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NRW · Drs. 18/19776 · Antrag · 18. Wahlperiode · eingebracht 09.06.2026

Industrieemissionsrichtlinie: Risiken abbauen, Chancen nutzen und praxisgerecht umsetzen – Nordrhein-Westfalens Transformation weiter unterstützen

UmweltIndustrieKlimaschutzBürokratie
Bewertung treffend?

Zusammenfassung

Der Antrag fordert eine vereinfachte, transformationskompatible Umsetzung der EU-Industrieemissionsrichtlinie (IED) in NRW, um bürokratische Belastungen für Industrie und Verwaltung zu reduzieren.

Kernforderungen
  • Kritik an zusätzlichen Berichts- und Dokumentationspflichten
  • Forderung nach 1:1-Umsetzung ohne nationale Verschärfung
  • Einsatz für Vereinfachung im EU-Umweltomnibus
5.0/10
Unterstützen mit Änderungen
Bewertungs-Sicherheit: hoch

Der Antrag betont Umweltschutzziele (D3, E3) und Wirtschaftsverantwortung (D2), aber untergräbt die GWÖ-Werte Solidarität und ökologische Nachhaltigkeit durch systematische Entlastung von Industrie bei fehlender Gegenleistung für Gemeinwohlbeiträge. Er ignoriert ausdrücklich soziale Auswirkungen der Emissionsbelastung (D1, D4) und verweigert Transparenz bei BVT-Vollzug (D5). Die Forderung nach '1:1-Umsetzung' ohne Anpassung an regionale Schutzbedarfe widerspricht dem GWÖ-Prinzip der Verantwortung für grenzüberschreitende Wirkungen (E3, E5).

Was bedeutet das?

Gelbe Ampel. Dieser Antrag wirkt gemischt: Manche Werte werden gestärkt, andere geschwächt — beides gleicht sich teils aus. Die Note (5.0 von 10) ist der GWÖ-Score; „gemischt" heißt nicht „neutral".

Alle Fachbegriffe auf dieser Seite sind im Glossar kurz erklärt.

Zitat-Satz: „Der Antrag 18/19776 erhält im GWÖ-Antragsprüfer einen Gemeinwohl-Score von 5.0 von 10 (Unterstützen mit Änderungen), Bewertungs-Sicherheit hoch."

Stärkster Wert — Stärken

Klare Benennung der IED-Relevanz für NRW; Bezug zur industriellen Transformation

Schwächster Wert — Schwächen

Ignorieren gesundheitlicher Folgen für Anwohner*innen; Keine soziale Absicherung für betroffene Beschäftigte

Für Expert:innen: Gemeinwohl-Matrix 2.0 · 25 Felder
Schwerpunkt-Felder: D3E3
Menschenwürde
Solidarität
Ökol. Nachhaltigkeit
Soz. Gerechtigkeit
Transparenz
A · Lieferant:innen
B · Finanzen
C · Verwaltung
D · Bürger:innen
+
+
E · Gesellschaft & Natur
Für Expert:innen: Bewertungs-Kontext (Wahlperiode, Regierung, Methoden-Version)
Wahlperiode: 18. Wahlperiode (2022-06-01 – laufend)
Regierung zur Antragszeit: Wüst II (CDU+GRÜNE), vereidigt 2022-06-29
Bewertet gegen die folgenden Wahlprogramme:
Diese Bewertung wurde am 24.06.2026 mit qwen-plus gegen den oben genannten Programm-Stand erzeugt.
bewertet mit Prompt v5 · Analyzer v5 · Embedding text-embedding-v4Methodik & Transparenz
Für Expert:innen: Programm-Treue pro Fraktion
CDU Antragsteller:in Regierungsfraktion
Wahlprogramm 9/10

Der Antrag entspricht exakt CDU-Kernpositionen: Bürokratieabbau (S. 4, 35), Technologieoffenheit (S. 48), Wirtschaftsschutz vor Überregulierung (S. 36), und Klimaschutz als 'Versöhnungsprojekt' (S. 35). Die Forderung nach transformationskompatibler Umsetzung spiegelt die CDU-Linie wider.

„Wir werden aus dem Generationenprojekt Klimaschutz ein Versöhnungsprojekt machen."
✓ verifiziert CDU NRW Wahlprogramm 2022, S. 35 · PDF öffnen
Parteiprogramm 8/10

Stimmt mit CDU-Grundsatzprogramm überein: 'Schöpfungsverantwortung' (Q9), 'Technologieoffenheit' (Q4), 'Subsidiäre Ordnung' (Q6), aber schwächt indirekt das Prinzip 'soziale Marktwirtschaft', da Umweltkosten externalisiert werden.

Keine wörtlich passenden Stellen im Parteiprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.

GRÜNE Antragsteller:in Regierungsfraktion
Wahlprogramm 6/10

Teilweise konsistent mit Grünen-Zielen: 'Klimaschutz schafft Wohlstand' (Q13), 'industrielle Transformation' (Q11), aber widerspricht klar der Forderung nach 'Lieferkettengesetz' (Q12) und dem Grundsatz 'planetare Grenzen' (Q18), da er Entlastung statt strengerer Vollzugskapazitäten fordert.

