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NRW · Drs. 18/19778 · Antrag · 18. Wahlperiode · eingebracht 09.06.2026

Zukunftsfähige Inklusion und Teilhabe am Arbeitsleben für Menschen mit Behinderungen stärken

InklusionArbeitsmarktSozialesTeilhabe
Bewertung treffend?

Zusammenfassung

Der Antrag fordert ein integriertes Landeskonzept zur Stärkung der Teilhabe von Menschen mit Behinderungen am Arbeitsleben — mit Fokus auf Übergänge vom ersten Arbeitsmarkt, Weiterentwicklung von Werkstätten und Inklusionsbetrieben sowie partizipativer Erarbeitung unter Einbindung der Selbsthilfe.

Kernforderungen
  • Förderung des Übergangs aus Werkstätten in sozialversicherungspflichtige Beschäftigung
  • Weiterentwicklung und finanzielle Hinterlegung von Inklusionsbetrieben
  • Erarbeitung eines partizipativen Gesamtkonzepts unter Einbindung der Selbsthilfe
  • Stärkung der Qualifizierung und fairen Entlohnung in Werkstätten
  • Aufrechterhaltung und Förderung des 'NRW-Wegs' nach §155 SGB IX
9.0/10
Uneingeschränkt unterstützen
Bewertungs-Sicherheit: hoch

Der Antrag verankert zentrale GWÖ-Werte: Soziale Gerechtigkeit (D4) durch Forderung nach inklusivem Arbeitsmarkt, fairen Löhnen in Werkstätten und sozialversicherungspflichtiger Beschäftigung; Menschenwürde (D1) durch Betonung des Rechts auf Arbeit und selbstbestimmter Teilhabe; Solidarität (D2) durch gemeinsame Verantwortung aller Akteure; Transparenz & Mitbestimmung (D5) durch partizipative Konzepterstellung unter Einbindung der Selbsthilfe. Er berührt keine Felder ökologischer Nachhaltigkeit oder grenzüberschreitender Wirkung (E), was neutral ist — kein Mangel, da Themenfeld nicht relevant.

Was bedeutet das?

Grüne Ampel. Dieser Antrag stärkt das Gemeinwohl deutlich: Er fördert mehr Werte als er schwächt. Die Note (9.0 von 10) ist der GWÖ-Score — je höher, desto besser für das Allgemeinwohl.

Alle Fachbegriffe auf dieser Seite sind im Glossar kurz erklärt.

Zitat-Satz: „Der Antrag 18/19778 erhält im GWÖ-Antragsprüfer einen Gemeinwohl-Score von 9.0 von 10 (Uneingeschränkt unterstützen), Bewertungs-Sicherheit hoch."

Stärkster Wert — Stärken

Breite Fraktionskoalition (CDU/SPD/GRÜNE/FDP); Starke Verankerung in allen Parteiprogrammen außer AfD

Schwächster Wert — Schwächen

Keine explizite Verankerung ökologischer Nachhaltigkeit (GWÖ-Feld C3); Fehlende Quantifizierung von Zielen (z.B. konkrete Steigerungsziele für Übergangsquoten)

Für Expert:innen: Gemeinwohl-Matrix 2.0 · 25 Felder
Schwerpunkt-Felder: D1D4D5
Menschenwürde
Solidarität
Ökol. Nachhaltigkeit
Soz. Gerechtigkeit
Transparenz
A · Lieferant:innen
B · Finanzen
C · Verwaltung
+
D · Bürger:innen
++
++
++
++
E · Gesellschaft & Natur
Für Expert:innen: Bewertungs-Kontext (Wahlperiode, Regierung, Methoden-Version)
Wahlperiode: 18. Wahlperiode (2022-06-01 – laufend)
Regierung zur Antragszeit: Wüst II (CDU+GRÜNE), vereidigt 2022-06-29
Bewertet gegen die folgenden Wahlprogramme:
Diese Bewertung wurde am 24.06.2026 mit qwen-plus gegen den oben genannten Programm-Stand erzeugt.
bewertet mit Prompt v5 · Analyzer v5 · Embedding text-embedding-v4Methodik & Transparenz
Für Expert:innen: Programm-Treue pro Fraktion
CDU Antragsteller:in Regierungsfraktion
Wahlprogramm 9/10

Der Antrag entspricht vollständig den CDU-Kernpositionen zur Inklusion: Vorbildfunktion des öffentlichen Dienstes (Q1), Fachkräfteoffensive (Q3), Stärkung von Inklusionsunternehmen (Q1), sowie dem Ziel, fünf Prozent schwerbehinderte Beschäftigte zu erreichen. Die Betonung des 'NRW-Wegs' und der Werkstätten als verlässlicher Beitrag spiegelt die CDU-Haltung wider.

