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LSA · Drs. 8/6958 · Antrag · 8. Wahlperiode · eingebracht 11.05.2026

Sachsen-Anhalt geht voran: Einführung eines bundesweiten Schwerarbeitsmodells nach österreichischem Vorbild

SozialesArbeitGesundheitAlterssicherung
Bewertung treffend?

Zusammenfassung

Die AfD-Fraktion fordert die Landesregierung auf, im Bundesrat eine Initiative für ein bundesweites Schwerarbeitsmodell einzubringen, das Schicht- und Nachtarbeit als gesundheitlich belastend anerkennt und einen abschlagsfreien Renteneintritt bis zu fünf Jahre vor der Regelaltersgrenze ermöglicht.

Kernforderungen
  • Einführung bundeseinheitlicher Definition von Schwerarbeit
  • Schaffung gesetzlicher Grundlage für 'Schwerarbeitsmonate'
  • Abschlagsfreier Renteneintritt bis zu 5 Jahre vor Regelaltersgrenze
  • Anpassung des SGB VI und des Arbeitsschutzrechts
7.0/10
Unterstützen mit Änderungen
Bewertungs-Sicherheit: hoch

Der Antrag stärkt soziale Gerechtigkeit (D4) durch abschlagsfreien vorzeitigen Renteneintritt für besonders belastete Arbeitnehmer:innen und fördert Menschenwürde (D1) durch Anerkennung gesundheitlicher Folgen von Schicht- und Nachtarbeit. Er berührt Solidarität (D2) positiv, indem er systemische Benachteiligung ausgleicht, bleibt aber in ökologischer Nachhaltigkeit (E3) und Transparenz & Mitbestimmung (D5/E5) neutral — keine konkrete Beteiligung oder Umweltwirkung wird adressiert. Ein zentraler Schwachpunkt ist die fehlende Verankerung in einer gemeinwohlorientierten Wertschöpfungskette (A-Bereich), etwa bei Lieferanten oder Beschaffung.

Was bedeutet das?

Grüne Ampel. Dieser Antrag stärkt das Gemeinwohl deutlich: Er fördert mehr Werte als er schwächt. Die Note (7.0 von 10) ist der GWÖ-Score — je höher, desto besser für das Allgemeinwohl.

Alle Fachbegriffe auf dieser Seite sind im Glossar kurz erklärt.

Zitat-Satz: „Der Antrag 8/6958 erhält im GWÖ-Antragsprüfer einen Gemeinwohl-Score von 7.0 von 10 (Unterstützen mit Änderungen), Bewertungs-Sicherheit hoch."

Stärkster Wert — Stärken

Wissenschaftlich fundierte Begründung (IARC, BAuA); Konkrete, umsetzbare Forderungen (SGB VI-Anpassung)

Schwächster Wert — Schwächen

Keine Verankerung in ökologischer Nachhaltigkeit; Keine Einbindung von Bürgerbeteiligung oder Mitbestimmung in die Umsetzung

Für Expert:innen: Gemeinwohl-Matrix 2.0 · 25 Felder
Schwerpunkt-Felder: D4D1
Menschenwürde
Solidarität
Ökol. Nachhaltigkeit
Soz. Gerechtigkeit
Transparenz
A · Lieferant:innen
B · Finanzen
C · Verwaltung
D · Bürger:innen
+
+
++
E · Gesellschaft & Natur
Für Expert:innen: Bewertungs-Kontext (Wahlperiode, Regierung, Methoden-Version)
Wahlperiode: 8. Wahlperiode (2021-07-06 – laufend)
Regierung zur Antragszeit: Haseloff III (CDU+SPD+FDP), vereidigt 2021-09-16
Bewertet gegen die folgenden Wahlprogramme:
Diese Bewertung wurde am 23.06.2026 mit qwen-plus gegen den oben genannten Programm-Stand erzeugt.
bewertet mit Prompt v5 · Analyzer v5 · Embedding text-embedding-v4Methodik & Transparenz
Für Expert:innen: Programm-Treue pro Fraktion
CDU Regierungsfraktion
Wahlprogramm 6/10

Die CDU Sachsen-Anhalt betont Familienförderung, Arbeitsmarktattraktivität und Alterssicherung ('Arbeiten im Alter attraktiver machen'), aber kein expliziter Bezug zu Schwerarbeitsmodellen oder abschlagsfreiem Renteneintritt. Der Antrag passt thematisch zur Zielsetzung einer 'ausreichenden, verpflichtenden Altersvorsorge' und zur Sorge um Pflegepersonal, bleibt aber außerhalb des konkreten Wahlprogramms.

