Zusammenfassung
Der Antrag begrüßt die breite gesellschaftliche Unterstützung für eine deutsche Olympia-Bewerbung mit NRW als Kernregion und betont Chancen für Sport, Infrastruktur, Inklusion und internationale Sichtbarkeit.
- Demokratische Legitimation durch Ratsbürgerentscheide mit 66 % Zustimmung
- Verankerung der Olympischen Charta mit Menschenwürde und Anti-Diskriminierung
- Fokus auf Paralympics als Motor für Inklusion und Barrierefreiheit
- Hinweis auf Nachhaltigkeitskonzept und UN-Ziele
- Betonung von Wirtschafts- und Standortvorteilen
Der Antrag betont Demokratie (Transparenz & Mitbestimmung), Inklusion (Menschenwürde, soziale Gerechtigkeit) und Nachhaltigkeit (UN-Ziele), was positive Bezüge zu D1, D4, D5 und E3 herstellt. Allerdings fehlt jede konkrete Verankerung in gemeinwohlökonomischen Strukturen: Keine Erwähnung von Tariftreue bei Aufträgen (A2), keine Verpflichtung zur Gemeinwohl-Bilanzierung für Ausrichter oder Lieferanten (A1), keine klare Priorisierung gemeinwohlorientierter Wirtschaftsformen (B1/B2). Die Fokussierung auf Großveranstaltungen ohne Risikoanalyse zu Spekulation, Preistreiberei oder sozialem Ausschluss schwächt die Solidaritätsebene (B3, D2).
Was bedeutet das?
Gelbe Ampel. Dieser Antrag wirkt gemischt: Manche Werte werden gestärkt, andere geschwächt — beides gleicht sich teils aus. Die Note (6.0 von 10) ist der GWÖ-Score; „gemischt" heißt nicht „neutral".
Alle Fachbegriffe auf dieser Seite sind im Glossar kurz erklärt.
Zitat-Satz: „Der Antrag 18/20421 erhält im GWÖ-Antragsprüfer einen Gemeinwohl-Score von 6.0 von 10 (Unterstützen mit Änderungen), Bewertungs-Sicherheit hoch."
Stärkster Wert — Stärken
Breite demokratische Legitimation durch Ratsbürgerentscheide; Klare Verbindung von Paralympics und Inklusion
Schwächster Wert — Schwächen
Keine Verankerung in Gemeinwohlökonomie-Kriterien; Fehlende soziale und ökologische Mindeststandards für Aufträge und Bauvorhaben
Für Expert:innen: Gemeinwohl-Matrix 2.0 · 25 Felder
Für Expert:innen: Bewertungs-Kontext (Wahlperiode, Regierung, Methoden-Version)
Für Expert:innen: Programm-Treue pro Fraktion
Wahlprogramm 9/10
Der Antrag spiegelt Kernpositionen des CDU-Wahlprogramms wider: 'Sportland Nummer 1', Förderung von Großsportveranstaltungen, Infrastrukturmodernisierung, Sicherstellung der Sportstättenqualität sowie Betonung von Fairness, Leistung und Verantwortung im Sport. Die Verbindung zu 'Sicher, nachhaltig, solidarisch und stark' ist klar erkennbar.
Parteiprogramm 8/10
Das CDU-Grundsatzprogramm betont Sport als Träger von Toleranz, Fairness und Verantwortung — und verbindet ihn mit friedlichem Miteinander. Der Antrag greift diese Werte auf, bleibt aber hinter der expliziten Verankerung von Ehrenamt und bürokratiefreier Sportförderung zurück.
Keine wörtlich passenden Stellen im Parteiprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.
Wahlprogramm 8/10
Der Antrag unterstützt SPD-Kernziele: Barrierefreiheit, Inklusion (Paralympics), Investition in Sportstätten, Stärkung des Breiten- und Schulsports. Er entspricht auch der Zielsetzung 'NRW als Sportland Nummer Eins stärken'. Allerdings fehlt die klare Verknüpfung mit sozialer Gerechtigkeit (z. B. Landesmindestlohn für Veranstaltungsmitarbeiter) oder Tariftreue bei Vergaben.
