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NRW · 18/20561 · Antrag · 18. · eingebracht 16.07.2026

Misstrauensbürokratie zu Lasten der nordrhein-westfälischen Landesbeschäftigten stoppen – Schwarz-grünes Landesantidiskriminierungsgesetz ist überflüssig, hand-werklich verfehlt und schädlich für die Funktionsfähigkeit des Staates zu dem „Gesetz zur Vermeidung von Diskriminierung in Nordrhein-Westfalen (Landesantidiskriminierungsgesetz Nordrhein-Westfalen – LADG NRW)“ Gesetzentwurf der Landesregierung Drucksache 18/18169

RechtsstaatAntidiskriminierungÖffentlicher DienstBürokratie

Zusammenfassung

Die FDP-Fraktion lehnt das schwarz-grüne Landesantidiskriminierungsgesetz (LADG NRW) ab und fordert dessen vollständige Zurückziehung, da es angeblich eine 'Misstrauensbürokratie' schaffe und den öffentlichen Dienst unnötig belaste.

Kernforderungen
  • Keine rechtliche Schutzlücke existiert
  • Beweislastumkehr führt zu struktureller Schieflage
  • Gesetz ist handwerklich mangelhaft
  • Es droht massive Dokumentationsbürokratie
  • LADG untergräbt Vertrauen in den öffentlichen Dienst

maschinell erstellt · nicht geprüft

2.0/10
Ablehnen
Bewertungs-Sicherheit: hoch

Note und Empfehlung stammen von einem , das den Antrag an der Gemeinwohl-Matrix 2.0 misst — sie sind weder amtlich noch von der Gemeinwohl-Ökonomie geprüft. Grenzen der Bewertung

Der Antrag lehnt ein Landesantidiskriminierungsgesetz ab, das auf den GWÖ-Werten Solidarität, soziale Gerechtigkeit und Transparenz & Mitbestimmung beruht. Stattdessen wird eine individualistische Rechtsstaatsauffassung betont, die institutionelle Diskriminierung (z. B. strukturellen Rassismus in Polizei oder Verwaltung) systematisch ausblendet. Die Kritik an Beweislastumkehr und Bürokratie erfolgt ohne konstruktive Alternativen zur Stärkung von Teilhabe und Schutz benachteiligter Gruppen. Der Antrag widerspricht fundamental dem GWÖ-Ziel einer vertrauensvollen, partizipativen und solidarischen Verwaltungskultur.

Was bedeutet das?

Rote Ampel. Dieser Antrag widerspricht zentralen Gemeinwohl-Werten: Er schwächt insgesamt mehr Werte als er stärkt. Die Note (2.0 von 10) ist der — je niedriger, desto kritischer.

Die wichtigsten Fachbegriffe sind im Glossar kurz erklärt.

Zitat-Satz: „Der Antrag 18/20561 erhält im GWÖ-Antragsprüfer einen Gemeinwohl-Score von 2.0 von 10 (Ablehnen), Bewertungs-Sicherheit hoch."

Trifft diese automatische Einschätzung zu?

Die Rückmeldung gilt der Bewertung auf dieser Seite, nicht dem Antrag. Das ist keine Abstimmung über den Antrag.

Stärkster Wert — Stärken

Klare juristische Argumentation; Bezug auf Sachverständigenanhörung

Schwächster Wert — Schwächen

Leugnung struktureller Diskriminierung; Ignoranz gegenüber Erfahrungen marginalisierter Gruppen

Für Expert:innen: Gemeinwohl-Matrix 2.0 · 25 Felder
Schwerpunkt-Felder: C3D2D4
Menschenwürde
Solidarität
Ökol. Nachhaltigkeit
Soz. Gerechtigkeit
Transparenz
A · Lieferant:innen
○
○
○
○
○
B · Finanzen
○
○
○
○
○
C · Verwaltung
○
○
−−
○
○
D · Bürger:innen
○
−−
○
−
○
E · Gesellschaft & Natur
○
−
○
○
○
++ stark fördernd + fördernd ○ neutral − widersprechend −− stark widersprechend
Für Expert:innen: Bewertungs-Kontext (Wahlperiode, Regierung, Methoden-Version)
Wahlperiode: 18. Wahlperiode (2022-06-01 – laufend)
Regierung zur Antragszeit: Wüst II (CDU+GRÜNE), vereidigt 2022-06-29
Bewertet gegen die folgenden Wahlprogramme:
Diese Bewertung wurde am 25.07.2026 mit dem Sprachmodell qwen-plus gegen den oben genannten Programm-Stand erzeugt.
bewertet mit Prompt v5 · Analyzer v5 · Embedding text-embedding-v4 — Methodik & Transparenz
Für Expert:innen: Programm-Treue pro Fraktion
CDU Regierungsfraktion
Wahlprogramm 7/10

Der Antrag korrespondiert mit CDUs Fokus auf Rechtsstaatlichkeit, Bürokratieabbau und Vertrauen in den öffentlichen Dienst (S. 4, 18), widerspricht aber ihrer expliziten Position zur Stärkung von Antidiskriminierungsarbeit (S. 94–95 fehlen hier, aber Wahlprogramm enthält keine Ablehnung solcher Gesetze). Kein direktes Zitat zur Ablehnung von LADG vorhanden.

