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NRW · 18/21421 · Antrag · 18. · eingebracht 16.09.2026

Gute Jahre für schlechte Jahre nutzen – landwirtschaftliche Eigenvorsorge durch eine steuerfreie Risikoausgleichsrücklage mit verbindlichen Regeln stärken! zu dem Antrag „Landwirtschaft krisenfest machen – steuerfreie Risikoausgleichsrücklage für mehr Eigenverantwortung und Resilienz ermöglichen“ Antrag der Fraktion der FDP Drucksache 18/21216

LandwirtschaftSteuerpolitikRisikomanagement

Zusammenfassung

Die AfD-Fraktion fordert eine bundesgesetzliche Einführung einer steuerfreien Risikoausgleichsrücklage für land- und forstwirtschaftliche Betriebe, um Eigenverantwortung und Resilienz zu stärken.

Kernforderungen
  • Einführung einer steuerfreien Rücklage bis 500.000 Euro
  • Zuführung begrenzt auf 5 Jahresdurchschnittsgewinne
  • Entnahme nur bei nachgewiesenen Verlusten
  • Auflösungspflicht nach 5 Jahren
  • Forderung an die Landesregierung, Bundesratsinitiative einzubringen

maschinell erstellt · nicht geprüft

4.0/10
Überarbeiten
Bewertungs-Sicherheit: hoch

Note und Empfehlung stammen von einem , das den Antrag an der Gemeinwohl-Matrix 2.0 misst — sie sind weder amtlich noch von der Gemeinwohl-Ökonomie geprüft. Grenzen der Bewertung

Der Antrag fördert Eigenverantwortung und betriebliche Resilienz (Solidarität, D2), stärkt die wirtschaftliche Basis kleiner Familienbetriebe (Soziale Gerechtigkeit, D4) und zielt auf langfristige Stabilität der Landwirtschaft als Gemeinwohlleistung. Allerdings vernachlässigt er systematisch ökologische Dimensionen: Keine Verknüpfung mit Klimaanpassung, Biodiversitätsschutz oder Reduktion von Pestizid-/Stickstoffbelastung (Ökologische Nachhaltigkeit, D3/E3). Er ignoriert auch Transparenz- und Mitbestimmungsaspekte (z. B. Bürgerbeteiligung bei Flächennutzungskonflikten, A5). Die Fokussierung auf steuerliche Entlastung ohne gemeinwohlorientierte Zweckbindung widerspricht dem GWÖ-Grundsatz einer Wirtschaft im Dienst des Gemeinwohls.

Was bedeutet das?

Gelbe Ampel. Dieser Antrag wirkt gemischt: Manche Werte werden gestärkt, andere geschwächt — beides gleicht sich teils aus. Die Note (4.0 von 10) ist der ; „gemischt" heißt nicht „neutral".

Die wichtigsten Fachbegriffe sind im Glossar kurz erklärt.

Zitat-Satz: „Der Antrag 18/21421 erhält im GWÖ-Antragsprüfer einen Gemeinwohl-Score von 4.0 von 10 (Überarbeiten), Bewertungs-Sicherheit hoch."

Trifft diese automatische Einschätzung zu?

Die Rückmeldung gilt der Bewertung auf dieser Seite, nicht dem Antrag. Das ist keine Abstimmung über den Antrag.

Stärkster Wert — Stärken

Klare Fokussierung auf Eigenverantwortung und Unternehmertum; Praxisnahe, präzise Regelungsvorschläge (Höhe, Zuführung, Auflösung)

Schwächster Wert — Schwächen

Vollständige Vernachlässigung ökologischer Nachhaltigkeit; Kein Bezug zu sozialer Gerechtigkeit (Arbeitsbedingungen, Löhne, Tierwohl)

Für Expert:innen: Gemeinwohl-Matrix 2.0 · 25 Felder
Schwerpunkt-Felder: D2D4
Menschenwürde
Solidarität
Ökol. Nachhaltigkeit
Soz. Gerechtigkeit
Transparenz
A · Lieferant:innen
○
○
○
○
−
B · Finanzen
○
○
○
○
○
C · Verwaltung
○
○
○
○
○
D · Bürger:innen
○
+
−
+
○
E · Gesellschaft & Natur
○
○
−
○
○
++ stark fördernd + fördernd ○ neutral − widersprechend −− stark widersprechend
Für Expert:innen: Bewertungs-Kontext (Wahlperiode, Regierung, Methoden-Version)
Wahlperiode: 18. Wahlperiode (2022-06-01 – laufend)
Regierung zur Antragszeit: Wüst II (CDU+GRÜNE), vereidigt 2022-06-29
Bewertet gegen die folgenden Wahlprogramme:
  • AfD: Wer sonst. — gültig seit 2022-05-15, 68 S.
Diese Bewertung wurde am 27.09.2026 mit dem Sprachmodell qwen-plus gegen den oben genannten Programm-Stand erzeugt.
bewertet mit Prompt v5 · Analyzer v5 · Embedding text-embedding-v4 — Methodik & Transparenz
Für Expert:innen: Programm-Treue pro Fraktion
CDU Regierungsfraktion
Wahlprogramm 7/10

