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NRW · Drs. 18/18507 · Antrag · 18. Wahlperiode · eingebracht 15.04.2026

Gesetz zur Anpassung von Vorschriften auf den Gebieten der Tiergesundheit, der Tierischen Nebenprodukte und von Vorschriften zu Wahlen der Landwirtschaftskammer

LandwirtschaftTierschutzVerwaltungEhrenamt
Bewertung treffend?

Zusammenfassung

Aktualisierung des Tiergesundheitsrechts in NRW zur Umsetzung neuer EU-Vorgaben, mit Schwerpunkt auf effektiver ASP-Bekämpfung, rechtlicher Absicherung ehrenamtlicher Kadaversuchhundeführer und Reform des Entschädigungssystems.

Kernforderungen
  • Anpassung an EU-Verordnung (EU) 2016/429
  • Finanzielle Absicherung ehrenamtlicher Suchhundeführer
  • Neues Tierwertermittlungsverfahren mit einheitlichen Richtlinien
  • Stärkung der Selbstverwaltung der Landwirtschaftskammer
  • Entbürokratisierung durch Streichung von Anhörungspflichten
6.0/10
Unterstützen mit Änderungen
Bewertungs-Sicherheit: hoch

Der Antrag stärkt Solidarität (B2, B3) durch ehrenamtliche Unterstützung bei ASP-Bekämpfung und faire Entschädigungsregeln für Tierhalter. Er fördert ökologische Nachhaltigkeit (E3) durch verbesserte Seuchenprävention, die Tier- und Umweltgesundheit schützt. Transparenz & Mitbestimmung (D5) wird durch Verwaltungsratsstärkung und digitale Bekanntgabe von Verordnungen gestärkt. Allerdings fehlt ein systematischer Bezug zu sozialer Gerechtigkeit (D4) – z.B. keine Absicherung kleiner Betriebe oder tierethischer Haltungsformen – und Menschenwürde (D1) bleibt unberührt. Die Ausklammerung von Heimtierhaltern aus dem Regelungsrahmen („Unternehmer“-Definition) birgt Risiken für vulnerable Gruppen.

Was bedeutet das?

Gelbe Ampel. Dieser Antrag wirkt gemischt: Manche Werte werden gestärkt, andere geschwächt — beides gleicht sich teils aus. Die Note (6.0 von 10) ist der GWÖ-Score; „gemischt" heißt nicht „neutral".

Alle Fachbegriffe auf dieser Seite sind im Glossar kurz erklärt.

Zitat-Satz: „Der Antrag 18/18507 erhält im GWÖ-Antragsprüfer einen Gemeinwohl-Score von 6.0 von 10 (Unterstützen mit Änderungen), Bewertungs-Sicherheit hoch."

Stärkster Wert — Stärken

Praktische Stärkung des Ehrenamts; Rechtsklarheit durch EU-Anpassung

Schwächster Wert — Schwächen

Kein ökologischer Bezug; Kein Tierschutz- oder Klimaschutzbezug

Für Expert:innen: Gemeinwohl-Matrix 2.0 · 25 Felder
Schwerpunkt-Felder: B2D4E5
Menschenwürde
Solidarität
Ökol. Nachhaltigkeit
Soz. Gerechtigkeit
Transparenz
A · Lieferant:innen
B · Finanzen
+
+
C · Verwaltung
D · Bürger:innen
+
E · Gesellschaft & Natur
+
Für Expert:innen: Bewertungs-Kontext (Wahlperiode, Regierung, Methoden-Version)
Wahlperiode: 18. Wahlperiode (2022-06-01 – laufend)
Regierung zur Antragszeit: Wüst II (CDU+GRÜNE), vereidigt 2022-06-29
Bewertet gegen die folgenden Wahlprogramme:
Diese Bewertung wurde am 28.05.2026 mit qwen-plus gegen den oben genannten Programm-Stand erzeugt.
bewertet mit Prompt v5 · Analyzer v5 · Embedding text-embedding-v4Methodik & Transparenz
Für Expert:innen: Programm-Treue pro Fraktion
CDU Antragsteller:in Regierungsfraktion
Wahlprogramm 9/10

Der Antrag entspricht vollständig CDU-Kernpositionen: 'Für leistungsfähige Feuerwehren und Hilfsorganisationen' (S. 17) wird hier auf die Kadaversuchhundeeinheit übertragen; Bürokratieabbau und Rechtsklarheit sind zentrale Ziele; technologieoffene, praxisnahe Tierseuchenbekämpfung passt zum CDU-Verständnis von 'Schöpfungsverantwortung'.

„Für leistungsfähige Feuerwehren und Hilfsorganisationen Ein starker Bevölkerungsschutz setzt voraus, dass unsere Feuerwehren und anerkannten Hilfsorganisationen für jeden Einsatz mit den modernsten Fahrzeugen oder Techniken ausgestattet sind."
✓ verifiziert CDU Mecklenburg-Vorpommern Wahlprogramm 2021, S. 17 · PDF öffnen
Parteiprogramm 8/10

Passt zum christlich-demokratischen Menschenbild (Würde, Verantwortung), zur subsidiären Ordnung (Stärkung der Selbstverwaltungskammer) und zur Sozialen Marktwirtschaft (Ausgleich zwischen Unternehmerinteresse und Gemeinwohl).

Keine wörtlich passenden Stellen im Parteiprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.

SPD
Wahlprogramm 5/10

Teilweise Übereinstimmung mit SPD-Zielen: 'Gute Arbeit' (Tariftreue, Lohnfortzahlung) und 'soziale Gerechtigkeit' (Entschädigungssystem) werden berührt. Aber kein Bezug zu 'gebührenfreier Bildung', 'Ganztagsschule' oder 'Kinderarmut'. Keine klare Verbindung zur 'sozialen Industriepolitik' oder 'sozialen Absicherung in der Transformation'.

