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NRW · Drs. 18/20444 · Antrag · 18. Wahlperiode · eingebracht 07.07.2026

Erstes Gesetz zur Entlastung von Bürgern und Wirtschaft in NRW - Erprobung der Verwaltungsvereinfachung in Kommunen in NRW

VerwaltungBürokratieabbauKommunenDigitalisierungGemeinwohl
Bewertung treffend?

Zusammenfassung

Ein neues Gesetz ermöglicht Kommunen, für bis zu vier Jahre von landesrechtlichen Vorschriften abzuweichen, um innovative, effiziente Verwaltungsverfahren zu erproben — ergänzt durch Streichung zahlreicher Berichtspflichten und Schriftformerfordernisse.

Kernforderungen
  • Kommunales Regelbefreiungsgesetz (KommBefrG)
  • Streichung von 13 Berichtspflichten
  • Streichung von Schriftformerfordernissen
  • Befristung bis 2031
  • Pilotcharakter mit Evaluation
7.0/10
Unterstützen mit Änderungen
Bewertungs-Sicherheit: hoch

Der Antrag fördert Transparenz & Mitbestimmung (Wert 5) durch digitale, niedrigschwellige Antragsverfahren (§3 Abs.2), stärkt Solidarität (Wert 2) durch kommunale Experimentierräume für lokale Lösungen und unterstützt Menschenwürde (Wert 1) durch Entlastung von bürokratischen Hürden für Bürger:innen und kleine Unternehmen. Allerdings fehlt ein systematischer Klima- oder Sozialcheck (z.B. nach §14 Grüne Wahlprogramm), was die ökologische Nachhaltigkeit (Wert 3) und soziale Gerechtigkeit (Wert 4) nicht aktiv stärkt — sie bleiben neutral. Die Befristung auf 2031 ist sachgerecht, aber keine explizite Verankerung von Gemeinwohl-Kriterien in den Erprobungsmaßstäben schwächt die GWÖ-Tiefe.

Was bedeutet das?

Grüne Ampel. Dieser Antrag stärkt das Gemeinwohl deutlich: Er fördert mehr Werte als er schwächt. Die Note (7.0 von 10) ist der GWÖ-Score — je höher, desto besser für das Allgemeinwohl.

Alle Fachbegriffe auf dieser Seite sind im Glossar kurz erklärt.

Zitat-Satz: „Der Antrag 18/20444 erhält im GWÖ-Antragsprüfer einen Gemeinwohl-Score von 7.0 von 10 (Unterstützen mit Änderungen), Bewertungs-Sicherheit hoch."

Stärkster Wert — Stärken

Starke kommunale Autonomie; Digitale Prozessoptimierung

Schwächster Wert — Schwächen

Fehlende Nachhaltigkeitsbindung; Keine soziale Rahmung der Abweichungen

Für Expert:innen: Gemeinwohl-Matrix 2.0 · 25 Felder
Schwerpunkt-Felder: C5D2D4
Menschenwürde
Solidarität
Ökol. Nachhaltigkeit
Soz. Gerechtigkeit
Transparenz
A · Lieferant:innen
B · Finanzen
C · Verwaltung
+
D · Bürger:innen
+
+
E · Gesellschaft & Natur
Für Expert:innen: Bewertungs-Kontext (Wahlperiode, Regierung, Methoden-Version)
Wahlperiode: 18. Wahlperiode (2022-06-01 – laufend)
Regierung zur Antragszeit: Wüst II (CDU+GRÜNE), vereidigt 2022-06-29
Bewertet gegen die folgenden Wahlprogramme:
Diese Bewertung wurde am 22.07.2026 mit qwen-plus gegen den oben genannten Programm-Stand erzeugt.
bewertet mit Prompt v5 · Analyzer v5 · Embedding text-embedding-v4Methodik & Transparenz
Für Expert:innen: Programm-Treue pro Fraktion
CDU Antragsteller:in Regierungsfraktion
Wahlprogramm 9/10

Der Antrag entspricht exakt den CDU-Kernpositionen zu Bürokratieabbau, Mittelstandsförderung und Verwaltungsmodernisierung. Die Föderalismusorientierung, Subsidiarität und Stärkung der Kommunen sind zentral im Wahlprogramm verankert.

Keine wörtlich passenden Stellen im Wahlprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.

Parteiprogramm 9/10

Das Grundsatzprogramm betont einen funktionierenden, effizienten Staat mit digitaler Verwaltung, weniger Komplexität und starker Subsidiarität — alles zentral im Antrag umgesetzt.

„Staat muss funktionieren! Deutschland braucht eine umfassende Staats- und Verwaltungsreform mit starken Ländern und Kommunen."
✓ verifiziert CDU Grundsatzprogramm 2024, S. 7 · PDF öffnen
SPD
Wahlprogramm 5/10

Die SPD fordert Tariftreue und gute Arbeit — hier fehlt jegliche Verankerung von Sozialstandards in Abweichungsverfahren. Auch fehlt der Bezug zu Chancengleichheit oder Bildungsgerechtigkeit. Positiv ist die Förderung lokaler Selbstorganisation, aber ohne soziale Rahmung bleibt sie technokratisch.

Keine wörtlich passenden Stellen im Wahlprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.

Parteiprogramm 4/10

Das Hamburger Programm betont Solidarität, soziale Gerechtigkeit und den Vorsorgestaat — doch der Antrag enthält keine Mechanismen, um diese Werte bei Abweichungen zu sichern. Kein Verweis auf Gewerkschaften, Mitbestimmung oder soziale Absicherung.

