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NRW · 18/21200 · Antrag · 18. · eingebracht 08.09.2026

Junge Menschen zusammen fördern: Titelgruppe 68 in den Kinder- und Jugendförderplan überführen

JugendpolitikIntegrationDemokratiebildungTeilhabe

Zusammenfassung

Die SPD-Fraktion fordert die strukturelle Verankerung der bisher projektbezogenen Förderung für junge Menschen mit Flucht- und Einwanderungsgeschichte im Kinder- und Jugendförderplan (KJFP) — mit eigenem Förderschwerpunkt, vollständiger Mittelübernahme und Beteiligung von Selbstorganisationen.

Kernforderungen
  • Überführung der Titelgruppe 68 in den KJFP
  • Einführung eines eigenständigen Förderschwerpunkts für Teilhabe und Empowerment
  • Vollständige und dynamisierte Mittelübernahme
  • Aktive Einbeziehung von Jugendverbänden und Selbstorganisationen
  • Vorlage eines Umsetzungskonzepts mit Zeitplan und Finanzierung

maschinell erstellt · nicht geprüft

9.0/10
Uneingeschränkt unterstützen
Bewertungs-Sicherheit: hoch

Note und Empfehlung stammen von einem , das den Antrag an der Gemeinwohl-Matrix 2.0 misst — sie sind weder amtlich noch von der Gemeinwohl-Ökonomie geprüft. Grenzen der Bewertung

Der Antrag stärkt systematisch die Teilhabe junger Menschen mit Flucht- und Einwanderungsgeschichte durch strukturelle Verankerung in der Kinder- und Jugendhilfe — ein klarer Beitrag zu Solidarität (Wert 2), sozialer Gerechtigkeit (Wert 4) und Transparenz & Mitbestimmung (Wert 5). Er verankert Empowerment, Demokratiebildung und partizipative Gestaltung als Normalfall, nicht als Sonderfall. Die Forderung nach Beteiligung von Selbstorganisationen und Fachakteuren entspricht direkt dem GWÖ-Prinzip der ko-kreativen Gemeinwohlgestaltung. Lediglich bei ökologischer Nachhaltigkeit (Wert 3) bleibt der Bezug neutral — kein Mangel, aber auch keine aktive Förderung.

Was bedeutet das?

Grüne Ampel. Dieser Antrag stärkt das Gemeinwohl deutlich: Er fördert mehr Werte als er schwächt. Die Note (9.0 von 10) ist der — je höher, desto besser für das Allgemeinwohl.

Die wichtigsten Fachbegriffe sind im Glossar kurz erklärt.

Zitat-Satz: „Der Antrag 18/21200 erhält im GWÖ-Antragsprüfer einen Gemeinwohl-Score von 9.0 von 10 (Uneingeschränkt unterstützen), Bewertungs-Sicherheit hoch."

Trifft diese automatische Einschätzung zu?

Die Rückmeldung gilt der Bewertung auf dieser Seite, nicht dem Antrag. Das ist keine Abstimmung über den Antrag.

Stärkster Wert — Stärken

Strukturelle Verankerung statt Projekt-Flickwerk; Klare Verbindung von Demokratiebildung, Empowerment und Teilhabe

Schwächster Wert — Schwächen

Kein Bezug zu ökologischen Aspekten; Keine konkrete Verankerung von Sprachförderung

Für Expert:innen: Gemeinwohl-Matrix 2.0 · 25 Felder
Schwerpunkt-Felder: D2D4D5
Menschenwürde
Solidarität
Ökol. Nachhaltigkeit
Soz. Gerechtigkeit
Transparenz
A · Lieferant:innen
○
○
○
○
○
B · Finanzen
○
○
○
○
○
C · Verwaltung
○
○
○
○
++
D · Bürger:innen
○
++
○
++
++
E · Gesellschaft & Natur
○
++
○
○
○
++ stark fördernd + fördernd ○ neutral − widersprechend −− stark widersprechend
Für Expert:innen: Bewertungs-Kontext (Wahlperiode, Regierung, Methoden-Version)
Wahlperiode: 18. Wahlperiode (2022-06-01 – laufend)
Regierung zur Antragszeit: Wüst II (CDU+GRÜNE), vereidigt 2022-06-29
Bewertet gegen die folgenden Wahlprogramme:
Diese Bewertung wurde am 27.09.2026 mit dem Sprachmodell qwen-plus gegen den oben genannten Programm-Stand erzeugt.
bewertet mit Prompt v5 · Analyzer v5 · Embedding text-embedding-v4 — Methodik & Transparenz
Für Expert:innen: Programm-Treue pro Fraktion
SPD Antragsteller:in
Wahlprogramm 10/10

Der Antrag realisiert Kernforderungen des SPD-Wahlprogramms 2022: Chancengleichheit, Teilhabe, Demokratiebildung und Integration als Querschnittsaufgabe – nicht als Sonderthema. Die explizite Verknüpfung von Jugendpolitik, Demokratiebildung und Empowerment entspricht exakt den Zielen auf S. 22–25 und S. 55–58.

