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NRW · Drs. 18/19791 · Antrag · 18. Wahlperiode · eingebracht 09.06.2026

NRW muss funktionieren: Bilanz der Landesregierung zeigt strukturelle Defizite bei Familie, Beruf, Pflege, Gleichstellung und Integration

SozialesGesundheitGleichstellungIntegrationArbeitsmarkt
Bewertung treffend?

Zusammenfassung

Die SPD-Fraktion legt eine kritische Bilanz der schwarz-grünen Landesregierung vor und fordert eine umfassende Kurskorrektur in den Bereichen Familie, Beruf, Pflege, Gleichstellung, Integration und Gesundheit, um strukturelle Ungleichheiten und Versorgungsdefizite zu beheben.

Kernforderungen
  • Vereinbarkeit von Familie und Beruf bleibt ungelöst
  • Lohnungleichheit und Teilzeitarbeit werden nicht bekämpft
  • Kinderarmut und Langzeitarbeitslosigkeit steigen
  • Pflegesystem ist unterfinanziert und bricht zusammen
  • Seelische Gesundheit und Einsamkeit werden vernachlässigt
  • Integrationsinfrastruktur wird geschwächt
9.0/10
Uneingeschränkt unterstützen
Bewertungs-Sicherheit: hoch

Der Antrag verortet systemisch die Verletzung zentraler Gemeinwohl-Werte: Soziale Gerechtigkeit (D4) durch Kinderarmut, Lohnungleichheit und Pflegekosten; Solidarität (D2) durch fehlende Unterstützung für pflegende Angehörige und Geflüchtete; Ökologische Nachhaltigkeit indirekt über Gesundheitsversorgung (D3); Transparenz & Mitbestimmung (D5) durch Kritik an fehlender Strategie und Partizipation. Kein Feld weist negativen Rating auf; alle kritisierten Defizite entsprechen direkten Verstößen gegen GWÖ-Matrix-Felder wie D4 (Soziale öffentliche Leistung), D2 (Solidarische Infrastruktur) oder E4 (Zukunftsfähige soziale Sicherung).

Was bedeutet das?

Grüne Ampel. Dieser Antrag stärkt das Gemeinwohl deutlich: Er fördert mehr Werte als er schwächt. Die Note (9.0 von 10) ist der GWÖ-Score — je höher, desto besser für das Allgemeinwohl.

Alle Fachbegriffe auf dieser Seite sind im Glossar kurz erklärt.

Zitat-Satz: „Der Antrag 18/19791 erhält im GWÖ-Antragsprüfer einen Gemeinwohl-Score von 9.0 von 10 (Uneingeschränkt unterstützen), Bewertungs-Sicherheit hoch."

Stärkster Wert — Stärken

Systemische Analyse der strukturellen Defizite; Konkrete Datenbasis und Quellenangaben

Schwächster Wert — Schwächen

Keine konkreten Finanzierungsmodelle genannt; Keine klare Abgrenzung zwischen Landes- und Bundeskompetenzen

Für Expert:innen: Gemeinwohl-Matrix 2.0 · 25 Felder
Schwerpunkt-Felder: D4D2D1
Menschenwürde
Solidarität
Ökol. Nachhaltigkeit
Soz. Gerechtigkeit
Transparenz
A · Lieferant:innen
B · Finanzen
C · Verwaltung
D · Bürger:innen
++
++
++
++
+
E · Gesellschaft & Natur
++
Für Expert:innen: Bewertungs-Kontext (Wahlperiode, Regierung, Methoden-Version)
Wahlperiode: 18. Wahlperiode (2022-06-01 – laufend)
Regierung zur Antragszeit: Wüst II (CDU+GRÜNE), vereidigt 2022-06-29
Bewertet gegen die folgenden Wahlprogramme:
Diese Bewertung wurde am 24.06.2026 mit qwen-plus gegen den oben genannten Programm-Stand erzeugt.
bewertet mit Prompt v5 · Analyzer v5 · Embedding text-embedding-v4Methodik & Transparenz
Für Expert:innen: Programm-Treue pro Fraktion
SPD Antragsteller:in
Wahlprogramm 10/10

Der Antrag ist eine direkte Umsetzung des SPD-Wahlprogramms 2022: Kinderarmut als Schwerpunkt ([Q12], [Q15]), Tariftreue und faire Arbeitsbedingungen ([Q11]), Gleichstellung als Querschnittsthema ([Q12], [Q15]), Ausbau der Kurzzeit- und Tagespflege ([Q14]), housing first ([Q12]), sowie die Bekämpfung von Lohnungleichheit und Teilzeitarbeit ([Q11], [Q15]). Alle Kernforderungen spiegeln wörtlich die Wahlprogramm-Ziele wider.

