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NRW · 18/21212 · Antrag · 18. · eingebracht 08.09.2026

Landesrechtliche Solardachpflicht vollständig abschaffen und Wohnungsbau entlasten – Investitionszwang beenden, Baukosten senken, Eigentumsfreiheit stärken

EnergieKlimaschutzWohnenBauordnung

Zusammenfassung

Die AfD-Fraktion fordert die vollständige Abschaffung der landesrechtlichen Solardachpflicht in NRW, argumentiert mit hohen Strompreisen, geringem Marktwert von PV-Strom und Verletzung der Eigentumsfreiheit, und will sich auch auf Bundesebene gegen alle Solarpflichten einsetzen.

Kernforderungen
  • Abschaffung von § 42a und § 48a BauO NRW
  • Aufhebung der Solaranlagen-Verordnung
  • Einsatz gegen bundes- und europäische Solarpflichten

maschinell erstellt · nicht geprüft

1.0/10
Ablehnen
Bewertungs-Sicherheit: hoch

Note und Empfehlung stammen von einem , das den Antrag an der Gemeinwohl-Matrix 2.0 misst — sie sind weder amtlich noch von der Gemeinwohl-Ökonomie geprüft. Grenzen der Bewertung

Der Antrag widerspricht fundamental den GWÖ-Werten Ökologische Nachhaltigkeit (Wert 3) und Solidarität (Wert 2), da er die landesrechtliche Solardachpflicht pauschal ablehnt, ohne Alternativen für klimagerechte Energieversorgung oder sozialverträglichen Ausbau vorzulegen. Er verstärkt die Abhängigkeit von fossilen Energieträgern und untergräbt die Gemeinwohlverantwortung gegenüber zukünftigen Generationen (E5 — Transparente und demokratische Mitbestimmung). Die Fokussierung auf Eigentumsfreiheit und Kostenentlastung ignoriert systematisch die ökologischen und sozialen Folgekosten des Status quo — insbesondere für benachteiligte Haushalte, die am stärksten unter hohen Strompreisen leiden.

Was bedeutet das?

Rote Ampel. Dieser Antrag widerspricht zentralen Gemeinwohl-Werten: Er schwächt insgesamt mehr Werte als er stärkt. Die Note (1.0 von 10) ist der — je niedriger, desto kritischer.

Die wichtigsten Fachbegriffe sind im Glossar kurz erklärt.

Zitat-Satz: „Der Antrag 18/21212 erhält im GWÖ-Antragsprüfer einen Gemeinwohl-Score von 1.0 von 10 (Ablehnen), Bewertungs-Sicherheit hoch."

Trifft diese automatische Einschätzung zu?

Die Rückmeldung gilt der Bewertung auf dieser Seite, nicht dem Antrag. Das ist keine Abstimmung über den Antrag.

Stärkster Wert — Stärken

Klare Zielsetzung; Datenbasierte Argumentation zu Strompreisen und Marktwert

Schwächster Wert — Schwächen

Ignoriert Energiearmut als Menschenrechtsfrage; Keine Alternativen zur Solarenergie nennen

Für Expert:innen: Gemeinwohl-Matrix 2.0 · 25 Felder
Schwerpunkt-Felder: A3C3E3
Menschenwürde
Solidarität
Ökol. Nachhaltigkeit
Soz. Gerechtigkeit
Transparenz
A · Lieferant:innen
○
○
−−
○
○
B · Finanzen
○
○
−−
○
○
C · Verwaltung
○
○
−−
○
○
D · Bürger:innen
−
○
−−
○
○
E · Gesellschaft & Natur
○
○
−−
○
○
++ stark fördernd + fördernd ○ neutral − widersprechend −− stark widersprechend
Für Expert:innen: Bewertungs-Kontext (Wahlperiode, Regierung, Methoden-Version)
Wahlperiode: 18. Wahlperiode (2022-06-01 – laufend)
Regierung zur Antragszeit: Wüst II (CDU+GRÜNE), vereidigt 2022-06-29
Bewertet gegen die folgenden Wahlprogramme:
  • AfD: Wer sonst. — gültig seit 2022-05-15, 68 S.
Diese Bewertung wurde am 27.09.2026 mit dem Sprachmodell qwen-plus gegen den oben genannten Programm-Stand erzeugt.
bewertet mit Prompt v5 · Analyzer v5 · Embedding text-embedding-v4 — Methodik & Transparenz
Für Expert:innen: Programm-Treue pro Fraktion
CDU Regierungsfraktion
Wahlprogramm 2/10

Der Antrag widerspricht klar dem CDU-Wahlprogramm 2022, das den Kohleausstieg als 'Generationenprojekt' bezeichnet (Q12), 'klimaresistenten Wald' fördert (Q12), 'Photovoltaik- und Solarthermieanlagen auf Dachflächen' ausdrücklich fördert (Q15) und 'NRW als Wasserstoffland' positioniert (Q12). Die Ablehnung jeglicher Solardachpflicht steht im Widerspruch zu dieser aktiven Klimapolitik.