Keine wörtlich passenden Stellen im Parteiprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.

GRÜNE Antragsteller:in Regierungsfraktion
Wahlprogramm 8/10

Der Antrag greift Grüne Kernforderungen wie digitale Verwaltung, New Work, Bürokratieabbau und kommunale Autonomie auf. Die Pilotbehörden-Idee (Q12) und das Ziel einer 'weniger, schneller, effizienter'-Verwaltung (Q11) finden sich direkt wieder.

„Weniger, schneller, effizienter: mit digitalen Lösungen Bürokratie vereinfachen"
✓ verifiziert BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN NRW Wahlprogramm 2022, S. 49 · PDF öffnen
Parteiprogramm 8/10

Das Grundsatzprogramm verlangt gemeinwohlorientierte Infrastrukturen (Q16), Partizipation (Q12) und Demokratie (Q12). Der Antrag ermöglicht lokale Experimente — allerdings fehlt die Verankerung von Ökologie (Q17) und Menschenrechten (Q15) als Grenzen der Abweichung.

„Infrastrukturen sind eine öffentliche Aufgabe. Öffentliche Güter und Institutionen sowie soziale Infrastrukturen und bezahlbarer Wohnraum sind sicherzustellen und müssen für alle zugänglich sein."
✓ verifiziert Grüne Grundsatzprogramm 2020, S. 35 · PDF öffnen
FDP
Wahlprogramm 9/10

Der Antrag spiegelt exakt die FDP-Prioritäten wider: Bürokratieabbau, Eigenverantwortung, Technologieoffenheit, digitale Verwaltung und Marktliberalisierung. Die Streichung von Schriftformerfordernissen und Berichtspflichten entspricht dem FDP-Mantra 'Entlastung statt Regulierung'.

Keine wörtlich passenden Stellen im Wahlprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.

Parteiprogramm 9/10

Das FDP-Grundsatzprogramm setzt Freiheit, Eigenverantwortung und schlanken Staat in den Mittelpunkt — der Antrag realisiert dies konsequent durch Dezentralisierung, Flexibilisierung und Reduktion staatlicher Kontrolle.

Keine wörtlich passenden Stellen im Parteiprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.

AfD
Wahlprogramm 6/10

Die AfD fordert Bürokratieabbau und Stärkung der Kommunen — beides ist im Antrag enthalten. Allerdings fehlt der nationalistische Fokus auf Souveränität, Migration oder Kultur, sodass der Bezug partiell bleibt.

Keine wörtlich passenden Stellen im Wahlprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.

Parteiprogramm 5/10

Das AfD-Grundsatzprogramm betont nationale Souveränität und direkte Demokratie — der Antrag enthält jedoch keine Volksabstimmungselemente oder EU-Kritik, sondern arbeitet innerhalb bestehender EU- und Bundesrechtsrahmen.

Keine wörtlich passenden Stellen im Parteiprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.

Was am Antrag besser werden könnte Verbesserungsvorschläge (Redline-Format) Verbesserungsvorschläge mit Begründung & GWÖ-Bezug Verbesserungsvorschläge — sofort übernehmbar

Tipp: Die Vorschläge sind als Redline formuliert (Original → Änderung → Begründung) und können direkt in einen Änderungsantrag übertragen werden. Über den Brief-Generator (#204) kann der Vorschlag auch als Briefentwurf an MdL versendet werden.
Vorschlag 1 von 3
soweit Recht der Europäischen Union, Bundes-, Landesrecht oder Rechte Dritter nicht entgegenstehen und insbesondere keine Verletzung von Grundrechten, Menschenrechten, Umweltstandards oder sozialen Mindestnormen erfolgt

Stärkt Menschenwürde (A1, D1) und ökologische Nachhaltigkeit (E3) gemäß GWÖ-Matrix — schützt vor Abweichungen, die z.B. Arbeitsbedingungen oder Biodiversität gefährden.

Vorschlag 2 von 3
Die Landesregierung berichtet dem Landtag bis zum 31. Dezember 2025 und danach alle zwei Jahre über die Auswirkungen dieses Gesetzes, unter besonderer Berücksichtigung von Klima-, Sozial- und Gleichstellungsaspekten

Behebt das Defizit bei ökologischer Nachhaltigkeit (E3) und sozialer Gerechtigkeit (D4); macht Evaluierung gemeinwohlrelevant statt rein prozedural.

Vorschlag 3 von 3
Ziel des Gesetzes ist es, kommunalen Körperschaften flexible Möglichkeiten an die Hand zu geben, einen gemeinwohlorientierten Bürokratieabbau durchzusetzen, der Solidarität, ökologische Nachhaltigkeit, soziale Gerechtigkeit und Transparenz stärkt .

Verankert explizit alle fünf GWÖ-Werte im Gesetzesziel — erhöht GWÖ-Treue von 7 auf 9+ und signalisiert normative Richtung.

Abstimmungsergebnis

Das Warnzeichen ⚠ steht für den Heuchelei, das Ausrufezeichen ! für den Opportunismus. Beide vergleichen das Abstimmungsverhalten einer Fraktion mit ihrem eigenen Wahlprogramm.

Überwiesen MMP18-127 ↗
5/5 Fraktionen Ja · 0 Nein · 0 Enth.
Ja: AfD CDU FDP GRÜNE SPD
Quelle: Plenarprotokoll · automatisch extrahiert

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