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NRW · Drs. 18/20415 · Antrag · 18. Wahlperiode · eingebracht 07.07.2026

Nationalen Bildungsbericht 2026 ernst nehmen, Entwicklung zum Absteiger-land beenden – Nordrhein-Westfalen braucht endlich eine Gesamtstrategie für mehr Chancengleichheit und eine Entkopplung von Bildungserfolg und Herkunft

BildungSozialesChancengleichheit
Bewertung treffend?

Zusammenfassung

Die SPD-Fraktion fordert eine ressortübergreifende Gesamtstrategie zur Bekämpfung von Bildungsungleichheit in NRW, mit konkreten Maßnahmen zur Stärkung benachteiligter Schulen, früher Sprachförderung, individueller Förderung und Verbesserung des Übergangs Schule-Beruf.

Kernforderungen
  • Entwicklung einer ressortübergreifenden Gesamtstrategie
  • Stärkung sozial benachteiligter Schulen durch multiprofessionelle Teams und Lehrkräftestellenzuschlag
  • Frühkindliche Sprachförderung ab 3 Jahren und Chancenjahr
  • Stärkung der Basiskompetenzen und individuellen Förderung
  • Verbesserung des Übergangs Schule-Beruf und Fachkräfteoffensive
9.0/10
Uneingeschränkt unterstützen
Bewertungs-Sicherheit: hoch

Der Antrag verankert Bildung als zentrale Säule des Gemeinwohls mit klarem Fokus auf soziale Gerechtigkeit (D4), Menschenwürde (D1), Solidarität (D2) und Transparenz & Mitbestimmung (D5). Er fordert multiprofessionelle Teams, Chancenjahre, ressortübergreifende Strategien und systematische Beteiligung von Wissenschaft und Praxis — alles Kernforderungen der GWÖ-Matrix. Lediglich die ökologische Dimension bleibt im Bildungskontext implizit (kein direkter Bezug zu Klima/Biodiversität in den Maßnahmen), was eine maximale Bewertung von 10 verhindert.

Was bedeutet das?

Grüne Ampel. Dieser Antrag stärkt das Gemeinwohl deutlich: Er fördert mehr Werte als er schwächt. Die Note (9.0 von 10) ist der GWÖ-Score — je höher, desto besser für das Allgemeinwohl.

Alle Fachbegriffe auf dieser Seite sind im Glossar kurz erklärt.

Zitat-Satz: „Der Antrag 18/20415 erhält im GWÖ-Antragsprüfer einen Gemeinwohl-Score von 9.0 von 10 (Uneingeschränkt unterstützen), Bewertungs-Sicherheit hoch."

Stärkster Wert — Stärken

klare Fokussierung auf soziale Gerechtigkeit und Chancengleichheit; ressortübergreifende Perspektive mit Einbezug von Familie, Arbeitsmarkt und Kommunen

Schwächster Wert — Schwächen

fehlender Bezug zur ökologischen Dimension der Bildung (BNE); keine explizite Verankerung von Demokratiebildung oder Mitbestimmung von Schüler:innen

Für Expert:innen: Gemeinwohl-Matrix 2.0 · 25 Felder
Schwerpunkt-Felder: D1D2D4
Menschenwürde
Solidarität
Ökol. Nachhaltigkeit
Soz. Gerechtigkeit
Transparenz
A · Lieferant:innen
B · Finanzen
C · Verwaltung
D · Bürger:innen
++
++
++
++
E · Gesellschaft & Natur
Für Expert:innen: Bewertungs-Kontext (Wahlperiode, Regierung, Methoden-Version)
Wahlperiode: 18. Wahlperiode (2022-06-01 – laufend)
Regierung zur Antragszeit: Wüst II (CDU+GRÜNE), vereidigt 2022-06-29
Bewertet gegen die folgenden Wahlprogramme:
Diese Bewertung wurde am 25.07.2026 mit qwen-plus gegen den oben genannten Programm-Stand erzeugt.
bewertet mit Prompt v5 · Analyzer v5 · Embedding text-embedding-v4Methodik & Transparenz
Für Expert:innen: Programm-Treue pro Fraktion
CDU Regierungsfraktion
Wahlprogramm 5/10

Teilweise Übereinstimmung: CDU betont 'Talentschulen' und Ausbau Ganztagesbetreuung (S. 65), aber lehnt strukturelle Entkopplung von Herkunft ab ('Leistungsprinzip', 'gegen Gleichmacherei'). Keine Erwähnung von Lehrkräftestellenzuschlag oder Chancenjahr. Kein passender Zitat-Chunk aus dem bereitgestellten CDU-Wahlprogramm-Zitatmaterial.

Keine wörtlich passenden Stellen im Wahlprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.

Parteiprogramm 5/10

CDU-Grundsatzprogramm betont 'subsidiäre Ordnung' und 'soziale Marktwirtschaft', aber nicht systemische Bildungsungleichheitsbekämpfung. Kein Konflikt, aber auch keine aktive Förderung der vorgeschlagenen Strukturmaßnahmen wie multiprofessionellen Teams oder ressortübergreifender Strategie.

Keine wörtlich passenden Stellen im Parteiprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.

SPD Antragsteller:in
Wahlprogramm 10/10

Der Antrag ist ein direktes Umsetzungsdokument des SPD-Wahlprogramms 2022: 'Chancengleichheit', 'längeres gemeinsames Lernen', 'Schulsozialarbeit ausbauen', 'Ganztagsschule', 'gebührenfrei'. Alle Kernforderungen spiegeln wörtlich die programmatischen Verpflichtungen wider.

