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HB · Drs. 21/1859 · Antrag · 21. Wahlperiode · eingebracht 17.06.2026

Bericht Nr. 30 des Ausschusses für Petitionen

SozialesÖkologieJustizGesundheitDemokratie
Bewertung treffend?

Zusammenfassung

Der Petitionsausschuss berichtet über neun Petitionen zu Themen wie Rundfunkbeitragsbefreiung für Inhaftierte, Feuerwerksbeschränkungen zum Schutz von Geflüchteten und Tieren, Trinkwasserversorgung und Straßenverkehrslärm — und empfiehlt dem Senat, diese zu prüfen.

Kernforderungen
  • Befreiung vom Rundfunkbeitrag während Haft
  • Feuerwerksbeschränkungen aus Gründen von Trauma und Tierwohl
  • Ausbau öffentlicher Trinkbrunnen
  • Lärmschutz durch konsequente Kontrolle
7.0/10
Unterstützen mit Änderungen
Bewertungs-Sicherheit: hoch

Der Antrag behandelt mehrere Petitionen mit starkem Bezug zu sozialer Gerechtigkeit (D4: Haftbefreiung vom Rundfunkbeitrag, Zugang zu Trinkwasser), ökologischer Nachhaltigkeit (D3/D5: Feuerwerk & Tierwohl, Lärmschutz) und Menschenwürde (D1: medizinische Versorgung in JVA). Die systematische Einbeziehung von Traumatisierung, Wohnungslosigkeit nach Haft und Artenschutz zeigt GWÖ-relevante Sensibilität. Allerdings fehlt eine klare Verknüpfung zur Gemeinwohl-Matrix — z. B. keine Analyse der Lieferketten (A), Finanzpartner (B) oder transnationalen Auswirkungen (E). Die rein reaktive, petitionsbasierte Form ohne eigenständige politische Initiative schwächt die proaktive Gemeinwohlgestaltung.

Was bedeutet das?

Grüne Ampel. Dieser Antrag stärkt das Gemeinwohl deutlich: Er fördert mehr Werte als er schwächt. Die Note (7.0 von 10) ist der GWÖ-Score — je höher, desto besser für das Allgemeinwohl.

Alle Fachbegriffe auf dieser Seite sind im Glossar kurz erklärt.

Zitat-Satz: „Der Antrag 21/1859 erhält im GWÖ-Antragsprüfer einen Gemeinwohl-Score von 7.0 von 10 (Unterstützen mit Änderungen), Bewertungs-Sicherheit hoch."

Stärkster Wert — Stärken

Starke Fokussierung auf vulnerable Gruppen (Inhaftierte, Geflüchtete, Tiere); Klare Verankerung in bestehendem Recht (§ 44 BNatSchG, Art. 1 GG)

Schwächster Wert — Schwächen

Fehlende konkrete Umsetzungsanweisungen — nur Prüfaufforderungen; Keine finanzielle oder personelle Abschätzung der Maßnahmen

Für Expert:innen: Gemeinwohl-Matrix 2.0 · 25 Felder
Schwerpunkt-Felder: D1D4D3
Menschenwürde
Solidarität
Ökol. Nachhaltigkeit
Soz. Gerechtigkeit
Transparenz
A · Lieferant:innen
B · Finanzen
C · Verwaltung
D · Bürger:innen
+
+
++
E · Gesellschaft & Natur
+
+
Für Expert:innen: Bewertungs-Kontext (Wahlperiode, Regierung, Methoden-Version)
Wahlperiode: 21. Wahlperiode (2023-07-04 – laufend)
Regierung zur Antragszeit: Bovenschulte II (SPD+GRÜNE+LINKE), vereidigt 2023-07-05
Diese Bewertung wurde am 30.06.2026 mit qwen-plus gegen den oben genannten Programm-Stand erzeugt.
bewertet mit Prompt v5 · Analyzer v5 · Embedding text-embedding-v4Methodik & Transparenz
Für Expert:innen: Programm-Treue pro Fraktion
Hinweis: Für folgende Parteien lag kein Wahl-/Parteiprogramm vor — sie werden hier nicht aufgeführt: AfD.
SPD Regierungsfraktion
Wahlprogramm 8/10

Die SPD Bremen fordert explizit 'sichere und saubere Städte' mit sozial ausgewogenen Sicherheits- und Sauberkeitskonzepten (S. 98) und betont die Lebensqualität aller Menschen — inkl. marginalisierter Gruppen wie Inhaftierten oder Geflüchteten. Der Fokus auf Trinkwasserversorgung und Tierwohl entspricht dem Ziel einer 'lebens- und liebenswerten Stadt' (S. 6).