Keine wörtlich passenden Stellen im Wahlprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.

Parteiprogramm 7/10

Das CDU-Grundsatzprogramm 2024 fordert ausdrücklich, 'die Rente und müssen das Arbeiten im Alter attraktiver machen' sowie eine 'verpflichtende kapitalgedeckte Altersvorsorge'. Die Forderung nach abschlagsfreiem Renteneintritt für besonders Belastete ist kompatibel mit dem Prinzip der 'Schöpfungsverantwortung' und 'sozialen Marktwirtschaft', wenn sie nicht pauschal, sondern evidenzbasiert gestaltet wird.

Keine wörtlich passenden Stellen im Parteiprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.

AfD Antragsteller:in
Wahlprogramm 9/10

Der Antrag entspricht exakt den Kernforderungen des AfD-Wahlprogramms 2021 zur Pflege und Alterssicherung: 'Pflegeberufe aufwerten – Pflegenotstand beheben!' ([Q5]), 'Lebensleistung entsprechende Lösung' bei Renten ([Q1]) und 'finanzielle Benachteiligung von Familien beseitigen' ([Q7]) — hier erweitert auf Arbeitsbelastung als Leistungsfaktor. Die wissenschaftliche Begründung stützt sich direkt auf die im Programm genannte 'Lebensleistung'.

„10. Pflegeberufe aufwerten – Pflegenotstand beheben! Sachsen-Anhalts Pflegebranche leidet unter akutem Fachkräftemangel."
✓ verifiziert AfD Sachsen-Anhalt Wahlprogramm 2021, S. 62 · PDF öffnen
Parteiprogramm 8/10

Das AfD-Grundsatzprogramm 2016 betont 'die Anzahl der Kinder, für die ein Rentner während seiner Erwerbsphase Verantwortung trug' ([Q6]) als Leistungsmaßstab — analog wird hier 'Schwerarbeitsmonate' als Leistungskriterium eingeführt. Auch die Forderung nach 'finanzieller Anerkennung der Elternleistung' ([Q7]) lässt sich auf körperliche und gesundheitliche Leistung übertragen. Einzig die fehlende Verbindung zur Demografie-Diskussion (S. 41–42) mindert den Score leicht.

Keine wörtlich passenden Stellen im Parteiprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.

LINKE
Wahlprogramm 0/10

Keine Quellen im Index — Bewertung nicht möglich.

Keine wörtlich passenden Stellen im Wahlprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.

Parteiprogramm 0/10

Keine Quellen im Index — Bewertung nicht möglich.

Keine wörtlich passenden Stellen im Parteiprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.

SPD Regierungsfraktion
Wahlprogramm 5/10

Die SPD Sachsen-Anhalt fordert 'Tariftreue bei Vergaben' und '13€ Landesmindestlohn', aber keine spezifische Regelung zu Schwerarbeit oder Rentenflexibilisierung. Das Wahlprogramm thematisiert 'gesunde Arbeitsbedingungen' ([Q21]) und 'Vereinbarkeit von Beruf und Familie', jedoch ohne Verknüpfung zu gesundheitsbedingtem Frührenteneintritt. Der Antrag ist nicht widersprüchlich, aber marginal verbunden.

Keine wörtlich passenden Stellen im Wahlprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.

Parteiprogramm 6/10

Das Hamburger Programm betont 'Sicher und aktiv im Alter' ([Q29]) und 'Recht auf Weiterbildung' ([Q28]), aber auch 'Gute Arbeit' als gesundheitsfördernd ([Q30]). Ein Schwerarbeitsmodell ist nicht erwähnt, steht aber nicht im Widerspruch — vielmehr ergänzt es die Forderung nach 'flexiblerem Übergang in den Ruhestand'.

Keine wörtlich passenden Stellen im Parteiprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.

GRÜNE
Wahlprogramm 4/10

Die GRÜNEN NRW fordern 'Klimaneutralität deutlich vor 2040' und '30% Naturschutzfläche', aber keine rentenpolitischen Spezifikationen. Der Antrag berührt zwar 'soziale Gerechtigkeit' (ein GRÜNEN-Kernwert), bleibt aber rein arbeitsrechtlich und ökologisch neutral — keine Verbindung zu 'planetaren Grenzen' oder 'ökologischer Transformation'.

Keine wörtlich passenden Stellen im Wahlprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.

