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NRW · Drs. 18/19018 · Antrag · 18. Wahlperiode · eingebracht 28.04.2026

Einsetzung eines Untersuchungsausschusses gemäß Artikel 41 der Verfassung für das Land Nordrhein-Westfalen zur Prüfung der Vorwürfe gegen Frau Ministerin Ina Scharrenbach hinsichtlich Machtmissbrauchs und Mobbings und zur Prüfung der Vorwürfe, dass Informationen über besagte Vorgänge seitens der Staatskanzlei und des Ministerpräsidenten bekannt waren und zurückgehalten wurden („PUA – Ministeriumsführung“)

VerwaltungArbeitsrechtDemokratiePsychische Gesundheit
Bewertung treffend?

Zusammenfassung

Die AfD-Fraktion beantragt die Einsetzung eines Untersuchungsausschusses zur Aufklärung von Mobbing- und Machtmissbrauchsvorwürfen gegen Heimatministerin Ina Scharrenbach und zur Prüfung der Rolle der Staatskanzlei.

Kernforderungen
  • Einsetzung eines 11-köpfigen Untersuchungsausschusses
  • Prüfung von Führungsverhalten, Mitarbeiterfluktuation und Krankenstand
  • Untersuchung interner Beschwerdemechanismen und der Rolle der Staatskanzlei
2.0/10
Ablehnen
Bewertungs-Sicherheit: hoch

Der Antrag zielt auf parlamentarische Aufklärung von Führungsversagen, aber verletzt zentrale GWÖ-Werte: Er instrumentalisiert psychische Belastung und Suizidgefährdung als politisches Druckmittel (Verstoß gegen Menschenwürde, D1); ignoriert systemische Verbesserungsvorschläge zugunsten reiner Schuldzuweisung (keine Solidarität mit Betroffenen, D2); fehlt jede Verbindung zu ökologischer Nachhaltigkeit oder sozialer Gerechtigkeit; und reduziert Transparenz & Mitbestimmung auf Sanktionslogik statt partizipativer Reform (C5, D5). Ein Feld (C3) erhält −− wegen der fehlenden Berücksichtigung von Fürsorgepflichten als strukturellem Gemeinwohlprinzip.

Was bedeutet das?

Rote Ampel. Dieser Antrag widerspricht zentralen Gemeinwohl-Werten: Er schwächt insgesamt mehr Werte als er stärkt. Die Note (2.0 von 10) ist der GWÖ-Score — je niedriger, desto kritischer.

Alle Fachbegriffe auf dieser Seite sind im Glossar kurz erklärt.

Zitat-Satz: „Der Antrag 18/19018 erhält im GWÖ-Antragsprüfer einen Gemeinwohl-Score von 2.0 von 10 (Ablehnen), Bewertungs-Sicherheit hoch."

Stärkster Wert — Stärken

Klare juristische Grundlage (Art. 41 Verfassung); Strukturelle Analyse der Führungskultur vorgesehen

Schwächster Wert — Schwächen

Instrumentalisierung von Suizidgefährdung ohne Schutzkonzept; Fehlende Beteiligung von Personalrat/Mitarbeitenden

Für Expert:innen: Gemeinwohl-Matrix 2.0 · 25 Felder
Schwerpunkt-Felder: C3D1
Menschenwürde
Solidarität
Ökol. Nachhaltigkeit
Soz. Gerechtigkeit
Transparenz
A · Lieferant:innen
B · Finanzen
C · Verwaltung
−−
D · Bürger:innen
−−
E · Gesellschaft & Natur
Für Expert:innen: Bewertungs-Kontext (Wahlperiode, Regierung, Methoden-Version)
Wahlperiode: 18. Wahlperiode (2022-06-01 – laufend)
Regierung zur Antragszeit: Wüst II (CDU+GRÜNE), vereidigt 2022-06-29
Bewertet gegen die folgenden Wahlprogramme:
  • AfD: Wer sonst. — gültig seit 2022-05-15, 68 S.
Diese Bewertung wurde am 28.05.2026 mit qwen-plus gegen den oben genannten Programm-Stand erzeugt.
bewertet mit Prompt v5 · Analyzer v5 · Embedding text-embedding-v4Methodik & Transparenz
Für Expert:innen: Programm-Treue pro Fraktion
CDU Regierungsfraktion
Wahlprogramm 0/10

Der Antrag widerspricht zentralen CDU-Positionen: CDU betont Vertrauen in die Regierung (Koalition mit Grünen), Subsidiarität und Verantwortung der Ministerin – nicht parlamentarische Demontage. Kein Hinweis auf Kooperationswillen oder sachliche Aufarbeitung. Der Ton ist konfrontativ, nicht lösungsorientiert.

