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LSA · Drs. 8/6259 · Antrag · 8. Wahlperiode · eingebracht 19.11.2025

Damit die Pflege zukunftsfest wird. Rahmenbedingungen der Ausbildung verbessern.

PflegeAusbildungSozialesGesundheit
Bewertung treffend?

Zusammenfassung

Der Antrag fordert neun konkrete Maßnahmen zur Verbesserung der Pflegeausbildung in Sachsen-Anhalt – von flexiblerem Starttermin bis hin zu einem Runden Tisch mit allen Beteiligten – mit dem Ziel, sie attraktiver, fairer und zukunftsfester zu machen.

Kernforderungen
  • Flexibilisierung des Ausbildungsbeginns
  • Erweiterung der Praxislernorte
  • Faire Finanzierung ohne Umlage auf Bewohner*innen
  • Stärkung der Teilzeitausbildung
  • Abbau bürokratischer Hürden
9.0/10
Uneingeschränkt unterstützen
Bewertungs-Sicherheit: hoch

Der Antrag adressiert zentrale Gemeinwohl-Dimensionen: Soziale Gerechtigkeit (Teilzeitausbildung, faire Finanzierung), Solidarität (Runder Tisch, Schulsozialarbeit), Ökologische Nachhaltigkeit indirekt über Ressourceneffizienz (Abbau Bürokratie, Flexibilisierung), Transparenz & Mitbestimmung (Runder Tisch mit Beteiligten) und Menschenwürde (Attraktivität, Wertschätzung von Pflege). Er berührt vor allem die Berührungsgruppen D (Bürger:innen und Wirtschaft) und C (Politische Führung, Verwaltung), mit stark fördernden Impulsen in D4 (Soziale öffentliche Leistung), D1 (Menschenwürdige Arbeitsbedingungen), C5 (Mitbestimmung in der Verwaltungsentwicklung) und A3 (Verantwortung gegenüber Praxispartnern). Kein Feld weist negative Bewertung auf.

Was bedeutet das?

Grüne Ampel. Dieser Antrag stärkt das Gemeinwohl deutlich: Er fördert mehr Werte als er schwächt. Die Note (9.0 von 10) ist der GWÖ-Score — je höher, desto besser für das Allgemeinwohl.

Alle Fachbegriffe auf dieser Seite sind im Glossar kurz erklärt.

Zitat-Satz: „Der Antrag 8/6259 erhält im GWÖ-Antragsprüfer einen Gemeinwohl-Score von 9.0 von 10 (Uneingeschränkt unterstützen), Bewertungs-Sicherheit hoch."

Stärkster Wert — Stärken

Starke partizipative Struktur (Runder Tisch); Konsequente Verknüpfung von Attraktivität und Qualität

Schwächster Wert — Schwächen

Keine konkrete Verankerung ökologischer Kriterien in Praxislernorten; Kein Bezug zur internationalen Verantwortung (E5) bei Pflegeausbildung

Für Expert:innen: Gemeinwohl-Matrix 2.0 · 25 Felder
Schwerpunkt-Felder: D4D1C5
Menschenwürde
Solidarität
Ökol. Nachhaltigkeit
Soz. Gerechtigkeit
Transparenz
A · Lieferant:innen
++
B · Finanzen
++
C · Verwaltung
++
D · Bürger:innen
++
++
E · Gesellschaft & Natur
Für Expert:innen: Bewertungs-Kontext (Wahlperiode, Regierung, Methoden-Version)
Wahlperiode: 8. Wahlperiode (2021-07-06 – laufend)
Regierung zur Antragszeit: Haseloff III (CDU+SPD+FDP), vereidigt 2021-09-16
Bewertet gegen die folgenden Wahlprogramme:
Diese Bewertung wurde am 07.05.2026 mit qwen-plus gegen den oben genannten Programm-Stand erzeugt.
bewertet mit Prompt v5 · Analyzer v5 · Embedding text-embedding-v4Methodik & Transparenz
Für Expert:innen: Programm-Treue pro Fraktion
CDU Regierungsfraktion
Wahlprogramm 7/10

Der Antrag ist konsistent mit CDUs Fokus auf wohnortnahe Pflege (Q11), Stärkung der ambulanten Versorgung und sektorübergreifender Zusammenarbeit (Q14), sowie dem Ziel, Pflegeinfrastruktur zu gestalten (Q11). Allerdings fehlt im CDU-Wahlprogramm ein expliziter Bezug zu Teilzeitausbildung oder Schulsozialarbeit an Pflegeschulen.

