtigkeit ein. Weil wir auch an jene denken, die mit ihrer Arbeit die Grundlage für einen liberalen Sozialstaat schaffen."
✓ verifiziert FDP Karlsruher Freiheitsthesen 2012, S. 13 · PDF öffnen
AfD
Wahlprogramm 0/10

Keine Quellen im Index — Bewertung nicht möglich.

Keine wörtlich passenden Stellen im Wahlprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.

Parteiprogramm 0/10

Keine Quellen im Index — Bewertung nicht möglich.

Keine wörtlich passenden Stellen im Parteiprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.

Was am Antrag besser werden könnte Verbesserungsvorschläge (Redline-Format) Verbesserungsvorschläge mit Begründung & GWÖ-Bezug Verbesserungsvorschläge — sofort übernehmbar

Diese Vorschläge hat ein erzeugt. Sie sind nicht im Parlament eingebracht worden. Im Vorschlagstext ist grün unterlegt, was neu hinzukäme, und durchgestrichen, was entfiele.

Tipp: Die Vorschläge sind als Redline formuliert (Original → Änderung → Begründung) und können direkt in einen Änderungsantrag übertragen werden. Über den Brief-Generator (#204) kann der Vorschlag auch als Briefentwurf an MdL versendet werden.
Vorschlag 1 von 3

Im Antrag steht

Nordrhein-Westfalen muss seine Stimme als größtes Bundesland im Bundesrat nutzen, um die geplante Einkommensteuerreform in diesem Sinne zu korrigieren.

Vorschlag

Nordrhein-Westfalen muss als größtes Bundesland im Bundesrat und als Vorbild für kommunale Finanzverantwortung seine Stimme nutzen – und gleichzeitig die kommunalen Finanzausstattung reformieren, um die kalte Progression lokal abzufedern.

Verknüpft den bundespolitischen Antrag mit der GWÖ-Berührungsgruppe B2 — Gemeinnutz im Finanzgebaren (Steuerzahler:innen) und C3 — Förderung ökologischen Verhaltens (kommunale Verwaltung), indem er lokale Handlungsebene einbezieht.

Vorschlag 2 von 3

Im Antrag steht

Es muss außerdem auf Bundesebene dauerhaft ein verbindlicher gesetzlicher Mechanismus geschaffen werden...

Vorschlag

Es muss außerdem auf Bundesebene und in der Landesfinanzverfassung ein verbindlicher gesetzlicher Mechanismus geschaffen werden, der auch kommunale Steuertarife (z. B. Gewerbesteuer, Grundsteuer) an die Preisentwicklung koppelt.

Erweitert den Antrag auf die GWÖ-Berührungsgruppe B2 — Gemeinnutz im Finanzgebaren (Finanzpartner:innen) und D4 — Soziale Gestaltung der öffentlichen Leistung (soziale öffentliche Leistung), indem er kommunale Steuergerechtigkeit einfordert.

Vorschlag 3 von 3

Im Antrag steht

Der Ausgleich erfolgt bislang jedoch rechtlich leider nicht automatisch.

Vorschlag

Der Ausgleich erfolgt bislang jedoch rechtlich leider nicht automatisch – und wird dadurch zu einem Instrument der unkontrollierten Steuererhöhung, das besonders Geringverdiener und Familien trifft.

Stärkt den Bezug zu GWÖ-Wert D4 — Soziale Gestaltung der öffentlichen Leistung (soziale Gerechtigkeit) und D1 — Schutz des Individuums, Rechtsgleichheit (Menschenwürde) durch explizite Benennung der besonders Betroffenen.

Abstimmungsergebnis

Abgelehnt MMP18-130 ↗

Die Listen darunter nennen Fraktionen, nicht Sitze oder Stimmen. Einen Balken zeigt diese Seite deshalb nicht: Er würde ein Mengenverhältnis nahelegen, das die Daten nicht hergeben — Sitz- und Stimmzahlen liegen nicht vor, das Plenarprotokoll nennt keine. Wie das Plenum entschieden hat, steht oben als Ergebnis: Abgelehnt; wenige Fraktionen können die Mehrheit der Sitze auf sich vereinen.

Ja: AfD FDP
Nein: CDU GRÜNE SPD
Quelle: Plenarprotokoll · automatisch extrahiert

Ähnliche Anträge

Lade …

Aktiv werden

Brief an MdL oder NGO-Stellungnahme zu diesem Antrag als Entwurf generieren — anpassen, dann per Mail oder PDF weiter.

Bewertungs-Historie

Lade…

Kommentare

Lade…