Zum Hauptinhalt springen
Was ist neu Best-Practice Methodik Quellen Soll-Quellen

← Zurück zur Übersicht

Bürger:innen-Ansicht — Ampel und Klartext stehen vorn; Datentabellen und Methodik-Details sind ausgeblendet. Begriffe sind als Tooltips erklärt.
Journalist:innen-Ansicht — Datentabellen und Zitate sichtbar, „Zitat kopieren"- Buttons aktiv. CSV-Downloads finden Sie unter den Auswertungen.
NGO-Ansicht — Vollbericht inklusive Methodik-Block, allen Quellen und Bias-Audit-Hinweisen. Alle Klapp-Sektionen sind ausgeklappt.
MdL-Ansicht — Verbesserungsvorschläge prominent oben, Vergleich mit anderen Fraktionen, Direkt-Link zum Brief-an-MdL-Generator.
NRW · Drs. 18/20426 · Antrag · 18. Wahlperiode · eingebracht 07.07.2026

Der Meinungsfreiheit verpflichtet? Staatliche Zensurversuche durch die Landesmedienanstalt NRW stoppen und freie Medien schützen!

MedienfreiheitDemokratiePressefreiheitZensur
Bewertung treffend?

Zusammenfassung

Die AfD-Fraktion fordert die Streichung von §19 MStV, um staatliche Aufsicht über unabhängige Online-Medien zu beenden, und kritisiert die LfM NRW als 'Zensurbehörde'.

Kernforderungen
  • Streichung von §19 Abs. 1 Satz 2 MStV
  • Entziehung der Korrekturkompetenz der LfM
  • Abschaffung von Zwangsgeldern für Sorgfaltspflichtverstöße
  • Gleichbehandlung aller Medienakteure
  • Leitbild des mündigen Bürgers
2.0/10
Ablehnen
Bewertungs-Sicherheit: hoch

Der Antrag widerspricht zentralen GWÖ-Werten: Er lehnt jegliche staatliche Regulierung von Medieninhalten ab, ignoriert den Schutz vor Desinformation und Hassrede (Verletzung von Solidarität, Menschenwürde, Transparenz), und verkennt die Verantwortung öffentlicher Institutionen für demokratische Qualitätssicherung. Die Forderung nach Abschaffung der journalistischen Sorgfaltspflicht für Telemedien untergräbt systematisch das Gemeinwohlprinzip und verstärkt Machtungleichgewichte zugunsten kommerzieller oder ideologisch getriebener Akteure. Die pauschale Gleichsetzung aller digitalen Inhalte mit Pressefreiheit ohne Differenzierung nach Verantwortlichkeit widerspricht der GWÖ-Matrix insbesondere in den Feldern D1 (Menschenwürde), D2 (Solidarität), D5 (Transparenz & Mitbestimmung) und E3 (Staat, Gesellschaft und Natur).

Was bedeutet das?

Rote Ampel. Dieser Antrag widerspricht zentralen Gemeinwohl-Werten: Er schwächt insgesamt mehr Werte als er stärkt. Die Note (2.0 von 10) ist der GWÖ-Score — je niedriger, desto kritischer.

Alle Fachbegriffe auf dieser Seite sind im Glossar kurz erklärt.

Zitat-Satz: „Der Antrag 18/20426 erhält im GWÖ-Antragsprüfer einen Gemeinwohl-Score von 2.0 von 10 (Ablehnen), Bewertungs-Sicherheit hoch."

Stärkster Wert — Stärken

Klare Benennung des Chilling Effect; Konkrete Fallstudie (Ben Berndt)

Schwächster Wert — Schwächen

Fundamentaler Bruch mit Menschenwürde und Solidarität; Ignoranz gegenüber Desinformationsrisiken

Für Expert:innen: Gemeinwohl-Matrix 2.0 · 25 Felder
Schwerpunkt-Felder: D1D2D5
Menschenwürde
Solidarität
Ökol. Nachhaltigkeit
Soz. Gerechtigkeit
Transparenz
A · Lieferant:innen
B · Finanzen
C · Verwaltung
D · Bürger:innen
−−
−−
E · Gesellschaft & Natur
−−
Für Expert:innen: Bewertungs-Kontext (Wahlperiode, Regierung, Methoden-Version)
Wahlperiode: 18. Wahlperiode (2022-06-01 – laufend)
Regierung zur Antragszeit: Wüst II (CDU+GRÜNE), vereidigt 2022-06-29
Bewertet gegen die folgenden Wahlprogramme:
  • AfD: Wer sonst. — gültig seit 2022-05-15, 68 S.
Diese Bewertung wurde am 22.07.2026 mit qwen-plus gegen den oben genannten Programm-Stand erzeugt.
bewertet mit Prompt v5 · Analyzer v5 · Embedding text-embedding-v4Methodik & Transparenz
Für Expert:innen: Programm-Treue pro Fraktion
CDU Regierungsfraktion
Wahlprogramm 3/10

Die CDU befürwortet ausdrücklich die journalistische Sorgfaltspflicht im Internet (Q2, Q3) und sieht in §19 MStV eine 'wichtige Errungenschaft im Kampf gegen Fake News'. Der Antrag fordert deren Abschaffung – klarer Widerspruch zu CDU-Kernpositionen.

