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NRW · Drs. 18/17474 · Antrag · 18. Wahlperiode · eingebracht 20.01.2026

Drittes Gesetz zur Änderung der Landesbauordnung 2018 und weiterer Vorschriften im Land Nordrhein-Westfalen

BauordnungSicherheitspolitikDenkmalschutzBürokratieabbau
Bewertung treffend?

Zusammenfassung

Der Antrag modernisiert die Landesbauordnung durch massive Vereinfachung, Privatisierung von Prüfverantwortung und Verfahrensfreiheit für Verteidigungsanlagen sowie ein neues Kenntnisgabeverfahren für Denkmäler im Sicherheitskontext.

Kernforderungen
  • Verfahrensfreiheit für Verteidigungsanlagen
  • Aufgabe der allgemein anerkannten Regeln der Technik
  • Neues Kenntnisgabeverfahren für Denkmäler im Sicherheitskontext
  • Erleichterungen für Umnutzung und Aufstockung bestehender Gebäude
3.0/10
Ablehnen
Bewertungs-Sicherheit: hoch

Der Antrag widerspricht zentralen GWÖ-Werten: Er privilegiert militärische und sicherheitspolitische Zwecke über den Gemeinschaftsschutz (A1, A2, E3 −−), schwächt den Denkmalschutz durch Kenntnisgabeverfahren statt Erlaubnis (E5 −−) und entzieht Bauvorhaben der öffentlichen Mitbestimmung (D5 −−). Die 'Umbauordnung' fördert zwar soziale Wohnraumversorgung (D4 +), doch wird dies durch die systematische Entlastung privater Bauherrschaft von Prüfpflichten und die Aufweichung technischer Sicherheitsstandards (C3 −) konterkariert. Die Klimaschutzziele werden nicht adressiert.

Was bedeutet das?

Rote Ampel. Dieser Antrag widerspricht zentralen Gemeinwohl-Werten: Er schwächt insgesamt mehr Werte als er stärkt. Die Note (3.0 von 10) ist der GWÖ-Score — je niedriger, desto kritischer.

Alle Fachbegriffe auf dieser Seite sind im Glossar kurz erklärt.

Zitat-Satz: „Der Antrag 18/17474 erhält im GWÖ-Antragsprüfer einen Gemeinwohl-Score von 3.0 von 10 (Ablehnen), Bewertungs-Sicherheit hoch."

Stärkster Wert — Stärken

Beschleunigung des Wohnungsbaus durch Umnutzungsregelungen; Digitalisierung und Vereinfachung von Verfahren

Schwächster Wert — Schwächen

Verfahrensfreiheit für Verteidigungsanlagen; Aufgabe der allgemein anerkannten Regeln der Technik

Für Expert:innen: Gemeinwohl-Matrix 2.0 · 25 Felder
Schwerpunkt-Felder: E5C3B1
Menschenwürde
Solidarität
Ökol. Nachhaltigkeit
Soz. Gerechtigkeit
Transparenz
A · Lieferant:innen
−−
−−
B · Finanzen
C · Verwaltung
D · Bürger:innen
+
E · Gesellschaft & Natur
−−
Für Expert:innen: Bewertungs-Kontext (Wahlperiode, Regierung, Methoden-Version)
Wahlperiode: 18. Wahlperiode (2022-06-01 – laufend)
Regierung zur Antragszeit: Wüst II (CDU+GRÜNE), vereidigt 2022-06-29
Bewertet gegen die folgenden Wahlprogramme:
Diese Bewertung wurde am 22.07.2026 mit qwen-plus gegen den oben genannten Programm-Stand erzeugt.
bewertet mit Prompt v5 · Analyzer v5 · Embedding text-embedding-v4Methodik & Transparenz
Für Expert:innen: Programm-Treue pro Fraktion
CDU Antragsteller:in Regierungsfraktion
Wahlprogramm 9/10

Der Antrag entspricht vollständig dem CDU-Wahlprogramm 2022: Bürokratieabbau ('Bürokratie am Bau: Ciao?!'), Beschleunigung von Genehmigungsverfahren, Stärkung der Digitalisierung und technologieoffener Klimaschutz. Die Fokussierung auf Infrastruktur, Sicherheit und wirtschaftliche Entlastung ist Kern der CDU-Politik.

„Bürokratiebremse" – für jede neue Regelung eine streichen"
✓ verifiziert CDU NRW 2022: "NRW. Gemeinsam. Gestalten.", S. ?
Parteiprogramm 8/10

Das CDU-Grundsatzprogramm 'In Freiheit leben' (2024) betont Subsidiarität, Eigentumsschutz und technologieoffenen Umweltschutz — alle Aspekte werden im Antrag umgesetzt.

Keine wörtlich passenden Stellen im Parteiprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.

SPD
Wahlprogramm 4/10

Der Antrag widerspricht zentralen SPD-Zielen: Keine Tariftreuepflicht, keine sozialen Mindeststandards für Auftragnehmer, keine stärkere Förderung des sozialen Wohnungsbaus. Die Privatisierung des Baugenehmigungsverfahrens steht im Kontrast zur SPD-Forderung nach Stärkung des öffentlichen Dienstes.

Keine wörtlich passenden Stellen im Wahlprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.

Parteiprogramm 3/10

Das Hamburger Programm (2007) betont Solidarität, soziale Gerechtigkeit und einen vorsorgenden Sozialstaat. Der Antrag setzt stattdessen auf Eigenverantwortung und Marktmechanismen, was dem Grundwert der Solidarität widerspricht.

Keine wörtlich passenden Stellen im Parteiprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.

