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NRW · Drs. 18/20436 · Antrag · 18. Wahlperiode · eingebracht 07.07.2026

Zeit verloren, Zukunft verspielt – Landeswasserstrategie endlich vor-legen und handlungsfähig machen

UmweltKlimaanpassungWasserVerwaltungInfrastruktur
Bewertung treffend?

Zusammenfassung

Die FDP-Fraktion fordert die Landesregierung auf, die lange angekündigte Landeswasserstrategie endlich vorzulegen und dabei Verfahren zu beschleunigen, Priorisierungen vorzunehmen und Transparenz über die Umsetzung herzustellen.

Kernforderungen
  • Kritik an der verzögerten Vorlage der Landeswasserstrategie
  • Forderung nach verbindlichem Zeitplan und Priorisierung
  • Herausstellung struktureller Defizite (Genehmigungen, Zuständigkeiten)
  • Forderung nach konkreten Maßnahmen für Wassersicherheit und Hochwasserschutz
7.0/10
Unterstützen mit Änderungen
Bewertungs-Sicherheit: hoch

Der Antrag adressiert zentrale GWÖ-Themen wie ökologische Nachhaltigkeit (Wassersicherheit, Klimaanpassung), soziale Gerechtigkeit (zuverlässige Daseinsvorsorge) und Transparenz & Mitbestimmung (Beteiligung, klare Zuständigkeiten). Er fordert konkrete Umsetzung statt bloßer Zielbeschreibung — ein klarer Schritt in Richtung Gemeinwohlorientierung. Allerdings fehlt eine explizite Verknüpfung zu Menschenwürde (z. B. Zugang zu Wasser als Grundrecht) und Solidarität (z. B. Verteilungsgerechtigkeit bei Knappheit), was die Bewertung begrenzt.

Was bedeutet das?

Grüne Ampel. Dieser Antrag stärkt das Gemeinwohl deutlich: Er fördert mehr Werte als er schwächt. Die Note (7.0 von 10) ist der GWÖ-Score — je höher, desto besser für das Allgemeinwohl.

Alle Fachbegriffe auf dieser Seite sind im Glossar kurz erklärt.

Zitat-Satz: „Der Antrag 18/20436 erhält im GWÖ-Antragsprüfer einen Gemeinwohl-Score von 7.0 von 10 (Unterstützen mit Änderungen), Bewertungs-Sicherheit hoch."

Stärkster Wert — Stärken

Klare Problemstellung mit aktuellem Bezug (Trockenheit, Hochwasser); Starke Verankerung in FDP-Wahlprogramm

Schwächster Wert — Schwächen

Fehlende soziale Dimension (Wassergerechtigkeit, Armutsrisiken); Kein Bezug zu ökologischen Zielen jenseits der Infrastruktur (Artenvielfalt, Biodiversität)

Für Expert:innen: Gemeinwohl-Matrix 2.0 · 25 Felder
Schwerpunkt-Felder: D3D4D5
Menschenwürde
Solidarität
Ökol. Nachhaltigkeit
Soz. Gerechtigkeit
Transparenz
A · Lieferant:innen
B · Finanzen
C · Verwaltung
+
D · Bürger:innen
++
+
E · Gesellschaft & Natur
+
Für Expert:innen: Bewertungs-Kontext (Wahlperiode, Regierung, Methoden-Version)
Wahlperiode: 18. Wahlperiode (2022-06-01 – laufend)
Regierung zur Antragszeit: Wüst II (CDU+GRÜNE), vereidigt 2022-06-29
Bewertet gegen die folgenden Wahlprogramme:
Diese Bewertung wurde am 25.07.2026 mit qwen-plus gegen den oben genannten Programm-Stand erzeugt.
bewertet mit Prompt v5 · Analyzer v5 · Embedding text-embedding-v4Methodik & Transparenz
Für Expert:innen: Programm-Treue pro Fraktion
CDU Regierungsfraktion
Wahlprogramm 8/10

Der Antrag korrespondiert stark mit CDU-Prioritäten: Technologieoffener Klimaschutz (Q6), Infrastrukturausbau (Q10), Bürokratieabbau (Q10), Flächenmanagement (Q8) und kommunaler Handlungsspielraum (Q7). Die Forderung nach beschleunigten Genehmigungen und klaren Zuständigkeiten entspricht dem CDU-Fokus auf effiziente Verwaltung und Planungssicherheit.

