Zusammenfassung
Die SPD fordert ein landesweites Hitzeschutzkonzept mit kommunaler Unterstützung, Förderprogrammen für Pflegeeinrichtungen und öffentliche Gebäude sowie Maßnahmen zur Aufklärung und Infrastruktur für vulnerable Gruppen.
- Landesweites Hitzeschutzkonzept mit kommunaler Beteiligung
- Förderung von Cooling-Zones, Trinkwasserspendern und Stadtbegrünung
- Investitionsprogramm für klimaangepasste Krankenhäuser, Schulen und Pflegeeinrichtungen
- Unterstützung der Kommunen bei Hitzeaktionsplänen und Warnsystemen
Der Antrag verankert Klimaschutz als Gesundheitsfrage und betont präventive, solidarische und partizipative Maßnahmen — besonders stark in den Feldern D1 (Menschenwürde durch Schutz vulnerabler Gruppen), D4 (soziale Gerechtigkeit durch flächendeckende, niedrigschwellige Angebote) und D5 (Transparenz & Mitbestimmung durch kommunale Koordination und Beteiligung). Er berührt A1/A2 (Lieferanten/Dienstleister bei Förderprogrammen) und B2 (Steuerzahler:innen durch klare Investitionslogik) positiv. Kein Feld zeigt Widerspruch; alle Bewertungen liegen zwischen +2 und +5.
Was bedeutet das?
Grüne Ampel. Dieser Antrag stärkt das Gemeinwohl deutlich: Er fördert mehr Werte als er schwächt. Die Note (9.0 von 10) ist der GWÖ-Score — je höher, desto besser für das Allgemeinwohl.
Alle Fachbegriffe auf dieser Seite sind im Glossar kurz erklärt.
Zitat-Satz: „Der Antrag 18/20419 erhält im GWÖ-Antragsprüfer einen Gemeinwohl-Score von 9.0 von 10 (Uneingeschränkt unterstützen), Bewertungs-Sicherheit hoch."
Stärkster Wert — Stärken
Klare Fokussierung auf Vulnerabilität und soziale Gerechtigkeit; Starke Verknüpfung von Klimaschutz und Gesundheitspolitik
Schwächster Wert — Schwächen
Keine explizite Verankerung von Tariftreue oder Gemeinwohl-Audits in Förderprogrammen; Keine Nennung von Geschlechtergerechtigkeit als Querschnittsaufgabe
Für Expert:innen: Gemeinwohl-Matrix 2.0 · 25 Felder
Für Expert:innen: Bewertungs-Kontext (Wahlperiode, Regierung, Methoden-Version)
Für Expert:innen: Programm-Treue pro Fraktion
Wahlprogramm 10/10
Der Antrag entspricht vollständig dem SPD-Wahlprogramm 2022: Prävention als Kern der Gesundheitspolitik (S. 34), soziale Gerechtigkeit durch Schutz vulnerabler Gruppen (S. 47), Wohnraumförderung zur Lebensqualität (S. 47), und klare Forderung nach staatlicher Verantwortung für Klimaanpassung (S. 61).
Parteiprogramm 9/10
Das Hamburger Programm (2007) betont 'soziale Gerechtigkeit', 'Vorsorgender Sozialstaat' und 'ökologische Verantwortung' als Grundwerte. Der Antrag verkörpert diese Trias: Vorsorge durch Hitzeprävention, soziale Gerechtigkeit durch Schutz von Risikogruppen, ökologische Verantwortung durch Klimaanpassung.
Keine wörtlich passenden Stellen im Parteiprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.
Wahlprogramm 10/10
Der Antrag deckt zentrale Grüne Themen ab: Klimaanpassung als gesellschaftliche Aufgabe (S. 3), Klima-Check für Maßnahmen (S. 9), soziale Gerechtigkeit ('vulnerable Gruppen'), und kommunale Partizipation. Die Forderung nach 'Cooling-Zones', Stadtbegrünung und klimaangepasster Infrastruktur entspricht wörtlich dem Wahlprogramm.
Parteiprogramm 10/10
Das Grundsatzprogramm 2020 verankert 'planetare Grenzen', 'sozial-ökologische Transformation' und 'gesundheitsfördernde Lebenswelten' (S. 65). Der Antrag konkretisiert dies: Hitzeanpassung schützt planetare Grenzen, stärkt soziale Teilhabe und macht Lebenswelten gesundheitsfördernd.
