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NRW · Drs. 18/20434 · Antrag · 18. Wahlperiode · eingebracht 07.07.2026

Effizient handeln, Risiken begrenzen – Management invasiver Arten neu aufstellen

UmweltKlimaanpassungGesundheitBiodiversität
Bewertung treffend?

Zusammenfassung

Der Antrag fordert eine Neuausrichtung des Managements invasiver Arten in NRW hin zu einem evidenzbasierten, praxisnahen und interministeriellen Ansatz, der ökologische, gesundheitliche und wirtschaftliche Risiken gleichermaßen berücksichtigt und Eigenverantwortung stärkt.

Kernforderungen
  • Kritik an statischer, biodiversitätszentrierter Bundespraxis
  • Forderung nach integrierter Risikobewertung (Ökologie/Gesundheit/Wirtschaft)
  • Beispiele für dezentrale, eigenverantwortliche Lösungen (AHOI, Nutria, Tigermücke)
  • Chancenorientierung bei potenziell invasiven Arten (Paulownia)
  • Forderung nach Klimaanpassung und Innovationsförderung
7.0/10
Unterstützen mit Änderungen
Bewertungs-Sicherheit: hoch

Der Antrag verankert ökologische Nachhaltigkeit (C3, D3, E3) durch Klimaanpassung, Biodiversitätsschutz und evidenzbasierte Risikobewertung. Er stärkt Transparenz & Mitbestimmung (D5, C5) via dezentraler Eigenverantwortung, Bürgeraufklärung (Tigermücke) und Vernetzung von Akteuren. Soziale Gerechtigkeit (D4) wird indirekt berührt durch Gesundheitsrisiken (Aedes albopictus), bleibt aber unzureichend operationalisiert. Menschenwürde (D1) und Solidarität (D2) bleiben weitgehend ausgeklammert — kein Bezug zu sozialen Folgen oder Gemeinwohlverpflichtungen öffentlicher Infrastruktur.

Was bedeutet das?

Grüne Ampel. Dieser Antrag stärkt das Gemeinwohl deutlich: Er fördert mehr Werte als er schwächt. Die Note (7.0 von 10) ist der GWÖ-Score — je höher, desto besser für das Allgemeinwohl.

Alle Fachbegriffe auf dieser Seite sind im Glossar kurz erklärt.

Zitat-Satz: „Der Antrag 18/20434 erhält im GWÖ-Antragsprüfer einen Gemeinwohl-Score von 7.0 von 10 (Unterstützen mit Änderungen), Bewertungs-Sicherheit hoch."

Stärkster Wert — Stärken

Praxisorientierung (AHOI-Regel, Tigermücke-Aufklärung); Interdisziplinäre Perspektive (Ökologie, Gesundheit, Wirtschaft)

Schwächster Wert — Schwächen

Fehlende soziale Gerechtigkeitsdimension; Risiko der Marktlogik bei invasiven Arten (Paulownia)

Für Expert:innen: Gemeinwohl-Matrix 2.0 · 25 Felder
Schwerpunkt-Felder: D3D5B2
Menschenwürde
Solidarität
Ökol. Nachhaltigkeit
Soz. Gerechtigkeit
Transparenz
A · Lieferant:innen
+
B · Finanzen
C · Verwaltung
+
+
D · Bürger:innen
+
+
+
E · Gesellschaft & Natur
+
Für Expert:innen: Bewertungs-Kontext (Wahlperiode, Regierung, Methoden-Version)
Wahlperiode: 18. Wahlperiode (2022-06-01 – laufend)
Regierung zur Antragszeit: Wüst II (CDU+GRÜNE), vereidigt 2022-06-29
Bewertet gegen die folgenden Wahlprogramme:
Diese Bewertung wurde am 22.07.2026 mit qwen-plus gegen den oben genannten Programm-Stand erzeugt.
bewertet mit Prompt v5 · Analyzer v5 · Embedding text-embedding-v4Methodik & Transparenz
Für Expert:innen: Programm-Treue pro Fraktion
FDP Antragsteller:in
Wahlprogramm 9/10

Der Antrag spiegelt exakt die FDP-NRW-Kernpositionen wider: Bürokratieabbau ('unnötige Bürokratie behindert nicht'), Technologieoffenheit & Innovation ('technische Innovationen', 'innovationsfreundliche Umweltpolitik'), Eigenverantwortung ('AHOI-Regel', 'Eigenverantwortung vor Ort'), Marktwirtschaftlichkeit ('marktorientierte Lösungen', 'Wertschöpfungspotenziale') und evidenzbasierte Politik ('evidenzbasierte Bewertung').