„Housing first Wir unterstützen das Konzept „housing first“ zur unmittelbaren Bekämpfung von Wohnungslosigkeit."
✓ verifiziert SPD NRW Wahlprogramm 2022, S. 76 · PDF öffnen
„Langfristige Finanzierung der Demenz- und Wohnberatungsstellen Demenz- und Wohnberatung sind unabdingbar, damit pflegebedürftige oder von Pflegebedürftigkeit bedrohte Menschen so lange wie möglich im vertrauten eigenen Wohnumfeld leben können."
✓ verifiziert SPD NRW Wahlprogramm 2022, S. 77 · PDF öffnen
Parteiprogramm 9/10

Der Antrag entspricht dem Hamburger Programm: Soziale Gerechtigkeit als Grundwert ([Q16]), Arbeit als Teilhabe ([Q20]), Familienpolitik als gesellschaftliche Aufgabe ([Q17]), und den vorsorgenden Sozialstaat ([Q18]). Einzig die explizite Erwähnung von Vermögenssteuer fehlt — aber die Forderung nach wirksamer Armutsbekämpfung impliziert Umverteilung.

Keine wörtlich passenden Stellen im Parteiprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.

CDU Regierungsfraktion
Wahlprogramm 3/10

Der Antrag widerspricht zentralen CDU-Prioritäten: Kritik an Bürokratieabbau ([Q3]), Ablehnung von Tariftreue ([Q3]), Betonung von Eigenverantwortung statt staatlicher Intervention ([Q3], [Q10]). Die Forderung nach höheren Eigenanteilen in der Pflege steht im Widerspruch zur CDU-Forderung nach Entlastung. Keine Übereinstimmung mit 'Null-Toleranz' oder Sicherheitsfokus.

Keine wörtlich passenden Stellen im Wahlprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.

Parteiprogramm 2/10

Der Antrag widerspricht dem CDU-Grundsatzprogramm: Starker, aber begrenzter Staat ([Q6], [Q9]), Subsidiarität ([Q6]), Leistungsprinzip ([Q8]). Die Forderung nach umfassender staatlicher Verantwortung für Vereinbarkeit, Pflege und Integration widerspricht dem CDU-Menschenbild der Eigenverantwortung.

Keine wörtlich passenden Stellen im Parteiprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.

GRÜNE Regierungsfraktion
Wahlprogramm 9/10

Der Antrag deckt sich weitgehend mit grünen Kernzielen: Gleichstellung als Querschnittsthema ([Q23]), psychosoziale Krisenhilfe ([Q24]), dezentrale Unterbringung von Geflüchteten ([Q25]), regionale Wertschöpfungsketten ([Q26]), und gleichberechtigtes Miteinander ([Q24], [Q29]). Die Kritik an fehlender Strategiekoordination entspricht der grünen Forderung nach integrierter Politikgestaltung.

„Wir sorgen dafür, dass die Interessen und Bedarfe von allen Geschlechtern bei allen politischen Entscheidungen berücksichtigt werden."
✓ verifiziert BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN NRW Wahlprogramm 2022, S. 97 · PDF öffnen
Parteiprogramm 9/10

Der Antrag entspricht dem grünen Grundsatzprogramm: Sozial-ökologische Transformation ([Q28]), Gleichberechtigung ([Q29]), Stärkung der professionellen Pflege ([Q27]), und gleiche Bezahlung ([Q29]). Die Forderung nach einer Kurskorrektur in der Gesundheitspolitik korrespondiert mit der grünen Forderung nach einem Kulturwandel in der Geburtshilfe und Pflege ([Q27]).

Keine wörtlich passenden Stellen im Parteiprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.

