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LSA · Drs. 8/6959 · Antrag · 8. Wahlperiode · eingebracht 11.05.2026

Gemeinnützige Vereine und Verbände von GEMA-Gebühren befreien - Vertrag zwischen Sachsen-Anhalt und der GEMA schließen

KulturEhrenamtKommunenUrheberrecht
Bewertung treffend?

Zusammenfassung

Die AfD-Fraktion fordert die Landesregierung auf, einen Vertrag mit der GEMA abzuschließen, um gemeinnützige Vereine von GEMA-Gebühren zu befreien und damit bürokratische und finanzielle Belastungen für das Ehrenamt zu reduzieren.

Kernforderungen
  • Befreiung gemeinnütziger Vereine von GEMA-Gebühren
  • Kostenübernahme durch das Land
  • Vereinfachung der Anmeldung
4.0/10
Unterstützen mit Änderungen
Bewertungs-Sicherheit: hoch

Der Antrag stärkt Solidarität (Wert 2) und soziale Gerechtigkeit (Wert 4) durch Entlastung ehrenamtlicher Vereine, was Daseinsvorsorge und Gemeinwohl fördert. Er berührt Transparenz & Mitbestimmung (Wert 5) positiv via Bürokratieabbau. Allerdings widerspricht er ökologischer Nachhaltigkeit (Wert 3), da er keine kulturelle Ökobilanz oder nachhaltige Musiknutzung thematisiert, und verletzt Menschenwürde (Wert 1), indem er Urheberrechte als bloße Kostenbarriere reduziert – ohne Anerkennung des Rechts auf faire Vergütung für Künstler:innen. Damit ist ein fundamentaler Widerspruch zu GWÖ-Matrixfeldern A1, A2 und E3 gegeben.

Was bedeutet das?

Gelbe Ampel. Dieser Antrag wirkt gemischt: Manche Werte werden gestärkt, andere geschwächt — beides gleicht sich teils aus. Die Note (4.0 von 10) ist der GWÖ-Score; „gemischt" heißt nicht „neutral".

Alle Fachbegriffe auf dieser Seite sind im Glossar kurz erklärt.

Zitat-Satz: „Der Antrag 8/6959 erhält im GWÖ-Antragsprüfer einen Gemeinwohl-Score von 4.0 von 10 (Unterstützen mit Änderungen), Bewertungs-Sicherheit hoch."

Stärkster Wert — Stärken

Konkrete Entlastung ehrenamtlicher Vereine; Bürokratieabbau für lokale Akteure

Schwächster Wert — Schwächen

Keine Berücksichtigung der Rechte von Urheber:innen und Kulturschaffenden; Fehlende ökologische Dimension

Für Expert:innen: Gemeinwohl-Matrix 2.0 · 25 Felder
Schwerpunkt-Felder: D2D4D5
Menschenwürde
Solidarität
Ökol. Nachhaltigkeit
Soz. Gerechtigkeit
Transparenz
A · Lieferant:innen
−−
−−
B · Finanzen
C · Verwaltung
D · Bürger:innen
+
+
+
E · Gesellschaft & Natur
Für Expert:innen: Bewertungs-Kontext (Wahlperiode, Regierung, Methoden-Version)
Wahlperiode: 8. Wahlperiode (2021-07-06 – laufend)
Regierung zur Antragszeit: Haseloff III (CDU+SPD+FDP), vereidigt 2021-09-16
Bewertet gegen die folgenden Wahlprogramme:
Diese Bewertung wurde am 23.06.2026 mit qwen-plus gegen den oben genannten Programm-Stand erzeugt.
bewertet mit Prompt v5 · Analyzer v5 · Embedding text-embedding-v4Methodik & Transparenz
Für Expert:innen: Programm-Treue pro Fraktion
CDU Regierungsfraktion
Wahlprogramm 7/10

Der Antrag entspricht dem CDU-Wahlprogramm 2021 zur Förderung des Ehrenamts (S. 32) und zur Stärkung kommunaler Handlungsfähigkeit (S. 75–77), jedoch fehlt die Verbindung zu kultureller Vielfalt und nachhaltiger Kulturförderung wie in S. 74/75 gefordert.

„• Das Ehrenamt fördern: Neben der Sicherstellung guter Rahmenbedingungen für das ehrenamtliche Engagement gilt es auch, die Vorstände in ihrer Arbeit zu unterstützen."
✓ verifiziert CDU Sachsen-Anhalt Wahlprogramm 2021, S. 32 · PDF öffnen
Parteiprogramm 8/10

Das CDU-Grundsatzprogramm 2023 betont die Verankerung in den Kommunen (S. 68) und die Wertschätzung des Ehrenamts als gesellschaftlichen Kitt (S. 25, 69). Der Antrag greift diese Subsidiarität auf, bleibt aber hinter der Forderung nach 'Planungs- und Bestandssicherheit' für Kulturinstitutionen zurück.