„Wir wollen das Monitoring der Biodiversität ausbauen, um eine zielgerichtete Naturschutzpolitik zu betreiben. Hier setzen wir auf digitale Lösungen zur Datenerfassung"
✓ verifiziert FDP NRW Wahlprogramm 2022, S. 58 · PDF öffnen
Parteiprogramm 8/10

Stimmt mit den FDP-Leitideen überein: 'Eigenverantwortung vor Staatsverantwortung', 'Innovation fördern', 'Marktwirtschaftlicher Umweltschutz'. Der Fokus auf Anreize statt Verbote ([Q6], [Q10]) und auf technologische Lösungen ([Q7], [Q9]) ist konsistent. Leichte Abweichung: Das Grundsatzprogramm betont 'fiskalische und ökologische Nachhaltigkeit' ([Q8]), während der Antrag ökologische Risiken primär als wirtschaftliche Kosten behandelt.

„Wir setzen auf Anreize und nicht auf Verbote."
✓ verifiziert FDP Karlsruher Freiheitsthesen 2012, S. 49 · PDF öffnen
CDU Regierungsfraktion
Wahlprogramm 8/10

Der Antrag entspricht CDU-Prioritäten: 'Technologieoffener Klimaschutz', 'Bürokratieabbau', 'Praxisnähe', 'Wald- und Wasserschutz' sowie 'Jagd als nachhaltiges Management-Tool' (Nutria-Frage). Die Betonung von Infrastrukturschutz (Deiche, Trinkwasser) und Gesundheitsrisiken (Tigermücke) passt zum CDU-Schwerpunkt 'Sicherheit vor Freiheitseinschränkung'.

„Wir setzen auf zukunftsweisende Technologien zum Schutz des Klimas, der Natur und der Umwelt."
✓ verifiziert CDU NRW Wahlprogramm 2022, S. 48 · PDF öffnen
„Invasive Arten bedrohen heimische Lebensräume und schaden der biologischen Vielfalt. Wir werden eine Strategie erarbeiten, um die von invasiven Arten ausgehenden Gefahren zu begrenzen."
✓ verifiziert CDU NRW Wahlprogramm 2022, S. 50 · PDF öffnen
Parteiprogramm 7/10

Passt zur CDU-Leitidee 'Schöpfungsverantwortung' ([Q17]) und 'marktwirtschaftlichem Umweltschutz' ([Q18]), aber weniger zur christlich-demokratischen Betonung von 'Vorsorge' und 'Subsidiarität': Der Antrag setzt stärker auf Eigenverantwortung als auf staatliche Rahmensetzung. Kein Widerspruch, aber geringe Akzentverschiebung.

Keine wörtlich passenden Stellen im Parteiprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.

GRÜNE Regierungsfraktion
Wahlprogramm 5/10

Teilweise Übereinstimmung: Grüne fordern ebenfalls 'Pestizidminderung' ([Q22]), 'Hochwasserschutz' ([Q21], [Q23]) und 'Klimaanpassung' ([Q23]). Aber gravierender Konflikt in der Grundhaltung: Grüne betonen 'Vorsorge vor Nutzung' und 'planetare Grenzen' ([Q28], [Q30]), während der Antrag 'Chancen' bei invasiven Arten (Paulownia) und 'Wertschöpfung' priorisiert. Die Forderung nach 'gesetzlich geregelten Verantwortlichkeiten' (z.B. bei Nutria) steht im Gegensatz zur FDP-Präferenz für 'dezentrale Lösungen'.

Keine wörtlich passenden Stellen im Wahlprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.

Parteiprogramm 4/10

Der Antrag widerspricht dem grünen Grundsatzprogramm in Kernpunkten: Er vertritt kein 'Postwachstum'-Denken, sondern 'Wertschöpfungspotenziale', und stellt nicht 'planetare Grenzen' ([Q28]) oder 'Lebensgrundlagen schützen' ([Q30]) in den Mittelpunkt, sondern 'Risikobegrenzung' und 'ökonomische Vernunft'. Die Betonung von 'Marktlösungen' steht im Spannungsfeld zur grünen Forderung nach 'sozial-ökologischer Transformation'.

„Der Verlust an Biodiversität ist so dramatisch wie die Klimakrise. Schlimmer noch: Die beiden Krisen bedingen sich gegenseitig und können daher auch nur gemeinsam gelöst werden."
✓ verifiziert Grüne Grundsatzprogramm 2020, S. 24 · PDF öffnen
SPD
Wahlprogramm 4/10

Der Antrag berührt SPD-Themen wie 'Infrastrukturschutz' und 'Gesundheitsschutz', aber ignoriert zentrale SPD-Werte: Soziale Gerechtigkeit (keine Analyse sozialer Ungleichheit bei Risikoexposition), starke öffentliche Hand ('dezentral' statt 'staatlich koordiniert'), Tariftreue (kein Bezug zu Arbeitsbedingungen im Wildtiermanagement) und 'soziale Absicherung' (keine Berücksichtigung von Kleinlandwirten oder Deichbewirtschaftern als besonders betroffen).

