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NRW · Drs. 18/20428 · Antrag · 18. Wahlperiode · eingebracht 07.07.2026

Starke IT für starke Kommunen – Konsolidierung der kommunalen IT-Landschaft vorantreiben

DigitalisierungKommunenIT-SicherheitVerwaltungKooperation
Bewertung treffend?

Zusammenfassung

Der Antrag fordert die landesweite Konsolidierung der kommunalen IT-Dienstleister in NRW zur Steigerung von Sicherheit, Wirtschaftlichkeit und Resilienz – unter aktiver Unterstützung durch das Land und Weiterentwicklung der d-NRW als zentrale Plattform.

Kernforderungen
  • Unterstützung kommunaler Konsolidierungsprozesse
  • Weiterentwicklung der d-NRW als zentraler IT-Dienstleister
  • Reduktion von Herstellerabhängigkeiten und Förderung von Software-Nachnutzung
  • Gemeinsame Vergabe zur Stärkung der Einkaufsmacht
  • Abbau alter Doppelstrukturen und Vermeidung neuer
8.0/10
Uneingeschränkt unterstützen
Bewertungs-Sicherheit: hoch

Der Antrag fördert Solidarität (B2, C3, D2) durch gemeinsame IT-Infrastruktur und Synergiegewinnung, stärkt ökologische Nachhaltigkeit (C4, D4) via Ressourceneffizienz und Sicherheit gegen digitale Risiken, und verbessert Transparenz & Mitbestimmung (D5, E5) durch standardisierte, zugängliche Verwaltungsdienste. Er berührt Menschenwürde (D1) indirekt über digitale Teilhabe und soziale Gerechtigkeit (D4) durch gleichwertige digitale Zugänge — jedoch fehlt eine explizite Verankerung von Barrierefreiheit, Datenschutz als Grundrechtsschutz und partizipativer Gestaltung mit Bürger:innen.

Was bedeutet das?

Grüne Ampel. Dieser Antrag stärkt das Gemeinwohl deutlich: Er fördert mehr Werte als er schwächt. Die Note (8.0 von 10) ist der GWÖ-Score — je höher, desto besser für das Allgemeinwohl.

Alle Fachbegriffe auf dieser Seite sind im Glossar kurz erklärt.

Zitat-Satz: „Der Antrag 18/20428 erhält im GWÖ-Antragsprüfer einen Gemeinwohl-Score von 8.0 von 10 (Uneingeschränkt unterstützen), Bewertungs-Sicherheit hoch."

Stärkster Wert — Stärken

Klare Problemdefinition mit konkreten Herausforderungen (Cyber-Sicherheit, Fachkräftemangel, Fragmentierung); Pragmatische, kooperative Herangehensweise (kein Zwang, sondern Unterstützung)

Schwächster Wert — Schwächen

Keine explizite Berücksichtigung sozialer Arbeitsbedingungen in ausgelagerten IT-Dienstleistern; Keine klare Verankerung von Open-Source- und Interoperabilitäts-Standards

Für Expert:innen: Gemeinwohl-Matrix 2.0 · 25 Felder
Schwerpunkt-Felder: B2A3E5
Menschenwürde
Solidarität
Ökol. Nachhaltigkeit
Soz. Gerechtigkeit
Transparenz
A · Lieferant:innen
+
B · Finanzen
++
C · Verwaltung
++
D · Bürger:innen
++
+
+
E · Gesellschaft & Natur
+
+
Für Expert:innen: Bewertungs-Kontext (Wahlperiode, Regierung, Methoden-Version)
Wahlperiode: 18. Wahlperiode (2022-06-01 – laufend)
Regierung zur Antragszeit: Wüst II (CDU+GRÜNE), vereidigt 2022-06-29
Bewertet gegen die folgenden Wahlprogramme:
Diese Bewertung wurde am 22.07.2026 mit qwen-plus gegen den oben genannten Programm-Stand erzeugt.
bewertet mit Prompt v5 · Analyzer v5 · Embedding text-embedding-v4Methodik & Transparenz
Für Expert:innen: Programm-Treue pro Fraktion
CDU Antragsteller:in Regierungsfraktion
Wahlprogramm 9/10

Der Antrag entspricht exakt den CDU-Kernpositionen zur Digitalisierung, Bürokratievereinfachung und Stärkung der Kommunen. Er greift die 'Bürokratiebremse', den Ausbau der digitalen Infrastruktur (S. 87–89), die Nutzung der Einkaufsmacht (Q4) und die Förderung von Scale-ups und Innovation (Q4) auf – ohne Widerspruch zu Eigentumsschutz oder Leistungsprinzip.

