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NRW · Drs. 18/20421 · Antrag · 18. Wahlperiode · eingebracht 07.07.2026

Gemeinsam für Olympische und Paralympische Spiele in Deutschland – Rückenwind aus Nord-rhein-Westfalen nutzen

SportDemokratieInklusionNachhaltigkeit
Bewertung treffend?

Zusammenfassung

Der Antrag begrüßt die breite gesellschaftliche Unterstützung für eine deutsche Olympia-Bewerbung mit NRW als Kernregion und betont Chancen für Sport, Infrastruktur, Inklusion und internationale Sichtbarkeit.

Kernforderungen
  • Demokratische Legitimation durch Ratsbürgerentscheide mit 66 % Zustimmung
  • Verankerung der Olympischen Charta mit Menschenwürde und Anti-Diskriminierung
  • Fokus auf Paralympics als Motor für Inklusion und Barrierefreiheit
  • Hinweis auf Nachhaltigkeitskonzept und UN-Ziele
  • Betonung von Wirtschafts- und Standortvorteilen
6.0/10
Unterstützen mit Änderungen
Bewertungs-Sicherheit: hoch

Der Antrag betont Demokratie (Transparenz & Mitbestimmung), Inklusion (Menschenwürde, soziale Gerechtigkeit) und Nachhaltigkeit (UN-Ziele), was positive Bezüge zu D1, D4, D5 und E3 herstellt. Allerdings fehlt jede konkrete Verankerung in gemeinwohlökonomischen Strukturen: Keine Erwähnung von Tariftreue bei Aufträgen (A2), keine Verpflichtung zur Gemeinwohl-Bilanzierung für Ausrichter oder Lieferanten (A1), keine klare Priorisierung gemeinwohlorientierter Wirtschaftsformen (B1/B2). Die Fokussierung auf Großveranstaltungen ohne Risikoanalyse zu Spekulation, Preistreiberei oder sozialem Ausschluss schwächt die Solidaritätsebene (B3, D2).

Was bedeutet das?

Gelbe Ampel. Dieser Antrag wirkt gemischt: Manche Werte werden gestärkt, andere geschwächt — beides gleicht sich teils aus. Die Note (6.0 von 10) ist der GWÖ-Score; „gemischt" heißt nicht „neutral".

Alle Fachbegriffe auf dieser Seite sind im Glossar kurz erklärt.

Zitat-Satz: „Der Antrag 18/20421 erhält im GWÖ-Antragsprüfer einen Gemeinwohl-Score von 6.0 von 10 (Unterstützen mit Änderungen), Bewertungs-Sicherheit hoch."

Stärkster Wert — Stärken

Breite demokratische Legitimation durch Ratsbürgerentscheide; Klare Verbindung von Paralympics und Inklusion

Schwächster Wert — Schwächen

Keine Verankerung in Gemeinwohlökonomie-Kriterien; Fehlende soziale und ökologische Mindeststandards für Aufträge und Bauvorhaben

Für Expert:innen: Gemeinwohl-Matrix 2.0 · 25 Felder
Schwerpunkt-Felder: D5D1D2
Menschenwürde
Solidarität
Ökol. Nachhaltigkeit
Soz. Gerechtigkeit
Transparenz
A · Lieferant:innen
B · Finanzen
C · Verwaltung
D · Bürger:innen
++
++
+
E · Gesellschaft & Natur
+
Für Expert:innen: Bewertungs-Kontext (Wahlperiode, Regierung, Methoden-Version)
Wahlperiode: 18. Wahlperiode (2022-06-01 – laufend)
Regierung zur Antragszeit: Wüst II (CDU+GRÜNE), vereidigt 2022-06-29
Bewertet gegen die folgenden Wahlprogramme:
Diese Bewertung wurde am 22.07.2026 mit qwen-plus gegen den oben genannten Programm-Stand erzeugt.
bewertet mit Prompt v5 · Analyzer v5 · Embedding text-embedding-v4Methodik & Transparenz
Für Expert:innen: Programm-Treue pro Fraktion
CDU Antragsteller:in Regierungsfraktion
Wahlprogramm 9/10

Der Antrag spiegelt Kernpositionen des CDU-Wahlprogramms wider: 'Sportland Nummer 1', Förderung von Großsportveranstaltungen, Infrastrukturmodernisierung, Sicherstellung der Sportstättenqualität sowie Betonung von Fairness, Leistung und Verantwortung im Sport. Die Verbindung zu 'Sicher, nachhaltig, solidarisch und stark' ist klar erkennbar.

