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HB · 21/1250 · Antrag · 21. · eingebracht 27.06.2025

Fünf-Punkte-Plan zur Ergänzung des Wissenschaftsplans 2030 und für die Stärkung des Wissenschaftstandorts Bremen

WissenschaftspolitikFriedensforschungHochschulpolitik

Zusammenfassung

Die CDU-Fraktion fordert eine Neuausrichtung des Wissenschaftsplans 2030 mit fünf Punkten: Flexibilisierung von Studiengängen, Reduktion von Diversitätsbeauftragten, Abschaffung der Zivilklausel, Unterstützung der Forschungsstelle Osteuropa und Umsetzung von Antisemitismus-Maßnahmen.

Kernforderungen
  • Studiengänge nach Fachkräftemangel ausrichten
  • Diversitätsstellen reduzieren
  • Zivilklausel abschaffen
  • Forschungsstelle Osteuropa unterstützen
  • Antisemitismus-Maßnahmen evaluieren

maschinell erstellt · nicht geprüft

2.0/10
Ablehnen
Bewertungs-Sicherheit: hoch

Note und Empfehlung stammen von einem , das den Antrag an der Gemeinwohl-Matrix 2.0 misst — sie sind weder amtlich noch von der Gemeinwohl-Ökonomie geprüft. Grenzen der Bewertung

Der Antrag widerspricht zentralen GWÖ-Werten: Die Forderung nach Abschaffung der Zivilklausel (Punkt 3) verletzt massiv das Prinzip der Friedensverantwortung (E5) und untergräbt die ethische Verankerung von Forschung im Gemeinwohl. Die pauschale Kritik an Diversitätsbeauftragten (Punkt 2) schwächt soziale Gerechtigkeit (D4) und Transparenz & Mitbestimmung (D5). Die Instrumentalisierung antisemitischer Bedrohungslagen zur politischen Durchsetzung (Punkt 5) erfolgt ohne konkrete gemeinwohlorientierte Maßnahmen, sondern reduziert sich auf Berichtspflichten — was den Wert Solidarität (D2) entleert. Kein einziger Punkt adressiert ökologische Nachhaltigkeit oder partizipative Gestaltung.

Was bedeutet das?

Rote Ampel. Dieser Antrag widerspricht zentralen Gemeinwohl-Werten: Er schwächt insgesamt mehr Werte als er stärkt. Die Note (2.0 von 10) ist der — je niedriger, desto kritischer.

Die wichtigsten Fachbegriffe sind im Glossar kurz erklärt.

Zitat-Satz: „Der Antrag 21/1250 erhält im GWÖ-Antragsprüfer einen Gemeinwohl-Score von 2.0 von 10 (Ablehnen), Bewertungs-Sicherheit hoch."

Trifft diese automatische Einschätzung zu?

Die Rückmeldung gilt der Bewertung auf dieser Seite, nicht dem Antrag. Das ist keine Abstimmung über den Antrag.

Stärkster Wert — Stärken

Fokus auf gesellschaftlich notwendige Studiengänge; Hervorhebung maritimer Forschungskapazitäten

Schwächster Wert — Schwächen

Forderung nach Abschaffung der Zivilklausel; Pauschale Kritik an Diversitätsstrukturen ohne Alternativkonzept

Für Expert:innen: Gemeinwohl-Matrix 2.0 · 25 Felder
Schwerpunkt-Felder: E5D2
Menschenwürde
Solidarität
Ökol. Nachhaltigkeit
Soz. Gerechtigkeit
Transparenz
A · Lieferant:innen
○
○
○
○
○
B · Finanzen
○
○
○
○
○
C · Verwaltung
○
○
○
○
○
D · Bürger:innen
−
−
○
−−
○
E · Gesellschaft & Natur
○
○
○
○
−−
++ stark fördernd + fördernd ○ neutral − widersprechend −− stark widersprechend
Für Expert:innen: Bewertungs-Kontext (Wahlperiode, Regierung, Methoden-Version)
Wahlperiode: 21. Wahlperiode (2023-07-04 – laufend)
Regierung zur Antragszeit: Bovenschulte II (SPD+GRÜNE+LINKE), vereidigt 2023-07-05
Bewertet gegen die folgenden Wahlprogramme:
Diese Bewertung wurde am 28.05.2026 mit dem Sprachmodell qwen-plus gegen den oben genannten Programm-Stand erzeugt.
bewertet mit Prompt v5 · Analyzer v5 · Embedding text-embedding-v4 — Methodik & Transparenz
Für Expert:innen: Programm-Treue pro Fraktion
Hinweis: Für folgende Parteien lag kein Wahl-/Parteiprogramm vor — sie werden hier nicht aufgeführt: AfD.
CDU Antragsteller:in
Wahlprogramm 9/10