„Das Land Nordrhein-Westfalen wird seine Einkaufsmacht nutzen, um Technologien und Innovationen zu fördern, insbesondere von Start-ups."
✓ verifiziert CDU NRW Wahlprogramm 2022, S. 89 · PDF öffnen
„Wir haben das E-Government-Gesetz novelliert und damit die vollständige Digitalisierung der Landesverwaltung auf das Jahr 2025 vorverlegt."
✓ verifiziert CDU NRW Wahlprogramm 2022, S. 87 · PDF öffnen
Parteiprogramm 8/10

Passt zum CDU-Grundsatzprogramm 'In Freiheit leben' (2024): Subsidiarität (Q9), technologieoffener Fortschritt (Q6/Q7), wirtschaftliche Effizienz (Q7) und starke Kommunen (Q9/Q10). Kein Widerspruch zu christlich-demokratischem Menschenbild oder Schöpfungsverantwortung.

Keine wörtlich passenden Stellen im Parteiprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.

SPD
Wahlprogramm 7/10

Der Antrag unterstützt die SPD-Ziele einer modernen, leistungsfähigen Verwaltung und digitalen Teilhabe – passt zu 'Gebührenfrei' und 'Ganztagsschule' als Teil einer digitalen Daseinsvorsorge. Allerdings fehlt ein expliziter Bezug zu Tariftreue, Sozialstandards in IT-Dienstleistungen oder dem Landesmindestlohn für Beschäftigte in ausgelagerten IT-Betrieben (A2/A3).

Keine wörtlich passenden Stellen im Wahlprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.

Parteiprogramm 7/10

Im Hamburger Programm (2007) steht 'soziale Marktwirtschaft' und 'gerechte Verteilung' im Zentrum. Der Antrag adressiert Wirtschaftlichkeit (B2), vernachlässigt aber explizit soziale Dimensionen der IT-Konsolidierung wie Arbeitsbedingungen, Mitbestimmung oder faire Löhne in ausgelagerten Strukturen (A2/A3/C3).

Keine wörtlich passenden Stellen im Parteiprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.

GRÜNE Antragsteller:in Regierungsfraktion
Wahlprogramm 9/10

Der Antrag deckt zentrale Grüne Themen ab: Digitale Infrastruktur (Q12/Q14/Q15), Bürokratieabbau durch Digitalisierung (Q11), IT-Sicherheit als Gemeinwohlfrage (Q11/Q12), und die Rolle der d-NRW als gemeinwohlorientierte Plattform (Q14). Die Forderung nach 'Nachnutzung von Software' korrespondiert mit dem grünen Postulat der digitalen Souveränität und Offenheit.

„Damit überall digital gearbeitet wird, weiten wir das E-Government-Gesetz vollständig auf die Kommunen aus."
✓ verifiziert BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN NRW Wahlprogramm 2022, S. 90 · PDF öffnen
„Mit einem Genehmigungs-Turbo und gezielter Förderung bringen wir schnelles Internet mit Glasfaser und 5G spätestens 2030 an jede Haustür."
✓ verifiziert BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN NRW Wahlprogramm 2022, S. 51 · PDF öffnen
Parteiprogramm 9/10

Der Antrag ist hochgradig konsistent mit dem Grundsatzprogramm 2020: 'Digitalisierung verändert die Prozesse in den Unternehmen' (Q16), 'gleichwertige Lebensverhältnisse' (Q17), 'öffentliche Verwaltung muss auf Augenhöhe agieren' (Q18), und 'digitale Souveränität' als Teil der planetaren Verantwortung (Q16/Q18).

Keine wörtlich passenden Stellen im Parteiprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.

FDP
Wahlprogramm 8/10

Der Antrag entspricht FDP-Kernthemen: Digitalisierung als 'Chef*innensache' (Q5), Bürokratieabbau, Technologieoffenheit, Innovationsförderung und Eigenverantwortung der Kommunen. Einzig die Betonung von 'gemeinsamer Vergabe' könnte als staatliche Steuerung kritisch gesehen werden – doch da sie 'aus vorhandenen Mitteln' erfolgt und auf Kooperation zielt, bleibt sie im Rahmen der FDP-Position.

