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NRW · 18/19777 · Antrag · 18. · eingebracht 09.06.2026

Für eine Kultur der Wertschätzung – Maßnahmen zur künftigen Gestaltung des Veteranentags in Nordrhein-WestfalenNeudruck

SicherheitspolitikGesundheitspolitikZivilgesellschaft

Zusammenfassung

Der Antrag fordert die landesweite Ausgestaltung des nationalen Veteranentags am 15. Juni mit Fokus auf Anerkennung, psychosoziale Unterstützung und lokale Koordination für Bundeswehr-Veteranen.

Kernforderungen
  • Einführung einer öffentlichen Veranstaltung am 15. Juni
  • Benennung lokaler Ansprechpartner nach dänischem Vorbild
  • Aufbau eines Landesnetzwerks für psychische Gesundheit von Veteranen

maschinell erstellt · nicht geprüft

3.0/10
Überarbeiten
Bewertungs-Sicherheit: hoch

Note und Empfehlung stammen von einem , das den Antrag an der Gemeinwohl-Matrix 2.0 misst — sie sind weder amtlich noch von der Gemeinwohl-Ökonomie geprüft. Grenzen der Bewertung

Der Antrag fokussiert auf militärische Anerkennung und institutionelle Verankerung eines Veteranentags, ohne systematisch die fünf GWÖ-Werte (Menschenwürde, Solidarität, Ökologische Nachhaltigkeit, Soziale Gerechtigkeit, Transparenz & Mitbestimmung) für alle Berührungsgruppen zu adressieren. Er berührt vorrangig Gruppe C (politische Führung/Verwaltung) und D (Bürger:innen), aber vernachlässigt strukturelle Dimensionen wie Lieferketten (A), Finanzverantwortung (B) oder transnationale Wirkung (E). Besonders gravierend ist die fehlende Einbindung ökologischer Nachhaltigkeit und die Ausklammerung von Kritik an Militärlogiken — was im Feld E3 (Ökologische Nachhaltigkeit → Staat/Gesellschaft/Natur) einen fundamentalen Widerspruch darstellt.

Was bedeutet das?

Rote Ampel. Dieser Antrag widerspricht zentralen Gemeinwohl-Werten: Er schwächt insgesamt mehr Werte als er stärkt. Die Note (3.0 von 10) ist der — je niedriger, desto kritischer.

Die wichtigsten Fachbegriffe sind im Glossar kurz erklärt.

Zitat-Satz: „Der Antrag 18/19777 erhält im GWÖ-Antragsprüfer einen Gemeinwohl-Score von 3.0 von 10 (Überarbeiten), Bewertungs-Sicherheit hoch."

Trifft diese automatische Einschätzung zu?

Die Rückmeldung gilt der Bewertung auf dieser Seite, nicht dem Antrag. Das ist keine Abstimmung über den Antrag.

Stärkster Wert — Stärken

Konkrete Maßnahmen zur psychischen Gesundheitsversorgung; Förderung von Austausch und Entstigmatisierung

Schwächster Wert — Schwächen

Einseitige Fokussierung auf Bundeswehr-Veteranen; Fehlende Verknüpfung mit ziviler Krisenvorsorge und Friedensarbeit

Für Expert:innen: Gemeinwohl-Matrix 2.0 · 25 Felder
Schwerpunkt-Felder: D1D4
Menschenwürde
Solidarität
Ökol. Nachhaltigkeit
Soz. Gerechtigkeit
Transparenz
A · Lieferant:innen
○
○
○
○
○
B · Finanzen
○
○
○
○
○
C · Verwaltung
+
○
○
○
○
D · Bürger:innen
+
○
○
+
○
E · Gesellschaft & Natur
○
−−
−−
○
○
++ stark fördernd + fördernd ○ neutral − widersprechend −− stark widersprechend
Für Expert:innen: Bewertungs-Kontext (Wahlperiode, Regierung, Methoden-Version)
Wahlperiode: 18. Wahlperiode (2022-06-01 – laufend)
Regierung zur Antragszeit: Wüst II (CDU+GRÜNE), vereidigt 2022-06-29
Bewertet gegen die folgenden Wahlprogramme:
Diese Bewertung wurde am 24.06.2026 mit dem Sprachmodell qwen-plus gegen den oben genannten Programm-Stand erzeugt.
bewertet mit Prompt v5 · Analyzer v5 · Embedding text-embedding-v4 — Methodik & Transparenz
Für Expert:innen: Programm-Treue pro Fraktion
CDU Antragsteller:in Regierungsfraktion
Wahlprogramm 10/10

Der Antrag entspricht vollständig dem CDU-Wahlprogramm 2022: Er betont Sicherheit, nationale Souveränität, Respekt für Soldatinnen/Soldaten ('Bürgerinnen und Bürger in Uniform'), Einsatz für Freiheit und Demokratie sowie konkrete Maßnahmen zur psychosozialen Versorgung — alles Kernthemen der CDU (S. 3, 108–109).