„Planung, Genehmigung und Bau müssen noch schneller, digitaler und innovativer werden. Wir setzen dazu weiter auf die konsequente Digitalisierung von Planung und Genehmigung."
✓ verifiziert CDU NRW Wahlprogramm 2022, S. 47 · PDF öffnen
Parteiprogramm 7/10

Das CDU-Grundsatzprogramm betont Subsidiarität, technologieoffenen Umweltschutz und infrastrukturelle Stärke (Q11, Q12, Q13). Der Antrag unterstützt diese Ziele durch Forderung nach praktikabler, umsetzungsorientierter Strategie — allerdings ohne expliziten Bezug zu christlich-demokratischem Menschenbild oder Schöpfungsverantwortung.

Keine wörtlich passenden Stellen im Parteiprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.

SPD
Wahlprogramm 5/10

Die SPD fordert in ihrem Programm eine 'Zukunftsstrategie Wasser' (implizit in Klima- und Sozialzielen), aber mit stärkerem sozialem Akzent: Chancengleichheit, soziale Absicherung, öffentlicher Dienst statt Auslagerung. Der FDP-Antrag fokussiert auf Effizienz und Verfahren, nicht auf soziale Gerechtigkeit oder Tariftreue — ein signifikanter Unterschied.

Keine wörtlich passenden Stellen im Wahlprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.

Parteiprogramm 4/10

Das Hamburger Programm betont Solidarität, soziale Gerechtigkeit und ökologische Verantwortung als gleichrangige Grundwerte. Der Antrag berührt zwar Umwelt und Daseinsvorsorge, vernachlässigt aber explizit Solidarität (z.B. keine Forderung nach preislich erschwinglichem Wasser für alle) und soziale Gerechtigkeit (z.B. keine Berücksichtigung benachteiligter Quartiere).

Keine wörtlich passenden Stellen im Parteiprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.

GRÜNE Regierungsfraktion
Wahlprogramm 6/10

Die Grünen haben selbst eine 'Zukunftsstrategie Wasser' gefordert (Q16) und betonen Klimaanpassung, Artenvielfalt (Q19) und Klimavorbehalt (Q18). Der FDP-Antrag greift das Thema auf, bleibt aber hinter grüner Ambition zurück: Keine Forderung nach naturnahem Gewässerzustand, kein Bezug zu Artenvielfalt oder Biotopvernetzung, keine klare Priorisierung ökologischer Zielkonflikte.

„Wir entwickeln eine „Zukunftsstrategie Wasser“, um angemessen auf die Auswirkungen der Klimakrise und deren Folgen reagieren zu können."
✓ verifiziert BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN NRW Wahlprogramm 2022, S. 28 · PDF öffnen
Parteiprogramm 5/10

Das Grundsatzprogramm 2020 verankert Ökologie als Menschheitsaufgabe und Demokratie als lebendigen Prozess. Der Antrag ist demokratisch (Transparenz, Beteiligung), aber ökologisch unzureichend: Kein Bezug zu planetaren Grenzen, Biodiversität oder Suffizienz — stattdessen technikoptimistische Infrastrukturlösungen ohne Restriktionen.

Keine wörtlich passenden Stellen im Parteiprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.

FDP Antragsteller:in
Wahlprogramm 9/10

Der Antrag ist nahtlos aus dem FDP-Wahlprogramm abgeleitet: Bürokratieabbau (Q10), digitale Infrastruktur (Q1), innovative Wassermanagement-Konzepte wie 'Schwammstadt' (Q4), schnelle Planung/Genehmigung (Q10) und wirtschaftliche Entwicklung (Q11). Alle Kernforderungen spiegeln programmatische Prioritäten wider.

„Wir wollen auch Anreize für private Wasserspeicher schaffen. Grünflächen leisten nicht nur einen positiven Beitrag für das Stadtbild, sondern sorgen auch im Hochsommer für Abkühlung."
✓ verifiziert FDP NRW Wahlprogramm 2022, S. 59 · PDF öffnen
Parteiprogramm 8/10

Das FDP-Grundsatzprogramm 2012 betont Freiheit, Eigenverantwortung, Marktwirtschaft und schlanken Staat. Der Antrag folgt dieser Logik: Er zielt auf effiziente, innovationsfreundliche Verwaltung und marktorientierte Lösungen (z.B. private Speicher), ohne staatliche Lenkung oder Verteilungsfragen. Lediglich der starke Fokus auf Infrastruktur geht über rein marktliche Selbstregulierung hinaus.