Der Antrag entspricht CDUs Schwerpunkten auf Eigenverantwortung, Unternehmertum in der Landwirtschaft und Bürokratieabbau (S. 52–53). Er greift aber nicht CDUs Position zu neuen Züchtungstechnologien oder Waldumbau auf und bleibt hinter der 'Nachhaltigen Zukunft für eine ernährungssichernde Landwirtschaft' zurück.

„Wir haben ein Flächensparprogramm auf den Weg gebracht. ● Wir haben die Gründung einer gemeinnützigen Landgesellschaft beschlossen. Sie soll mit einem Vorkaufsrecht die Position der Landwirtinnen und Landwirte auf dem Bodenmarkt stärken und so Nutzungskonflikte im ländlichen Raum entschärfen."
✓ verifiziert CDU NRW Wahlprogramm 2022, S. 52 · PDF öffnen
Parteiprogramm 7/10

Passt zum christlich-demokratischen Menschenbild mit Verantwortung und Subsidiarität (Q27, Q29), aber vernachlässigt die 'Schöpfungsverantwortung' und technologieoffenen Klimaschutz.

Keine wörtlich passenden Stellen im Parteiprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.

SPD
Wahlprogramm 3/10

Der Antrag widerspricht SPD-Kernpositionen: Keine Verbindung zu sozialer Gerechtigkeit (z. B. faire Arbeitsbedingungen in der Landwirtschaft), keine Berücksichtigung von Kinderarmut oder Daseinsvorsorge. Fehlt jeglicher Bezug zu Tariftreue, 13€-Mindestlohn oder sozialer Absicherung der Beschäftigten.

Keine wörtlich passenden Stellen im Wahlprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.

Parteiprogramm 3/10

Widerspricht dem Hamburger Programm: Kein Bezug zu Solidarität, sozialem Ausgleich oder vorsorgendem Sozialstaat. Fehlt jeder Hinweis auf Arbeitnehmerrechte, Gewerkschaften oder gerechte Verteilung.

Keine wörtlich passenden Stellen im Parteiprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.

GRÜNE Regierungsfraktion
Wahlprogramm 2/10

Fundamentaler Widerspruch: Grüne fordern explizit Reduktion des Tierbestands, Pestizid- und Stickstoffabbau sowie naturverträgliche Landwirtschaft (Q32–Q33). Der Antrag ignoriert diese ökologischen Grenzen vollständig und fördert stattdessen reine Einkommensstabilisierung ohne ökologische Steuerung.

„In der Landwirtschaft senken wir die Stickstoff- und Pestizidbelastung durch die Stärkung einer bäuerlichen Landwirtschaft, die ihre Tierbestände wieder an die vorhandene Fläche anpasst und in tiergerechten Ställen hält."
✓ verifiziert BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN NRW Wahlprogramm 2022, S. 29 · PDF öffnen
Parteiprogramm 2/10

Widerspricht dem Grundsatzprogramm 2020: Kein Bezug zu planetaren Grenzen (Q39), Gemeinwohlbindung (Q36) oder sozial-ökologischer Transformation (Q38). Stattdessen rein marktwirtschaftliches Instrument ohne Gemeinwohlvorbehalt.

Keine wörtlich passenden Stellen im Parteiprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.

FDP
Wahlprogramm 9/10

Der Antrag ist nahezu identisch mit dem FDP-Antrag Drs. 18/21216, den er ausdrücklich referenziert. Er übernimmt dessen Kernforderungen nach steuerlicher Eigenvorsorge, unbürokratischer Ausgestaltung und Glättung — alles zentrale Themen des FDP-Wahlprogramms.

„63 bündeln und vernetzen wir die Potenziale im Land mit dem Ziel einer übergeordneten Innovations- und Transformationsagentur. LANDWIRTSCHAFT Nordrhein-Westfalen braucht auch in der Zukunft eine starke heimische Landwirtschaft."
✓ verifiziert FDP NRW Wahlprogramm 2022, S. 63 · PDF öffnen
Parteiprogramm 9/10

Entspricht exakt dem liberalen Verständnis von Eigenverantwortung, Haftung und marktwirtschaftlicher Ordnung (Q10, Q7). Stärkt die 'streitbare Marktwirtschaft' (Q8) und setzt auf individuelle Risikotragfähigkeit statt staatlicher Intervention.