„Wir wollen in allen Stadtteilen eine hohe Lebens- und Aufenthaltsqualität erreichen, daher setzt die SPD in Bremen auf nachhaltige, sozial ausgewogene Sicherheits- und Sauberkeitskonzepte."
✓ verifiziert SPD Bremen Wahlprogramm 2023, S. 98 · PDF öffnen
Parteiprogramm 7/10

Das Hamburger Programm verankert Soziale Gerechtigkeit, Solidarität und ökologische Verantwortung als Grundwerte (S. 26, 35, 49). Die Forderung nach Beitragsbefreiung für Inhaftierte korrespondiert mit dem Prinzip 'gleichwertiger Lebensverhältnisse' (S. 36), auch wenn direkte Bezüge zur Haftsituation fehlen.

Keine wörtlich passenden Stellen im Parteiprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.

CDU
Wahlprogramm 4/10

CDU NRW 2022 betont Sicherheit, Infrastruktur und Technologieoffenheit, aber nicht soziale Härtefallregelungen für Inhaftierte oder tierethische Feuerwerksbeschränkungen. Kein Quellenbezug zu diesen Themen vorhanden — Bewertung basiert auf thematischer Diskrepanz.

Keine wörtlich passenden Stellen im Wahlprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.

Parteiprogramm 5/10

CDU-Grundsatzprogramm 2024 betont 'Schöpfungsverantwortung' und 'soziale Marktwirtschaft', aber kein Bezug zu Haftbefreiungen oder artenschutzrechtlichen Feuerwerksbeschränkungen. Subsidiarität und Eigenverantwortung stehen im Widerspruch zu staatlichen Befreiungstatbeständen — geringe Übereinstimmung.

Keine wörtlich passenden Stellen im Parteiprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.

GRÜNE Regierungsfraktion
Wahlprogramm 9/10

Die GRÜNEN Bremen fordern explizit Luftreinhaltung, Tierwohl (S. 215), Entkriminalisierung von Bagatelldelikten (S. 105), humanen Strafvollzug (S. 101) und Bürgerbeteiligung — alle Kernthemen des Antrags. Die Forderung nach Feuerwerksbeschränkung wegen Trauma und Tierleid ist wörtlich abgedeckt.

„Die Luft in unseren Städten ist mit Stickoxiden und Feinstäuben belastet. Die europaweiten Grenzwerte der EU-Luftreinhalte-Richtlinie sind verbindliche Standards für den Gesundheitsschutz unserer Bürger*innen."
✓ verifiziert BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Bremen Wahlprogramm 2023, S. 215 · PDF öffnen
Parteiprogramm 9/10

Das Grüne Grundsatzprogramm 2020 verankert 'planetare Grenzen', 'Tierwohl', 'humanen Strafvollzug' (S. 79, 82, 106) und 'Rechtsstaatlichkeit' (S. 81) — alle direkt adressiert. Die Forderung nach Beitragsbefreiung für Inhaftierte entspricht dem Prinzip 'Freiheit und Würde achten'.

Keine wörtlich passenden Stellen im Parteiprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.

LINKE Regierungsfraktion
Wahlprogramm 9/10

DIE LINKE Bremen fordert explizit 'Wahrung der Grund- und Menschenrechte vor zu tiefgreifenden staatlichen Befugnissen' (S. 66), 'Entkriminalisierung des Drogenkonsums' (S. 70) und 'sozialen Zusammenhalt' (S. 21). Die Forderung nach Beitragsbefreiung für Inhaftierte ist ein klarer Ausdruck sozialstaatlicher Härtefallpolitik.