Keine wörtlich passenden Stellen im Parteiprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.

AfD
Wahlprogramm 3/10

Die AfD lehnt die Energiewende und Klimapolitik ab und sieht Wasserprobleme nicht als klimabedingt, sondern als technisch-administrativ lösbar. Der Antrag akzeptiert die Klimakrise als Ursache — ein fundamentaler Widerspruch. Zudem fehlen AfD-typische Themen wie Migration, nationale Souveränität oder Kritik an 'grüner Ideologie'.

Keine wörtlich passenden Stellen im Wahlprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.

Parteiprogramm 2/10

Das AfD-Grundsatzprogramm 2016 lehnt Klimaschutzmaßnahmen als 'Planwirtschaft' ab und setzt auf Kernkraft/Kohle. Der Antrag basiert auf Klimaanpassung als Notwendigkeit — ein direkter Widerspruch zu den Kernideen des Programms. Kein Bezug zu Nation, Souveränität oder traditionellen Werten.

Keine wörtlich passenden Stellen im Parteiprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.

Was am Antrag besser werden könnte Verbesserungsvorschläge (Redline-Format) Verbesserungsvorschläge mit Begründung & GWÖ-Bezug Verbesserungsvorschläge — sofort übernehmbar

Tipp: Die Vorschläge sind als Redline formuliert (Original → Änderung → Begründung) und können direkt in einen Änderungsantrag übertragen werden. Über den Brief-Generator (#204) kann der Vorschlag auch als Briefentwurf an MdL versendet werden.
Vorschlag 1 von 3
darzulegen, mit welchen gemeinwohlorientierten konkreten Maßnahmen die Versorgung der Bevölkerung mit ausreichend Wasser auch in Hitze- und Trockenperioden sichergestellt wird — unter besonderer Berücksichtigung sozial benachteiligter Haushalte — und gleichzeitig der Schutz vor Starkregen und Hochwasser verbessert wird, unter Einbeziehung naturnaher Lösungen wie Renaturierung, Biotopvernetzung und Schwammstadt-Prinzipien .

Stärkt die GWÖ-Werte Soziale Gerechtigkeit (D4) und Ökologische Nachhaltigkeit (D3/E3) durch explizite Benennung von Gerechtigkeitsaspekten und ökologischen Lösungen.

Vorschlag 2 von 3
aufzuzeigen, wie Planungs- und Genehmigungsverfahren im Wassersektor konkret beschleunigt und bürokratische Hemmnisse reduziert werden sollen — unter Einhaltung strenger Umwelt- und Naturschutzstandards sowie unter Einbindung von Bürger:innenräten gemäß § 11a GO NRW .

Verknüpft Effizienz mit Transparenz & Mitbestimmung (D5) und Ökologischer Nachhaltigkeit (D3), verhindert eine bloße Entlastung der Wirtschaft auf Kosten von Umwelt und Demokratie.

Vorschlag 3 von 3
dass eine klare, gemeinwohlgeprüfte Landeswasserstrategie notwendig ist, damit die Wasserversorgung der Menschen auch bei Wetterextremen, wie Hitze und Trockenheit, zuverlässig gesichert bleibt — mit einer klaren Verpflichtung zur Tariftreue bei allen öffentlichen Aufträgen im Wassersektor — und gleichzeitig Menschen, Städte und Gemeinden besser vor Starkregen und Hochwasser geschützt werden.

Integriert Solidarität (B2) und Soziale Gerechtigkeit (C4) durch Tariftreue — ein zentraler GWÖ-Hebel für faire Arbeitsbedingungen in ausgelagerten Bereichen.

Abstimmungsergebnis

Das Warnzeichen ⚠ steht für den Heuchelei, das Ausrufezeichen ! für den Opportunismus. Beide vergleichen das Abstimmungsverhalten einer Fraktion mit ihrem eigenen Wahlprogramm.

Mehrheit gegen GWÖ-Empfehlung — Empfohlen: Unterstützen mit Änderungen; Beschluss: Abgelehnt.
Abgelehnt MMP18-128 ↗
2/5 Fraktionen Ja · 3 Nein · 0 Enth.
Ja: FDP SPD
Nein: AfD CDU GRÜNE
Quelle: Plenarprotokoll · automatisch extrahiert

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