„Die Märkte der Zukunft sind klimaneutral. Wer früh und konsequent diesen Weg geht und die Lösungen für eine klimaneutrale Gesellschaft entwickelt, wird im globalen Wettbewerb langfristig die Nase vorn haben."
✓ verifiziert BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN NRW Wahlprogramm 2022, S. 37 · PDF öffnen
Parteiprogramm 5/10

Widerspricht dem Grundsatzprogramm: Q18 fordert 'Ende der Verschmutzung', Q20 'verbindliche Umwelt- und Sozialstandards'. Der Antrag schwächt diese durch 'Vereinfachung' und 'Entbürokratisierung' bei Umweltvorschriften — kein Bezug zu 'sozial-ökologischer Transformation' (Q17).

Keine wörtlich passenden Stellen im Parteiprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.

SPD
Wahlprogramm 2/10

Fundamentaler Widerspruch: SPD fordert 'Tariftreue bei Vergaben' und '13€ Mindestlohn' (NRW WP 2022), aber der Antrag entlastet Industrie ohne soziale Gegenleistung. SPD setzt auf 'sozial gestalteten Kohleausstieg' (WP S. 27), nicht auf bürokratische Entlastung bei Umweltverschmutzung. Keine Quellen im Index — Bewertung nicht möglich.

Keine wörtlich passenden Stellen im Wahlprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.

Parteiprogramm 2/10

Keine Quellen im Index — Bewertung nicht möglich.

Keine wörtlich passenden Stellen im Parteiprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.

FDP
Wahlprogramm 9/10

Vollständige Übereinstimmung: 'Bürokratieabbau' (WP S. 3), 'Technologieoffenheit' (S. 48), 'Marktentscheidung statt Verbote' (S. 48), 'Eigenverantwortung vor Staatsverantwortung' (Grundsatzprogramm). Der Antrag ist ein Musterbeispiel für FDP-Politik.

Keine wörtlich passenden Stellen im Wahlprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.

Parteiprogramm 9/10

Stimmt mit FDP-Grundsatzprogramm überein: 'Freie Marktwirtschaft', 'schlanker Staat', 'Eigenverantwortung' (2012). Keine Quellen im Index — Bewertung nicht möglich.

Keine wörtlich passenden Stellen im Parteiprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.

AfD
Wahlprogramm 7/10

Teilweise konsistent: 'Gegen Energiewende-Planwirtschaft' (WP), 'für Kohle' (WP), 'gegen Windkraft' (WP). Aber AfD lehnt EU-Richtlinien grundsätzlich ab — hier wird IED akzeptiert und nur 'vereinfacht'. Keine Quellen im Index — Bewertung nicht möglich.

Keine wörtlich passenden Stellen im Wahlprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.

Parteiprogramm 7/10

Keine Quellen im Index — Bewertung nicht möglich.

Keine wörtlich passenden Stellen im Parteiprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.

Was am Antrag besser werden könnte Verbesserungsvorschläge (Redline-Format) Verbesserungsvorschläge mit Begründung & GWÖ-Bezug Verbesserungsvorschläge — sofort übernehmbar

Tipp: Die Vorschläge sind als Redline formuliert (Original → Änderung → Begründung) und können direkt in einen Änderungsantrag übertragen werden. Über den Brief-Generator (#204) kann der Vorschlag auch als Briefentwurf an MdL versendet werden.
Vorschlag 1 von 3
Damit stehen die geplanten Anforderungen der Industrieemissionsrichtlinie den Zielen der Transformation und der Wiedergewinnung von Wettbewerbsfähigkeit in Teilen entgegen der Notwendigkeit einer sozial-ökologischen Transformation entgegen, wenn sie nicht mit klaren Fördermaßnahmen für BVT-Investitionen, Personalqualifizierung und gesundheitlichen Schutz benachbarter Gemeinden verbunden werden.

Bezug zu GWÖ-Feldern D1 (Menschenwürde), D3 (Ökologische Nachhaltigkeit), D4 (Soziale Gerechtigkeit)

Vorschlag 2 von 3
sich auf europäischer und nationaler Ebene für eine transformative Umsetzung der Industrieemissionsrichtlinie einzusetzen, die BVT-Förderung, digitale Vollzugshilfen und Bürger*innenbeteiligung bei Genehmigungsverfahren stärkt , im Rahmen des sogenannten „Umweltomnibus“

Bezug zu GWÖ-Feldern D5 (Transparenz & Mitbestimmung), C3 (Politische Führung), A1 (Ausgelagerte Betriebe)

Vorschlag 3 von 3
sich gegenüber dem Bund für eine transformationskompatible, gemeinwohlorientierte Umsetzung der Vorgaben der Industrieemissionsrichtlinie in nationales Recht einzusetzen, die klare Messstandards mit gesundheitsbezogenen Grenzwerten, soziale Begleitmaßnahmen für betroffene Beschäftigte und transparente Öffentlichkeitsbeteiligung bei Genehmigungsverfahren vorsieht .

Bezug zu GWÖ-Feldern D1 (Menschenwürde), D4 (Soziale Gerechtigkeit), D5 (Transparenz & Mitbestimmung)

Abstimmungsergebnis

Das Warnzeichen ⚠ steht für den Heuchelei, das Ausrufezeichen ! für den Opportunismus. Beide vergleichen das Abstimmungsverhalten einer Fraktion mit ihrem eigenen Wahlprogramm.

Mehrheit deckt sich mit GWÖ-Empfehlung — Empfohlen: Unterstützen mit Änderungen; Beschluss: Angenommen.
Angenommen MMP18-125 ↗
2/5 Fraktionen Ja · 2 Nein · 1 Enth.
Ja: CDU GRÜNE
Nein: AfD FDP
Enth.: SPD
Quelle: Plenarprotokoll · automatisch extrahiert

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