Zusammenfassung
Der Antrag modernisiert das Dienstrecht durch Lebensarbeitszeitkonten, Altersgeld, Zulagenreform, Jobrad-Modell und Beihilfeverbesserungen — mit Fokus auf Attraktivität, Flexibilität und Bürokratieabbau.
- Einführung eines Lebensarbeitszeitkontos für Lehrkräfte und andere Beamt:innen
- Einführung eines Altersgeldes für freiwillig ausscheidende Beamt:innen
- Vereinfachung und Moderation des Zulagen- und Vergütungswesens
- Verbesserung der Beihilferegelungen für Elternzeit und Teilzeit
- Digitalisierung von Besoldungs- und Versorgungsverfahren
Der Antrag stärkt die Attraktivität des öffentlichen Dienstes durch Lebensarbeitszeitkonten, Altersgeld und verbesserte Teilzeitregelungen — dies fördert Solidarität (C2), soziale Gerechtigkeit (D4) und Transparenz & Mitbestimmung (C3). Die Einführung von Altersgeld birgt jedoch Risiken für ökologische Nachhaltigkeit (E3), da sie langfristige Versorgungslasten verschiebt und die Nachversicherung in der gesetzlichen Rentenversicherung entfällt. Zudem fehlt eine klare Verankerung von Gemeinwohl-Kriterien in Vergabeverfahren oder Lieferketten (A1–A5), was die GWÖ-Treue begrenzt.
Was bedeutet das?
Gelbe Ampel. Dieser Antrag wirkt gemischt: Manche Werte werden gestärkt, andere geschwächt — beides gleicht sich teils aus. Die Note (6.0 von 10) ist der GWÖ-Score; „gemischt" heißt nicht „neutral".
Alle Fachbegriffe auf dieser Seite sind im Glossar kurz erklärt.
Zitat-Satz: „Der Antrag 18/20439 erhält im GWÖ-Antragsprüfer einen Gemeinwohl-Score von 6.0 von 10 (Unterstützen mit Änderungen), Bewertungs-Sicherheit hoch."
Stärkster Wert — Stärken
Starke Entbürokratisierung (Zulagenvereinfachung, digitale Verfahren); Verbesserung der Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben (Lebensarbeitszeitkonto, Elternzeit-Beihilfe, Teilzeitmodelle)
Schwächster Wert — Schwächen
Keine Verankerung von Gemeinwohl- oder Nachhaltigkeitskriterien in Vergabeprozessen (A2/A3); Altersgeld verlagert Versorgungslasten in die Zukunft ohne ökologische oder intergenerationelle Gerechtigkeitsprüfung (E3)
Für Expert:innen: Gemeinwohl-Matrix 2.0 · 25 Felder
Für Expert:innen: Bewertungs-Kontext (Wahlperiode, Regierung, Methoden-Version)
Für Expert:innen: Programm-Treue pro Fraktion
Wahlprogramm 9/10
Der Antrag entspricht zentralen CDU-Prioritäten: Bürokratieabbau (Zulagenvereinfachung, Entbürokratisierung), attraktiver Arbeitgeber (Lebensarbeitszeitkonto, Altersgeld, Jobrad), Berufsbeamtentum (Stärkung durch Zulagen, Stellenschlüsselverbesserung) und moderne Verwaltung (Digitalisierung, elektronische Bezügemitteilungen). Alle Kernfelder aus dem Wahlprogramm werden adressiert.
Parteiprogramm 8/10
Stärkung des Berufsbeamtentums, Subsidiarität, Leistungsprinzip und Wirtschaftlichkeit sind zentral im CDU-Grundsatzprogramm 2024. Die Reformen unterstützen diese Werte — allerdings fehlt eine explizite Verankerung christlich-demokratischer Schöpfungsverantwortung in den Maßnahmen.
Keine wörtlich passenden Stellen im Parteiprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.
Wahlprogramm 5/10
Teilweise Übereinstimmung mit SPD-Zielen: Verbesserung der Beihilfe (Elternzeit, 70%-Satz), Jobrad-Modell (Mobilitätswende), Flexibilisierung für Familien (Teilzeit, Pflegezeiten). Aber gravierende Abweichungen: Keine Tariftreuepflicht, kein Landesmindestlohn, keine Ausweitung der Daseinsvorsorge, sondern Fokus auf individuelle Leistungsförderung statt systemischer Gerechtigkeit.
Keine wörtlich passenden Stellen im Wahlprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.
Parteiprogramm 6/10
Die SPD betont Sozialstaatlichkeit, Solidarität und Gerechtigkeit als Grundwerte. Der Antrag enthält soziale Komponenten (Beihilfe, Altersteilzeit), bleibt aber hinter einer gemeinwohlorientierten Umverteilung zurück — z.B. fehlt ein Ansatz zur Stärkung kollektiver Rechte oder zur Demokratisierung der Verwaltung.
