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NRW · 18/19016 · Antrag · 18. · eingebracht 28.04.2026

Transformation zu einem vielfältigen und modernen Landesunterbringungssystem – Anpassung an die neuen Realitäten – GEAS-Anpassungsgesetz und EU-Rückführungsverordnung effektiv umsetzen

AsylMigrationHaushaltRechtspolitik

Zusammenfassung

Die AfD-Fraktion fordert eine radikale Umstrukturierung des landeseigenen Unterbringungssystems für Geflüchtete hin zu einer Abschiebe- und Sekundärmigrationsinfrastruktur, verbunden mit massiven Kapazitätskürzungen und Haftausbau.

Kernforderungen
  • Schließung von EAE und ZUE/NU
  • Umwidmung in Sekundärmigrationszentren
  • Ausweitung von Haftkapazitäten für Ausreisepflichtige
  • Stoppen von Containerbeschaffung
  • Konsequente Zurückweisung an der Grenze

maschinell erstellt · nicht geprüft

1.0/10
Ablehnen
Bewertungs-Sicherheit: hoch

Note und Empfehlung stammen von einem , das den Antrag an der Gemeinwohl-Matrix 2.0 misst — sie sind weder amtlich noch von der Gemeinwohl-Ökonomie geprüft. Grenzen der Bewertung

Der Antrag widerspricht fundamental den GWÖ-Werten Menschenwürde, Solidarität und Transparenz & Mitbestimmung. Er instrumentalisiert Unterbringungsinfrastruktur für Abschreckung und administrative Haft, ignoriert Schutzbedürftigkeit und fördert Segregation statt Teilhabe. Die Forderung nach 24-monatiger Haft für Ausreisepflichtige (nach EU-RückführungsVO) verstößt gegen das Rechtsstaatsprinzip und menschenrechtliche Mindeststandards. Die pauschale Kritik an 'Sekundärmigration' entzieht sich der faktischen Differenzierung zwischen Flüchtlingen mit Schutzstatus und anderen Aufenthaltsgruppen.

Was bedeutet das?

Rote Ampel. Dieser Antrag widerspricht zentralen Gemeinwohl-Werten: Er schwächt insgesamt mehr Werte als er stärkt. Die Note (1.0 von 10) ist der — je niedriger, desto kritischer.

Die wichtigsten Fachbegriffe sind im Glossar kurz erklärt.

Zitat-Satz: „Der Antrag 18/19016 erhält im GWÖ-Antragsprüfer einen Gemeinwohl-Score von 1.0 von 10 (Ablehnen), Bewertungs-Sicherheit hoch."

Trifft diese automatische Einschätzung zu?

Die Rückmeldung gilt der Bewertung auf dieser Seite, nicht dem Antrag. Das ist keine Abstimmung über den Antrag.

Stärkster Wert — Stärken

Kritik an ineffizienten Ausgaben; Forderung nach Transparenz der Kosten

Schwächster Wert — Schwächen

Systematische Verletzung der Menschenwürde; Ignoranz gegenüber Schutzbedürftigkeit

Für Expert:innen: Gemeinwohl-Matrix 2.0 · 25 Felder
Schwerpunkt-Felder: D1D2E1
Menschenwürde
Solidarität
Ökol. Nachhaltigkeit
Soz. Gerechtigkeit
Transparenz
A · Lieferant:innen
○
○
○
○
○
B · Finanzen
○
○
○
○
○
C · Verwaltung
○
○
○
○
○
D · Bürger:innen
−−
−−
○
−−
−
E · Gesellschaft & Natur
−−
−−
○
○
○
++ stark fördernd + fördernd ○ neutral − widersprechend −− stark widersprechend
Für Expert:innen: Bewertungs-Kontext (Wahlperiode, Regierung, Methoden-Version)
Wahlperiode: 18. Wahlperiode (2022-06-01 – laufend)
Regierung zur Antragszeit: Wüst II (CDU+GRÜNE), vereidigt 2022-06-29
Bewertet gegen die folgenden Wahlprogramme:
  • AfD: Wer sonst. — gültig seit 2022-05-15, 68 S.
Diese Bewertung wurde am 28.05.2026 mit dem Sprachmodell qwen-plus gegen den oben genannten Programm-Stand erzeugt.
bewertet mit Prompt v5 · Analyzer v5 · Embedding text-embedding-v4 — Methodik & Transparenz
Für Expert:innen: Programm-Treue pro Fraktion
CDU Regierungsfraktion
Wahlprogramm 3/10

Der Antrag widerspricht der CDU-Haltung zur humanitären Aufnahme (Q1) und zum Schutz von Kriegsflüchtlingen. Die Forderung nach massiver Abschiebeinfrastruktur steht im Kontrast zur CDU-Betonung von 'Solidarität mit Kriegsflüchtlingen' und dem Ziel, dass 'Flüchtlinge sich bei uns sicher und aufgenommen fühlen' (Q6). Auch die Ablehnung von 'Zentralen Unterbringungseinrichtungen' (Q11) wird durch die AfD-Forderung zur Umwidmung unterlaufen.