Keine wörtlich passenden Stellen im Wahlprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.

Parteiprogramm 2/10

Das CDU-Grundsatzprogramm betont Rechtsstaatlichkeit, Grundrechte und Medienkompetenz (Q8, Q10), nicht aber die Abschaffung staatlicher Aufsicht zugunsten von Privatisierung. Der Antrag widerspricht dem Prinzip der 'schöpfungsverantwortung' und des 'starken, aber begrenzten Staates'.

Keine wörtlich passenden Stellen im Parteiprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.

SPD
Wahlprogramm 1/10

Die SPD betont ausdrücklich die Notwendigkeit, Desinformation und Hate Speech durch Medienkompetenz und klare Regeln zu bekämpfen (Q12, Q13). Der Antrag lehnt jede staatliche Rolle bei der Bekämpfung von Desinformation ab – vollständiger Widerspruch.

„Desinformation und Hate Speech im Internet müssen wir durch die Stärkung von Medienkompetenz für Jung und Alt entschieden entgegentreten."
✓ verifiziert SPD NRW Wahlprogramm 2022, S. 98 · PDF öffnen
Parteiprogramm 1/10

Das Hamburger Programm verankert Freiheit, Gerechtigkeit und Solidarität als Grundwerte (Q16, Q17) und betont die Unabhängigkeit der Medien *von staatlichen Eingriffen*, aber nicht *von ethischen Verantwortung*. Der Antrag verwechselt Freiheit mit Willkür und untergräbt die soziale Dimension der Medienfreiheit.

Keine wörtlich passenden Stellen im Parteiprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.

GRÜNE Regierungsfraktion
Wahlprogramm 0/10

Die Grünen fordern explizit Medienkompetenzförderung, Bürger*innenmedien und einen öffentlich-rechtlichen Rundfunk für alle (Q18, Q19, Q21). Der Antrag zielt auf die Entmachtung aller Aufsichtsinstrumente – ein fundamentaler Widerspruch zum grünen Leitbild einer wehrhaften Demokratie (Q26).

„Wir unterstützen Bürger*innenmedien-Kompetenzprojekte, die Bürger*innen und insbesondere Schüler*innen in NRW befähigen, Falschmeldungen und Fake ..."
✓ verifiziert BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN NRW Wahlprogramm 2022, S. 115 · PDF öffnen
Parteiprogramm 0/10

Das Grundsatzprogramm definiert Pressefreiheit als Impfschutz gegen demokratiefeindliche Kampagnen (Q23) und verlangt den Schutz der Menschenwürde auch im digitalen Raum (Q26). Der Antrag fördert systematisch die Ausbreitung von Hassrede und Extremismus – vollständiger Bruch mit allen grünen Kernwerten.

Keine wörtlich passenden Stellen im Parteiprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.

FDP
Wahlprogramm 6/10

Die FDP betont Freiheit, Eigenverantwortung und Datenschutz (Q32, Q36), lehnt Bevormundung ab (Q37) und will Desinformation bekämpfen – aber durch Medienkompetenz, nicht durch behördliche Zensur (Q32). Der Antrag ist radikaler als die FDP-Position: Er lehnt *jede* Aufsicht ab, während die FDP 'Null-Toleranz' bei Straftaten wie Angriffen auf Journalisten fordert (Q29).

„Wir werden die Stärkung der Medienkompetenz für alle Altersklassen angesichts einer wachsenden Zahl digitaler Medienangebote und der zunehmenden Verbreitung von FakeNews, Hassmails..."
✓ verifiziert FDP NRW Wahlprogramm 2022, S. 43 · PDF öffnen
Parteiprogramm 5/10

Die FDP versteht Freiheit als Schutz vor staatlicher Überwachung (Q33, Q36), aber nicht als Freiheit von Verantwortung. Der Antrag geht über die liberale Position hinaus, indem er jegliche staatliche Verantwortung für die Integrität der Öffentlichkeit negiert – ein Widerspruch zur FDP-Idee einer 'freien Entfaltung' im Netz (Q36).

