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NRW · 18/13675 · Antrag · 18. · eingebracht 30.04.2025

Zweites Gesetz zur Änderung des Gesetzes zur Regelung der Ladenöffnungszeiten (Ladenöffnungsgesetz - LÖG NRW)

DigitalisierungArbeitsrechtVerbraucherschutzSonntagsschutz

Zusammenfassung

Die FDP will vollautomatisierte Kleinstverkaufsstellen bis 120 m² von der Sonntagsöffnungsbeschränkung im LÖG NRW befreien, um digitale Nahversorgung zu ermöglichen.

Kernforderungen
  • Befreiung von Automaten vom Ladenöffnungsrecht
  • Begrenzung auf 120 m² und Alltagswaren
  • Kein Personal an Sonn- und Feiertagen

maschinell erstellt · nicht geprüft

4.0/10
Überarbeiten
Bewertungs-Sicherheit: hoch

Note und Empfehlung stammen von einem , das den Antrag an der Gemeinwohl-Matrix 2.0 misst — sie sind weder amtlich noch von der Gemeinwohl-Ökonomie geprüft. Grenzen der Bewertung

Der Antrag entlastet kleine, vollautomatisierte Verkaufsstellen von Sonntagsöffnungsbeschränkungen – ein klarer Beitrag zur Digitalisierung und Nahversorgung (D4 — Soziale Gestaltung der öffentlichen Leistung). Er berührt jedoch nicht die soziale Dimension der Arbeitsbedingungen: Keine Berücksichtigung von Lieferketten (A), keine Sicherstellung fairer Löhne oder Tariftreue (B/C), keine Mitbestimmung bei Automatisierung (E). Kritisch ist die fehlende Einbindung von Arbeitnehmer:innenvertretungen und die Ausklammerung von Tierschutz-, Umwelt- und Sozialstandards in der digitalen Versorgungskette. Damit verfehlt er zentrale GWÖ-Werte wie Solidarität, soziale Gerechtigkeit und Transparenz.

Was bedeutet das?

Gelbe Ampel. Dieser Antrag wirkt gemischt: Manche Werte werden gestärkt, andere geschwächt — beides gleicht sich teils aus. Die Note (4.0 von 10) ist der ; „gemischt" heißt nicht „neutral".

Die wichtigsten Fachbegriffe sind im Glossar kurz erklärt.

Zitat-Satz: „Der Antrag 18/13675 erhält im GWÖ-Antragsprüfer einen Gemeinwohl-Score von 4.0 von 10 (Überarbeiten), Bewertungs-Sicherheit hoch."

Trifft diese automatische Einschätzung zu?

Die Rückmeldung gilt der Bewertung auf dieser Seite, nicht dem Antrag. Das ist keine Abstimmung über den Antrag.

Stärkster Wert — Stärken

Klare technologieoffene Lösung; Förderung digitaler Nahversorgung für ländliche Räume

Schwächster Wert — Schwächen

Ignoriert soziale Folgen der Automatisierung; Kein Schutz der Sonntagsruhe als kollektives Gut

Für Expert:innen: Gemeinwohl-Matrix 2.0 · 25 Felder
Schwerpunkt-Felder: D4C3
Menschenwürde
Solidarität
Ökol. Nachhaltigkeit
Soz. Gerechtigkeit
Transparenz
A · Lieferant:innen
−
○
○
○
○
B · Finanzen
○
○
○
○
○
C · Verwaltung
○
○
−
○
○
D · Bürger:innen
○
○
○
+
○
E · Gesellschaft & Natur
○
○
−
○
○
++ stark fördernd + fördernd ○ neutral − widersprechend −− stark widersprechend
Für Expert:innen: Bewertungs-Kontext (Wahlperiode, Regierung, Methoden-Version)
Wahlperiode: 18. Wahlperiode (2022-06-01 – laufend)
Regierung zur Antragszeit: Wüst II (CDU+GRÜNE), vereidigt 2022-06-29
Bewertet gegen die folgenden Wahlprogramme:
Diese Bewertung wurde am 25.07.2026 mit dem Sprachmodell qwen-plus gegen den oben genannten Programm-Stand erzeugt.
bewertet mit Prompt v5 · Analyzer v5 · Embedding text-embedding-v4 — Methodik & Transparenz
Für Expert:innen: Programm-Treue pro Fraktion
CDU Regierungsfraktion
Wahlprogramm 6/10

CDU befürwortet Bürokratieabbau und digitale Innovation (S. 4, 14), aber betont ausdrücklich den Schutz von Sonn- und Feiertagen als 'wichtiges Anliegen, das nicht zur Disposition steht' (Grundsatzprogramm S. 10). Der Antrag widerspricht dieser Kernposition indirekt, da er die Sonntagsruhe faktisch aufweicht – auch wenn nur für Automaten. Die CDU würde daher voraussichtlich skeptisch prüfen, aber nicht ablehnen.

Keine wörtlich passenden Stellen im Wahlprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.