„Die mehr als 300 Inklusionsunternehmen mit ihren über 4.000 schwerbehinderten Beschäftigten leisten einen wichtigen Beitrag zur Teilhabe von Menschen mit Behinderung am Arbeitsleben. Wir wollen diese Erfolgsgeschichte fortsetzen und ihre Förderung ausbauen."
✓ verifiziert CDU NRW Wahlprogramm 2022, S. 30 · PDF öffnen
Parteiprogramm 8/10

Das CDU-Grundsatzprogramm betont Solidarität, Verantwortung und das Prinzip der Subsidiarität — alles zentral im Antrag. Die Forderung nach 'solidarischer Verpflichtung gegenüber der Gemeinschaft' (Q6) korrespondiert mit der gemeinsamen Anstrengung aller Akteure. Die Betonung der Vorbildfunktion des öffentlichen Dienstes (Q1) ist konsistent mit dem Grundsatz der Sozialen Marktwirtschaft (Q9).

Keine wörtlich passenden Stellen im Parteiprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.

SPD Antragsteller:in
Wahlprogramm 9/10

Der Antrag deckt alle SPD-Schwerpunkte ab: 'Teilhabechancen auf dem allgemeinen und sozialen Arbeitsmarkt stärken' (Q11), 'Beratung und Beschäftigung von Menschen mit erworbenen Behinderungen fördern' (Q12), 'langfristige Finanzierung von Beratungsstellen sicherstellen' (Q13), und 'Arbeit von morgen wird besser' (Q14). Die Forderung nach einer 'sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung' und 'fairem Entgelt' entspricht exakt dem SPD-Fokus auf gute Arbeit.

„Wir wollen die Teilhabechancen von Arbeitslosen auf dem allgemeinen und dem sozialen Arbeitsmarkt stärken. Wir wollen mehr dafür tun, dass Menschen, die Unterstützung aus der Grundsicherung erhalten, eine Perspektive auf dem Arbeitsmarkt bekommen."
✓ verifiziert SPD NRW Wahlprogramm 2022, S. 18 · PDF öffnen
Parteiprogramm 8/10

Das Hamburger Programm betont 'Vollbeschäftigung', 'soziale Sicherung', 'Recht auf Weiterbildung' (Q20) und 'gerechte Beteiligung am Firmenerfolg' (Q18) — alles im Antrag adressiert. Die Forderung nach einem 'vorsorgenden Sozialstaat' (Q16) passt zur systemischen Förderung von Übergängen und Qualifizierung.

Keine wörtlich passenden Stellen im Parteiprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.

GRÜNE Antragsteller:in Regierungsfraktion
Wahlprogramm 10/10

Der Antrag ist nahezu wörtlich aus dem Grünen Wahlprogramm abgeleitet: 'inklusiven Arbeitsmarkt an, in dem selbstverständlich Menschen mit und ohne Behinderung gemeinsam arbeiten' (Q21), 'Unterstützung für Menschen mit Assistenz- und Hilfsmittelbedarf' (Q23), 'flächendeckender Ausbau von Servicestellen' (Q24), 'Diversität in schulischen Inhalten verankern' (Q25) — alles enthalten oder implizit vorausgesetzt. Die Forderung nach 'fairer Entlohnung in Werkstätten' (Q21) ist direkt zitiert.

„Wir streben einen inklusiven Arbeitsmarkt an, in dem selbstverständlich Menschen mit und ohne Behinderung gemeinsam arbeiten, wenn sie dies wünschen. Wir streben eine faire Entlohnung für die Arbeit in den Werkstätten für behinderte Menschen an."
✓ verifiziert BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN NRW Wahlprogramm 2022, S. 78 · PDF öffnen
Parteiprogramm 9/10

Das Grüne Grundsatzprogramm fordert explizit 'echte Alternativen zu den Werkstätten' (Q26), 'Rechtsanspruch auf Weiterbildung' (Q28), 'faire Löhne, armutsfester Mindestlohn' (Q29) und 'starke Arbeitsrechte auch in digitalen Arbeitsmodellen' (Q30). Der Antrag greift alle diese Punkte auf — insbesondere die Forderung nach 'Qualifizierungsauftrag' und 'sozialer Absicherung' bei Übergängen entspricht Q26 und Q28 genau.

Keine wörtlich passenden Stellen im Parteiprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.

FDP Antragsteller:in
Wahlprogramm 7/10

Der Antrag stimmt mit FDP-Prioritäten überein: 'Einstieg in den Arbeitsmarkt erleichtern für Menschen mit Beeinträchtigungen' (Q32), 'Digitale Teilhabe' (Q31), 'Chancengerechtigkeit für Menschen mit Behinderung' (Q35). Allerdings fehlt die typisch liberale Betonung von Eigenverantwortung, Bürokratieabbau als Kernziel (nur als Mittel genannt) und Marktmechanismen. Die FDP würde den Fokus auf staatliche Förderung und gesetzliche Quoten kritisch sehen.