Keine wörtlich passenden Stellen im Parteiprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.
Wahlprogramm 7/10
Der Antrag greift grüne Themen wie Digitalisierung (elektronische Mitteilungen), Mobilität (Jobrad), Partizipation (fiktive Fortschreibung mit Vergleichsgruppen) und soziale Absicherung (Beihilfe-Fallmanagement) auf. Allerdings fehlen klare Klima- und Suffizienzimpulse — z.B. keine Verknüpfung von Jobrad mit CO₂-Bilanzierung oder keine Förderung von Gemeinwohlökonomie in Lieferketten.
Parteiprogramm 7/10
Das Grundsatzprogramm fordert lebendige Demokratie, soziale Gerechtigkeit und ökologische Verantwortung. Der Antrag stärkt Demokratie (Mitbestimmung, digitale Transparenz) und soziale Gerechtigkeit (Beihilfeverbesserungen), vernachlässigt aber planetare Grenzen und postwachstümliche Impulse — z.B. keine Reduktion von Dienstfahrten oder Konsumförderung.
Keine wörtlich passenden Stellen im Parteiprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.
Wahlprogramm 8/10
Der Antrag entspricht stark den FDP-Schwerpunkten: Bürokratieabbau (Zulagenvereinfachung, Verordnungsentlastung), Digitalisierung (elektronische Bezügemitteilungen, Onlinezugang), Eigenverantwortung (Lebensarbeitszeitkonto, Altersgeld als individuelle Entscheidung) und Technologieoffenheit (keine Verbote, Marktmechanismen bei Alterssicherung). Lediglich die Einführung von Altersgeld widerspricht leicht dem Prinzip 'Privat vor Staat'.
Keine wörtlich passenden Stellen im Wahlprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.
Parteiprogramm 8/10
Freiheit, Eigenverantwortung und Marktwirtschaft sind Kern der FDP-Grundsätze. Der Antrag setzt diese um — etwa durch Selbstbestimmung bei Arbeitszeit (§ 60 Abs. 4), Entbürokratisierung (§ 52a, § 66) und Stärkung individueller Absicherungsoptionen (Altersgeld, Jobrad). Er bleibt jedoch innerhalb des staatlichen Rahmens und verzichtet nicht auf Regelungskompetenz — was konsistent mit dem Grundsatzprogramm ist.
Keine wörtlich passenden Stellen im Parteiprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.
Wahlprogramm 4/10
Der Antrag enthält einige AfD-konforme Elemente: Bürokratieabbau, Stärkung des Berufsbeamtentums, Sicherheitsorientierung (Sonderzulagen für Polizei, Sprengstoffentschärfung). Doch er widerspricht zentralen Positionen: Keine Ablehnung der Energiewende, keine Kritik an Gender-Ideologie (stattdessen geschlechtergerechte Sprache in § 77), keine Begrenzung von Migration (kein Bezug), keine Laufzeitverlängerung für Kernkraft.
Keine wörtlich passenden Stellen im Wahlprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.
Parteiprogramm 3/10
Das AfD-Grundsatzprogramm betont Nation, Souveränität und traditionelle Familie. Der Antrag ist technisch-administrativ neutral, enthält aber progressive Aspekte wie Geschlechtsneutralität in Amtsbezeichnungen (§ 77 Abs. 5) und inklusive Beihilferegeln — was dem Programm widerspricht. Zudem fehlt jeglicher Bezug zu nationaler Souveränität oder EU-Kritik.
Keine wörtlich passenden Stellen im Parteiprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.
Was am Antrag besser werden könnte Verbesserungsvorschläge (Redline-Format) Verbesserungsvorschläge mit Begründung & GWÖ-Bezug Verbesserungsvorschläge — sofort übernehmbar
Stärkt den Wert 'Solidarität' (B2) und 'Soziale Gerechtigkeit' (D4) durch gemeinwohlbezogene Bewertung von Vordienstzeiten — statt rein formalrechtlicher Berücksichtigung.
Verankert ökologische Nachhaltigkeit (E3) und macht das Jobrad-Modell zu einem echten Beitrag zur Klimastrategie — statt bloßer Individualanreiz ohne Systemwirkung.
Stärkt 'Transparenz & Mitbestimmung' (C5) und 'Solidarität' (B2) durch institutionelle Verankerung von Gemeinwohlkriterien in der Personalpolitik — direkt im Sinne des GRÜNEN Wahlprogramms (S. 91) und der GWÖ-Vision.
Abstimmungsergebnis
Das Warnzeichen ⚠ steht für den Heuchelei, das Ausrufezeichen ! für den Opportunismus. Beide vergleichen das Abstimmungsverhalten einer Fraktion mit ihrem eigenen Wahlprogramm.
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Aktiv werden
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