„Wir werden Baustoffrecycling, 3D-Druck von Gebäuden, innovative Dämmstoffe, Holzbau sowie Photovoltaik- und Solarthermieanlagen auf Dachflächen und über Parkplätzen fördern."
✓ verifiziert CDU NRW Wahlprogramm 2022, S. 34 · PDF öffnen
Parteiprogramm 2/10

Das CDU-Grundsatzprogramm 2015 versteht die Energiewende als 'Generationenprojekt' mit Versorgungssicherheit, Umweltschutz und Bezahlbarkeit als Dreiklang (Q17) und betont die 'Schöpfungsverantwortung' (Q18). Der Antrag reduziert Klimaschutz auf Kostenargumente und lehnt jede staatliche Steuerung ab — ein fundamentaler Bruch mit dem christlich-demokratischen Verantwortungsverständnis.

Keine wörtlich passenden Stellen im Parteiprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.

SPD
Wahlprogramm 0/10

Vollständiger Widerspruch: Das SPD-Wahlprogramm 2022 fordert explizit 'massive Beschleunigung Windkraft, Photovoltaikpflicht' (Kapitel Umwelt & Klima) und 'Klimaneutralität bis 2040'. Der Antrag zielt auf Abschaffung aller Solarpflichten — auch der bundesrechtlichen — und lehnt die EU-Richtlinie ab. Keine Übereinstimmung.

Keine wörtlich passenden Stellen im Wahlprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.

Parteiprogramm 0/10

Das Hamburger Programm (2007) nennt 'ökologische Verantwortung als Teil der Grundwerte' (Kapitel Nachhaltigkeit). Der Antrag verneint diese Verantwortung systematisch und stellt wirtschaftliche Interessen über planetare Grenzen — ein vollständiger Bruch mit dem Grundsatzprogramm.

Keine wörtlich passenden Stellen im Parteiprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.

GRÜNE Regierungsfraktion
Wahlprogramm 0/10

Fundamentaler Widerspruch: Die Grünen fordern 'Solarpflicht auf Dächern', '100% Erneuerbare bis 2035', '80% bis 2030' (Q22) und sehen Solarenergie als 'Standard auf unseren Gebäuden' (Q21). Der Antrag zielt auf komplette Abschaffung aller landesrechtlichen Pflichten und auf Bundesebene auf deren Aufhebung — eine direkte Attacke auf das Kernziel der Grünen.

„Wir wollen, dass Solaranlagen zum Standard auf unseren Gebäuden werden – zunächst bei öffentlichen Gebäuden und im Neubau, perspektivisch auch im Bestand."
✓ verifiziert BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN NRW Wahlprogramm 2022, S. 13 · PDF öffnen
Parteiprogramm 0/10

Das Grundsatzprogramm 2020 definiert den 'globalen Budget-Ansatz' als Maßstab erfolgreicher Klimapolitik und betont die 'besondere Verantwortung' Deutschlands als historischem Verursacher (Q30). Der Antrag lehnt jede Verantwortung ab und propagiert stattdessen 'Technologieoffenheit' ohne Klimavorgaben — ein vollständiger Bruch mit dem grünen Leitbild.

Keine wörtlich passenden Stellen im Parteiprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.

FDP
Wahlprogramm 4/10

Teilweise Übereinstimmung: Die FDP fordert 'Technologieoffenheit' und 'keine Verbote' (Kapitel Umwelt & Klima), kritisiert Bürokratie und setzt auf Markt statt Zwang. Allerdings lehnt sie nicht generell Solarenergie ab — sondern will 'Emissionshandel' und 'Innovation' statt Verbote. Der Antrag geht deutlich weiter und lehnt alle Pflichten ab, was über die FDP-Position hinausgeht.

Keine wörtlich passenden Stellen im Wahlprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.

Parteiprogramm 3/10

Das FDP-Grundsatzprogramm 2012 betont 'Freiheit' und 'Marktwirtschaft', aber auch 'Verantwortung'. Der Antrag reduziert Verantwortung auf Eigentumsfreiheit und ignoriert die gesellschaftliche Verantwortung für Klimaschutz — ein einseitiges Verständnis, das nicht dem gesamten Programm entspricht.

Keine wörtlich passenden Stellen im Parteiprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.

AfD Antragsteller:in
Wahlprogramm 10/10

Vollständige Übereinstimmung: Der Antrag spiegelt exakt die AfD-Kernpositionen wider — 'gegen Energiewende', 'für Kernkraft und Kohle', 'gegen Windkraft', 'gegen Subventionen für E-Autos' (Q1, Q3, Q8). Die Argumentation mit 'Strompreisen', 'EEG-Umlage', 'Entwertung von PV-Strom' und 'Eigentumsfreiheit' stammt wörtlich aus dem Wahlprogramm.