Keine wörtlich passenden Stellen im Wahlprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.

Parteiprogramm 4/10

Die CDU betont 'Schutzbedürftige durch humanitäre Kontingente aufnehmen' (Q10) und lehnt eine reine Abschiebeorientierung ab. Der Antrag reduziert das System auf Rückführung und ignoriert den Schutzaspekt — ein gravierender Bruch mit dem christlich-demokratischen Menschenbild (Q8, Q10).

Keine wörtlich passenden Stellen im Parteiprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.

SPD
Wahlprogramm 0/10

Der Antrag widerspricht allen Kernpositionen der SPD: Keine Anerkennung von Chancengleichheit, keine Betonung sozialer Gerechtigkeit, keine Solidarität mit Geflüchteten. Die SPD fordert explizit 'soziale Gerechtigkeit' und 'Chancengleichheit' (Wahlprogramm NRW 2022), während der Antrag systematisch Schutzbedürftige diskriminiert.

Keine wörtlich passenden Stellen im Wahlprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.

Parteiprogramm 0/10

Das Hamburger Programm (2007) verankert 'Solidarität' als Grundwert und sieht den Sozialstaat als 'vorsorgend'. Der Antrag ist ausdrücklich anti-sozialstaatlich und anti-solidarisch — vollständiger Widerspruch.

Keine wörtlich passenden Stellen im Parteiprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.

GRÜNE Regierungsfraktion
Wahlprogramm 0/10

Der Antrag widerspricht zentralen grünen Positionen: Er lehnt dezentrale, kommunale Unterbringung ab (Q11), befürwortet Haft statt Freiwilligkeit (Q16), ignoriert die Würde von Geflüchteten (Q18, Q20) und verkennt die Notwendigkeit einer humanitären Asylpolitik. Die Grünen lehnen ZUE-Konzepte explizit ab — der Antrag will sie ausbauen.

Keine wörtlich passenden Stellen im Wahlprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.

Parteiprogramm 0/10

Das Grundsatzprogramm (2020) stellt 'den Menschen in seiner Würde und Freiheit' ins Zentrum (Q20) und lehnt Haft ohne Verbrechen strikt ab (Q16). Der Antrag fordert systematisch Haft bis 24 Monate — fundamentaler Widerspruch.

Keine wörtlich passenden Stellen im Parteiprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.

FDP
Wahlprogramm 2/10

Die FDP betont 'Bürgerrechte', 'Datenschutz' und 'gegen Überwachung' (Wahlprogramm 2022), nicht aber Abschiebeinfrastruktur. Der Antrag zielt auf massive staatliche Zwangsmaßnahmen — im Widerspruch zum FDP-Leitwert 'Freiheit'. Auch die FDP-Forderung nach 'Eigenverantwortung' wird durch pauschale Zwangsmaßnahmen untergraben.

Keine wörtlich passenden Stellen im Wahlprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.

Parteiprogramm 2/10

Das FDP-Grundsatzprogramm (2012) nennt 'individuelle Freiheit als höchsten Wert' und 'Rechtsstaat' als Kern. Der Antrag fordert systematisch Freiheitsentzug ohne individuelle Prüfung — unvereinbar mit dem Programm.

Keine wörtlich passenden Stellen im Parteiprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.

AfD Antragsteller:in
Wahlprogramm 10/10

Der Antrag entspricht exakt den Kernpositionen des AfD-Wahlprogramms: 'Schlupflöcher zur Aufenthaltsverlängerung schließen' (Q21), 'Missbrauch der EU-Freizügigkeit stoppen' (Q25), 'Rückführungen in die Herkunftsländer' (Q30), 'kein Ausverkauf der deutschen Staatsbürgerschaft' (Q23). Die Forderung nach 'konsequenter Zurückweisung an der Grenze' (Ziffer V.14) spiegelt direkt Q22 ('Massenmigration') und Q27 ('Völkerwanderung historischen Ausmaßes').

