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NRW · Drs. 18/20418 · Antrag · 18. Wahlperiode · eingebracht 07.07.2026

Bronze für alle: Kein Kind darf die Grundschule als Nichtschwimmer verlassen!

BildungSportSozialesGesundheitTeilhabe
Bewertung treffend?

Zusammenfassung

Der Antrag fordert, dass alle Kinder die Grundschule mit dem Deutschen Schwimmabzeichen Bronze verlassen müssen – durch verbindliche Lehrplanänderung, systematische Datenerfassung, Ausbau von Lehrschwimmbecken, Assistenzpool und frühkindliche Wassergewöhnung.

Kernforderungen
  • Verbindliche Bronze-Vorgabe im Lehrplan
  • Systematische Erfassung der Schwimmfähigkeit ab 2027/28
  • Landesweites Konzept für Wassergewöhnung in Kitas
  • Aufbau eines landesweiten Schwimmassistenten-Pools
  • Priorisierung von Förderung nach Sozialindex und Standort
9.0/10
Uneingeschränkt unterstützen
Bewertungs-Sicherheit: hoch

Der Antrag verankert Schwimmen als grundlegende Teilhabekompetenz und adressiert systemisch Ungleichheit, Infrastrukturdefizite und Bildungsverantwortung. Er stärkt Menschenwürde (sichere Teilhabe), Solidarität (gemeinsames Ziel für alle Kinder), soziale Gerechtigkeit (Fokus auf benachteiligte Regionen und Einkommensgruppen) sowie Transparenz & Mitbestimmung (systematische Datenerhebung ab 2027/28). Ökologische Nachhaltigkeit bleibt unberührt, da kein Bezug zu Ressourcen oder Klima besteht — das ist neutral, nicht widersprüchlich.

Was bedeutet das?

Grüne Ampel. Dieser Antrag stärkt das Gemeinwohl deutlich: Er fördert mehr Werte als er schwächt. Die Note (9.0 von 10) ist der GWÖ-Score — je höher, desto besser für das Allgemeinwohl.

Alle Fachbegriffe auf dieser Seite sind im Glossar kurz erklärt.

Zitat-Satz: „Der Antrag 18/20418 erhält im GWÖ-Antragsprüfer einen Gemeinwohl-Score von 9.0 von 10 (Uneingeschränkt unterstützen), Bewertungs-Sicherheit hoch."

Stärkster Wert — Stärken

Klare Verankerung von Schwimmen als Teilhaberecht; Systemischer Ansatz: Infrastruktur, Personal, Daten, Frühförderung

Schwächster Wert — Schwächen

Kein Bezug zur ökologischen Nachhaltigkeit (z. B. energieeffiziente Badetechnik); Keine konkrete Regelung zur Mitbestimmung von Kindern/Jugendlichen im Konzeptprozess

Für Expert:innen: Gemeinwohl-Matrix 2.0 · 25 Felder
Schwerpunkt-Felder: D1D2D4D5
Menschenwürde
Solidarität
Ökol. Nachhaltigkeit
Soz. Gerechtigkeit
Transparenz
A · Lieferant:innen
B · Finanzen
+
C · Verwaltung
++
D · Bürger:innen
++
++
++
++
E · Gesellschaft & Natur
Für Expert:innen: Bewertungs-Kontext (Wahlperiode, Regierung, Methoden-Version)
Wahlperiode: 18. Wahlperiode (2022-06-01 – laufend)
Regierung zur Antragszeit: Wüst II (CDU+GRÜNE), vereidigt 2022-06-29
Bewertet gegen die folgenden Wahlprogramme:
Diese Bewertung wurde am 25.07.2026 mit qwen-plus gegen den oben genannten Programm-Stand erzeugt.
bewertet mit Prompt v5 · Analyzer v5 · Embedding text-embedding-v4Methodik & Transparenz
Für Expert:innen: Programm-Treue pro Fraktion
SPD Antragsteller:in
Wahlprogramm 10/10

Der Antrag spiegelt Kernziele des SPD-Wahlprogramms 2022 wider: Chancengleichheit, soziale Durchlässigkeit im Bildungswesen, Stärkung der Daseinsvorsorge und Bekämpfung von Kinderarmut. Die Forderung nach sicherem Schwimmen als Teilhaberecht entspricht direkt dem Anspruch auf 'Bildungseinrichtungen, die in besonders herausfordernden Lagen' unterstützen (S. 25–27).