Keine wörtlich passenden Stellen im Wahlprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.

Parteiprogramm 0/10

CDU-Grundsatzprogramm 2024 betont 'Staat muss funktionieren!' und 'Demokratie braucht Demokraten!' ([Q9]). Dieser Antrag untergräbt Vertrauen in die Exekutive und fördert Polarisierung statt Zusammenarbeit. Keine Übereinstimmung.

Keine wörtlich passenden Stellen im Parteiprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.

SPD
Wahlprogramm 0/10

SPD setzt auf 'sozialen öffentlichen Dienst' und 'Attraktivmachung des öffentlichen Dienstes' ([Q12]), nicht auf politische Instrumentalisierung von Mitarbeiterleid. Der Antrag fehlt jede Perspektive auf kollektive Lösungen, Mitbestimmung oder soziale Absicherung – stattdessen rein repressiv.

Keine wörtlich passenden Stellen im Wahlprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.

Parteiprogramm 0/10

Hamburger Programm (2007) betont 'Solidarität', 'Gerechtigkeit' und 'vorsorgenden Sozialstaat' ([Q15]). Der Antrag reduziert komplexe Arbeitsbedingungen auf individuelle Schuld, ohne soziale Dimension zu adressieren. Fundamentaler Widerspruch.

Keine wörtlich passenden Stellen im Parteiprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.

GRÜNE Regierungsfraktion
Wahlprogramm 0/10

Grüne fordern explizit 'New Work', 'agile Methoden', 'Verwaltungsinkubatoren' und 'multiprofessionelle Teams' ([Q16], [Q19]) – also konstruktive Strukturveränderung. Dieser Antrag bietet keinerlei Reformimpuls, sondern nur Kontrolle und Sanktion. Keine Übereinstimmung.

Keine wörtlich passenden Stellen im Wahlprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.

Parteiprogramm 0/10

Grundsatzprogramm 2020 betont 'Lebendige Demokratie', 'Partizipation' und 'Selbstbestimmung' ([Q17], [Q19]). Der Antrag entzieht Mitarbeitenden jegliche Mitgestaltungsmöglichkeit und reduziert sie auf Zeugen. Vollständiger Widerspruch.

Keine wörtlich passenden Stellen im Parteiprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.

FDP
Wahlprogramm 0/10

FDP setzt auf 'Eigenverantwortung', 'schlanken Staat' und 'Vertrauen in Fachkompetenz' ([Q21], [Q22]). Dieser Antrag untergräbt Vertrauen in die Verwaltungsführung und fördert politische Einflussnahme statt fachliche Selbststeuerung. Keine Übereinstimmung.

Keine wörtlich passenden Stellen im Wahlprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.

Parteiprogramm 0/10

FDP-Grundsatzprogramm 2012 betont 'Freiheit', 'Verantwortung' und 'Rechtsstaat' ([Q26]). Der Antrag verletzt Rechte der Betroffenen durch öffentliche Diffamierung und fehlende Schutzgarantien. Widerspricht Kernwerten.

Keine wörtlich passenden Stellen im Parteiprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.

AfD Antragsteller:in
Wahlprogramm 9/10

Der Antrag entspricht exakt dem AfD-Kernanliegen 'direkter Demokratie' und 'Kontrolle der politischen Klasse'. Er nutzt das Instrument des Untersuchungsausschusses gemäß Art. 41 Verfassung NRW – wie im Wahlprogramm gefordert: 'Volksabstimmungen', 'Stärkung direktdemokratischer Elemente' ([Q27]). Auch die Kritik an 'Berufspolitikertum' ([Q33]) wird hier operationalisiert.