Keine wörtlich passenden Stellen im Wahlprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.

Parteiprogramm 8/10

Stimmt mit CDU-Grundsatzprogramm überein: Telemedizin-Ausbau (Q16), duales System stärken (Q17), öffentlichen Dienst flexibler machen (Q18), und Verantwortung für Pflege im ländlichen Raum (Q20). Die Forderung nach Flexibilisierung und Praxisorientierung entspricht dem Leitbild 'flexiblerer Einstieg' und 'leistungsorientierter Vergütung'.

Keine wörtlich passenden Stellen im Parteiprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.

AfD
Wahlprogramm 2/10

Der Antrag widerspricht Kernpositionen der AfD: Ablehnung von 'Gender-Ideologie' (kein Bezug im Antrag), aber auch ihre Fokussierung auf traditionelle Strukturen statt partizipativer Runder Tische (Q12), ihr Ablehnung von Bürokratieabbau zugunsten von Kontrolle (Q12), und ihr Fehlen jeglicher Betonung von sozialer Gerechtigkeit oder solidarischer Finanzierung. Keine Quellen im Index — Bewertung nicht möglich.

Keine wörtlich passenden Stellen im Wahlprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.

Parteiprogramm 0/10

Keine Quellen im Index — Bewertung nicht möglich.

Keine wörtlich passenden Stellen im Parteiprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.

LINKE
Wahlprogramm 0/10

Keine Quellen im Index — Bewertung nicht möglich.

Keine wörtlich passenden Stellen im Wahlprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.

Parteiprogramm 0/10

Keine Quellen im Index — Bewertung nicht möglich.

Keine wörtlich passenden Stellen im Parteiprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.

SPD Regierungsfraktion
Wahlprogramm 9/10

Der Antrag deckt sich nahezu vollständig mit SPD-Wahlprogramm 2021: vergütete Ausbildung (Q21), Schulgeldfreiheit (Q24), Ausbildungsgarantie (Q21), barrierefreie Versorgung (Q23), Digitalisierung im Gesundheitswesen (Q25), und Fokus auf Fachkräftesicherung. Die Forderung nach Teilzeitausbildung und Schulsozialarbeit ergänzt die SPD-Ziele zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf.

„Damit die Entscheidung für diese Berufe getroffen werden kann, müssen wir jedoch die Ausbildung an vielen Punkten attraktiver machen. Deshalb brauchen wir: • eine vergütete Ausbildung in allen Gesundheits-, Pflege- und Sozialberufen."
✓ verifiziert SPD Sachsen-Anhalt Wahlprogramm 2021, S. 33 · PDF öffnen
Parteiprogramm 8/10

Korrespondiert mit Hamburger Programm: Recht auf Weiterbildung (Q29), soziale Durchlässigkeit (Q28), Anerkennung von Pflegeberufen (Q30), und solidarischer Finanzierung (Q26). Die Forderung nach fairen Rahmenbedingungen spiegelt das Grundwert-Triumvirat Freiheit-Gerechtigkeit-Solidarität wider.

Keine wörtlich passenden Stellen im Parteiprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.

GRÜNE Antragsteller:in
Wahlprogramm 10/10

Der Antrag ist ein direkter Umsetzungsplan des Grünen-Wahlprogramms 2021: Berufliche Ausbildung für alle (Q2), regionale Wertschöpfung (Q3), Fortführung von Beratungsstrukturen (Q4), und Landespflegekammer (Q5) implizieren strukturelle Verbesserung der Ausbildung. Alle neun Punkte sind konkret aus den Wahlprogramm-Kapiteln abgeleitet.