Parteiprogramm 7/10
Das Hamburger Programm betont Solidarität, Gerechtigkeit und Nachhaltigkeit als Grundwerte. Der Antrag berührt Solidarität (Völkerverständigung) und Nachhaltigkeit (UN-Ziele), vernachlässigt aber explizit soziale Gerechtigkeit als Verteilungsfrage — etwa bei Arbeitsbedingungen im Eventbereich oder Zugang zu Sport für benachteiligte Gruppen.
Keine wörtlich passenden Stellen im Parteiprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.
Wahlprogramm 7/10
Der Antrag greift grüne Kernthemen auf: Paralympics als Inklusionsmotor, Bürgerbeteiligung (Ratsbürgerentscheide), Nachhaltigkeit (UN-Ziele), Verkehrswende-Impulse. Allerdings fehlen konkrete grüne Forderungen wie Solarpflicht auf Olympia-Stadien, 30%-Naturschutz bei Flächenneuausweisung oder ein klares Bekenntnis zur Postwachstumslogik — stattdessen wird Wachstumspotenzial ('Wirtschaftsstandort') betont.
Parteiprogramm 6/10
Das Grundsatzprogramm fordert planetare Grenzen, sozial-ökologische Transformation und Demokratie als lebendigen Prozess. Der Antrag erwähnt Nachhaltigkeit und Partizipation, bleibt aber vage — ohne Verankerung in ökologischen Grenzen, Suffizienz oder systemischer Kritik an Großveranstaltungen als Ressourcenverbraucher.
Keine wörtlich passenden Stellen im Parteiprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.
Wahlprogramm 9/10
Der Antrag entspricht vollständig dem FDP-Wahlprogramm: Förderung von Großsportveranstaltungen, Modernisierung der Sportstätteninfrastruktur, Betonung von Individualität, Leistung und Freiheit im Sport, sowie Vertrauen in die Eigenverantwortung der Bürgerinnen und Bürger (Ratsbürgerentscheide). Auch die Verbindung zu Digitalisierung und Mobilität ist abgedeckt.
Parteiprogramm 8/10
Die Karlsruher Freiheitsthesen betonen Freiheit, Eigenverantwortung und die Rolle des Sports als Raum für individuelle Entfaltung. Der Antrag greift dies auf — allerdings ohne kritische Reflexion der staatlichen Rolle bei Großveranstaltungen (z. B. Risikoübernahme, Haftung, Subventionen), was im liberalen Programm wichtig wäre.
Keine wörtlich passenden Stellen im Parteiprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.
Wahlprogramm 2/10
Der Antrag widerspricht zentralen AfD-Positionen: Er befürwortet internationale Zusammenarbeit, EU-integrierte Sportpolitik ('Herz Europas'), Migration als Bereicherung (implizit durch Vielfalt bei Volunteers) und eine 'offene Gesellschaft'. AfD lehnt Großveranstaltungen als 'Brüsseler Planwirtschaft' ab und kritisiert 'Klimaideologie' — hier wird Nachhaltigkeit positiv besetzt.
Keine wörtlich passenden Stellen im Wahlprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.
Parteiprogramm 1/10
Keine Quellen im Index — Bewertung nicht möglich.
Keine wörtlich passenden Stellen im Parteiprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.
Was am Antrag besser werden könnte Verbesserungsvorschläge (Redline-Format) Verbesserungsvorschläge mit Begründung & GWÖ-Bezug Verbesserungsvorschläge — sofort übernehmbar
Stärkt GWÖ-Felder B1 (Tariftreue), D3 (Ökologische Nachhaltigkeit) und D4 (Soziale Gerechtigkeit) durch konkrete, umsetzbare Verpflichtungen.
Verankert Transparenz & Mitbestimmung (D5) und Solidarität (D2) institutionell — statt symbolischer Bürgerbeteiligung nur im Vorfeld.
Transformiert rhetorische Inklusionsforderung in konkrete, verteilterische Handlung — stärkt D4 (Soziale Gerechtigkeit) und D2 (Solidarität) mit messbarem Anteil.
Abstimmungsergebnis
Das Warnzeichen ⚠ steht für den Heuchelei, das Ausrufezeichen ! für den Opportunismus. Beide vergleichen das Abstimmungsverhalten einer Fraktion mit ihrem eigenen Wahlprogramm.
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Aktiv werden
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