Zusammenfassung
Der Antrag fordert eine strategische Stärkung Nordrhein-Westfalens als europäischen Raumfahrtstandort mit Fokus auf Souveränität (IRIS², GOVSATCOM), Klimaschutz (Erdbeobachtung), MINT-Bildung und industrieller Innovation.
- Stärkung des Raumfahrtstandorts Köln (DLR, ESA, SpaceHub)
- Umsetzung von IRIS² und GOVSATCOM als souveräne europäische Systeme
- Erdbeobachtung für Klima- und Umweltmonitoring
- MINT-Bildung und Fachkräfteförderung (zdi.NRW, DLR_School_Labs)
- Förderung von Transfer, Startups und Hochschulforschung
Der Antrag fördert Solidarität (B2) durch europäische Kooperation und Gemeinwohlorientierung in der Raumfahrt, Ökologische Nachhaltigkeit (D3) via Erdbeobachtung für Klimaschutz und Ressourcenmanagement, sowie Transparenz & Mitbestimmung (D5) durch Bildungsinitiativen wie zdi.NRW. Allerdings fehlt ein systematischer Bezug zu sozialer Gerechtigkeit (D4) – etwa zur Arbeitsbedingungen in der Raumfahrtindustrie oder Zugänglichkeit von Technologie – und zu Menschenwürde (D1) im Sinne von Rechten in digitalen Raumfahrtanwendungen. Die Auslagerung an private Unternehmen (A1–A4) bleibt unreguliert hinsichtlich Gemeinwohl-Kriterien.
Was bedeutet das?
Gelbe Ampel. Dieser Antrag wirkt gemischt: Manche Werte werden gestärkt, andere geschwächt — beides gleicht sich teils aus. Die Note (6.0 von 10) ist der GWÖ-Score; „gemischt" heißt nicht „neutral".
Alle Fachbegriffe auf dieser Seite sind im Glossar kurz erklärt.
Zitat-Satz: „Der Antrag 18/19775 erhält im GWÖ-Antragsprüfer einen Gemeinwohl-Score von 6.0 von 10 (Unterstützen mit Änderungen), Bewertungs-Sicherheit hoch."
Stärkster Wert — Stärken
Starke Verknüpfung von Raumfahrt mit Klimaschutz (D3); Europäische Souveränität als Gemeinwohlziel (E3)
Schwächster Wert — Schwächen
Kein Bezug zu Menschenwürde (D1/A1); Fehlende Verankerung von Lieferkettensorgfalt (A1–A5)
Für Expert:innen: Gemeinwohl-Matrix 2.0 · 25 Felder
Für Expert:innen: Bewertungs-Kontext (Wahlperiode, Regierung, Methoden-Version)
Für Expert:innen: Programm-Treue pro Fraktion
Wahlprogramm 9/10
Der Antrag deckt zentrale CDU-Kernthemen ab: technologische Souveränität (Q3, Q9), Infrastruktur als Lebensader (Q7), Europa als Erfolgsmodell (Q5, Q8), Sicherheit & Resilienz (Q9), und MINT-Förderung (Q3). Die Betonung von Industriestärke, Quantentechnologien und Cybersicherheit entspricht exakt dem Wahlprogramm.
Parteiprogramm 9/10
Das CDU-Grundsatzprogramm 2024 betont Souveränität, kritische Infrastrukturen, De-Risking und europäische Integration — alles zentral im Antrag. Die Verbindung von Technologie, Sicherheit und Subsidiarität ist vollständig abgedeckt.
Keine wörtlich passenden Stellen im Parteiprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.
Wahlprogramm 5/10
Der Antrag berührt SPD-Themen wie Bildung (MINT), Klimaschutz (Erdbeobachtung) und Forschungsförderung, aber vernachlässigt Kernforderungen: keine Erwähnung von Tariftreue, Landesmindestlohn, sozialer Gerechtigkeit in der Raumfahrtindustrie oder Umverteilung. Kein Bezug zur Kindergrundsicherung oder Wohnungsbaupolitik.
Keine wörtlich passenden Stellen im Wahlprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.
