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NRW · 18/19010 · Antrag · 18. · eingebracht 28.04.2026

GEAS-Reform konsequent umsetzen – Sekundärmigration begrenzen, Verfahren beschleunigen, Integration gezielt stärken

AsylpolitikMigrationRechtsstaatIntegration

Zusammenfassung

Die FDP fordert die landesweite Einrichtung von Sekundärmigrationszentren und Grenzverfahren an Flughäfen zur Beschleunigung von Asylverfahren und Begrenzung irregulärer Migration.

Kernforderungen
  • Einrichtung von Sekundärmigrationszentren in bestehenden Unterbringungseinrichtungen
  • Umsetzung von Grenzverfahren an den Flughäfen Düsseldorf und Köln/Bonn
  • Enge Koordination mit BAMF und Bundespolizei
  • Regelmäßige Evaluation durch die Landesregierung

maschinell erstellt · nicht geprüft

2.0/10
Ablehnen
Bewertungs-Sicherheit: hoch

Note und Empfehlung stammen von einem , das den Antrag an der Gemeinwohl-Matrix 2.0 misst — sie sind weder amtlich noch von der Gemeinwohl-Ökonomie geprüft. Grenzen der Bewertung

Der Antrag widerspricht fundamental den GWÖ-Werten Menschenwürde (A1 — Grundrechtsschutz und Menschenwürde in der Lieferkette, D1 — Schutz des Individuums, Rechtsgleichheit, E1 — Gestaltung der Bedingungen für ein menschenwürdiges Leben – zukünftige Generationen) und Solidarität (D2 — Gesamtwohl in der Gemeinde, E2 — Beitrag zum Gesamtwohl), da er die systematische Beschränkung der Bewegungsfreiheit in Sekundärmigrationszentren und Grenzverfahren als Instrument zur Abschreckung und Rückführung normalisiert. Die vorgeschlagene physische Hindernisstellung an Flughäfen sowie die strukturelle Trennung von Schutzsuchenden nach Bleibeperspektive untergräbt das Prinzip der individuellen Würde und rechtlichen Gleichstellung. Zudem fehlt jeglicher Bezug zu ökologischer Nachhaltigkeit, sozialer Gerechtigkeit oder Mitbestimmung — der Antrag operiert ausschließlich im Kontroll- und Selektionsmodus ohne gemeinwohlorientierte Perspektive.

Was bedeutet das?

Rote Ampel. Dieser Antrag widerspricht zentralen Gemeinwohl-Werten: Er schwächt insgesamt mehr Werte als er stärkt. Die Note (2.0 von 10) ist der — je niedriger, desto kritischer.

Die wichtigsten Fachbegriffe sind im Glossar kurz erklärt.

Zitat-Satz: „Der Antrag 18/19010 erhält im GWÖ-Antragsprüfer einen Gemeinwohl-Score von 2.0 von 10 (Ablehnen), Bewertungs-Sicherheit hoch."

Trifft diese automatische Einschätzung zu?

Die Rückmeldung gilt der Bewertung auf dieser Seite, nicht dem Antrag. Das ist keine Abstimmung über den Antrag.

Stärkster Wert — Stärken

Klare Benennung der GEAS-Reform als Handlungsauftrag; Pragmatische Infrastruktur-Fokussierung (Flughäfen, bestehende Einrichtungen)

Schwächster Wert — Schwächen

Systematische Verletzung der Menschenwürde durch Bewegungseinschränkung; Fehlende Berücksichtigung von Kinderrechten und besonderem Schutzbedarf

Für Expert:innen: Gemeinwohl-Matrix 2.0 · 25 Felder
Schwerpunkt-Felder: D1D2D4
Menschenwürde
Solidarität
Ökol. Nachhaltigkeit
Soz. Gerechtigkeit
Transparenz
A · Lieferant:innen
−−
○
○
○
○
B · Finanzen
○
○
○
○
○
C · Verwaltung
○
○
○
○
○
D · Bürger:innen
−−
−−
○
○
○
E · Gesellschaft & Natur
−−
−
○
○
○
++ stark fördernd + fördernd ○ neutral − widersprechend −− stark widersprechend
Für Expert:innen: Bewertungs-Kontext (Wahlperiode, Regierung, Methoden-Version)
Wahlperiode: 18. Wahlperiode (2022-06-01 – laufend)
Regierung zur Antragszeit: Wüst II (CDU+GRÜNE), vereidigt 2022-06-29
Bewertet gegen die folgenden Wahlprogramme:
Diese Bewertung wurde am 28.05.2026 mit dem Sprachmodell qwen-plus gegen den oben genannten Programm-Stand erzeugt.
bewertet mit Prompt v5 · Analyzer v5 · Embedding text-embedding-v4 — Methodik & Transparenz
Für Expert:innen: Programm-Treue pro Fraktion
CDU Regierungsfraktion
Wahlprogramm 9/10

Der Antrag entspricht vollständig der CDU-Politik: 'Null-Toleranz', 'konsequente Abschiebung', 'Sicherheit vor Freiheitseinschränkung', 'Begrenzung irregulärer Migration'. Die Forderung nach Grenzverfahren an Flughäfen und Sekundärmigrationszentren spiegelt die Positionen zur 'klaren Ordnung' und 'Abschiebehaft' wider.