„Wir wollen für Menschen mit Beeinträchtigungen, Fluchterfahrung und Einwanderungsgeschichte passgenaue Maßnahmen zur Arbeitsmarktintegration stärken."
✓ verifiziert FDP NRW Wahlprogramm 2022, S. 24 · PDF öffnen
Parteiprogramm 7/10

Das FDP-Grundsatzprogramm betont 'Eigenverantwortung', 'Leistung muss sich lohnen' (Q36), 'Weiterbildung als persönliche Absicherung' (Q37) und 'Vielfalt als Chance für individuelle Selbstentfaltung' (Q40). Der Antrag nimmt diese Aspekte auf (z.B. 'selbstbestimmte Teilhabe'), aber nicht mit dem liberalen Akzent auf individueller Verantwortung und marktwirtschaftlicher Effizienz — stattdessen liegt der Fokus auf kollektiver Verantwortung und staatlicher Förderung.

Keine wörtlich passenden Stellen im Parteiprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.

AfD
Wahlprogramm 0/10

Keine Quellen im Index — Bewertung nicht möglich.

Keine wörtlich passenden Stellen im Wahlprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.

Parteiprogramm 0/10

Keine Quellen im Index — Bewertung nicht möglich.

Keine wörtlich passenden Stellen im Parteiprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.

Was am Antrag besser werden könnte Verbesserungsvorschläge (Redline-Format) Verbesserungsvorschläge mit Begründung & GWÖ-Bezug Verbesserungsvorschläge — sofort übernehmbar

Tipp: Die Vorschläge sind als Redline formuliert (Original → Änderung → Begründung) und können direkt in einen Änderungsantrag übertragen werden. Über den Brief-Generator (#204) kann der Vorschlag auch als Briefentwurf an MdL versendet werden.
Vorschlag 1 von 3
die Übergangsquote von Menschen mit Behinderungen auf den regulären Arbeitsmarkt aber zu gering ist. Um den Zugang für Werkstattberechtigte auf den allgemeinen Arbeitsmarkt zu verbessern, bedarf es eines unter Einbeziehung der Menschen mit Behinderung und ihrer Selbsthilfeorganisationen erarbeiteten Gesamtkonzepts , das sowohl Fragen der Übergangsmöglichkeiten wie auch der sozialen Absicherung betrachtet, und dabei die Interessen aller Betroffenen – einschließlich niedrigverdienender Beschäftigter ohne Behinderung – fair und transparent berücksichtigt .

Stärkt D5 (Mitbestimmung) durch konkrete Nennung der Selbsthilfeorganisationen und D4 (Soziale Gerechtigkeit) durch klare Formulierung der Fairness gegenüber allen niedrigverdienenden Gruppen — vermeidet Missverständnisse über 'Bevorzugung'.

Vorschlag 2 von 3
die Werkstätten für Menschen mit Behinderungen in Zusammenarbeit mit dem Bund weiterzuentwickeln, um ihren Qualifizierungsauftrag stärker als bisher nachzukommen, ihre Öffnung zum ersten Arbeitsmarkt aktiv zu fördern und eine faire, armutsfeste Entlohnung für die Beschäftigten zu erreichen .

Verbindet D2 (Solidarität) mit D4 (Soziale Gerechtigkeit) und D1 (Menschenwürde) durch explizite Verknüpfung von Qualifizierung, Öffnung und armutsfestem Lohn — stärkt GWÖ-Treue in den Feldern D2, D4, D1.

Vorschlag 3 von 3
Abbau von Bürokratie und Erleichterung von Antragsverfahren für Unternehmen, die Menschen mit Behinderung einstellen möchten — insbesondere durch digitale One-Stop-Stellen und automatisierte Fördermittelabwicklung .

Stärkt C3 (Politische Führung) und D2 (Solidarität) durch konkrete, technologiegestützte Umsetzung — erhöht Glaubwürdigkeit und Effizienz, entspricht GWÖ-Matrixfeld C3+ und D2+.

Abstimmungsergebnis

Das Warnzeichen ⚠ steht für den Heuchelei, das Ausrufezeichen ! für den Opportunismus. Beide vergleichen das Abstimmungsverhalten einer Fraktion mit ihrem eigenen Wahlprogramm.

Mehrheit deckt sich mit GWÖ-Empfehlung — Empfohlen: Uneingeschränkt unterstützen; Beschluss: Angenommen.
Angenommen MMP18-125 ↗
4/5 Fraktionen Ja · 0 Nein · 1 Enth.
Ja: CDU FDP GRÜNE SPD
Enth.: AfD
Quelle: Plenarprotokoll · automatisch extrahiert

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