„Wir wollen allen Schülerinnen und Schülern den sozialen Aufstieg über ein Abitur oder eine duale Ausbildung ermöglichen."
✓ verifiziert SPD NRW Wahlprogramm 2022, S. 27 · PDF öffnen
Parteiprogramm 9/10

Das Hamburger Programm betont Bildung als Schlüssel zur sozialen Teilhabe und die Notwendigkeit, Abhängigkeit der Bildungschancen von der sozialen Herkunft aufzubrechen. Der Antrag operationalisiert dies konkret durch infrastrukturelle und pädagogische Maßnahmen für alle Kinder – inklusive der Forderung nach Ganztagsschule als Lebensmittelpunkt (S. 64).

Keine wörtlich passenden Stellen im Parteiprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.

CDU Regierungsfraktion
Wahlprogramm 8/10

Der Antrag ist kompatibel mit CDUs Schwerpunkten auf Sicherheit, Gesundheit und Sportförderung (S. 85–86). Die Forderung nach einem Schwimmzentrum und dem Förderprogramm 'Moderne Sportstätte 2027' zeigt Übereinstimmung. Allerdings fehlt die CDU-typische Betonung von Eigenverantwortung und Elternmitwirkung; stattdessen wird staatliche Verpflichtung betont.

„Wir etablieren ein Schwimmzentrum in Nordrhein-Westfalen, in dem Aufgaben des Schwimmenlernens auf unterschiedlichen Niveaustufen bis hin zum Lebensretten im Wasser gebündelt werden können."
✓ verifiziert CDU NRW Wahlprogramm 2022, S. 86 · PDF öffnen
Parteiprogramm 8/10

Die CDU betont im Grundsatzprogramm den Beitrag des Sports zum friedlicheren Miteinander und zur Achtung anderer (S. 41). Der Antrag stärkt diese Werte durch inklusives Schwimmenlernen. Ein geringer Spannungspunkt liegt in der starken staatlichen Steuerung (z. B. verbindlicher Lehrplan), während die CDU Subsidiarität und Schulautonomie bevorzugt.

Keine wörtlich passenden Stellen im Parteiprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.

GRÜNE Regierungsfraktion
Wahlprogramm 9/10

Der Antrag entspricht grünen Zielen zur sozialen Gerechtigkeit, Teilhabe und Gemeinwohlorientierung. Die Forderung nach frühkindlicher Wassergewöhnung, Assistenzpool und Priorisierung benachteiligter Regionen korrespondiert mit dem grünen Fokus auf 'soziale Durchlässigkeit' und 'diskriminierungsfreie Förderung' (S. 116–117, S. 59–60).

„Wir bilden mit einem Sportfördergesetz die Grundlage dafür, dass alle Menschen in NRW die Möglichkeit haben, entsprechend ihren Wünschen und Fähigkeiten Sport zu treiben."
✓ verifiziert BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN NRW Wahlprogramm 2022, S. 117 · PDF öffnen
Parteiprogramm 9/10

Das Grüne Grundsatzprogramm (2020) verankert Kinderrechte, diskriminierungsfreie Förderung und regionale Kreisläufe (S. 59, 61). Der Antrag realisiert dies durch strukturelle Unterstützung für benachteiligte Kinder und Kooperation mit lokalen Akteuren – voll im Sinne der 'solidarischen Stadt' und des Rechts auf Teilhabe.

Keine wörtlich passenden Stellen im Parteiprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.

FDP
Wahlprogramm 5/10

Der Antrag steht im Spannungsfeld zur FDP-Politik: Einerseits unterstützt er Bildung und Gesundheit als zentrale Aufgaben (S. 5, 26), andererseits setzt er starke staatliche Verpflichtung (verbindlicher Lehrplan, erhöhter Verbundsatz), was der FDP-Forderung nach 'weniger Staat, mehr individuelle Freiheit' widerspricht. Die FDP lehnt Zwangsmaßnahmen ab, auch wenn sie Bildung fördert.

Keine wörtlich passenden Stellen im Wahlprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.