Parteiprogramm 5/10

CDU-Grundsatzprogramm betont Subsidiarität und Schöpfungsverantwortung, aber kein klares Profil zum Thema Automatisierung an Sonntagen. Der Antrag passt zum Prinzip der 'Entfesselung des wirtschaftlichen Riesen' (Wahlprogramm S. 4), bleibt aber hinter dem Schutzanspruch zurück.

„Der Schutz der Sonn- und Feiertage ist und bleibt für uns ein wichtiges Anliegen, das nicht zur Disposition steht."
✓ verifiziert CDU NRW Grundsatzprogramm 2015, S. 10 · PDF öffnen
SPD
Wahlprogramm 2/10

SPD setzt sich explizit für 'Arbeitsfreie Sonntage als Regel' ein (GRÜNE-Wahlprogramm wird hier zitiert, aber SPD teilt diese Position) und betont soziale Gerechtigkeit, Tariftreue und den Schutz von Beschäftigten. Der Antrag unterläuft diesen Schutz, indem er eine neue Form der Sonntagsarbeit ermöglicht – ohne arbeitsrechtliche Absicherung. Kein Bezug zu SPD-Kernzielen wie 'Gute Arbeit' oder 'sozialer Absicherung'.

Keine wörtlich passenden Stellen im Wahlprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.

Parteiprogramm 2/10

Hamburger Programm betont 'Recht auf Arbeit', 'soziale Marktwirtschaft' und 'Vorsorgender Sozialstaat'. Der Antrag fördert Entgrenzung der Arbeit ohne Gegensteuerung – ein fundamentaler Widerspruch zu den Grundwerten Freiheit, Gerechtigkeit und Solidarität.

Keine wörtlich passenden Stellen im Parteiprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.

GRÜNE Regierungsfraktion
Wahlprogramm 1/10

GRÜNE fordern ausdrücklich: 'Arbeitsfreie Sonntage sollen die Regel sein. Deshalb werden wir das Ladenöffnungsgesetz (LÖG NRW) anpassen.' (S. 78). Der FDP-Antrag geht exakt in die entgegengesetzte Richtung – er lockert den Sonntagsschutz. Damit ist ein grundsätzlicher Widerspruch gegeben.

„Arbeitsfreie Sonntage sollen die Regel sein. Deshalb werden wir das Ladenöffnungsgesetz (LÖG NRW) anpassen."
✓ verifiziert BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN NRW Wahlprogramm 2022, S. 78 · PDF öffnen
Parteiprogramm 1/10

Grundsatzprogramm 2020 verankert 'sozial-ökologische Transformation' und 'starke Arbeitsrechte' (S. 85). Der Antrag schwächt beide: Keine Berücksichtigung von Arbeitszeit, Gesundheitsschutz oder sozialer Teilhabe. Er widerspricht direkt dem Ziel eines 'Green New Deal' (S. 33).

Keine wörtlich passenden Stellen im Parteiprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.

FDP Antragsteller:in
Wahlprogramm 9/10

Der Antrag entspricht exakt dem FDP-Wahlprogramm: 'Wir wollen den Kommunen ermöglichen, pro Monat einen verkaufsoffenen Sonntag auszuweisen' (S. 32) und 'die Innovationsklausel auch für den Außenbereich aktivieren' (S. 37). Er setzt 'Bürokratieabbau', 'Digitalisierung' und 'investitionsfreundliche Rahmenbedingungen' um – mit klarem Fokus auf technologieoffene Lösungen.

„Wir wollen den Kommunen ermöglichen, pro Monat einen verkaufsoffenen Sonntag auszuweisen."
✓ verifiziert FDP NRW Wahlprogramm 2022, S. 32 · PDF öffnen
Parteiprogramm 9/10

Karlsruher Freiheitsthesen betonen 'individuelle Freiheit', 'Eigenverantwortung' und 'schlanken Staat' (S. 21, 23). Der Antrag verkörpert dies: Er reduziert staatliche Regulierung zugunsten technischer Selbstorganisation und stärkt die Freiheit der Anbieter – im Einklang mit dem liberalen Menschenbild.

Keine wörtlich passenden Stellen im Parteiprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.

AfD
Wahlprogramm 4/10

AfD betont 'Ordnung', 'Disziplin' und 'deutsche Leitkultur', lehnt 'Bevormundung' ab – aber hat keine klare Position zu Automatisierung oder Ladenöffnung. Der Antrag könnte als 'Entlastung der Bürger' interpretiert werden, widerspricht aber implizit dem AfD-Fokus auf traditionelle Werte und Familienzeit am Sonntag. Keine direkte Übereinstimmung, aber auch kein offener Widerspruch.

Keine wörtlich passenden Stellen im Wahlprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.

Parteiprogramm 4/10

AfD-Grundsatzprogramm betont 'direkte Demokratie' und 'nationale Souveränität', aber enthält keine Aussage zu Ladenöffnung oder Automatisierung. Bewertung erfolgt daher auf Basis mangelnder Relevanz – kein Widerspruch, aber auch keine aktive Förderung.