Keine wörtlich passenden Stellen im Parteiprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.

AfD Antragsteller:in
Wahlprogramm 10/10

Der Antrag spiegelt exakt die AfD-Kernpositionen wider: Ablehnung der Zwangsfinanzierung des öffentlich-rechtlichen Rundfunks (Q47), Kritik an parteipolitischer Beeinflussung (Q39), Forderung nach 'echter Vielfalt' statt 'Verlagssendern' (Q38) und Betonung der 'deutschen Leitkultur' als Maßstab (Q42).

Keine wörtlich passenden Stellen im Wahlprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.

Parteiprogramm 10/10

Das AfD-Grundsatzprogramm fordert ausdrücklich die Befreiung der Kultur von Parteien-Einfluss (Q43), kritisiert 'verdeckte Parteienfinanzierung' (Q45) und lehnt staatliche Subventionen ab (Q46). Der Antrag ist eine direkte Umsetzung dieser Prinzipien im Medienbereich.

„Die Zwangsfinanzierung des öffentliche-rechtlichen Rundfunks ist umgehend abzuschaffen und in ein Bezahlfernsehen umzuwandeln."
✓ verifiziert AfD Grundsatzprogramm 2016, S. 48 · PDF öffnen

Was am Antrag besser werden könnte Verbesserungsvorschläge (Redline-Format) Verbesserungsvorschläge mit Begründung & GWÖ-Bezug Verbesserungsvorschläge — sofort übernehmbar

Tipp: Die Vorschläge sind als Redline formuliert (Original → Änderung → Begründung) und können direkt in einen Änderungsantrag übertragen werden. Über den Brief-Generator (#204) kann der Vorschlag auch als Briefentwurf an MdL versendet werden.
Vorschlag 1 von 3
§ 19 Absatz 1 Satz 2 MStV durch eine klare, gerichtlich überprüfbare Regelung zu ersetzen , die journalistische Sorgfaltspflicht auf professionelle Medienschaffende beschränkt und die Selbstregulierung durch den Deutschen Presserat ausdrücklich stärkt

Statt Zensur zu beklagen, sollte der Antrag konstruktiv für eine stärkere, unabhängige Selbstkontrolle eintreten – dies wäre GWÖ-konform (D5: Transparenz & Mitbestimmung) und würde die Forderung nach Staatsferne erfüllen, ohne die Pressefreiheit zu gefährden.

Vorschlag 2 von 3
sicherzustellen, dass freie Blogger, Podcaster und unabhängige Publizisten nicht durch existenzbedrohende Verwaltungsgebühren und Zwangsgelder für angebliche Sorgfaltspflichtverletzungen in den finanziellen Ruin getrieben werden durch eine gesetzliche Obergrenze für Bußgelder (max. 5.000 €) und ein obligatorisches Vorverfahren vor einem unabhängigen Medien-Schiedsgericht geschützt werden

Dies würde den GWÖ-Wert 'Soziale Gerechtigkeit' (D4) stärken, ohne die Rechtsstaatlichkeit (D1) zu untergraben – ein echter Kompromiss zwischen Freiheit und Verantwortung.

Vorschlag 3 von 3
ein Leitbild zu agieren, das den mündigen und urteilsfähigen Bürger in den Mittelpunkt stellt – unterstützt durch flächendeckende Medienkompetenzbildung von Kindesbeinen an und transparente Aufklärung über Quellenkritik

Damit wird der GWÖ-Wert 'Menschenwürde' (D1) gestärkt: Bildung statt Zensur ist die echte Stärkung der Urteilsfähigkeit – im Einklang mit SPD (Q12), Grüne (Q18) und FDP (Q32).

Abstimmungsergebnis

Das Warnzeichen ⚠ steht für den Heuchelei, das Ausrufezeichen ! für den Opportunismus. Beide vergleichen das Abstimmungsverhalten einer Fraktion mit ihrem eigenen Wahlprogramm.

Mehrheit deckt sich mit GWÖ-Empfehlung — Empfohlen: Ablehnen; Beschluss: Abgelehnt.
Abgelehnt MMP18-127 ↗
1/5 Fraktionen Ja · 4 Nein · 0 Enth.
Ja: AfD
Nein: CDU FDP GRÜNE SPD
Quelle: Plenarprotokoll · automatisch extrahiert

Ähnliche Anträge

Lade …

Aktiv werden

Brief an MdL oder NGO-Stellungnahme zu diesem Antrag als Entwurf generieren — anpassen, dann per Mail oder PDF weiter.

Bewertungs-Historie

Lade…

Kommentare

Lade…