„Altersgerechte Mitsprache und Teilhabe in allen Belangen und Bildungsinstitutionen stärkt ihren Selbstwert und ihre Resilienz. Gleichzeitig ist Kinder- und Jugendbeteiligung ein Weg, demokratische Teilhabe von Anfang an zu leben."
✓ verifiziert SPD NRW Wahlprogramm 2022, S. 25 · PDF öffnen
Parteiprogramm 9/10

Das Hamburger Programm betont Soziale Teilhabe, solidarische Stadtentwicklung und Bildung als Schlüssel für Chancengleichheit (S. 35, 38, 61, 63). Der Antrag operationalisiert diese Prinzipien konkret im Kontext von Migration und Jugendhilfe. Einzig die fehlende explizite Verbindung zur 'lernenden Gesellschaft' (S. 67) verhindert eine volle 10.

Keine wörtlich passenden Stellen im Parteiprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.

CDU Regierungsfraktion
Wahlprogramm 7/10

Der Antrag ist kompatibel mit CDU-Kernpositionen zur Familien- und Jugendförderung (S. 58–60), insbesondere zur Stärkung der Offenen Kinder- und Jugendarbeit und zur Förderung von Inklusion. Auch die Betonung von Vielfalt ('Vielfalt schützen und unterstützen') passt. Allerdings fehlt die CDU-typische Betonung von Sprachförderung als Voraussetzung für Teilhabe (S. 20), was den Score leicht senkt.

„Wir werden den Kinder- und Jugendförderplan (KJFP) des Landes Nordrhein-Westfalen weiter stärken."
✓ verifiziert CDU NRW Wahlprogramm 2022, S. 60 · PDF öffnen
„Vielfalt schützen und unterstützen"
✓ verifiziert CDU NRW Wahlprogramm 2022, S. 58 · PDF öffnen
Parteiprogramm 7/10

Die CDU-Grundsätze betonen Respekt vor unterschiedlichen Lebensweisen (S. 17, 19) und die Notwendigkeit frühzeitiger Sprachförderung (S. 22). Der Antrag greift das Respekt-Prinzip auf, vernachlässigt aber die sprachliche Dimension als zentrale Integrationsvoraussetzung — daher kein voller Score.

Keine wörtlich passenden Stellen im Parteiprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.

GRÜNE Regierungsfraktion
Wahlprogramm 10/10

Der Antrag spiegelt wörtlich grüne Kernforderungen wider: Jugendbeteiligung (S. 58), Demokratiebildung (S. 66), Empowerment (S. 55), Vielfalt als Normalität (S. 86–88) und die Anerkennung von Flucht- und Einwanderungsgeschichte als gesellschaftliche Realität. Die Forderung nach eigenständigem Förderschwerpunkt entspricht dem grünen Anspruch auf strukturelle Verankerung statt Projekt-Flickwerk.

„Die Kommunen unterstützen wir dabei, Befragungen von Kindern und Jugendlichen durchzuführen, um ihre Belange vor Ort besser wahrzunehmen."
✓ verifiziert BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN NRW Wahlprogramm 2022, S. 58 · PDF öffnen
„Kinder und Jugendliche in den Mittelpunkt: Das ist unser Versprechen!"
✓ verifiziert BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN NRW Wahlprogramm 2022, S. 55 · PDF öffnen
Parteiprogramm 10/10

Das Grundsatzprogramm 2020 verankert Kinderrechte als zentrales Prinzip (S. 60), fordert diskriminierungsfreie Förderung und verlangt, dass Kinder bei Entscheidungen gehört werden (S. 60). Der Antrag macht dies operativ: durch strukturelle Verankerung, Beteiligung von Selbstorganisationen und Fokus auf Empowerment — vollständige Übereinstimmung.

Keine wörtlich passenden Stellen im Parteiprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.

FDP
Wahlprogramm 4/10

Der Antrag widerspricht zentralen FDP-Positionen: Er setzt auf staatliche Strukturverankerung statt auf Eigenverantwortung und Subsidiarität; er betont kollektive Identität ('Fluchtgeschichte') statt individuelle Freiheit; er ignoriert die FDP-Forderung nach Entlastung und Bürokratieabbau zugunsten einer neuen Förderstruktur. Keine direkte Übereinstimmung mit den Themen Bildung, Digitalisierung oder Wirtschaftspolitik.

Keine wörtlich passenden Stellen im Wahlprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.