„Nordrhein-Westfalen: Sicher, nachhaltig, solidarisch und stark"
✓ verifiziert CDU NRW Wahlprogramm 2022, S. 3 · PDF öffnen
Parteiprogramm 8/10

Das CDU-Grundsatzprogramm betont Sport als Träger von Toleranz, Fairness und Verantwortung — und verbindet ihn mit friedlichem Miteinander. Der Antrag greift diese Werte auf, bleibt aber hinter der expliziten Verankerung von Ehrenamt und bürokratiefreier Sportförderung zurück.

Keine wörtlich passenden Stellen im Parteiprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.

SPD Antragsteller:in
Wahlprogramm 8/10

Der Antrag unterstützt SPD-Kernziele: Barrierefreiheit, Inklusion (Paralympics), Investition in Sportstätten, Stärkung des Breiten- und Schulsports. Er entspricht auch der Zielsetzung 'NRW als Sportland Nummer Eins stärken'. Allerdings fehlt die klare Verknüpfung mit sozialer Gerechtigkeit (z. B. Landesmindestlohn für Veranstaltungsmitarbeiter) oder Tariftreue bei Vergaben.

„Nordrhein-Westfalen als Sportland Nummer Eins STÄRKEN"
✓ verifiziert SPD NRW Wahlprogramm 2022, S. 99 · PDF öffnen
Parteiprogramm 7/10

Das Hamburger Programm betont Solidarität, Gerechtigkeit und Nachhaltigkeit als Grundwerte. Der Antrag berührt Solidarität (Völkerverständigung) und Nachhaltigkeit (UN-Ziele), vernachlässigt aber explizit soziale Gerechtigkeit als Verteilungsfrage — etwa bei Arbeitsbedingungen im Eventbereich oder Zugang zu Sport für benachteiligte Gruppen.

Keine wörtlich passenden Stellen im Parteiprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.

GRÜNE Antragsteller:in Regierungsfraktion
Wahlprogramm 7/10

Der Antrag greift grüne Kernthemen auf: Paralympics als Inklusionsmotor, Bürgerbeteiligung (Ratsbürgerentscheide), Nachhaltigkeit (UN-Ziele), Verkehrswende-Impulse. Allerdings fehlen konkrete grüne Forderungen wie Solarpflicht auf Olympia-Stadien, 30%-Naturschutz bei Flächenneuausweisung oder ein klares Bekenntnis zur Postwachstumslogik — stattdessen wird Wachstumspotenzial ('Wirtschaftsstandort') betont.

„Wir bilden mit einem Sportfördergesetz die Grundlage dafür, dass alle Menschen in NRW die Möglichkeit haben, entsprechend ihren Wünschen und Fähigkeiten Sport zu treiben."
✓ verifiziert BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN NRW Wahlprogramm 2022, S. 117 · PDF öffnen
Parteiprogramm 6/10

Das Grundsatzprogramm fordert planetare Grenzen, sozial-ökologische Transformation und Demokratie als lebendigen Prozess. Der Antrag erwähnt Nachhaltigkeit und Partizipation, bleibt aber vage — ohne Verankerung in ökologischen Grenzen, Suffizienz oder systemischer Kritik an Großveranstaltungen als Ressourcenverbraucher.

Keine wörtlich passenden Stellen im Parteiprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.

FDP Antragsteller:in
Wahlprogramm 9/10

Der Antrag entspricht vollständig dem FDP-Wahlprogramm: Förderung von Großsportveranstaltungen, Modernisierung der Sportstätteninfrastruktur, Betonung von Individualität, Leistung und Freiheit im Sport, sowie Vertrauen in die Eigenverantwortung der Bürgerinnen und Bürger (Ratsbürgerentscheide). Auch die Verbindung zu Digitalisierung und Mobilität ist abgedeckt.

„Großsportveranstaltungen unterstützen Unser Sportland zeichnet sich durch die Ausrichtung nationaler und internationaler Sportgroßveranstaltungen aus."
✓ verifiziert FDP NRW Wahlprogramm 2022, S. 51 · PDF öffnen
Parteiprogramm 8/10

Die Karlsruher Freiheitsthesen betonen Freiheit, Eigenverantwortung und die Rolle des Sports als Raum für individuelle Entfaltung. Der Antrag greift dies auf — allerdings ohne kritische Reflexion der staatlichen Rolle bei Großveranstaltungen (z. B. Risikoübernahme, Haftung, Subventionen), was im liberalen Programm wichtig wäre.