„Auch die Bildung von Fraktionen und Gruppen in Räten, Kreistagen und Bezirksvertretungen darf nicht erschwert werden. Analog zu unseren Vorschlägen auf Landesebene wollen wir auch die direktdemokratischen Elemente in der kommunalen Demokratie stärken."
✓ verifiziert AfD NRW Wahlprogramm 2022, S. 6 · PDF öffnen
Parteiprogramm 9/10

Das AfD-Grundsatzprogramm 2016 fordert ausdrücklich 'Amtszeitbegrenzung', 'Wider das Berufspolitikertum' und 'Trennung von Amt und Mandat' ([Q33], [Q36]). Der Antrag ist ein direktes Umsetzungsinstrument dieser Forderung – Kontrolle durch Parlament statt Vertrauen in die Exekutive.

„Die Amtszeitbegrenzung von Mandatsträgern kann dieser gesellschaftsschädigenden Entwicklung entgegenwirken und das Machtmonopol..."
✓ verifiziert AfD Grundsatzprogramm 2016, S. 13 · PDF öffnen

Was am Antrag besser werden könnte Verbesserungsvorschläge (Redline-Format) Verbesserungsvorschläge mit Begründung & GWÖ-Bezug Verbesserungsvorschläge — sofort übernehmbar

Tipp: Die Vorschläge sind als Redline formuliert (Original → Änderung → Begründung) und können direkt in einen Änderungsantrag übertragen werden. Über den Brief-Generator (#204) kann der Vorschlag auch als Briefentwurf an MdL versendet werden.
Vorschlag 1 von 3
Der Landtag stellt sicher, dass alle betroffenen Mitarbeitenden vor, während und nach dem Verfahren anonymisierte psychosoziale Unterstützung erhalten , Zugang zu unabhängigen Ombudsstellen haben und keine beruflichen Nachteile erleiden. Die Beweisaufnahme erfolgt ausschließlich in geschlossener Sitzung mit strengem Datenschutz.

Stärkt Menschenwürde (D1) und Fürsorgepflicht (C3) – entspricht GWÖ-Wert 1 und 4; beugt Retaliation vor und schafft Vertrauen in den Prozess.

Vorschlag 2 von 3
Der Untersuchungsausschuss erhält den Auftrag, konkrete, umsetzbare Empfehlungen für eine gemeinwohlorientierte Führungskultur zu erarbeiten , u.a. mit Beteiligung von Personalrat, Betriebsrat, externen Expert:innen für Psychische Gesundheit am Arbeitsplatz und Mitarbeitendenvertreter:innen.

Transformiert reine Kontrolle in konstruktive Systementwicklung – stärkt Solidarität (D2), Transparenz & Mitbestimmung (C5/E5) und ökologische Nachhaltigkeit der Verwaltungskultur.

Vorschlag 3 von 3
Welche verbindlichen, finanziell abgesicherten Hilfsangebote (z.B. kostenfreie Therapie, Krisenintervention, Rückkehrbegleitung) stellt die Landesregierung bereit – und wie wird deren Zugang barrierefrei, anonym und ohne dienstliche Konsequenzen gestaltet?

Macht Hilfsangebote konkret, messbar und rechtlich absicherbar – entspricht GWÖ-Wert 4 (Soziale Gerechtigkeit) und Wert 1 (Menschenwürde).

Abstimmungsergebnis

Das Warnzeichen ⚠ steht für den Heuchelei, das Ausrufezeichen ! für den Opportunismus. Beide vergleichen das Abstimmungsverhalten einer Fraktion mit ihrem eigenen Wahlprogramm.

Mehrheit deckt sich mit GWÖ-Empfehlung — Empfohlen: Ablehnen; Beschluss: Abgelehnt.
Abgelehnt MMP18-122 ↗
1/5 Fraktionen Ja · 4 Nein · 0 Enth.
Ja: AfD
Nein: CDU FDP GRÜNE SPD
Quelle: Plenarprotokoll · automatisch extrahiert

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