Parteiprogramm 3/10

Das FDP-Grundsatzprogramm (2012) stellt individuelle Freiheit, Eigenverantwortung und Marktwirtschaft in den Mittelpunkt — nicht staatliche Förderstrukturen für spezifische Gruppen. Der Antrag ist konzeptionell fremd zum liberalen Menschenbild. Keine passenden Zitate im Index — Bewertung basiert auf programmatischer Distanz.

Keine wörtlich passenden Stellen im Parteiprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.

AfD
Wahlprogramm 0/10

Der Antrag steht in fundamentalem Widerspruch zu allen AfD-Kernpositionen: Er fördert aktiv die gesellschaftliche Teilhabe von Menschen mit Fluchtgeschichte, während die AfD 'Remigration', strikte Begrenzung und Assimilation fordert. Die Betonung von Vielfalt als Normalität widerspricht der AfD-Leitidee der 'deutschen Leitkultur'. Keine Übereinstimmung möglich.

Keine wörtlich passenden Stellen im Wahlprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.

Parteiprogramm 0/10

Keine Quellen im Index — Bewertung nicht möglich.

Keine wörtlich passenden Stellen im Parteiprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.

Was am Antrag besser werden könnte Verbesserungsvorschläge (Redline-Format) Verbesserungsvorschläge mit Begründung & GWÖ-Bezug Verbesserungsvorschläge — sofort übernehmbar

Diese Vorschläge hat ein erzeugt. Sie sind nicht im Parlament eingebracht worden. Im Vorschlagstext ist grün unterlegt, was neu hinzukäme, und durchgestrichen, was entfiele.

Tipp: Die Vorschläge sind als Redline formuliert (Original → Änderung → Begründung) und können direkt in einen Änderungsantrag übertragen werden. Über den Brief-Generator (#204) kann der Vorschlag auch als Briefentwurf an MdL versendet werden.
Vorschlag 1 von 3

Im Antrag steht

die vollständige Übernahme aller bisher für die Titelgruppe 68 vorgesehenen Haushaltsmittel in den Kinder- und Jugendförderplan sicherzustellen und diese wie im KJFP vorgesehen zu dynamisieren;

Vorschlag

die vollständige Übernahme aller bisher für die Titelgruppe 68 vorgesehenen Haushaltsmittel in den Kinder- und Jugendförderplan sicherzustellen und diese jährlich mindestens um die Inflationsrate plus 1 % zu erhöhen, um echte Planungssicherheit zu gewährleisten;

Stärkt den Wert 'Soziale Gerechtigkeit' (D4) durch verbindliche Dynamisierung — geht über bloße Inflationserhöhung hinaus und verhindert Realwertverlust.

Vorschlag 2 von 3

Im Antrag steht

innerhalb des Kinder- und Jugendförderplans einen eigenständigen Förderschwerpunkt „Teilhabe, Demokratiebildung und Empowerment junger Menschen mit Einwanderungs- und Fluchtgeschichte“ einzurichten;

Vorschlag

innerhalb des Kinder- und Jugendförderplans einen eigenständigen Förderschwerpunkt „Teilhabe, Demokratiebildung, Empowerment und kultursensible Sprachförderung junger Menschen mit Einwanderungs- und Fluchtgeschichte“ einzurichten;

Bezieht die CDU- und SPD-Forderung nach frühzeitiger Sprachförderung (Q20, Q6) ein — stärkt 'Menschenwürde' (D1) und 'Soziale Gerechtigkeit' (D4) durch bessere Zugänglichkeit.

Vorschlag 3 von 3

Im Antrag steht

Jugendverbände, Jugendringe, Selbstorganisation von Migrantinnen und Migranten und Träger sowie weitere Fachakteure aktiv in die Ausgestaltung des neuen Förderschwerpunkts einzubeziehen;

Vorschlag

mit bindender Beteiligungsquote: Jugendverbände, Jugendringe, Selbstorganisation von Migrantinnen und Migranten und Träger sowie weitere Fachakteure aktiv in die Ausgestaltung des neuen Förderschwerpunkts einzubeziehen, wobei mindestens 40 % der Mitglieder des Lenkungsgremiums aus Selbstorganisationen und Betroffenenvertretungen bestehen müssen;

Verstärkt 'Transparenz & Mitbestimmung' (D5) durch institutionelle Verankerung von Betroffenenpartizipation — entspricht GWÖ-Matrix-Anspruch an ko-kreative Governance.

Abstimmungsergebnis

Überwiesen MMP18-130 ↗
Von 5 Fraktionen stimmten 5 dafür, 0 stimmten dagegen.

Gezählt sind Fraktionen, nicht Sitze oder Stimmen. Wie das Plenum entschieden hat, steht oben als Ergebnis: Überwiesen — wenige Fraktionen können die Mehrheit der Sitze auf sich vereinen. Das Plenarprotokoll nennt keine Sitz- oder Stimmzahlen.

Ja: AfD CDU FDP GRÜNE SPD
Quelle: Plenarprotokoll · automatisch extrahiert

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