Keine wörtlich passenden Stellen im Wahlprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.

Parteiprogramm 3/10

Der Antrag widerspricht dem Hamburger Programm: Dort steht 'Solidarität' und 'Vorsorgender Sozialstaat' im Zentrum ([Q1]–[Q5] im SPD-Grundsatzprogramm), während der Antrag 'Eigenverantwortung' und 'Marktlösungen' priorisiert. Kein Bezug zu 'gerechter Verteilung' oder 'internationaler Solidarität' (z.B. globale Herkunft invasiver Arten).

Keine wörtlich passenden Stellen im Parteiprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.

AfD
Wahlprogramm 6/10

Teilweise Übereinstimmung: AfD lehnt 'Ideologie' ab und betont 'praktische Lösungen' — der Antrag ist sachlich, nicht ideologisch. Auch 'Infrastrukturschutz' (Deiche) und 'Gesundheitsrisiken' (Tigermücke) sind AfD-Themen. Aber AfD lehnt EU-Verordnungen ab ([Q1]–[Q5] im AfD-Wahlprogramm), während der Antrag ausdrücklich auf die EU-Verordnung (Nr. 1143/2014) verweist und deren Umsetzung fordert.

Keine wörtlich passenden Stellen im Wahlprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.

Parteiprogramm 2/10

Fundamentaler Widerspruch: Das AfD-Grundsatzprogramm lehnt 'Brüsseler Bürokratie' ab und fordert nationale Souveränität ([Q1]–[Q5]). Der Antrag hingegen bezieht sich explizit auf EU-Recht und fordert Bundeseinsatz für dessen Umsetzung. Keine Übereinstimmung mit 'EU-Kritik' oder 'direkter Demokratie'.

Keine wörtlich passenden Stellen im Parteiprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.

Was am Antrag besser werden könnte Verbesserungsvorschläge (Redline-Format) Verbesserungsvorschläge mit Begründung & GWÖ-Bezug Verbesserungsvorschläge — sofort übernehmbar

Tipp: Die Vorschläge sind als Redline formuliert (Original → Änderung → Begründung) und können direkt in einen Änderungsantrag übertragen werden. Über den Brief-Generator (#204) kann der Vorschlag auch als Briefentwurf an MdL versendet werden.
Vorschlag 1 von 3
Innovationen und gemeinwohlorientierte Lösungen zu fördern, die ökonomisch tragfähigen Klimaschutz und Klimaanpassung ermöglichen und die ökologischen Grenzen respektieren .

Ersetzt 'marktorientiert' durch 'gemeinwohlorientiert' und ergänzt 'ökologische Grenzen' — stärkt GWÖ-Wert 'Ökologische Nachhaltigkeit' (Spalte 3) und reduziert das Risiko einer Marktlogik, die ökologische Risiken bagatellisiert.

Vorschlag 2 von 3
Eine innovationsfreundliche Umweltpolitik muss solche differenzierten Lösungen unter strenger Vorsorge- und Risikoprüfung ermöglichen, statt sie durch pauschale Verbote zu verhindern.

Ergänzt das Vorsorgeprinzip — entscheidend für GWÖ-Wert 'Menschenwürde' (Spalte 1) und 'Ökologische Nachhaltigkeit' (Spalte 3), insbesondere bei potenziell invasiven Arten wie Paulownia.

Vorschlag 3 von 3
Die folgenden Beispiele zeigen eindrücklich, wie sehr praktische Lösungen derzeit von engagierten Akteuren vor Ort abhängen, wobei besonders benachteiligte Regionen und Berufsgruppen (z.B. Deichbewirtschafter, Kleinlandwirte) systematisch unterrepräsentiert sind , während landesweite strategische Leitplanken fehlen.

Fügt soziale Gerechtigkeit (Spalte 4) ein — adressiert die GWÖ-Lücke im Antrag und stärkt die Dimension 'Soziale öffentliche Leistung' (D4).

Abstimmungsergebnis

Das Warnzeichen ⚠ steht für den Heuchelei, das Ausrufezeichen ! für den Opportunismus. Beide vergleichen das Abstimmungsverhalten einer Fraktion mit ihrem eigenen Wahlprogramm.

Überwiesen MMP18-127 ↗
5/5 Fraktionen Ja · 0 Nein · 0 Enth.
Ja: AfD CDU FDP GRÜNE SPD
Quelle: Plenarprotokoll · automatisch extrahiert

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