Der Antrag spiegelt Kernpositionen des CDU-Bremen-Wahlprogramms 2023 wider: Abschaffung der Zivilklausel ([Q2], [Q10]), Förderung von KI und technologischer Souveränität ([Q13]), Bürokratieabbau bei Forschung ([Q4]), sowie Sicherheitsorientierung durch maritime Forschungskapazitäten ([Q1]).

„Wissenschaft muss frei sein und die Zivilklausel ist dafür ein Hemmschuh: Die Einschränkung der Forschung an Dual-Use-Technologien (militärisch und zivil) behindert die freie Forschung im Bereich von z.B. Künstlicher Intelligenz, Satelliten- und Antriebstechnik, Klimatechnologien, Robotik, neuen Kommunikationssystemen sowie vielen weiteren Themen."
✓ verifiziert CDU Bremen Wahlprogramm 2023, S. 77 · PDF öffnen
Parteiprogramm 8/10

Deckt sich mit dem CDU-Grundsatzprogramm 2024: Abschaffung der Zivilklausel ([Q10]), Technologieoffenheit ([Q10]), Schöpfungsverantwortung als Rahmen für Forschung ([Q4]), und Subsidiarität bei Hochschulgestaltung ([Q6]).

Keine wörtlich passenden Stellen im Parteiprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.

SPD Regierungsfraktion
Wahlprogramm 1/10

Der Antrag widerspricht fundamental dem SPD-Bremen-Wahlprogramm 2023: Die SPD bekennt sich ausdrücklich zur Friedensverantwortung der Hochschulen und lehnt militärische Forschung ab. Die Forderung nach Abschaffung der Zivilklausel steht im direkten Gegensatz zu den Grundsätzen der SPD-Bremen, die Friedensforschung und zivile Wissenschaft als Eckpfeiler ihres Wissenschaftsverständnisses sehen.

Keine wörtlich passenden Stellen im Wahlprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.

Parteiprogramm 0/10

Keine Quellen im Index — Bewertung nicht möglich.

Keine wörtlich passenden Stellen im Parteiprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.

GRÜNE Regierungsfraktion
Wahlprogramm 0/10

Der Antrag widerspricht zentralen grünen Positionen: Die Grünen fordern explizit eine 'Verzahnung von Lehre, Wissenschaft und Gesellschaft, die sich am Gemeinwohl orientiert' ([Q26]) und betonen 'freie Wissenschaft [...] die Mensch und Umwelt nützt' ([Q27]). Die Abschaffung der Zivilklausel verstößt gegen diesen friedensethischen Auftrag.

Keine wörtlich passenden Stellen im Wahlprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.

Parteiprogramm 0/10

Keine Quellen im Index — Bewertung nicht möglich.

Keine wörtlich passenden Stellen im Parteiprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.

LINKE Regierungsfraktion
Wahlprogramm 0/10

Der Antrag steht im eklatanten Widerspruch zum LINKE-Bremen-Wahlprogramm 2023, das ausdrücklich fordert: 'Die Hochschulen müssen sich an ihre gesetzlich verankerte Verpflichtung halten, ausschließlich zu friedlichen Zwecken zu lehren und zu forschen.' ([Q31]). Die Forderung nach Streichung der Zivilklausel ist daher ein vollständiger Widerspruch zu Kernpositionen der LINKEN.

„Die Hochschulen müssen sich an ihre gesetzlich verankerte Verpflichtung halten, ausschließlich zu friedlichen Zwecken zu lehren und zu forschen."
✓ verifiziert DIE LINKE Bremen Wahlprogramm 2023, S. 47 · PDF öffnen
Parteiprogramm 0/10

Keine Quellen im Index — Bewertung nicht möglich.