Keine wörtlich passenden Stellen im Parteiprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.

AfD Antragsteller:in
Wahlprogramm 10/10

Der Antrag ist ein direkter Abdruck der AfD-Kernpositionen: Eigenverantwortung, Respekt vor Leistung, solide Finanzpolitik, gegen 'Klimaideologie', für traditionelle Landwirtschaft und Heimatschutz. Alle zentralen Formulierungen ('gute Jahre für schlechte Jahre', 'Eigenvorsorge', 'Resilienz') finden sich wörtlich oder konzeptionell im Wahlprogramm.

„Eigenverantwortung, Respekt vor Leistung und fremdem Eigentum sowie eine solide Finanzpolitik mit maßvollen Steuern und niedrigen Staatsausgaben sind tragende Säulen bürgerlicher Politik."
✓ verifiziert AfD NRW Wahlprogramm 2022, S. 39 · PDF öffnen
Parteiprogramm 10/10

Vollständige Übereinstimmung mit dem AfD-Grundsatzprogramm: 'Mehr Wettbewerb. Weniger Subventionen' (Q16), 'Selbständige und starke Gebietskörperschaften' (Q18), Ablehnung von 'Planwirtschaft' (Q14), Fokus auf 'regionale Landwirtschaft' (Q13).

Keine wörtlich passenden Stellen im Parteiprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.

Was am Antrag besser werden könnte Verbesserungsvorschläge (Redline-Format) Verbesserungsvorschläge mit Begründung & GWÖ-Bezug Verbesserungsvorschläge — sofort übernehmbar

Diese Vorschläge hat ein erzeugt. Sie sind nicht im Parlament eingebracht worden. Im Vorschlagstext ist grün unterlegt, was neu hinzukäme, und durchgestrichen, was entfiele.

Tipp: Die Vorschläge sind als Redline formuliert (Original → Änderung → Begründung) und können direkt in einen Änderungsantrag übertragen werden. Über den Brief-Generator (#204) kann der Vorschlag auch als Briefentwurf an MdL versendet werden.
Vorschlag 1 von 3

Im Antrag steht

Die Rücklage soll dem Ausgleich erheblicher Ertrags- und Gewinnschwankungen infolge von Naturereignissen, Marktvolatilität oder Tierseuchen dienen.

Vorschlag

Die Rücklage soll dem Ausgleich erheblicher Ertrags- und Gewinnschwankungen infolge von Naturereignissen, Marktvolatilität, Tierseuchen ODER ökologisch bedingter Krisen (z. B. Bodendegradation, Wasserknappheit, Biodiversitätsverlust) dienen.

Verknüpft das Instrument mit ökologischer Nachhaltigkeit (D3/E3) und macht es zukunftsfähig im Klimawandel.

Vorschlag 2 von 3

Im Antrag steht

Eine Verwendung der steuerbegünstigten Rücklage insbesondere für Investitionen oder private Entnahmen ist auszuschließen.

Vorschlag

Eine Verwendung der steuerbegünstigten Rücklage ausschließlich für investive Maßnahmen mit nachweislichem Gemeinwohlbeitrag (z. B. klimaresistente Stallumbauten, Agroforstsysteme, Biodiversitätsförderung) oder private Entnahmen ist auszuschließen.

Bindet Investitionen an Gemeinwohlziele (D2/D4) und verhindert rein privatwirtschaftliche Kapitalakkumulation.

Vorschlag 3 von 3

Im Antrag steht

Bildung und Auflösung der Rücklage müssen einfach, rechtssicher und mit geringem Verwaltungsaufwand möglich sein.

Vorschlag

Bildung und Auflösung der Rücklage müssen einfach, rechtssicher und mit geringem Verwaltungsaufwand möglich sein, unter Einbeziehung einer freiwilligen, kommunal koordinierten Beratungsstelle für nachhaltiges Risikomanagement.

Stärkt Transparenz & Mitbestimmung (D5) und verankert das Instrument lokal im Gemeinwohlkontext.

Abstimmungsergebnis

Abgelehnt MMP18-130 ↗
Von 5 Fraktionen stimmte 1 dafür, 4 stimmten dagegen.

Gezählt sind Fraktionen, nicht Sitze oder Stimmen. Wie das Plenum entschieden hat, steht oben als Ergebnis: Abgelehnt — wenige Fraktionen können die Mehrheit der Sitze auf sich vereinen. Das Plenarprotokoll nennt keine Sitz- oder Stimmzahlen.

Ja: AfD
Nein: CDU FDP GRÜNE SPD
Quelle: Plenarprotokoll · automatisch extrahiert

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