„Für uns steht solidarisches Handeln immer im Vordergrund. Dies ist aktuell insbesondere in der Ukraine-Krise gefragt."
✓ verifiziert CDU NRW Wahlprogramm 2022, S. 108 · PDF öffnen
„Die Bundeswehr muss wieder in die Lage versetzt werden, das deutsche Staatsgebiet und die eigene Bevölkerung wirksam zu verteidigen."
✓ verifiziert CDU NRW Wahlprogramm 2022, S. 109 · PDF öffnen
Parteiprogramm 9/10

Das CDU-Grundsatzprogramm 2024 betont Schöpfungsverantwortung, Subsidiarität und weltoffenen Patriotismus. Der Antrag verankert die Bundeswehr als Teil der gesellschaftlichen Verantwortung, bleibt aber hinter einer umfassenden Friedens- und Zivilschutzperspektive zurück — daher leicht abgeschwächt gegenüber dem Programm.

Keine wörtlich passenden Stellen im Parteiprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.

SPD
Wahlprogramm 2/10

Der SPD-Wahlprogramm 2022 fokussiert auf soziale Gerechtigkeit, Bildung, Wohnen und Klima — nicht auf Militärwertschätzung. Kein Hinweis auf Veteranentag, Bundeswehr-Anerkennung oder militärische Symbolik. Stattdessen betont die SPD 'soziale Sicherheit', 'Gemeinwohl vor Profit' und 'keine Privatisierung von Daseinsvorsorge'. Der Antrag widerspricht indirekt dem SPD-Fokus auf zivile Lösungen und friedenspolitische Verantwortung.

Keine wörtlich passenden Stellen im Wahlprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.

Parteiprogramm 1/10

Das Hamburger Programm (2007) versteht Sozialismus als 'andauernde Aufgabe' mit Schwerpunkt auf Frieden, internationale Solidarität und Abrüstung. Militärische Anerkennungskultur steht im Widerspruch zu den Grundwerten 'Freiheit, Gerechtigkeit, Solidarität' im Kontext von Gewaltvermeidung und ziviler Konfliktlösung.

Keine wörtlich passenden Stellen im Parteiprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.

GRÜNE Antragsteller:in Regierungsfraktion
Wahlprogramm 4/10

Die Grünen befürworten Dialog, Partizipation und gesellschaftliche Anerkennung — aber nicht militarisierte Symbolik. Ihr Wahlprogramm betont 'Demokratie als Lernort', 'Zivilgesellschaft statt Staatshandeln' und 'Frieden als oberstes Ziel'. Der Antrag wird nur partiell getragen: Die Förderung psychischer Gesundheit und Koordination mit zivilen Trägern passt (S. 110), doch die alleinige Fokussierung auf Bundeswehr-Veteranen widerspricht dem grünen Verständnis von 'gemeinsamer Sicherheit' mit THW, Feuerwehr, Katastrophenschutz.

„Wir stärken die Koordination zwischen Bund, Ländern und Hilfsorganisationen, um auf europäischer Ebene einen effektiven grenzübergreifenden Katastrophenschutz zu err..."
✓ verifiziert BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN NRW Wahlprogramm 2022, S. 110 · PDF öffnen
Parteiprogramm 3/10

Das Grundsatzprogramm 2020 definiert militärische Gewalt als 'äußerstes Mittel' (S. 107) und betont zivile Friedensförderung. Der Antrag verfestigt stattdessen eine militärische Anerkennungskultur ohne kritische Reflexion — ein fundamentaler Widerspruch zum grünen Friedensverständnis.

Keine wörtlich passenden Stellen im Parteiprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.

FDP Antragsteller:in
Wahlprogramm 8/10

Die FDP betont Eigenverantwortung, bürgerschaftliches Engagement und Freiheitsschutz. Der Antrag passt insofern, als er 'Resilienz', 'Verlässlichkeit' und 'Bürgerinnen und Bürger in Uniform' hervorhebt — Begriffe aus dem FDP-Wahlprogramm (S. 4, 78). Auch die Förderung telemedizinischer Angebote und Entbürokratisierung (z. B. Ehrenamt als Koordination) korrespondieren mit FDP-Prioritäten.

„Die offene Gesellschaft lebt von Vielfalt. Darum stärken wir die Menschen in NRW in ihrer Individualität unabhängig von Herkunft, Glauben oder sexueller Identität."
✓ verifiziert FDP NRW Wahlprogramm 2022, S. 4 · PDF öffnen
Parteiprogramm 7/10

Die FDP-Grundsatzprogramme betonen Freiheit, Rechtsstaat und internationale Verantwortung (S. 98, 103). Der Antrag unterstützt diese Werte durch Anerkennung von Freiheitsverteidigung — bleibt aber hinter einer klaren Unterscheidung zwischen ziviler und militärischer Sicherheitsverantwortung zurück.

Keine wörtlich passenden Stellen im Parteiprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.