Keine wörtlich passenden Stellen im Parteiprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.

AfD
Wahlprogramm 2/10

Der Antrag widerspricht zentralen AfD-Positionen: Er befürwortet internationale Zusammenarbeit, EU-integrierte Sportpolitik ('Herz Europas'), Migration als Bereicherung (implizit durch Vielfalt bei Volunteers) und eine 'offene Gesellschaft'. AfD lehnt Großveranstaltungen als 'Brüsseler Planwirtschaft' ab und kritisiert 'Klimaideologie' — hier wird Nachhaltigkeit positiv besetzt.

Keine wörtlich passenden Stellen im Wahlprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.

Parteiprogramm 1/10

Keine Quellen im Index — Bewertung nicht möglich.

Keine wörtlich passenden Stellen im Parteiprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.

Was am Antrag besser werden könnte Verbesserungsvorschläge (Redline-Format) Verbesserungsvorschläge mit Begründung & GWÖ-Bezug Verbesserungsvorschläge — sofort übernehmbar

Tipp: Die Vorschläge sind als Redline formuliert (Original → Änderung → Begründung) und können direkt in einen Änderungsantrag übertragen werden. Über den Brief-Generator (#204) kann der Vorschlag auch als Briefentwurf an MdL versendet werden.
Vorschlag 1 von 3
Der Landtag betont, dass von einer erfolgreichen Bewerbung nachhaltige Impulse für den Leistungs-, Breiten- und Schulsport sowie für Infrastruktur, Mobilität und Digitalisierung ausgehen werden — unter Einhaltung der Gemeinwohl-Matrix 2.0: mit Tariftreue bei allen öffentlichen Vergaben, Gemeinwohlbilanzierung aller neu errichteten Sportstätten und Priorisierung von barrierefreiem, klimaneutralem ÖPNV statt Straßenbau .

Stärkt GWÖ-Felder B1 (Tariftreue), D3 (Ökologische Nachhaltigkeit) und D4 (Soziale Gerechtigkeit) durch konkrete, umsetzbare Verpflichtungen.

Vorschlag 2 von 3
Der Landtag spricht sich weiterhin für eine transparente, nachhaltige und verantwortungsvolle Bewerbung und Durchführung aus — mit verbindlicher Veröffentlichung aller Kosten-Nutzen-Analysen, einer unabhängigen Gemeinwohlprüfung durch die Landeszentrale für politische Bildung und einer Bürger:innenkonferenz zur finalen Entscheidung vor IOC-Vergabe .

Verankert Transparenz & Mitbestimmung (D5) und Solidarität (D2) institutionell — statt symbolischer Bürgerbeteiligung nur im Vorfeld.

Vorschlag 3 von 3
Der Landtag betont die Bedeutung der Olympischen und insbesondere der Paralympischen Spiele für Inklusion, Teilhabe und gesellschaftlichen Zusammenhalt — und beschließt, dass mindestens 30 % aller neuen Sportstätten- und Mobilitätsinvestitionen ausschließlich für barrierefreie, inklusive und gemeinwohlorientierte Projekte reserviert werden, die von Behindertenverbänden, Migrantenselbstorganisationen und Jugendinitiativen mitgestaltet werden .

Transformiert rhetorische Inklusionsforderung in konkrete, verteilterische Handlung — stärkt D4 (Soziale Gerechtigkeit) und D2 (Solidarität) mit messbarem Anteil.

Abstimmungsergebnis

Das Warnzeichen ⚠ steht für den Heuchelei, das Ausrufezeichen ! für den Opportunismus. Beide vergleichen das Abstimmungsverhalten einer Fraktion mit ihrem eigenen Wahlprogramm.

Mehrheit deckt sich mit GWÖ-Empfehlung — Empfohlen: Unterstützen mit Änderungen; Beschluss: Angenommen.
Angenommen MMP18-127 ↗
4/5 Fraktionen Ja · 1 Nein · 0 Enth.
Ja: CDU FDP GRÜNE SPD
Nein: AfD
Quelle: Plenarprotokoll · automatisch extrahiert

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