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BB · Drs. 8/155 · Antrag · 8. Wahlperiode · eingebracht 03.12.2024

Einführung der kostenfreien Meisterausbildung in Brandenburg

BildungHandwerkFachkräftesicherungSoziale Gerechtigkeit
Bewertung treffend?

Zusammenfassung

Die CDU-Fraktion fordert die landesweite Einführung einer kostenfreien Meisterausbildung im Handwerk, um die duale Ausbildung aufzuwerten, dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken und die regionale Wirtschaft zu stärken.

Kernforderungen
  • Kostenfreie Meisterausbildung als Gleichstellung mit Hochschulstudium
  • Finanzierung über ESF und Landesmittel
  • Ziel: Attraktivierung des Handwerks und Sicherung ländlicher Strukturen
7.0/10
Unterstützen mit Änderungen
Bewertungs-Sicherheit: hoch

Der Antrag stärkt soziale Gerechtigkeit (D4) durch bessere Zugänglichkeit beruflicher Spitzenqualifizierung und fördert Solidarität (D2) durch Stärkung regionaler Wertschöpfung und ländlicher Strukturen. Er berührt Menschenwürde (D1) positiv über Chancengleichheit und Transparenz & Mitbestimmung (D5) indirekt via Kammernkooperation. Allerdings bleibt ökologische Nachhaltigkeit (Spalte 3) unberücksichtigt – keine Verknüpfung mit klimagerechter Ausbildung oder grünen Handwerksberufen. Auch die Berührungsgruppe A (Lieferant:innen) wird nicht adressiert.

Was bedeutet das?

Grüne Ampel. Dieser Antrag stärkt das Gemeinwohl deutlich: Er fördert mehr Werte als er schwächt. Die Note (7.0 von 10) ist der GWÖ-Score — je höher, desto besser für das Allgemeinwohl.

Alle Fachbegriffe auf dieser Seite sind im Glossar kurz erklärt.

Zitat-Satz: „Der Antrag 8/155 erhält im GWÖ-Antragsprüfer einen Gemeinwohl-Score von 7.0 von 10 (Unterstützen mit Änderungen), Bewertungs-Sicherheit hoch."

Stärkster Wert — Stärken

Klare Fokussierung auf berufliche Bildungsgleichstellung; Stärkung ländlicher Wirtschaftsstrukturen

Schwächster Wert — Schwächen

Keine ökologische Rahmung; Keine soziale Zielgruppenbenennung (z. B. Geflüchtete, Menschen mit Behinderung)

Für Expert:innen: Gemeinwohl-Matrix 2.0 · 25 Felder
Schwerpunkt-Felder: D4D2D1
Menschenwürde
Solidarität
Ökol. Nachhaltigkeit
Soz. Gerechtigkeit
Transparenz
A · Lieferant:innen
B · Finanzen
C · Verwaltung
D · Bürger:innen
+
+
++
+
E · Gesellschaft & Natur
Für Expert:innen: Bewertungs-Kontext (Wahlperiode, Regierung, Methoden-Version)
Wahlperiode: 8. Wahlperiode (2024-10-23 – laufend)
Regierung zur Antragszeit: Woidke II (SPD+CDU+GRÜNE), vereidigt 2019-11-20, abgelöst 2024-12-11
Bewertet gegen die folgenden Wahlprogramme:
  • CDU: None — gültig seit 2024-09-22, 100 S.
Diese Bewertung wurde am 12.04.2026 mit qwen-plus-latest gegen den oben genannten Programm-Stand erzeugt.
bewertet mit Prompt v5 · Analyzer v5 · Embedding text-embedding-v4Methodik & Transparenz
Für Expert:innen: Programm-Treue pro Fraktion
CDU Antragsteller:in
Wahlprogramm 10/10

Der Antrag entspricht exakt den Kernforderungen des CDU-Wahlprogramms 2024: Gleichwertige Förderung von Berufsschulen und Meisterausbildung, Stärkung der dualen Ausbildung sowie Fachkräftesicherung im Handwerk. Die Formulierung 'gleiche Wertschätzung wie akademische Bildung' spiegelt direkt Q1 und Q6 wider.

„Stand: 25. Mai 2024 5 - berufliche und akademische Bildung bei allen Maßnahmen und Bildungsange- boten gleichwertig behandeln, die Gleichstellung höherqualifizierter Berufsbil- dung und des Studiums auf dem Arbeitsmarkt ist das Ziel"
✓ verifiziert CDU Brandenburg Wahlprogramm 2024, S. 6 · PDF öffnen
„Wir wollen, dass Ausbildungsberufe die gleiche Wertschätzung wie akademische Berufe erhalten, und wir er- mutigen junge Menschen, sich für eine berufliche Ausbildung zu entschei- den."
✓ verifiziert CDU Grundsatzprogramm 2024, S. 48 · PDF öffnen
Parteiprogramm 9/10

Das CDU-Grundsatzprogramm betont ausdrücklich die Schöpfungsverantwortung, aber auch die Stärkung der dualen Ausbildung und die Wertschätzung beruflicher Bildung als Teil der Sozialen Marktwirtschaft. Der Antrag greift diese Leitideen konsequent auf, vernachlässigt jedoch explizit ökologische Aspekte der Meisterausbildung.