AfD
Wahlprogramm 9/10

Die AfD fordert explizit 'Mehr Polizei', 'härtere Strafen' und 'Konsequenz bei Abschiebungen', aber auch 'Versorgungssicherheit' durch Kohle und Kernkraft — also eine starke staatliche Sicherheitsinfrastruktur. Der Antrag passt gut: Er betont 'Landes- und Bündnisverteidigung', 'Einsätze in Krisengebieten' und 'Respekt für Soldatinnen/Soldaten' — alles Kernpositionen der AfD (S. 109, 110).

Keine wörtlich passenden Stellen im Wahlprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.

Parteiprogramm 8/10

Das AfD-Grundsatzprogramm 2016 betont nationale Souveränität, direkte Demokratie und militärische Stärke. Der Antrag stützt diese Linie durch symbolische und praktische Verankerung der Bundeswehr als Garantin nationaler Sicherheit — allerdings ohne direkte Verweise auf 'Remigration' oder EU-Kritik, daher leicht abgeschwächt.

Keine wörtlich passenden Stellen im Parteiprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.

Was am Antrag besser werden könnte Verbesserungsvorschläge (Redline-Format) Verbesserungsvorschläge mit Begründung & GWÖ-Bezug Verbesserungsvorschläge — sofort übernehmbar

Diese Vorschläge hat ein erzeugt. Sie sind nicht im Parlament eingebracht worden. Im Vorschlagstext ist grün unterlegt, was neu hinzukäme, und durchgestrichen, was entfiele.

Tipp: Die Vorschläge sind als Redline formuliert (Original → Änderung → Begründung) und können direkt in einen Änderungsantrag übertragen werden. Über den Brief-Generator (#204) kann der Vorschlag auch als Briefentwurf an MdL versendet werden.
Vorschlag 1 von 3

Im Antrag steht

Veteraninnen und Veteranen der Bundeswehr im Rahmen des nationalen Veteranentags am 15. Juni jedes Jahres ab 2026 angemessen zu würdigen.

Vorschlag

Veteraninnen und Veteranen der Bundeswehr, des Technischen Hilfswerks, der Freiwilligen Feuerwehren, des Deutschen Roten Kreuzes und anderer ziviler Katastrophenschutzorganisationen im Rahmen des nationalen Veteranentags am 15. Juni jedes Jahres ab 2026 angemessen zu würdigen.

Stärkt den Wert 'Solidarität' (Spalte 2) und 'Transparenz & Mitbestimmung' (Spalte 5) durch inklusive Definition von 'Sicherheitsverantwortung' jenseits der Bundeswehr — entspricht GWÖ-Berührungsgruppe D (Bürger:innen und Wirtschaft) und E (Staat, Gesellschaft und Natur).

Vorschlag 2 von 3

Im Antrag steht

die Landkreise und kreisangehörigen Städte sowie die kreisfreien Städte zu unterstützen, zentrale Ansprechpartner für Veteraninnen und Veteranen nach dem dänischen Vorbild zu benennen.

Vorschlag

die Landkreise und kreisangehörigen Städte sowie die kreisfreien Städte zu unterstützen, zentrale gemeinwohlorientierte Ansprechpartner für alle Einsatzkräfte nach dem dänischen Vorbild zu benennen, mit klaren Kriterien für gemeinwohlökonomische Qualifikation (z. B. GWÖ-Zertifizierung).

Verankert die Gemeinwohl-Ökonomie explizit in der Umsetzung (Feld C3) und stärkt die Verbindung zu den Werten 'Soziale Gerechtigkeit' (Spalte 4) und 'Transparenz & Mitbestimmung' (Spalte 5).

Vorschlag 3 von 3

Im Antrag steht

ein Landesnetzwerk für einsatzbedingte psychische Gesundheit zu initiieren, dass die relevanten Akteure wie zivilgesellschaftliche Träger, die Bundeswehr, Ärzte- und Psychotherapeutenkammern, kommunale Ansprechpartner und Selbsthilfegruppen systematisch vernetzt.

Vorschlag

ein Landesnetzwerk für gemeinwohlorientierte psychosoziale Gesundheit zu initiieren, das die relevanten Akteure wie zivilgesellschaftliche Träger, die Bundeswehr, Ärzte- und Psychotherapeutenkammern, kommunale Ansprechpartner, Selbsthilfegruppen und Vertreter:innen der Gemeinwohl-Ökonomie systematisch vernetzt.

Integriert GWÖ als normative Orientierung in die Gesundheitsversorgung (Feld D4) und fördert 'Ökologische Nachhaltigkeit' (Spalte 3) durch präventive, ressourcenschonende Ansätze.

Abstimmungsergebnis

Angenommen MMP18-125 ↗
Von 5 Fraktionen stimmten 4 dafür, 1 stimmte dagegen.

Gezählt sind Fraktionen, nicht Sitze oder Stimmen. Wie das Plenum entschieden hat, steht oben als Ergebnis: Angenommen — wenige Fraktionen können die Mehrheit der Sitze auf sich vereinen. Das Plenarprotokoll nennt keine Sitz- oder Stimmzahlen.

Ja: CDU FDP GRÜNE SPD
Nein: AfD
Quelle: Plenarprotokoll · automatisch extrahiert

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