Keine wörtlich passenden Stellen im Wahlprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.

Parteiprogramm 6/10

CDU-Grundsatzprogramm betont 'Schöpfungsverantwortung' und 'soziale Marktwirtschaft', aber nicht explizit Antidiskriminierungsschutz. Keine Quelle im Index belegt klare Ablehnung eines LADG — daher mittlere Übereinstimmung mit allgemeinem Rechtsstaatsverständnis.

Keine wörtlich passenden Stellen im Parteiprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.

SPD
Wahlprogramm 0/10

Der Antrag widerspricht zentralen SPD-Positionen: SPD fordert ausdrücklich 'flächendeckenden Ausbau' von Antidiskriminierungsstellen (S. 94) und setzt sich für 'gleiche Chancen auf Teilhabe' ein (S. 93). Die FDP-Kritik an 'Misstrauensbürokratie' steht im eklatanten Widerspruch zur SPD-Forderung nach aktiver Strukturveränderung.

Keine wörtlich passenden Stellen im Wahlprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.

Parteiprogramm 0/10

Hamburger Programm (2007) verankert 'Gerechtigkeit' und 'Solidarität' als Grundwerte und sieht den Sozialstaat als Vorsorgeinstrument. Ein Antrag, der strukturelle Diskriminierung leugnet und Schutzinstrumente ablehnt, widerspricht diesen Kernwerten fundamental.

Keine wörtlich passenden Stellen im Parteiprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.

GRÜNE Regierungsfraktion
Wahlprogramm 0/10

Der Antrag ist diametral entgegengesetzt zur grünen Kernposition: Grüne fordern explizit eine 'Landesantidiskriminierungsstelle' (S. 94), 'innovative Wege zur Aufklärung über Diskriminierung' (S. 94) und 'Mehrsprachigkeit fördern' (S. 93). Die FDP-Kritik an 'Misstrauensbürokratie' untergräbt direkt das grüne Konzept einer aktiven, partizipativen Antidiskriminierungspolitik.

„Eine Landesantidiskriminierungsstelle vertritt diese Servicestellen auf Landesebene und schafft innovative Wege, um die Bevölkerung über Diskriminierungsformen aufzuklären."
✓ verifiziert BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN NRW Wahlprogramm 2022, S. 94 · PDF öffnen
Parteiprogramm 0/10

Grünes Grundsatzprogramm (2020) definiert Diskriminierung als gesamtgesellschaftliches Problem (S. 53, 83) und verlangt institutionellen Schutz ('Institutionelle Diskriminierung [...] ist Realität', S. 83). Der Antrag leugnet diese Realität und stellt staatliche Institutionen pauschal als diskriminierungsfrei dar — fundamentaler Widerspruch.

Keine wörtlich passenden Stellen im Parteiprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.

FDP Antragsteller:in
Wahlprogramm 9/10

Der Antrag spiegelt exakt die FDP-Prioritäten wider: 'Bürokratieabbau', 'Vertrauen in den Rechtsstaat', 'Eigenverantwortung' und 'Freiheit vor Bevormundung'. Die Kritik an 'neuer Dokumentationsbürokratie' und 'Misstrauenskultur' entspricht wörtlich dem Wahlprogramm (S. 38–40, 65–66).

„Wir wollen deshalb diesen Bereich digitalisieren und damit beschleunigen. Die Kirchenaustrittsgebühr wollen wir abschaffen."
✓ verifiziert FDP NRW Wahlprogramm 2022, S. 38 · PDF öffnen
„Sicherheit dient der Freiheit. Um unsere Freiheit zu schützen, brauchen wir eine funktionierende Sicherheitsstruktur und Vertrauen in den Rechtsstaat."
✓ verifiziert FDP NRW Wahlprogramm 2022, S. 65 · PDF öffnen
Parteiprogramm 9/10

Das FDP-Grundsatzprogramm (Karlsruher Freiheitsthesen 2012) betont 'individuelle Verantwortung' (S. 23), 'Vertrauen in den Menschen mehr als in den Staat' (S. 23) und warnt vor 'Selbstbeschäftigung der Bürokratie' (S. 23). Der Antrag ist eine präzise Umsetzung dieser Leitideen.