Keine wörtlich passenden Stellen im Parteiprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.
Wahlprogramm 7/10
Der Antrag steht nicht im Widerspruch zum CDU-Wahlprogramm: CDU betont 'Prävention' (S. 26), 'wohnortnahe Gesundheitsversorgung' (S. 5) und 'Klimaschutz als Jobmotor' (S. 48). Allerdings fehlt im CDU-Programm der explizite Fokus auf Hitzeanpassung als Gesundheitsaufgabe — es bleibt technologieoffen und infrastrukturell fokussiert. Kein Widerspruch, aber keine direkte Deckung.
Keine wörtlich passenden Stellen im Wahlprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.
Parteiprogramm 7/10
CDU-Grundsatzprogramm 2024 betont 'Schöpfungsverantwortung' und 'Technologieoffenheit'. Der Antrag ist kompatibel, da er keine Verbote fordert, sondern technische Lösungen (Kühlung, Begrünung) und Prävention. Allerdings fehlt im CDU-Programm der systemische Zusammenhang zwischen Klimawandel und Gesundheit — daher kein Volltreffer.
Wahlprogramm 4/10
Der Antrag widerspricht nicht direkt dem FDP-Wahlprogramm, aber steht in Spannung zu dessen Kernprinzipien: 'Marktentscheidung', 'gegen Bevormundung', 'keine Verbote'. Die Forderung nach landesweiten Konzepten, Förderprogrammen und verbindlichen Maßnahmen widerspricht der FDP-Präferenz für marktbasierte, dezentrale Lösungen. Kein Zitat passt — FDP erwähnt Hitze oder Klimagesundheit nicht.
Keine wörtlich passenden Stellen im Wahlprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.
Parteiprogramm 4/10
FDP-Grundsatzprogramm 2012 betont 'Eigenverantwortung vor Staatsverantwortung' und 'schlanken Staat'. Der Antrag setzt auf starke staatliche Steuerung, Förderung und Konzeptentwicklung — eine klare Abweichung vom liberalen Kern. Keine Quelle im Index belegt Übereinstimmung.
Keine wörtlich passenden Stellen im Parteiprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.
Wahlprogramm 1/10
Der Antrag widerspricht fundamental dem AfD-Wahlprogramm: AfD leugnet die Dringlichkeit der Klimakrise ('gegen Energiewende'), lehnt staatliche Intervention ab und betrachtet Klimaschutz als 'Planwirtschaft'. Die Forderung nach landesweiten Hitzekonzepten, Förderprogrammen und Klimaanpassung ist diametral entgegengesetzt zu allen AfD-Kernpositionen.
Keine wörtlich passenden Stellen im Wahlprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.
Parteiprogramm 1/10
AfD-Grundsatzprogramm 2016 lehnt 'Klimaideologie' ab und betont nationale Souveränität vor internationalen Klimazielen. Der Antrag basiert auf wissenschaftlichem Konsens zur Klimakrise und fordert aktive staatliche Handlung — ein fundamentaler Widerspruch.
Keine wörtlich passenden Stellen im Parteiprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.
Was am Antrag besser werden könnte Verbesserungsvorschläge (Redline-Format) Verbesserungsvorschläge mit Begründung & GWÖ-Bezug Verbesserungsvorschläge — sofort übernehmbar
Stärkt die GWÖ-Felder D5 (Mitbestimmung), D1 (Inklusion), D3 (Ökologie) und A1 (nachhaltige Lieferketten) durch konkrete, operationalisierbare Ergänzungen.
Bezieht das GWÖ-Feld C3 (Verwaltung/Ehrenamt) und D4 (soziale Gerechtigkeit) stärker ein: Pflegekräfte sind Schlüsselpersonen für Klimagesundheit — ihre Arbeitsbedingungen sind Teil der Lösung.
Verankert die GWÖ-Werte Solidarität (B2), Ökologische Nachhaltigkeit (A1) und Soziale Gerechtigkeit (C3) direkt in der Umsetzung — verhindert Greenwashing und sichert gute Arbeit.
Abstimmungsergebnis
Das Warnzeichen ⚠ steht für den Heuchelei, das Ausrufezeichen ! für den Opportunismus. Beide vergleichen das Abstimmungsverhalten einer Fraktion mit ihrem eigenen Wahlprogramm.
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Aktiv werden
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