Keine wörtlich passenden Stellen im Wahlprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.

Parteiprogramm 8/10

Konsistent mit dem CDU-Grundsatzprogramm 2024 zur 'sicheren Außengrenze', 'Frontex als echte Grenzpolizei' und dem Ziel, 'Grenzkontrollen an Binnengrenzen überflüssig zu machen'. Der Antrag folgt dieser Logik der Kontrolle und Abschreckung.

Keine wörtlich passenden Stellen im Parteiprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.

SPD
Wahlprogramm 1/10

Der Antrag widerspricht zentralen SPD-Positionen: 'humanitäre Asylpolitik', 'keine Enteignung von Rechten', 'soziale Gerechtigkeit', 'Kinderrechte', 'Recht auf Asyl'. Die vorgeschlagenen Grenzverfahren und Sekundärmigrationszentren verletzen das Grundrecht auf Asyl und das Prinzip der individuellen Prüfung.

Keine wörtlich passenden Stellen im Wahlprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.

Parteiprogramm 1/10

Widerspricht dem Hamburger Programm (2007), das 'Freiheit, Gerechtigkeit, Solidarität' als Grundwerte nennt und 'internationale Solidarität' sowie 'gerechte Weltwirtschaft' fordert. Der Antrag privilegiert nationale Kontrolle vor menschenrechtlicher Verantwortung.

Keine wörtlich passenden Stellen im Parteiprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.

GRÜNE Regierungsfraktion
Wahlprogramm 0/10

Fundamentaler Widerspruch: Grüne lehnen ZUEs ('gescheitert'), fordern 'dezentrale, kommunale und humane Unterbringung', betonen 'kein Mensch ist illegal' und 'Abschiebungen stets letztes Mittel'. Der Antrag institutionalisiert genau das Gegenteil: zentrale, kontrollierte, abschreckende Einrichtungen.

„Das Konzept von Zentralen Unterbringungseinrichtungen (ZUE) halten wir für gescheitert."
✓ verifiziert BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN NRW Wahlprogramm 2022, S. 99 · PDF öffnen
Parteiprogramm 0/10

Widerspricht dem Grundsatzprogramm 2020, das 'Menschen in ihrer Würde und Freiheit' in den Mittelpunkt stellt, 'Duldungen als Ausnahme' definiert und 'Haft ohne Verbrechen zur Durchsetzung der Ausreise' als 'massiven Eingriff' ablehnt.

Keine wörtlich passenden Stellen im Parteiprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.

FDP Antragsteller:in
Wahlprogramm 9/10

Der Antrag ist ein direkter Umsetzungsplan des FDP-Wahlprogramms: 'konsequente Nutzung der Instrumente der Abschiebehaft', 'schrittweise Zentralisierung der Zuständigkeit für die Rückkehr', 'klarer Kurs: Kein anderes Bundesland schiebt so konsequent ab'. Die Forderung nach Grenzverfahren und Sekundärmigrationszentren ist wörtlich aus dem Programm abgeleitet.

„41 wir konsequent die Instrumente der Abschiebehaft und des Ausreisegewahrsams sowie die notwendige Unterstützung durch die Bundespolizei nutzen."
✓ verifiziert FDP NRW Wahlprogramm 2022, S. 41 · PDF öffnen
Parteiprogramm 8/10

Konsistent mit dem FDP-Grundsatzprogramm zur 'offenen Bürgergesellschaft', aber unter Vorbehalt: Das Programm betont 'Anerkennung unserer Rechtsordnung' und 'Verantwortung für eigene Bildung', nicht jedoch Zwangsunterbringung oder Bewegungseinschränkung. Der Antrag geht hier über das Programm hinaus, bleibt aber im Rahmen der 'Eigenverantwortung vor Staatsverantwortung'-Logik.

Keine wörtlich passenden Stellen im Parteiprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.

AfD
Wahlprogramm 9/10

Der Antrag entspricht nahezu wörtlich der AfD-Politik: 'Massive Reduzierung Zuwanderung', 'konsequente Abschiebungen', 'Remigration', 'Gegen Energiewende' (hier: gegen 'offene Grenzen'). Die Forderung nach Grenzverfahren und Sekundärmigrationszentren ist Kern der AfD-Migrationsagenda.