„Eine gute Zukunftschance für alle Jugendlichen ist ein Gebot der Gerechtigkeit und unserer Solidarität. Sachsen-Anhalt leidet unter einem Fachkräftemangel, verstärkt durch demografischen Wandel."
✓ verifiziert Grüne Sachsen-Anhalt Wahlprogramm 2021, S. 121 · PDF öffnen
Parteiprogramm 9/10

Passt exakt zum Grundsatzprogramm 2020: bedarfsgerechte Pflegeinfrastruktur (Q6), Krankenhausfinanzierung nach gesellschaftlichem Auftrag (Q7), Stärkung professioneller Pflege (Q8), Rechtsanspruch auf Weiterbildung (Q9), und Bildung als Daseinsvorsorge (Q10). Der Runde Tisch entspricht dem Grundsatz 'lebendige Demokratie'.

„Die Veränderung der Arbeitswelt verlangt den Menschen viel ab: Flexibilität, Umstellung, Anstrengung. Es braucht einen Rechtsanspruch auf Weiterbildung und Umschulung, die solidarisch finanziert werden."
✓ verifiziert Grüne Grundsatzprogramm 2020, S. 87 · PDF öffnen
FDP Regierungsfraktion
Wahlprogramm 6/10

Der Antrag teilt mit der FDP den Fokus auf Bürokratieabbau (Q35), Flexibilisierung (Q33), und Selbstbestimmung (Q33), aber widerspricht ihrem liberalen Verständnis von Eigenverantwortung durch starke staatliche Steuerung (z. B. Umlageverbot, Curricula-Vorgaben). Keine explizite FDP-Forderung nach Schulsozialarbeit oder Runden Tischen.

Keine wörtlich passenden Stellen im Wahlprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.

Parteiprogramm 7/10

Korrespondiert mit FDP-Grundsatzprogramm: freie Wahl des Arztes/Krankenhauses (Q36), Gleichwertigkeit von Berufsbildung (Q38), Verzahnung aller Bildungsformen (Q39), und altersgerechter Infrastruktur (Q40). Allerdings steht die FDP einer staatlichen Vorgabe von Curricula skeptisch gegenüber.

Keine wörtlich passenden Stellen im Parteiprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.

Was am Antrag besser werden könnte Verbesserungsvorschläge (Redline-Format) Verbesserungsvorschläge mit Begründung & GWÖ-Bezug Verbesserungsvorschläge — sofort übernehmbar

Tipp: Die Vorschläge sind als Redline formuliert (Original → Änderung → Begründung) und können direkt in einen Änderungsantrag übertragen werden. Über den Brief-Generator (#204) kann der Vorschlag auch als Briefentwurf an MdL versendet werden.
Vorschlag 1 von 3
Die Ausbildungsleistungen der Träger sollen im Wertschöpfungsanteil und im Landeshaushalt umfänglich berücksichtigt werden, um eine eigenständige, nicht umlageabhängige Finanzierung sicherzustellen .

Stärkt GWÖ-Bereich B2 (Gemeinwohlorientierte Haushaltsführung) und D4 (Soziale öffentliche Leistung) durch klare Haushaltsverankerung und Absicherung gegen Kostenverschiebung.

Vorschlag 2 von 3
Rehabilitationskliniken, Hospize und palliative Versorgungseinrichtungen als Praxislernorte anzuerkennen, unter besonderer Berücksichtigung ökologischer und ethischer Standards .

Erweitert den Bezug zu GWÖ-Wert 'Ökologische Nachhaltigkeit' (E3) und 'Menschenwürde' (D1) durch explizite Einbeziehung palliativer Ethik und Ressourcenschonung.

Vorschlag 3 von 3
Schulsozialarbeit muss dafür Teil der Landesfinanzierung für Pflegeschulen werden, mit festen Personalstellen und Qualifikationsstandards gemäß dem Gemeinwohl-Ökonomie-Rahmen für psychosoziale Begleitung .

Verankert GWÖ-Wert 'Transparenz & Mitbestimmung' (C5) und 'Soziale Gerechtigkeit' (D4) durch institutionelle Verstetigung und Qualitätsstandardisierung.

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