GRÜNE Antragsteller:in Regierungsfraktion
Wahlprogramm 5/10

Die GRÜNEN unterstützen Bürokratieabbau und Modernisierung, jedoch nur wenn sie mit ökologischen Zielen vereinbar sind. Die massive Reduktion technischer Regeln und die Aufweichung von Brandschutzvorgaben widersprechen dem Ziel einer klimaneutralen, ressourcenschonenden Bauweise.

„Klimaneutralität deutlich vor 2040, Kohleausstieg 2030"
✓ verifiziert BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN NRW 2022: "Wirtschaft und Klima zusammen denken", S. ?
Parteiprogramm 4/10

Das Grundsatzprogramm 2020 fordert planetare Grenzen und ökologische Verantwortung als Kernwerte. Der Antrag untergräbt diese durch die Aufgabe technischer Standards, die für Klimaschutz und Ressourcenschonung essenziell sind.

Keine wörtlich passenden Stellen im Parteiprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.

FDP
Wahlprogramm 9/10

Der Antrag spiegelt exakt die FDP-Prioritäten wider: radikaler Bürokratieabbau, Entlastung der Wirtschaft, technologieoffener Klimaschutz, Stärkung der Eigenverantwortung und digitale Verwaltung.

„Bürokratieabbau: Radikal entrümpeln, Genehmigungen beschleunigen"
✓ verifiziert FDP NRW 2022: "Nie gab es mehr zu tun", S. ?
Parteiprogramm 9/10

Das FDP-Grundsatzprogramm 'Verantwortung für die Freiheit' (2012) betont individuelle Freiheit, Eigenverantwortung und Marktwirtschaft — alles zentrale Elemente dieses Gesetzentwurfs.

Keine wörtlich passenden Stellen im Parteiprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.

AfD
Wahlprogramm 7/10

Der Antrag stimmt mit der AfD-Linie zur Stärkung der nationalen Sicherheit und zum Abbau von 'Planungswüste' überein. Allerdings fehlt die klare Ablehnung der Energiewende und die Fokussierung auf Kernkraft, die für die AfD zentral ist.

Keine wörtlich passenden Stellen im Wahlprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.

Parteiprogramm 6/10

Das AfD-Grundsatzprogramm (2016) betont nationale Souveränität und direkte Demokratie. Der Antrag stärkt zwar die Sicherheitspolitik, bleibt aber hinter einer konsequenten EU-Kritik und Volksabstimmungsinitiative zurück.

Keine wörtlich passenden Stellen im Parteiprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.

Was am Antrag besser werden könnte Verbesserungsvorschläge (Redline-Format) Verbesserungsvorschläge mit Begründung & GWÖ-Bezug Verbesserungsvorschläge — sofort übernehmbar

Tipp: Die Vorschläge sind als Redline formuliert (Original → Änderung → Begründung) und können direkt in einen Änderungsantrag übertragen werden. Über den Brief-Generator (#204) kann der Vorschlag auch als Briefentwurf an MdL versendet werden.
Vorschlag 1 von 3
Anlagen, die der Landes- oder Bündnisverteidigung dienen, unterliegen einem beschleunigten, aber vollständigen bauaufsichtlichen Zustimmungsverfahren nach § 79, das auch die Einhaltung von Menschenrechts-, Umwelt- und Nachhaltigkeitsstandards prüft.

Verhindert eine grundlegende Aufgabe öffentlicher Verantwortung und schützt die Menschenwürde und ökologische Nachhaltigkeit vor einer rein staatsräson-basierten Privilegierung.

Vorschlag 2 von 3
Die Beachtung der allgemein anerkannten Regeln der Technik bleibt verpflichtend , ergänzt durch eine gesetzliche Verpflichtung zur Berücksichtigung von Klimaschutz-, Energieeffizienz- und Kreislaufwirtschafts-Standards .

Stellt sicher, dass technischer Fortschritt nicht auf Kosten von Klimaschutz und Ressourcenschonung geht — ein zentrales GWÖ-Kriterium für ökologische Nachhaltigkeit.

Vorschlag 3 von 3
Bei Vorhaben an oder auf Liegenschaften des Landes Nordrhein-Westfalen oder des Bundes, die der Landes- oder Bündnisverteidigung dienen, liegt eine Nutzung vorhandener Baudenkmäler im überragenden öffentlichen Interesse vor — unter der ausdrücklichen Bedingung, dass die Maßnahme den Zielen des Klimaschutzes, der Energieeffizienz und der Erhaltung historischer Substanz dient.

Bindet die Ausnahmeregelung an gemeinwohlorientierte Kriterien und verhindert eine reine Zweckbindung an militärische Logik, was die Werte Solidarität und ökologische Nachhaltigkeit stärkt.

Abstimmungsergebnis

Das Warnzeichen ⚠ steht für den Heuchelei, das Ausrufezeichen ! für den Opportunismus. Beide vergleichen das Abstimmungsverhalten einer Fraktion mit ihrem eigenen Wahlprogramm.

Mehrheit gegen GWÖ-Empfehlung — Empfohlen: Ablehnen; Beschluss: Angenommen.
Angenommen MMP18-127 ↗
2/5 Fraktionen Ja · 2 Nein · 1 Enth.
Ja: CDU GRÜNE
Nein: AfD SPD
Enth.: FDP
Überwiesen MMP18-116 ↗
5/5 Fraktionen Ja · 0 Nein · 0 Enth.
Ja: AfD CDU FDP GRÜNE SPD
Quelle: Plenarprotokoll · automatisch extrahiert

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