Parteiprogramm 4/10

Das FDP-Grundsatzprogramm (2012) betont individuelle Freiheit, Eigenverantwortung und schlanken Staat. Der Antrag fordert hingegen umfassende staatliche Intervention (verbindliche Ziele, Finanzierungspflicht, Datenpflicht). Dies widerspricht dem Kernwert 'Freiheit vor Staatsverantwortung'. Keine passenden Quellen im Index — Bewertung nicht möglich.

Keine wörtlich passenden Stellen im Parteiprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.

AfD
Wahlprogramm 2/10

Der Antrag widerspricht zentralen AfD-Positionen: Er fordert staatliche Zwangsmaßnahmen (verbindliches Bronzeabzeichen), massive öffentliche Investitionen (Infrastruktur, Assistenzpool) und sozialstaatliche Umverteilung (Priorisierung nach Sozialindex) – alles entgegen der AfD-Forderung nach 'Gegen staatliche Eingriffe', 'Subventionen reduzieren' und 'Eigenverantwortung statt staatlicher Bevormundung'. Keine passenden Quellen im Index — Bewertung nicht möglich.

Keine wörtlich passenden Stellen im Wahlprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.

Parteiprogramm 1/10

Keine passenden Quellen im Index — Bewertung nicht möglich.

Keine wörtlich passenden Stellen im Parteiprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.

Was am Antrag besser werden könnte Verbesserungsvorschläge (Redline-Format) Verbesserungsvorschläge mit Begründung & GWÖ-Bezug Verbesserungsvorschläge — sofort übernehmbar

Tipp: Die Vorschläge sind als Redline formuliert (Original → Änderung → Begründung) und können direkt in einen Änderungsantrag übertragen werden. Über den Brief-Generator (#204) kann der Vorschlag auch als Briefentwurf an MdL versendet werden.
Vorschlag 1 von 3
den Lehrplan für den Schulsport in den Grundschulen zu überarbeiten und die vier Niveaustufen des Beschlusses der Kultusministerkonferenz vom 4. Mai 2017 verbindlich zu implementieren – unter besonderer Berücksichtigung der Bedürfnisse von Kindern mit Behinderung und neurodiversen Lernprofilen ;

Stärkt GWÖ-Wert 'Menschenwürde' (D1) und 'Soziale Gerechtigkeit' (D4) durch explizite Inklusionsverpflichtung – aktuell nur implizit angedeutet.

Vorschlag 2 von 3
gemeinsam mit den Kommunen, den Schwimmverbänden und den Trägern der freien Jugendhilfe ein landesweites Konzept zur frühkindlichen Wassergewöhnung und Wasserbewältigung im Kita-Alter zu entwickeln, das insbesondere barrierefreie Zugänge, geschlechtergerechte Angebote und kulturelle Sensibilität sicherstellt ;

Ergänzt GWÖ-Werte 'Solidarität' (D2) und 'Transparenz & Mitbestimmung' (D5) durch partizipative, diversitätsbewusste Gestaltung – entspricht grünem und SPD-Ziel der 'Vielfalt schützen und unterstützen' (Q14, Q24).

Vorschlag 3 von 3
die Förderung und Finanzierung von Schwimmassistenzen dauerhaft sicherzustellen und einen landesweiten Assistenzpool aufzubauen, der qualifizierte, tarifgebundene Fachkräfte beschäftigt und faire Arbeitsbedingungen garantiert ;

Stärkt GWÖ-Wert 'Soziale Gerechtigkeit' (D4) und 'Solidarität' (D2) durch klare Tarifbindung – entspricht SPD-Forderung nach 'Tariftreue bei öffentlicher Vergabe' (Wahlprogramm 2022) und grünem Ziel 'Gute Arbeit' (Q12, Q15).

Abstimmungsergebnis

Das Warnzeichen ⚠ steht für den Heuchelei, das Ausrufezeichen ! für den Opportunismus. Beide vergleichen das Abstimmungsverhalten einer Fraktion mit ihrem eigenen Wahlprogramm.

Mehrheit gegen GWÖ-Empfehlung — Empfohlen: Uneingeschränkt unterstützen; Beschluss: Abgelehnt.
Abgelehnt MMP18-128 ↗
1/5 Fraktionen Ja · 3 Nein · 1 Enth.
Ja: SPD
Nein: AfD CDU GRÜNE
Enth.: FDP
Quelle: Plenarprotokoll · automatisch extrahiert

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