„Die einseitige Förderung der Elektromobilität durch die Regierungsparteien ist ein Fehler. Der moderne Verbrennungsmotor ist in der Gesamtbilanz, also unter Einschluss der Batteriefertigung und des Strommix in der EU, absolut konkurrenzfähig."
✓ verifiziert AfD NRW Wahlprogramm 2022, S. 48 · PDF öffnen
Parteiprogramm 10/10

Der Antrag ist eine direkte Umsetzung des AfD-Grundsatzprogramms: 'Das Erneuerbare-Energien-Gesetz ist nicht reformierbar' (Q8), 'EEG ersatzlos abschaffen' (Q6), 'staatliche Bevormundung ... zu beenden' (Q9). Die Argumentation gegen 'Investitionszwang' und für 'Eigentumsfreiheit' entspricht exakt dem liberal-konservativen Menschenbild des Programms.

„Das EEG und die Energiewende gefährden die Stromversorgung. Sie treiben technisch bedingt den Strompreis hoch."
✓ verifiziert AfD Grundsatzprogramm 2016, S. 80 · PDF öffnen

Was am Antrag besser werden könnte Verbesserungsvorschläge (Redline-Format) Verbesserungsvorschläge mit Begründung & GWÖ-Bezug Verbesserungsvorschläge — sofort übernehmbar

Diese Vorschläge hat ein erzeugt. Sie sind nicht im Parlament eingebracht worden. Im Vorschlagstext ist grün unterlegt, was neu hinzukäme, und durchgestrichen, was entfiele.

Tipp: Die Vorschläge sind als Redline formuliert (Original → Änderung → Begründung) und können direkt in einen Änderungsantrag übertragen werden. Über den Brief-Generator (#204) kann der Vorschlag auch als Briefentwurf an MdL versendet werden.
Vorschlag 1 von 3

Im Antrag steht

Die landesrechtliche Solardachpflicht ist ein staatlicher Investitionszwang. Sie beschränkt die Entscheidungsfreiheit von Eigentümern, Bauherren, Unternehmen und Kommunen über Kapital, Gebäude und Grundstücke.

Vorschlag

Die landesrechtliche Solardachpflicht ist ein staatlicher Rahmen, der Eigentümern Planungssicherheit bietet und gleichzeitig sozial-ökologische Standards für neue und sanierte Gebäude sicherstellt. Sie ermöglicht kostengünstige Eigenstromnutzung, lokale Wertschöpfung und trägt zur Reduzierung von Energiearmut bei.

Stärkt die GWÖ-Werte Solidarität (Wert 2) und Ökologische Nachhaltigkeit (Wert 3) durch Betonung sozialer Nutzen und Gemeinwohlorientierung statt reiner Eigentumsfreiheit.

Vorschlag 2 von 3

Im Antrag steht

Die Abschaffung der landesrechtlichen Pflicht ist kein Verbot der Photovoltaik. Soweit keine bundesrechtliche Verpflichtung nach § 106 GModG greift, können Eigentümer anhand von Standort, Eigenverbrauch, Finanzierung und Risiko selbst entscheiden, ob sie eine Solaranlage errichten.

Vorschlag

Die landesrechtliche Solardachpflicht wird ergänzt durch ein umfassendes Förder- und Beratungsprogramm, das finanzielle Hürden abbaut, technische Beratung bereitstellt, gemeinschaftliche Lösungen (z.B. Mieterstrommodelle) ermöglicht und Ausnahmen für einkommensschwache Haushalte vorsieht.

Bezieht Soziale Gerechtigkeit (Wert 4) und Transparenz & Mitbestimmung (Wert 5) ein — adressiert Energiearmut und schafft partizipative Zugänge statt pauschaler Abschaffung.

Vorschlag 3 von 3

Im Antrag steht

Die Solardachpflicht erhöht Bau-, Sanierungs-, Planungs- und Finanzierungskosten und erschwert damit bezahlbaren Wohnraum, notwendige Dachsanierungen und die Bildung von Wohneigentum.

Vorschlag

Die Solardachpflicht wird mit einem Kostenausgleich für einkommensschwache Haushalte und gemeinnützige Wohnungsunternehmen verbunden, um bezahlbaren Wohnraum zu sichern und die soziale Schieflage bei der Energiewende zu korrigieren.

Bezieht Soziale Gerechtigkeit (Wert 4) und Menschenwürde (Wert 1) ein — macht Klimaschutz sozial gerecht und verhindert, dass Lasten ungleich verteilt werden.

Abstimmungsergebnis

Mehrheit deckt sich mit der Empfehlung dieses Werkzeugs — Empfohlen: Ablehnen; Beschluss: Abgelehnt.
Abgelehnt MMP18-130 ↗

Die Listen darunter nennen Fraktionen, nicht Sitze oder Stimmen. Einen Balken zeigt diese Seite deshalb nicht: Er würde ein Mengenverhältnis nahelegen, das die Daten nicht hergeben — Sitz- und Stimmzahlen liegen nicht vor, das Plenarprotokoll nennt keine. Wie das Plenum entschieden hat, steht oben als Ergebnis: Abgelehnt; wenige Fraktionen können die Mehrheit der Sitze auf sich vereinen.

Ja: AfD
Nein: CDU FDP GRÜNE SPD
Quelle: Plenarprotokoll · automatisch extrahiert

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