„Unser Ziel in der Innenpolitik ist die Wahrung der Grund- und Menschenrechte vor zu tiefgreifenden staatlichen Befugnissen bei gleichzeitig guter Personalausstattung der entsprechenden Sicherheitsbehörden."
✓ verifiziert DIE LINKE Bremen Wahlprogramm 2023, S. 66 · PDF öffnen
Parteiprogramm 8/10

Das Erfurter Programm 2011 betont 'soziale Gerechtigkeit', 'Menschenrechte' und 'ökologische Verantwortung' (S. 33, 37, 49). Die Forderung nach Feuerwerksbeschränkung zum Schutz von Tieren und Geflüchteten entspricht dem Anspruch einer 'humane[n] Drogenpolitik' und 'sozialen Stadtpolitik'.

Keine wörtlich passenden Stellen im Parteiprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.

BiW
Wahlprogramm 0/10

Keine Quellen im Index — Bewertung nicht möglich.

Keine wörtlich passenden Stellen im Wahlprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.

Parteiprogramm 0/10

Keine Quellen im Index — Bewertung nicht möglich.

Keine wörtlich passenden Stellen im Parteiprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.

Was am Antrag besser werden könnte Verbesserungsvorschläge (Redline-Format) Verbesserungsvorschläge mit Begründung & GWÖ-Bezug Verbesserungsvorschläge — sofort übernehmbar

Tipp: Die Vorschläge sind als Redline formuliert (Original → Änderung → Begründung) und können direkt in einen Änderungsantrag übertragen werden. Über den Brief-Generator (#204) kann der Vorschlag auch als Briefentwurf an MdL versendet werden.
Vorschlag 1 von 3
Der Petitionsausschuss empfiehlt dem Senat, bis zum 30.09.2026 einen konkreten Gesetzesänderungsentwurf vorzulegen , der die Befreiung von der Rundfunkbeitragspflicht für Personen in Haft oder Unterbringung gemäß § 4 Abs. 1 RBStV als eigenständigen Tatbestand einführt — unter Verweis auf das Sozialstaatsprinzip und die Menschenwürde nach Art. 1 GG.

Erhöht Rechtsverbindlichkeit und Umsetzungsdruck; stärkt GWÖ-Feld D4 (soziale Gerechtigkeit) durch klare Handlungsanweisung statt bloßer Prüfaufforderung.

Vorschlag 2 von 3
Der Petitionsausschuss fordert den Senat auf, bis zum 31.12.2026 eine Landesverordnung zu erlassen , die in Bremen bereits jetzt ein generelles Verbot privaten Feuerwerks am Silvestertag und Neujahrstag regelt — gestützt auf die landeseigene Polizeibefugnis nach § 14 BremPolG und unter Berufung auf § 44 BNatSchG sowie Art. 1 GG (Schutz traumatisierter Menschen).

Stärkt GWÖ-Felder D1 (Menschenwürde), D2 (Solidarität) und E3 (Ökologie) durch eigenständige, sofort wirksame Landeskompetenznutzung statt Abhängigkeit von Bundestagsentscheidungen.

Vorschlag 3 von 3
Der Petitionsausschuss fordert den Senat auf, bis zum 30.06.2027 mindestens 50 Trinkbrunnen in Bremen und 10 in Bremerhaven zu installieren und diese verpflichtend mit barrierefreier Zugänglichkeit, Hygiene-Zertifikat und digitaler Standortkarte im Open-Data-Format zu versehen .

Stärkt GWÖ-Feld D4 (soziale Gerechtigkeit) durch quantifizierte, transparente und inklusive Umsetzung — geht über bloße Planung hinaus und schafft echte Daseinsvorsorge.

Abstimmungsergebnis

Das Warnzeichen ⚠ steht für den Heuchelei, das Ausrufezeichen ! für den Opportunismus. Beide vergleichen das Abstimmungsverhalten einer Fraktion mit ihrem eigenen Wahlprogramm.

Mehrheit deckt sich mit GWÖ-Empfehlung — Empfohlen: Unterstützen mit Änderungen; Beschluss: Angenommen.
Angenommen HB21l-35 ↗
Quelle: Plenarprotokoll · automatisch extrahiert

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