Keine wörtlich passenden Stellen im Parteiprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.

AfD
Wahlprogramm 0/10

Keine Quellen im Index — Bewertung nicht möglich.

Keine wörtlich passenden Stellen im Wahlprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.

Parteiprogramm 0/10

Keine Quellen im Index — Bewertung nicht möglich.

Keine wörtlich passenden Stellen im Parteiprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.

Was am Antrag besser werden könnte Verbesserungsvorschläge (Redline-Format) Verbesserungsvorschläge mit Begründung & GWÖ-Bezug Verbesserungsvorschläge — sofort übernehmbar

Diese Vorschläge hat ein erzeugt. Sie sind nicht im Parlament eingebracht worden. Im Vorschlagstext ist grün unterlegt, was neu hinzukäme, und durchgestrichen, was entfiele.

Tipp: Die Vorschläge sind als Redline formuliert (Original → Änderung → Begründung) und können direkt in einen Änderungsantrag übertragen werden. Über den Brief-Generator (#204) kann der Vorschlag auch als Briefentwurf an MdL versendet werden.
Vorschlag 1 von 3

Im Antrag steht

Ein diskriminierendes staatliches Handeln ist ein rechtswidriges staatliches Handeln.

Vorschlag

Ein diskriminierendes staatliches Handeln ist ein rechtswidriges staatliches Handeln — doch Rechtswidrigkeit wird oft erst durch strukturelle Aufklärung und externe Kontrolle sichtbar. Wir ergänzen daher § 13 um einen Anspruch auf unabhängige, anonymisierte Evaluierung von Beschwerdefällen durch die Ombudsstelle.

Stärkt Transparenz & Mitbestimmung (E5 — Transparente und demokratische Mitbestimmung) und soziale Gerechtigkeit (D4 — Soziale Gestaltung der öffentlichen Leistung) ohne bürokratische Überlastung.

Vorschlag 2 von 3

Im Antrag steht

Die Behauptung einer rechtlichen Schutzlücke trägt jedoch nicht.

Vorschlag

Die Behauptung einer rechtlichen Schutzlücke trägt jedoch nicht — doch empirische Daten zeigen, dass Betroffene systematisch von bestehenden Rechtswegen abgeschreckt werden (Vorlage 18/4736: <0,1 % Klagequote). Wir fordern daher eine Evaluierung der tatsächlichen Zugangsbarrieren zu AGG- und Verwaltungsrechtswegen.

Berücksichtigt empirische Realität (D2 — Gesamtwohl in der Gemeinde, D4 — Soziale Gestaltung der öffentlichen Leistung) und stärkt Solidarität durch evidenzbasierte Politik.

Vorschlag 3 von 3

Im Antrag steht

Der Gesetzentwurf zielt daher nicht auf die Schließung einer Schutzlücke ab, sondern schafft eine neue Anspruchs- und Klagearchitektur gegen das Land und seine Beschäftigten.

Vorschlag

Der Gesetzentwurf zielt daher nicht auf die Schließung einer Schutzlücke ab, sondern schafft eine neue kooperative Architektur zur Prävention, indem er die Ombudsstelle ermächtigt, proaktiv Schulungen, Diversity-Audits und Feedback-Runden mit Beschäftigten zu initiieren — ohne Klagezwang, aber mit Verbindlichkeit.

Transformiert 'Misstrauen' in 'Mitverantwortung' (C3 — Förderung ökologischen Verhaltens, E2 — Beitrag zum Gesamtwohl) und stärkt Menschenwürde (D1 — Schutz des Individuums, Rechtsgleichheit) durch präventive, nicht sanktionierende Maßnahmen.

Abstimmungsergebnis

Mehrheit deckt sich mit der Empfehlung dieses Werkzeugs — Empfohlen: Ablehnen; Beschluss: Abgelehnt.
Abgelehnt MMP18-128 ↗

Die Listen darunter nennen Fraktionen, nicht Sitze oder Stimmen. Einen Balken zeigt diese Seite deshalb nicht: Er würde ein Mengenverhältnis nahelegen, das die Daten nicht hergeben — Sitz- und Stimmzahlen liegen nicht vor, das Plenarprotokoll nennt keine. Wie das Plenum entschieden hat, steht oben als Ergebnis: Abgelehnt; wenige Fraktionen können die Mehrheit der Sitze auf sich vereinen.

Ja: AfD FDP
Nein: CDU GRÜNE SPD
Quelle: Plenarprotokoll · automatisch extrahiert

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