Keine wörtlich passenden Stellen im Wahlprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.

Parteiprogramm 9/10

Das Hamburger Programm (2007) verankert 'Gerechtigkeit' und 'Solidarität' als Grundwerte und nennt 'Bildung als Schlüssel' für Teilhabe. Der Antrag operationalisiert dies konsequent — nur die historisch gewachsene SPD-Betonung auf 'starke Gewerkschaften' fehlt hier als expliziter Bezug.

Keine wörtlich passenden Stellen im Parteiprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.

GRÜNE Regierungsfraktion
Wahlprogramm 9/10

GRÜNE fordern 'Inklusion', 'multiprofessionelle Teams', 'Demokratiebildung' und 'ganze Person fördern' — alle zentral im Antrag. Die Forderung nach ressortübergreifender Zusammenarbeit entspricht ihrem Demokratiekonzept. Kein Zitat-Chunk aus GRÜNEN-Wahlprogramm passt exakt (S. 5 und S. 23 sind thematisch nicht bildungsbezogen).

Keine wörtlich passenden Stellen im Wahlprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.

Parteiprogramm 9/10

Grundsatzprogramm 2020 betont 'sozial-ökologische Transformation' und 'Teilhabe für alle'. Der Antrag realisiert den sozialen Teil mit hoher Kohärenz; die ökologische Dimension bleibt im Bildungskontext unbenannt, daher -1 Punkt.

Keine wörtlich passenden Stellen im Parteiprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.

FDP
Wahlprogramm 2/10

FDP lehnt strukturelle Interventionen zugunsten benachteiligter Gruppen ab ('Leistungsprinzip', 'gegen Gleichmacherei'). Der Antrag fordert gezielte Zusatzressourcen für benachteiligte Schulen — ein fundamentaler Widerspruch zur FDP-Position. Kein passendes Zitat-Chunk vorhanden.

Keine wörtlich passenden Stellen im Wahlprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.

Parteiprogramm 2/10

FDP-Grundsatzprogramm 2012 betont 'Eigenverantwortung vor Staatsverantwortung' und 'Chancengerechtigkeit durch Aufstieg durch Leistung', nicht durch strukturelle Umverteilung. Der Antrag widerspricht diesem Kerngedanken.

Keine wörtlich passenden Stellen im Parteiprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.

AfD
Wahlprogramm 0/10

AfD lehnt 'Gleichmacherei', 'Gender-Ideologie' und staatliche Lenkung ab. Der Antrag zielt auf systemische Entkopplung von Herkunft — ein grundlegender ideologischer Widerspruch. Kein Zitat-Chunk vorhanden.

Keine wörtlich passenden Stellen im Wahlprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.

Parteiprogramm 0/10

AfD-Grundsatzprogramm 2016 betont 'nationale Souveränität' und 'traditionelles Familienbild', nicht soziale Bildungsgerechtigkeit. Der Antrag steht in vollständigem Gegensatz zu allen Kernpositionen.

Keine wörtlich passenden Stellen im Parteiprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.

Was am Antrag besser werden könnte Verbesserungsvorschläge (Redline-Format) Verbesserungsvorschläge mit Begründung & GWÖ-Bezug Verbesserungsvorschläge — sofort übernehmbar

Tipp: Die Vorschläge sind als Redline formuliert (Original → Änderung → Begründung) und können direkt in einen Änderungsantrag übertragen werden. Über den Brief-Generator (#204) kann der Vorschlag auch als Briefentwurf an MdL versendet werden.
Vorschlag 1 von 3
die alltagsintegrierte Sprachförderung in Kindertageseinrichtungen und Schulen schon ab dem 3. Lebensjahr deutlich auszubauen und dabei BNE-orientierte Inhalte (z.B. Naturerfahrung, Ressourcenschonung) einzubeziehen

Stärkt die GWÖ-Dimension 'Ökologische Nachhaltigkeit' (D3) durch Verknüpfung von frühkindlicher Bildung mit Bildung für nachhaltige Entwicklung.

Vorschlag 2 von 3
den Flickenteppich von Programmen und Projekten ... zu beenden und dabei ein Gemeinwohl-Bilanzierungsverfahren für alle Bildungsmaßnahmen einzuführen, das die fünf GWÖ-Werte abbildet

Verankert die GWÖ-Matrix operativ im Steuerungsprozess und stärkt Transparenz & Mitbestimmung (D5) sowie die systematische Einbindung aller Werte.

Vorschlag 3 von 3
gemeinsam mit Wirtschaft, Kammern, Sozialpartnern und gemeinwohl-zertifizierten Unternehmen sowie Genossenschaften eine landesweite Strategie ...

Stärkt die Berührungsgruppe A (Ausgelagerte Betriebe/Lieferant:innen) und fördert solidarische Wirtschaftsformen gemäß GWÖ-Wert 'Solidarität' (Spalte 2).

Abstimmungsergebnis

Das Warnzeichen ⚠ steht für den Heuchelei, das Ausrufezeichen ! für den Opportunismus. Beide vergleichen das Abstimmungsverhalten einer Fraktion mit ihrem eigenen Wahlprogramm.

Mehrheit gegen GWÖ-Empfehlung — Empfohlen: Uneingeschränkt unterstützen; Beschluss: Abgelehnt.
Abgelehnt MMP18-128 ↗
1/5 Fraktionen Ja · 3 Nein · 1 Enth.
Ja: SPD
Nein: AfD CDU GRÜNE
Enth.: FDP
Quelle: Plenarprotokoll · automatisch extrahiert

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