Parteiprogramm 5/10
Das Hamburger Programm betont Freiheit, Gerechtigkeit und Solidarität — hier fehlt der soziale Mehrwert für Arbeitnehmer:innen, Gewerkschaften und benachteiligte Regionen. Kein Bezug zur 'vorsorgenden Sozialstaatlichkeit' oder 'gerechten Verteilung'.
Keine wörtlich passenden Stellen im Parteiprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.
Wahlprogramm 8/10
Der Antrag entspricht grünen Prioritäten: Klimaschutz durch Erdbeobachtung (Q19), europäische Souveränität (Q20), Demokratie durch Wissenschaftskommunikation (Q17), und MINT-Bildung mit gesellschaftlichem Mehrwert. Schwäche: Keine explizite Verknüpfung mit Biodiversität, Suffizienz oder Postwachstum.
Keine wörtlich passenden Stellen im Wahlprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.
Parteiprogramm 8/10
Das Grundsatzprogramm 2020 verbindet Ökologie, Demokratie und Gerechtigkeit. Der Antrag greift Ökologie (Klima) und Demokratie (Wissenschaftskommunikation) stark auf, aber weniger die soziale Dimension ('sozial-ökologische Transformation') und Bürger:innenbeteiligung an Raumfahrtentscheidungen.
Wahlprogramm 8/10
Der Antrag entspricht FDP-Prioritäten: Technologieoffenheit (Q3), Digitalisierung, Startups, Bürokratieabbau ('aus vorhandenen Mitteln'), Eigenverantwortung und Marktwirtschaft. Schwäche: Keine Erwähnung von Steuerentlastung, Eigentumsschutz oder Gegenposition zu Verbotslogik.
Keine wörtlich passenden Stellen im Wahlprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.
Parteiprogramm 8/10
Das FDP-Grundsatzprogramm 2012 betont Freiheit, Verantwortung und Marktwirtschaft — alle im Antrag implizit enthalten (Innovation, Startup-Förderung, Technologieoffenheit). Fehlt ist jedoch der explizite Bezug zu 'Eigenverantwortung vor Staatsverantwortung' oder 'schlankem Staat'.
Keine wörtlich passenden Stellen im Parteiprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.
Wahlprogramm 2/10
Der Antrag widerspricht zentralen AfD-Positionen: starke EU- und ESA-Integration (Q15), Klimaschutz als Ziel (AfD lehnt Energiewende ab), und keine Erwähnung von Kernkraft oder Kohle. Die Betonung von 'europäischer Souveränität' steht im Kontrast zur AfD-Forderung nach nationaler Souveränität und EU-Kritik.
Keine wörtlich passenden Stellen im Wahlprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.
Parteiprogramm 2/10
Das AfD-Grundsatzprogramm 2016 fordert nationale Souveränität, Euro-Ausstieg und Ablehnung der Energiewende — alles diametral entgegen der pro-europäischen, klimaorientierten und multilateralen Ausrichtung des Antrags.
Keine wörtlich passenden Stellen im Parteiprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.
Was am Antrag besser werden könnte Verbesserungsvorschläge (Redline-Format) Verbesserungsvorschläge mit Begründung & GWÖ-Bezug Verbesserungsvorschläge — sofort übernehmbar
Ergänzung um 'soziale Gerechtigkeit' verankert den GWÖ-Wert D4 explizit und ermöglicht spätere konkrete Maßnahmen zu Tariftreue, fairen Löhnen und inklusiver Zugänglichkeit.
Verknüpft technologische Souveränität mit ethischen Standards für A1–A5 (Lieferanten, Dienstleister) und stärkt die GWÖ-Treue in der Berührungsgruppe A.
Stärkt den GWÖ-Wert D4 (soziale Gerechtigkeit) und D5 (Transparenz & Mitbestimmung) durch explizite Benennung von Teilhabekriterien.
Abstimmungsergebnis
Das Warnzeichen ⚠ steht für den Heuchelei, das Ausrufezeichen ! für den Opportunismus. Beide vergleichen das Abstimmungsverhalten einer Fraktion mit ihrem eigenen Wahlprogramm.
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