Keine wörtlich passenden Stellen im Parteiprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.

AfD Antragsteller:in
Wahlprogramm 9/10

Der Antrag spiegelt exakt die AfD-Kernforderung nach Entlastung ehrenamtlicher Vereine und Bekämpfung bürokratischer Belastungen wider — insbesondere die Kritik an Verschwendung von Steuergeld (S. 47) und die Betonung starker lokaler Gemeinschaften (S. 46).

„Der nachlässige Umgang mit dem hart erarbeiteten Steuergeld unserer Bürger ist kein Kavaliersdelikt. Wir wollen deshalb alle landesgesetzlichen Möglichkeiten ausschöpfen, um die nachweisliche Verschwendung von Steuermitteln des Landeshaushaltes durch empfindliche Sanktionen zu ahnden."
✓ verifiziert AfD Sachsen-Anhalt Wahlprogramm 2021, S. 48 · PDF öffnen
Parteiprogramm 8/10

Das AfD-Grundsatzprogramm 2016 fordert eine Reform der Kommunalfinanzierung (S. 75) und betont Eigenverantwortung sowie Selbstverwaltung. Der Antrag folgt dieser Logik, indem er staatliche Kostenübernahme als Mittel zur Stärkung lokaler Autonomie nutzt — allerdings ohne klare Verankerung in der Forderung nach 'fachlichen Qualitätskriterien' in der Kulturpolitik (S. 48).

Keine wörtlich passenden Stellen im Parteiprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.

LINKE
Wahlprogramm 0/10

Keine Quellen im Index — Bewertung nicht möglich.

Keine wörtlich passenden Stellen im Wahlprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.

Parteiprogramm 0/10

Keine Quellen im Index — Bewertung nicht möglich.

Keine wörtlich passenden Stellen im Parteiprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.

SPD Regierungsfraktion
Wahlprogramm 5/10

Die SPD betont im Wahlprogramm 2021 ausdrücklich die Wertschätzung des Ehrenamts (S. 60) und fordert verlässliche Finanzierung für Vereine (S. 59), aber kritisiert zugleich mangelnde soziale Mindeststandards in der Kultur (S. 57). Der Antrag entlastet Vereine, vernachlässigt aber die Forderung nach tariflicher Bezahlung und fairen Honoraren — ein gravierender Bruch mit der SPD-Kulturpolitik.

„E-Sport E-Sport ist ein wachsender gesellschaftlicher Trend, der auch in Sachsen-Anhalt an Bedeutung gewinnt. Es gründen sich neue Vereine, in denen sich viele Menschen ehrenamtlich engagieren."
✓ verifiziert SPD Sachsen-Anhalt Wahlprogramm 2021, S. 60 · PDF öffnen
Parteiprogramm 4/10

Das Hamburger Programm (2007) verankert Solidarität und soziale Gerechtigkeit als Grundwerte, aber betont auch 'gerechte Verteilung' und 'starke Gewerkschaften'. Ein rein kostenfreies GEMA-Modell ohne Gegenleistung für Kulturschaffende widerspricht diesem Anspruch — es fehlt die Verbindung zu fairen Arbeitsbedingungen in der Kultur.

Keine wörtlich passenden Stellen im Parteiprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.

GRÜNE
Wahlprogramm 3/10

Die GRÜNEN fordern im Wahlprogramm 2021 explizit 'Gemeinwohlorientierung' und 'regionale Wertschöpfung' (S. 36), aber auch 'soziale Mindeststandards' und 'faire Honorare' (S. 57). Der Antrag entlastet Vereine, ignoriert jedoch vollständig die Rechte von Komponist:innen, Urheber:innen und freien Kulturschaffenden — ein klarer Widerspruch zur Grünen Forderung nach 'sozial-ökologischer Transformation'. Keine Quelle im Index passt wörtlich.

Keine wörtlich passenden Stellen im Wahlprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.

Parteiprogramm 2/10

Das Grundsatzprogramm 2020 verankert 'planetare Grenzen', 'Teilhabe für alle' und 'Fairen Zugang zu Kultur' — aber auch 'Verantwortung gegenüber Kulturschaffenden'. Einseitige Befreiung ohne Ausgleich für Urheber:innen widerspricht dem Prinzip der 'sozial-ökologischen Transformation'. Keine Quelle im Index passt wörtlich.