Parteiprogramm 5/10

Das GRÜNEN-Grundsatzprogramm 2020 nennt 'sozial-ökologische Transformation' und 'Teilhabe für alle' ([Q3]), aber keine konkrete Rentenregelung. Der Antrag ist nicht widersprüchlich, aber auch nicht systemisch verankert — er adressiert keine ökologische Dimension und bleibt innerhalb klassischer Sozialpolitik.

Keine wörtlich passenden Stellen im Parteiprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.

FDP Regierungsfraktion
Wahlprogramm 6/10

Die FDP Sachsen-Anhalt fordert 'sozialen Aufstieg weiter möglich' ([Q33]) und 'selbstbestimmte Pflege' ([Q35]), was mit einem flexiblen Renteneintritt vereinbar ist. Allerdings steht die FDP traditionell für 'Eigenverantwortung' und 'Marktwirtschaftlichkeit' — ein staatlich definiertes Schwerarbeitsmodell könnte als Bürokratie- und Eingriffsrisiko wahrgenommen werden. Kein direkter Bezug im Wahlprogramm.

Keine wörtlich passenden Stellen im Wahlprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.

Parteiprogramm 7/10

Die FDP-Freiheitsthesen 2012 betonen 'Verantwortung für die Freiheit' und 'Eigenverantwortung' ([Q36], [Q39]), aber auch 'Sorge um die Belange der Belegschaft' ([Q38]). Ein evidenzbasiertes Modell mit klaren Kriterien (keine Pauschalregelung) ist mit dem Prinzip der 'fairen und niedrigen Steuern' vereinbar, wenn es nicht zu Lasten der Versicherten geht. Die Forderung nach 'Wohnortnahe Versorgung' ([Q40]) korrespondiert mit der Zielgruppe (Pflege, Industrie in ländlichen Regionen).

Keine wörtlich passenden Stellen im Parteiprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.

Was am Antrag besser werden könnte Verbesserungsvorschläge (Redline-Format) Verbesserungsvorschläge mit Begründung & GWÖ-Bezug Verbesserungsvorschläge — sofort übernehmbar

Tipp: Die Vorschläge sind als Redline formuliert (Original → Änderung → Begründung) und können direkt in einen Änderungsantrag übertragen werden. Über den Brief-Generator (#204) kann der Vorschlag auch als Briefentwurf an MdL versendet werden.
Vorschlag 1 von 3
Die Landesregierung wird aufgefordert, im Bundesrat eine Initiative für ein bundesweites Schwerarbeitsmodell einzubringen, das auf wissenschaftlich fundierten Kriterien beruht (z. B. IARC-Einstufung von Nachtarbeit als Gruppe 2A) und die Gemeinwohl-Ziele der sozialen Gerechtigkeit, Menschenwürde und Fachkräftesicherung verbindet .

Stärkt GWÖ-Treue durch explizite Verknüpfung mit Menschenwürde (D1) und sozialer Gerechtigkeit (D4) sowie Bezug zu internationaler Evidenz (IARC).

Vorschlag 2 von 3
sich dafür einzusetzen, dass eine gesetzliche Grundlage für die Einführung und Anerkennung sogenannter „Schwerarbeitsmonate“ geschaffen wird, unter Einbeziehung medizinisch validierter Belastungskriterien (z. B. zirkadiane Störung, kardiovaskuläres Risiko) sowie transparenter, nachprüfbarer Dokumentationspflichten für Arbeitgeber und Krankenkassen .

Erhöht Transparenz & Mitbestimmung (D5) und stärkt soziale Gerechtigkeit (D4) durch objektive, nicht willkürliche Kriterien — vermeidet Missbrauchspotenzial und schützt vor Diskriminierung.

Vorschlag 3 von 3
Darüber hinaus würde ein solches Modell die Attraktivität besonders belastender Berufe, etwa in der Pflege, Industrie und Logistik, erhöhen und damit einen Beitrag zur Fachkräftesicherung leisten — insbesondere für Frauen, ältere Beschäftigte und Menschen mit Behinderung, deren gesundheitliche Belastung durch Schichtarbeit oft stärker ausgeprägt ist .

Stärkt soziale Gerechtigkeit (D4) und Solidarität (D2) durch explizite Berücksichtigung struktureller Ungleichheiten — vermeidet eine rein leistungsorientierte Logik, die bestehende Benachteiligungen reproduziert.

Abstimmungsergebnis

Das Warnzeichen ⚠ steht für den Heuchelei, das Ausrufezeichen ! für den Opportunismus. Beide vergleichen das Abstimmungsverhalten einer Fraktion mit ihrem eigenen Wahlprogramm.

Überwiesen LSA8-113 ↗
Quelle: Plenarprotokoll · automatisch extrahiert

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