Keine wörtlich passenden Stellen im Parteiprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.

SPD Regierungsfraktion
Wahlprogramm 6/10

Die SPD setzt auf Tariftreue bei Vergaben und einen Landesmindestlohn, aber kein explizites Bekenntnis zur kostenfreien Meisterausbildung. Sie betont jedoch die Modernisierung der Erzieherausbildung (Q14) und die Ganztagsschule als Ort sozialen Miteinanders (Q17), was indirekt auf Bildungsgerechtigkeit verweist. Kein direkter Widerspruch, aber auch keine explizite Unterstützung.

Keine wörtlich passenden Stellen im Wahlprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.

Parteiprogramm 5/10

Das Hamburger Programm fordert die Stärkung von Ausbildung und Forschung (Q16), aber ohne Fokussierung auf Meisterqualifikation. Es betont soziale Durchlässigkeit im Bildungswesen (Q17), was konsistent ist, aber keine klare Zustimmung impliziert.

Keine wörtlich passenden Stellen im Parteiprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.

BSW Regierungsfraktion
Wahlprogramm 8/10

Der BSW fordert ausdrücklich, Ausbildungen finanziell attraktiver zu machen (Q23) und betont die Notwendigkeit gut ausgebildeter Fachkräfte statt Zuwanderung (Q23). Die Forderung nach kostenfreier Meisterausbildung passt nahtlos in diese Logik ein. Auch die Kritik an maroder Schulinfrastruktur (Q20) zeigt Sensibilität für bildungspolitische Investitionen.

„Ausbildungen müssen besser entlohnt werden und e..."
✓ verifiziert BSW Brandenburg Wahlprogramm 2024, S. 35 · PDF öffnen
Parteiprogramm 0/10

Keine Quellen im Index — Bewertung nicht möglich.

Keine wörtlich passenden Stellen im Parteiprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.

AfD
Wahlprogramm 4/10

Die AfD betont Leistungsprinzip und traditionelle Berufsbilder, aber ihr Programm enthält keine Aussage zur Meisterausbildung. Ihre Ablehnung der Energiewende (Q20) und Betonung von Kernkraft/Kohle steht im Kontrast zur fehlenden ökologischen Rahmung des Antrags – indirekter Widerspruch zu einer zukunftsorientierten Handwerksförderung.

Keine wörtlich passenden Stellen im Wahlprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.

Parteiprogramm 0/10

Keine Quellen im Index — Bewertung nicht möglich.

Keine wörtlich passenden Stellen im Parteiprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.

Was am Antrag besser werden könnte Verbesserungsvorschläge (Redline-Format) Verbesserungsvorschläge mit Begründung & GWÖ-Bezug Verbesserungsvorschläge — sofort übernehmbar

Tipp: Die Vorschläge sind als Redline formuliert (Original → Änderung → Begründung) und können direkt in einen Änderungsantrag übertragen werden. Über den Brief-Generator (#204) kann der Vorschlag auch als Briefentwurf an MdL versendet werden.
Vorschlag 1 von 3
Die Landesregierung wird aufgefordert, gemeinsam mit den zuständigen Kammern und Umweltverbänden ein Programm einzurichten, das die vollständige Kostenübernahme für die Meisterausbildung in klimagerechten und zukunftsfähigen Handwerksberufen (z. B. Elektrotechnik, Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik, Dachdeckerhandwerk) sicherstellt.

Verknüpft den Antrag mit ökologischer Nachhaltigkeit (Spalte 3) und stärkt E3-Feld – entspricht GWÖ-Matrix-Anspruch an zukunftsorientierte Gemeinwohlpolitik.

Vorschlag 2 von 3
Ziel ist es, die duale Ausbildung attraktiver zu gestalten, insbesondere für Menschen mit Migrationshintergrund, aus benachteiligten Familien und aus strukturschwachen Regionen , dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken und die Wettbewerbsfähigkeit des Handwerks in Brandenburg zu sichern und Zukunftsfit zu machen.

Stärkt soziale Gerechtigkeit (D4) und Menschenwürde (D1) durch explizite Inklusionsperspektive – schließt Lücke in der sozialen Dimension.

Vorschlag 3 von 3
Die Kostenübernahme ist ein klares Signal, dass das Handwerk die gleiche Wertschätzung genießt wie das gebührenfreie Hochschulstudium und dass die öffentliche Hand ihre Verantwortung für eine sozial-ökologische Transformation der Wirtschaft wahrnimmt .

Verankert den Antrag explizit in beiden zentralen GWÖ-Werten: Soziale Gerechtigkeit und Ökologische Nachhaltigkeit – erhöht Treue zur Matrix.

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