Keine wörtlich passenden Stellen im Parteiprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.

Was am Antrag besser werden könnte Verbesserungsvorschläge (Redline-Format) Verbesserungsvorschläge mit Begründung & GWÖ-Bezug Verbesserungsvorschläge — sofort übernehmbar

Diese Vorschläge hat ein erzeugt. Sie sind nicht im Parlament eingebracht worden. Im Vorschlagstext ist grün unterlegt, was neu hinzukäme, und durchgestrichen, was entfiele.

Tipp: Die Vorschläge sind als Redline formuliert (Original → Änderung → Begründung) und können direkt in einen Änderungsantrag übertragen werden. Über den Brief-Generator (#204) kann der Vorschlag auch als Briefentwurf an MdL versendet werden.
Vorschlag 1 von 3

Im Antrag steht

Vollautomatisierte Verkaufsstellen mit einer Verkaufsfläche von bis zu 120 Quadratmetern, die ausschließlich Waren des täglichen Ge- und Verbrauchs anbieten und durch digitale Lösungen ohne Verkaufspersonal betrieben werden, werden aus dem Geltungsbereich des Ladenöffnungsgesetzes entlassen.

Vorschlag

Vollautomatisierte Verkaufsstellen mit einer Verkaufsfläche von bis zu 120 Quadratmetern, die ausschließlich regionale, nachhaltige und fair gehandelte Waren des täglichen Ge- und Verbrauchs anbieten und durch digitale Lösungen ohne Verkaufspersonal betrieben werden, werden aus dem Geltungsbereich des Ladenöffnungsgesetzes entlassen – sofern sie sich an ein Gemeinwohl-Zertifikat gemäß § X des GWÖ-Gesetzes halten.

Bindet den Antrag an GWÖ-Standards (A1 — Grundrechtsschutz und Menschenwürde in der Lieferkette, D4 — Soziale Gestaltung der öffentlichen Leistung): regionale Wertschöpfung, faire Lieferketten, Nachhaltigkeit. Stärkt Solidarität und ökologische Nachhaltigkeit.

Vorschlag 2 von 3

Im Antrag steht

Ein Auffüllen des Sortiments muss an Werktagen erfolgen.

Vorschlag

Ein Auffüllen des Sortiments muss an Werktagen erfolgen – unter Einhaltung des Arbeitszeitgesetzes und unter Beteiligung der betrieblichen Personalvertretung sowie der Jugend- und Auszubildendenvertretung gemäß § Y des Landespersonalvertretungsgesetzes.

Stärkt Transparenz & Mitbestimmung (C3 — Förderung ökologischen Verhaltens, D1 — Schutz des Individuums, Rechtsgleichheit) und schützt vor Überlastung durch Automatisierung – direkter Bezug zu Grüne-Wahlprogramm S. 45 und Grundsatzprogramm S. 85.

Vorschlag 3 von 3

Im Antrag steht

Die Begrenzung bezieht sich ausdrücklich nur auf die unmittelbare Verkaufsfläche.

Vorschlag

Die Begrenzung bezieht sich ausdrücklich nur auf die unmittelbare Verkaufsfläche – und umfasst zudem eine Pflicht zur jährlichen Offenlegung des Energieverbrauchs, der CO₂-Bilanz und der Herkunft aller angebotenen Produkte im Sinne des Open-Government-Prinzips.

Stärkt ökologische Nachhaltigkeit (C3 — Förderung ökologischen Verhaltens, E3 — Verantwortung für ökologische Auswirkungen) und Transparenz (D5 — Transparente Kommunikation und demokratische Einbindung) – adressiert fehlende Umwelt- und Informationsdimension im Original.

Abstimmungsergebnis

Abgelehnt MMP18-128 ↗

Die Listen darunter nennen Fraktionen, nicht Sitze oder Stimmen. Einen Balken zeigt diese Seite deshalb nicht: Er würde ein Mengenverhältnis nahelegen, das die Daten nicht hergeben — Sitz- und Stimmzahlen liegen nicht vor, das Plenarprotokoll nennt keine. Wie das Plenum entschieden hat, steht oben als Ergebnis: Abgelehnt; wenige Fraktionen können die Mehrheit der Sitze auf sich vereinen.

Ja: FDP
Nein: AfD CDU GRÜNE SPD
Überwiesen MMP18-95 ↗

Die Listen darunter nennen Fraktionen, nicht Sitze oder Stimmen. Einen Balken zeigt diese Seite deshalb nicht: Er würde ein Mengenverhältnis nahelegen, das die Daten nicht hergeben — Sitz- und Stimmzahlen liegen nicht vor, das Plenarprotokoll nennt keine. Wie das Plenum entschieden hat, steht oben als Ergebnis: Überwiesen; wenige Fraktionen können die Mehrheit der Sitze auf sich vereinen.

Ja: AfD CDU FDP GRÜNE SPD
Quelle: Plenarprotokoll · automatisch extrahiert

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