Keine wörtlich passenden Stellen im Wahlprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.

Parteiprogramm 9/10

Konsistent mit dem AfD-Grundsatzprogramm 2016 zur 'nationalen Souveränität', 'direkten Demokratie' und 'EU-Kritik'. Der Antrag operiert innerhalb der EU-Rahmenbedingungen, aber mit klarem Fokus auf nationale Kontrolle — was dem Programm entspricht.

Keine wörtlich passenden Stellen im Parteiprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.

Was am Antrag besser werden könnte Verbesserungsvorschläge (Redline-Format) Verbesserungsvorschläge mit Begründung & GWÖ-Bezug Verbesserungsvorschläge — sofort übernehmbar

Diese Vorschläge hat ein erzeugt. Sie sind nicht im Parlament eingebracht worden. Im Vorschlagstext ist grün unterlegt, was neu hinzukäme, und durchgestrichen, was entfiele.

Tipp: Die Vorschläge sind als Redline formuliert (Original → Änderung → Begründung) und können direkt in einen Änderungsantrag übertragen werden. Über den Brief-Generator (#204) kann der Vorschlag auch als Briefentwurf an MdL versendet werden.
Vorschlag 1 von 3

Im Antrag steht

In diesen sogenannten Sekundärmigrationszentren sollen Personen untergebracht werden, die aus einem Drittstaat kommend die Land-, See- oder Luftgrenze eines anderen EU-Mitgliedstaats illegal überschritten haben...

Vorschlag

In dezentralen, kommunalen Willkommenszentren sollen Personen untergebracht werden, die aus einem Drittstaat kommend in die EU eingereist sind — mit Zugang zu Beratung, Sprachkursen und Arbeitsmarktintegration bereits während des Verfahrens, gemäß dem grünen Konzept der 'Willkommensbehörden' [Q22].

Stärkt Solidarität (D2 — Gesamtwohl in der Gemeinde), soziale Gerechtigkeit (D4 — Soziale Gestaltung der öffentlichen Leistung) und Transparenz & Mitbestimmung (D5 — Transparente Kommunikation und demokratische Einbindung); ersetzt Kontrolle durch Teilhabe.

Vorschlag 2 von 3

Im Antrag steht

Eine Freiheitsentziehung mit Zwangsmaßnahmen ist damit aber nicht verbunden.

Vorschlag

Eine Freiheitsentziehung mit Zwangsmaßnahmen ist damit aber nicht verbunden. Jede Beschränkung der Bewegungsfreiheit bedarf einer gerichtlichen Anordnung, einer individuellen Prüfung und einer maximalen Dauer von 72 Stunden — im Einklang mit Art. 104 GG und der EMRK.

Schützt Menschenwürde (D1 — Schutz des Individuums, Rechtsgleichheit) und Rechtsstaatsprinzip; verhindert willkürliche Einschränkung.

Vorschlag 3 von 3

Im Antrag steht

Ziel ist es, offensichtlich unbegründete Anträge schneller zu bearbeiten und eine Einreise in das Bundesgebiet zu vermeiden.

Vorschlag

Ziel ist es, die individuelle Prüfung aller Asylanträge innerhalb von 6 Wochen sicherzustellen — mit ausreichender Dolmetscher*innen- und Rechtsberatung — und gleichzeitig die Aufnahme schutzberechtigter Menschen in kommunale Wohnungen und Integrationsangebote zu beschleunigen.

Stärkt soziale Gerechtigkeit (D4 — Soziale Gestaltung der öffentlichen Leistung) und Solidarität (D2 — Gesamtwohl in der Gemeinde); ersetzt Abschreckung durch effiziente, menschenwürdige Verfahren.

Abstimmungsergebnis

Mehrheit deckt sich mit der Empfehlung dieses Werkzeugs — Empfohlen: Ablehnen; Beschluss: Abgelehnt.
Abgelehnt MMP18-122 ↗

Die Listen darunter nennen Fraktionen, nicht Sitze oder Stimmen. Einen Balken zeigt diese Seite deshalb nicht: Er würde ein Mengenverhältnis nahelegen, das die Daten nicht hergeben — Sitz- und Stimmzahlen liegen nicht vor, das Plenarprotokoll nennt keine. Wie das Plenum entschieden hat, steht oben als Ergebnis: Abgelehnt; wenige Fraktionen können die Mehrheit der Sitze auf sich vereinen.

Ja: FDP
Nein: CDU GRÜNE SPD
Enth.: AfD
Quelle: Plenarprotokoll · automatisch extrahiert

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