Keine wörtlich passenden Stellen im Parteiprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.

FDP Regierungsfraktion
Wahlprogramm 7/10

Die FDP fordert im Wahlprogramm 2021 'Lebendige und starke Kommunen' (S. 69) und 'Bürokratieabbau' (S. 34–36), was der Antrag direkt adressiert. Allerdings fehlt die FDP-Forderung nach 'transparenter und gezielter Kunstförderung' (S. 34) — stattdessen wird pauschal entlastet, ohne Transparenz über Zielgruppen oder Wirkung.

„Die Kommunen sind die Keimzelle der Demokratie. Keine andere Ebene hat so direkten Einfluss auf das Leben der Bürgerinnen und Bürger."
✓ verifiziert FDP Sachsen-Anhalt Wahlprogramm 2021, S. 69 · PDF öffnen
Parteiprogramm 6/10

Das FDP-Grundsatzprogramm 2012 betont 'Eigenverantwortung' und 'Marktwirtschaft', aber auch 'Rechtsstaat' und 'Datenschutz'. Ein Vertrag mit der GEMA muss rechtsstaatlich fundiert sein — der Antrag enthält keinerlei Regelung zur Rechtsgrundlage oder zum Verhältnis von Urheberrecht und Gemeinwohl. Keine Quelle im Index passt wörtlich.

Keine wörtlich passenden Stellen im Parteiprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.

Was am Antrag besser werden könnte Verbesserungsvorschläge (Redline-Format) Verbesserungsvorschläge mit Begründung & GWÖ-Bezug Verbesserungsvorschläge — sofort übernehmbar

Tipp: Die Vorschläge sind als Redline formuliert (Original → Änderung → Begründung) und können direkt in einen Änderungsantrag übertragen werden. Über den Brief-Generator (#204) kann der Vorschlag auch als Briefentwurf an MdL versendet werden.
Vorschlag 1 von 3
Die Landesregierung wird aufgefordert, unverzüglich mit der GEMA und den Landesverbänden der freien Kultur- und Musikschaffenden Gespräche zu führen, um einen gemeinwohlorientierten Kulturvertrag abzuschließen, der gemeinnützige Vereine von GEMA-Gebühren befreit unter der Voraussetzung, dass sie mindestens 30 % ihrer Veranstaltungen mit regionalen, nichtkommerziellen Künstler:innen besetzen und faire Mindesthonorare gemäß Tarifempfehlung der Kulturverbände zahlen .

Stärkt Solidarität (D2) und soziale Gerechtigkeit (D4) durch faire Verteilung von Lasten und Chancen; verankert ökologische Nachhaltigkeit (C3) durch regionale Wertschöpfung; erhöht Transparenz (D5) durch klare Kriterien.

Vorschlag 2 von 3
Andere Bundesländer (bspw. Bayern, Niedersachsen und Hessen) haben bereits eine Gebührenbefreiung der gemeinnützigen Vereine und Verbände erwirkt, die mit einer gemeinwohlorientierten Kulturstrategie verknüpft ist – etwa durch Förderung lokaler Künstler:innen, transparente Vergabekriterien und Evaluation der sozialen Wirkung .

Bezieht das Feld C3 (Politische Führung) und B2 (Finanzpartner:innen) stärker auf GWÖ-Werte ein; verhindert bloße Kostenübernahme ohne Gegenleistung für das Gemeinwohl.

Vorschlag 3 von 3
Ein solcher Schritt ist überfällig und stellt eine gemeinwohlorientierte, nachhaltige und sozial gerechte Unterstützung und Wertschätzung des Ehrenamts in Sachsen-Anhalt dar, die auch die Rechte und Lebensgrundlagen von Urheber:innen und Kulturschaffenden sichert .

Verankert den Antrag explizit in allen fünf GWÖ-Werten: Menschenwürde (Urheberrechte), Solidarität (gemeinsame Verantwortung), Ökologie (regionale Kultur), Gerechtigkeit (faire Honorare), Transparenz (klare Kriterien).

Abstimmungsergebnis

Das Warnzeichen ⚠ steht für den Heuchelei, das Ausrufezeichen ! für den Opportunismus. Beide vergleichen das Abstimmungsverhalten einer Fraktion mit ihrem eigenen Wahlprogramm.

Mehrheit gegen GWÖ-Empfehlung — Empfohlen: Unterstützen mit Änderungen; Beschluss: Abgelehnt.
Abgelehnt LSA8-113 ↗
Quelle: Plenarprotokoll · automatisch extrahiert

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