FDP
Wahlprogramm 1/10

Der Antrag widerspricht fundamental dem FDP-Wahlprogramm: Kritik an Bürokratieabbau ([Q3]), Ablehnung von Marktmechanismen zugunsten staatlicher Planung ([Q3], [Q4]), Forderung nach stärkerem Staat statt 'slim government' ([Q4]). Die Forderung nach mehr staatlichen Investitionen in Pflege und Gesundheit widerspricht der FDP-Position 'Privat vor Staat'.

Keine wörtlich passenden Stellen im Wahlprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.

Parteiprogramm 0/10

Keine Quellen im Index — Bewertung nicht möglich.

Keine wörtlich passenden Stellen im Parteiprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.

AfD
Wahlprogramm 0/10

Der Antrag widerspricht allen zentralen AfD-Positionen: Förderung von Migration und Integration ([Q12], [Q25]), Ablehnung von 'Remigration', Kritik an 'Abschiebungen', Forderung nach mehr Mitteln für Geflüchtete. Die Betonung von Gendergleichstellung widerspricht der AfD-Kritik an 'Gender-Ideologie'.

Keine wörtlich passenden Stellen im Wahlprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.

Parteiprogramm 0/10

Keine Quellen im Index — Bewertung nicht möglich.

Keine wörtlich passenden Stellen im Parteiprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.

Was am Antrag besser werden könnte Verbesserungsvorschläge (Redline-Format) Verbesserungsvorschläge mit Begründung & GWÖ-Bezug Verbesserungsvorschläge — sofort übernehmbar

Tipp: Die Vorschläge sind als Redline formuliert (Original → Änderung → Begründung) und können direkt in einen Änderungsantrag übertragen werden. Über den Brief-Generator (#204) kann der Vorschlag auch als Briefentwurf an MdL versendet werden.
Vorschlag 1 von 3
Die Landesregierung wird aufgefordert, bis zum 30.09.2026 einen konkreten Aktionsplan mit messbaren Zielen, Zeitplänen und Haushaltsmitteln für eine umfassende Kurskorrektur in der Arbeits-, Sozial-, Integrations- sowie Gesundheitspolitik vorzulegen.

Stärkt Transparenz & Mitbestimmung (GWÖ-Feld E5): macht Verantwortung konkret, ermöglicht Bürger:innenkontrolle und parlamentarische Begleitung.

Vorschlag 2 von 3
Pflege-Insolvenzen auf NRWs Tagesordnung – die Landesregierung soll ein Soforthilfeprogramm für akut gefährdete Pflegeeinrichtungen auflegen und die Investitionskosten für ambulante Pflegedienste endlich anpassen .

Stärkt Soziale Gerechtigkeit (GWÖ-Feld D4): adressiert direkt die strukturelle Unterfinanzierung, die zu Insolvenzen führt, und schützt sowohl Pflegebedürftige als auch Beschäftigte.

Vorschlag 3 von 3
Einsamkeitsbekämpfung: In NRW kaum mehr als Symbolpolitik – die Landesregierung soll eine landesweite Strategie zur Bekämpfung struktureller Einsamkeit erarbeiten, die soziale Infrastruktur (Vereine, Quartierszentren, Nachbarschaftshilfe) finanziell stärkt und die Ursachen wie Armut, Wohnungsnot und fehlende Teilhabe systematisch adressiert .

Stärkt Solidarität (GWÖ-Feld D2) und Menschenwürde (D1): transformiert Symbolpolitik in strukturelle Gemeinwohlpolitik mit klarem Zielbezug auf vulnerable Gruppen.

Abstimmungsergebnis

Das Warnzeichen ⚠ steht für den Heuchelei, das Ausrufezeichen ! für den Opportunismus. Beide vergleichen das Abstimmungsverhalten einer Fraktion mit ihrem eigenen Wahlprogramm.

Mehrheit gegen GWÖ-Empfehlung — Empfohlen: Uneingeschränkt unterstützen; Beschluss: Abgelehnt.
Abgelehnt MMP18-125 ↗
1/5 Fraktionen Ja · 3 Nein · 1 Enth.
Ja: SPD
Nein: AfD CDU GRÜNE
Enth.: FDP
Quelle: Plenarprotokoll · automatisch extrahiert

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