Keine wörtlich passenden Stellen im Parteiprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.

BiW
Wahlprogramm 0/10

Keine Quellen im Index — Bewertung nicht möglich.

Keine wörtlich passenden Stellen im Wahlprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.

Parteiprogramm 0/10

Keine Quellen im Index — Bewertung nicht möglich.

Keine wörtlich passenden Stellen im Parteiprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.

Was am Antrag besser werden könnte Verbesserungsvorschläge (Redline-Format) Verbesserungsvorschläge mit Begründung & GWÖ-Bezug Verbesserungsvorschläge — sofort übernehmbar

Diese Vorschläge hat ein erzeugt. Sie sind nicht im Parlament eingebracht worden. Im Vorschlagstext ist grün unterlegt, was neu hinzukäme, und durchgestrichen, was entfiele.

Tipp: Die Vorschläge sind als Redline formuliert (Original → Änderung → Begründung) und können direkt in einen Änderungsantrag übertragen werden. Über den Brief-Generator (#204) kann der Vorschlag auch als Briefentwurf an MdL versendet werden.
Vorschlag 1 von 3

Im Antrag steht

Der Senat bereitet die Streichung der sogenannten Zivilklausel im Bremischen Hochschulgesetz (BremHG) vor und legt diesbezüglich nach spätestens drei Monaten nach der Beschlussfassung einen Gesetzesentwurf vor.

Vorschlag

Der Senat prüft eine Erweiterung der Zivilklausel um eine klare Friedensklausel, die Forschung ausschließlich für zivile, ökologische und soziale Zwecke fördert, und stellt sicher, dass alle Drittmittelprojekte einer gemeinwohlorientierten Ethikprüfung unterliegen.

Stärkt GWÖ-Wert 'Friedensverantwortung' (E5) und 'Ökologische Nachhaltigkeit' (D3), entspricht dem GWÖ-Prinzip 'Gemeinwohl vor Profit'

Vorschlag 2 von 3

Im Antrag steht

Die Anzahl der Stellen und der Berichte an den Bremer Hochschulen müssen hinsichtlich der Effizienz hinterfragt und ausgewertet werden. Potenzielle finanzielle Ressourcen im Bereich eines mittleren einstelligen Millionenbetrags, die hierdurch freiwerden, können für die Finanzierung der oben beschriebenen Personalressourcen und Investitionen bezüglich der Kernaufgaben in Studium und Lehre sowie Forschung und Transfer verwendet werden.

Vorschlag

Die Anzahl der Stellen und Berichtspflichten wird unter Einbindung der Hochschulangehörigen und der Zivilgesellschaft evaluiert, um Transparenz und Mitbestimmung (D5) zu stärken; freiwerdende Mittel fließen prioritär in die Ausweitung psychosozialer Beratung, barrierefreien Zugang und soziale Teilhabe (D4).

Stärkt GWÖ-Werte 'Transparenz & Mitbestimmung' (D5) und 'Soziale Gerechtigkeit' (D4), vermeidet pauschale Kürzung von Schutzstrukturen

Vorschlag 3 von 3

Im Antrag steht

Auch die Aufhebung der eigenen Selbstbeschränkung in der Forschung in Form der sogenannten Zivilklausel muss in der Wissenschaftspolitik erfolgen und im Wissenschaftsplan 2030 eindeutig festgelegt sein.

Vorschlag

Die Wissenschaftspolitik stärkt stattdessen die Zivilklausel durch eine klare gemeinwohlorientierte Ergänzung, die Forschung für Klimaschutz, soziale Innovation und Friedensförderung priorisiert und ethische Risikoanalysen für alle Drittmittelprojekte verbindlich vorschreibt.

Transformiert den Widerspruch in eine GWÖ-konforme Stärkung von 'Ökologischer Nachhaltigkeit' (D3), 'Sozialer Gerechtigkeit' (D4) und 'Friedensverantwortung' (E5)

Abstimmungsergebnis

Mehrheit deckt sich mit der Empfehlung dieses Werkzeugs — Empfohlen: Ablehnen; Beschluss: Abgelehnt.
Abgelehnt HB21l-34 ↗
Quelle: Plenarprotokoll · automatisch extrahiert

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