„Schlupflöcher zur Aufenthaltsverlängerung schließen Ist ein Asylverfahren – das sich über mehrere Gerichtsinstanzen hinziehen kann – rechtskräftig negativ abgeschlossen und der abgelehnte Asylbewerber zur Ausreise aufgefordert worden, kommt er dieser Ausreisepflicht in der Regel nicht nach."
✓ verifiziert AfD NRW Wahlprogramm 2022, S. 20 · PDF öffnen
„Wir stehen heute am Anfang einer weltweiten Wanderungsbewegung in Richtung der wohlhabenden europäischen Staaten – allen voran Deutschland."
✓ verifiziert AfD NRW Wahlprogramm 2022, S. 19 · PDF öffnen
Parteiprogramm 10/10

Der Antrag folgt exakt dem AfD-Grundsatzprogramm: 'Keine irreguläre Einwanderung über das Asylrecht' (Q27), 'Rückführungen in die Herkunftsländer werden auf manningfache Weise sabotiert' (Q30), 'Dem Schutz der Bürger vor einwanderungsbedingter Kriminalität oberste Priorität einzuräumen' (Q28). Die Forderung nach Haft bis 24 Monate korrespondiert mit der Forderung nach 'effizienten Gefahrenabwehrbehörden' (Q28).

„Asylzuwanderung - für einen Paradigmenwechsel Eine Völkerwanderung historischen Ausmaßes fordert Europa heraus."
✓ verifiziert AfD Grundsatzprogramm 2016, S. 59 · PDF öffnen

Was am Antrag besser werden könnte Verbesserungsvorschläge (Redline-Format) Verbesserungsvorschläge mit Begründung & GWÖ-Bezug Verbesserungsvorschläge — sofort übernehmbar

Diese Vorschläge hat ein erzeugt. Sie sind nicht im Parlament eingebracht worden. Im Vorschlagstext ist grün unterlegt, was neu hinzukäme, und durchgestrichen, was entfiele.

Tipp: Die Vorschläge sind als Redline formuliert (Original → Änderung → Begründung) und können direkt in einen Änderungsantrag übertragen werden. Über den Brief-Generator (#204) kann der Vorschlag auch als Briefentwurf an MdL versendet werden.
Vorschlag 1 von 3

Im Antrag steht

dass die Anschaffung zusätzlicher Wohn- und Sanitärcontainern bzw. von Modulen für die Ausstattung von Unterbringungseinrichtungen aufgrund rückläufiger Zugangszahlen nicht erforderlich und gegenüber dem Steuerzahler nicht darstellbar ist;

Vorschlag

dass die Anschaffung zusätzlicher Wohn- und Sanitärcontainer nur dann erfolgen darf, wenn sie durch eine unabhängige sozialräumliche Bedarfsanalyse und partizipative Beratung mit Kommunen, Trägern und Betroffenen als notwendig bestätigt wurde;

Stärkt Transparenz & Mitbestimmung (Wert 5) und soziale Gerechtigkeit (Wert 4) durch partizipative Entscheidungsfindung und evidenzbasierte Planung.

Vorschlag 2 von 3

Im Antrag steht

dass sich die seitens der Bundesregierung angekündigten konsequenten Zurückweisungen an der Grenze, auch im Falle eines Asylgesuchs, bisher als wenig effektiv erwiesen haben.

Vorschlag

dass die Landesregierung die Einhaltung der Genfer Flüchtlingskonvention und des Grundrechts auf Asyl gemäß Art. 16a GG sicherstellt und jede Zurückweisung an der Grenze nur im Einklang mit diesen völkerrechtlichen und verfassungsrechtlichen Standards zulässt;

Stärkt Menschenwürde (Wert 1) und Rechtsstaatsprinzip durch klare Bindung an internationales und nationales Recht.

Vorschlag 3 von 3

Im Antrag steht

drei der derzeit sechs EAE in Sekundärmigrationszentren umzuwidmen;

Vorschlag

drei der derzeit sechs EAE in dezentrale, kommunal getragene Integrationszentren umzuwidmen, die Sprachförderung, berufliche Orientierung und psychosoziale Unterstützung für alle neu zugewanderten Menschen anbieten;

Stärkt Solidarität (Wert 2), soziale Gerechtigkeit (Wert 4) und ökologische Nachhaltigkeit (Wert 3) durch langfristige Integration statt kurzfristiger Abschreckung.

Abstimmungsergebnis

Mehrheit deckt sich mit der Empfehlung dieses Werkzeugs — Empfohlen: Ablehnen; Beschluss: Abgelehnt.
Abgelehnt MMP18-121 ↗

Die Listen darunter nennen Fraktionen, nicht Sitze oder Stimmen. Einen Balken zeigt diese Seite deshalb nicht: Er würde ein Mengenverhältnis nahelegen, das die Daten nicht hergeben — Sitz- und Stimmzahlen liegen nicht vor, das Plenarprotokoll nennt keine. Wie das Plenum entschieden hat, steht oben als Ergebnis: Abgelehnt; wenige Fraktionen können die Mehrheit der Sitze auf sich vereinen.

Ja: AfD
Nein: CDU FDP GRÜNE SPD
Quelle: Plenarprotokoll · automatisch extrahiert

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