Keine wörtlich passenden Stellen im Wahlprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.

Parteiprogramm 6/10

Entspricht dem Hamburger Programm in Bezug auf 'Recht auf Arbeit' (Ehrenamtsschutz) und 'Vorsorgender Sozialstaat' (Entschädigungssystem), aber nicht explizit auf 'ökologische Verantwortung' oder 'internationale Solidarität'.

Keine wörtlich passenden Stellen im Parteiprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.

GRÜNE Antragsteller:in Regierungsfraktion
Wahlprogramm 4/10

Der Antrag ist technisch notwendig, aber verfehlt grüne Kernziele: Kein Bezug zu 'Klimaneutralität vor 2040', '100% Erneuerbare', '30% Naturschutzfläche' oder 'Biodiversität'. Die ASP-Bekämpfung erfolgt rein technisch – ohne ökologische Prävention (z. B. Waldumbau, Wildtierkorridore). Keine Verbindung zu 'Demokratiebildung' oder 'Bürger:innenräten'.

Keine wörtlich passenden Stellen im Wahlprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.

Parteiprogramm 5/10

Berührt 'Ökologie' nur indirekt (Tiergesundheit als Teil der planetaren Grenzen), aber ignoriert 'sozial-ökologische Transformation' und 'Selbstbestimmung' (keine Partizipation der Betroffenen bei Regelsetzung).

Keine wörtlich passenden Stellen im Parteiprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.

FDP
Wahlprogramm 7/10

Stimmt mit FDP-Prioritäten überein: 'Bürokratieabbau' (Streichung von Anhörungspflichten, Digitalisierung), 'Technologieoffenheit' (EU-Rechtsanpassung), 'Eigenverantwortung' (Freiwilligkeit der Freistellung). Aber kein Bezug zu 'MINT-Bildung', 'Startups' oder 'Marktbasierter Klimaschutz'.

Keine wörtlich passenden Stellen im Wahlprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.

Parteiprogramm 7/10

Passt zur 'freien Marktwirtschaft' (Regelung von Unternehmerverhältnissen), 'Eigenverantwortung' (Freiwilligkeit der Freistellung) und 'schlankem Staat' (Effizienzsteigerung im Verwaltungsverfahren).

Keine wörtlich passenden Stellen im Parteiprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.

AfD
Wahlprogramm 3/10

Teilweise Übereinstimmung mit 'Sicherheit' (ASP-Bekämpfung) und 'Subsidiarität' (Kammer-Selbstverwaltung), aber fundamentaler Widerspruch zu 'Kernkraft'- und 'Kohle'-Fokus sowie 'gegen Energiewende'. Der Antrag akzeptiert EU-Tiergesundheitsrecht – was AfD grundsätzlich ablehnt ('Brüsseler Bürokratie').

Keine wörtlich passenden Stellen im Wahlprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.

Parteiprogramm 2/10

Widerspricht dem AfD-Grundsatzprogramm: 'Nationales Recht vor EU-Recht' (Anpassung an EU-Verordnung (EU) 2016/429), 'Soziale Marktwirtschaft' (aber keine Ablehnung von Subventionen wie hier bei Entschädigungen).

Keine wörtlich passenden Stellen im Parteiprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.

Was am Antrag besser werden könnte Verbesserungsvorschläge (Redline-Format) Verbesserungsvorschläge mit Begründung & GWÖ-Bezug Verbesserungsvorschläge — sofort übernehmbar

Tipp: Die Vorschläge sind als Redline formuliert (Original → Änderung → Begründung) und können direkt in einen Änderungsantrag übertragen werden. Über den Brief-Generator (#204) kann der Vorschlag auch als Briefentwurf an MdL versendet werden.
Vorschlag 1 von 3
Die Tierseuchenkasse leistet Entschädigungen unter Berücksichtigung ökologischer Haltungsstandards für die Tierverluste nach den Vorschriften des Tiergesundheitsgesetzes...

Verknüpft Entschädigung mit ökologischer Nachhaltigkeit (C3/D3): Bonus für Betriebe mit Bio-Zertifizierung, Weidehaltung oder Klimaschutzmaßnahmen.

Vorschlag 2 von 3
Die Tierseuchenkasse erhebt von den Unternehmern Beiträge nach einem ökologisch differenzierten Tarifmodell , das tierartenspezifische Umweltbelastungen berücksichtigt...

Stärkt ökologische Nachhaltigkeit (C3) durch Lenkungswirkung: Höhere Beiträge für intensiv genutzte Flächen, niedrigere für extensiv bewirtschaftete oder naturnahe Systeme.

Vorschlag 3 von 3
Zur Vermeidung von Interessenkollisionen, zur Sicherstellung der Integrität der Landwirtschaftskammer und zur Einbeziehung von Tierschutz-, Umwelt- und Verbraucherverbänden in beratende Gremien ...

Stärkt Transparenz & Mitbestimmung (E5) und Solidarität (B2) durch partizipative Governance – im Sinne der GWÖ-Matrix als 'Mitwirkung externer Stakeholder'.

Abstimmungsergebnis

Das Warnzeichen ⚠ steht für den Heuchelei, das Ausrufezeichen ! für den Opportunismus. Beide vergleichen das Abstimmungsverhalten einer Fraktion mit ihrem eigenen Wahlprogramm.

Überwiesen MMP18-121 ↗
5/5 Fraktionen Ja · 0 Nein · 0 Enth.
Ja: AfD CDU FDP GRÜNE SPD
Quelle: Plenarprotokoll · automatisch extrahiert

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