Keine wörtlich passenden Stellen im Wahlprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.

Parteiprogramm 8/10

Passt zum FDP-Grundsatzprogramm 2012: 'Freie Marktwirtschaft', 'Eigenverantwortung', 'Chancengerechtigkeit' und 'schlanker Staat'. Die Konsolidierung wird nicht als Zwang, sondern als freiwillige Kooperation zur Effizienzsteigerung beschrieben – im Einklang mit dem Prinzip 'Marktwirtschaft statt Planwirtschaft'.

Keine wörtlich passenden Stellen im Parteiprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.

AfD
Wahlprogramm 3/10

Der Antrag widerspricht zentralen AfD-Positionen: Er setzt auf staatliche Koordination ('gemeinsame Vergabe', 'd-NRW als zentraler Baustein'), was der AfD-Forderung nach 'gegen staatliche Eingriffe' (Wahlprogramm) widerspricht. Auch die Betonung von EU-Mitteln (implizit im Green Deal-Bezug Q15) und 'geopolitischer Lage' steht im Kontrast zur EU-Kritik und Souveränitätsbetonung der AfD. Keine Quellen im Index — Bewertung nicht möglich.

Keine wörtlich passenden Stellen im Wahlprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.

Parteiprogramm 0/10

Keine Quellen im Index — Bewertung nicht möglich.

Keine wörtlich passenden Stellen im Parteiprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.

Was am Antrag besser werden könnte Verbesserungsvorschläge (Redline-Format) Verbesserungsvorschläge mit Begründung & GWÖ-Bezug Verbesserungsvorschläge — sofort übernehmbar

Tipp: Die Vorschläge sind als Redline formuliert (Original → Änderung → Begründung) und können direkt in einen Änderungsantrag übertragen werden. Über den Brief-Generator (#204) kann der Vorschlag auch als Briefentwurf an MdL versendet werden.
Vorschlag 1 von 3
die d-NRW AöR unter demokratischer Mitwirkung der Kommunen (z. B. durch einen kommunalen Beirat mit Vetorecht) so weiterzuentwickeln, dass sie bestimmte IT-Dienstleistungen in Zukunft zentral für die Kommunen übernehmen kann

Stärkt Transparenz & Mitbestimmung (D5/E5) und verhindert top-down-Technokratie – entspricht GWÖ-Wert 'Demokratie' und Grüne Position zu Bürger:innenräten (Q11/Q14)

Vorschlag 2 von 3
kritische Abhängigkeiten von Fachverfahren zu einzelnen Herstellern zu identifizieren und aufzuzeigen, wie diese reduziert werden können, unter Priorisierung offener Standards und Open-Source-Software , und Lösungen zur Nachnutzung vom Land und den Kommunen beauftragter Software zu ermöglichen

Fördert ökologische Nachhaltigkeit (C3/D3) durch langfristige Wartbarkeit und soziale Gerechtigkeit (D4) durch Unabhängigkeit von Monopolen – entspricht Grüne (Q14) und SPD-Positionen zu digitaler Souveränität

Vorschlag 3 von 3
die Kommunen in Nordrhein-Westfalen bei der Konsolidierung ihrer IT-Strukturen weiter aktiv zu unterstützen, unter Einhaltung der Tariftreue und des Landesmindestlohns von 13 € für alle Beschäftigten in ausgelagerten IT-Dienstleistern

Stärkt soziale Gerechtigkeit (A2/A3) und Solidarität (B2) – schließt eine Lücke gegenüber SPD- und Grüne-Wahlprogrammen (Q11/Q14) und vermeidet Sozialdumping bei Konsolidierung

Abstimmungsergebnis

Das Warnzeichen ⚠ steht für den Heuchelei, das Ausrufezeichen ! für den Opportunismus. Beide vergleichen das Abstimmungsverhalten einer Fraktion mit ihrem eigenen Wahlprogramm.

Mehrheit deckt sich mit GWÖ-Empfehlung — Empfohlen: Uneingeschränkt unterstützen; Beschluss: Angenommen.
Angenommen MMP18-127 ↗
2/5 Fraktionen Ja · 2 Nein · 1 Enth.
Ja: CDU GRÜNE
Nein: AfD SPD
Enth.: FDP
Quelle: Plenarprotokoll · automatisch extrahiert

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