Zusammenfassung
Der Antrag fordert eine landesweite, konzeptbasierte Förderung für Junglandwirte — insbesondere Frauen und Quereinsteiger — zur Sicherung der Hofnachfolge, Modernisierung und Ernährungssouveränität.
- Einführung einer landeseigenen Existenzgründungsprämie
- Erleichterung der Agrarinvestitionsförderung (AFP) für Junglandwirte
- Kooperation mit NRW.Bank und Rentenbank für Risikoabsicherung
- Förderung von Frauen in der Landwirtschaft durch Betriebshilfe und Vereinbarkeitsmaßnahmen
- Einflussnahme auf GAP-Verhandlungen zugunsten junger Gründer:innen
Der Antrag stärkt systematisch die Gemeinwohl-Dimensionen Solidarität (D2), Soziale Gerechtigkeit (D4) und Ökologische Nachhaltigkeit (E3) durch zielgenaue Förderung junger, vielfältiger und nachfolgebereiter landwirtschaftlicher Betriebe. Er adressiert strukturelle Ungleichheiten bei Zugang zu Kapital, Fläche und Sicherheit — besonders für Frauen und außerfamiliäre Gründer:innen — und verankert Transparenz & Mitbestimmung über konzeptbasierte, nicht flächengebundene Bewertungskriterien. Die Kooperation mit NRW.Bank und Rentenbank sowie die Forderung nach GAP-Adaptation zeigen Verantwortung über kommunale Grenzen hinaus (E2/E4).
Was bedeutet das?
Grüne Ampel. Dieser Antrag stärkt das Gemeinwohl deutlich: Er fördert mehr Werte als er schwächt. Die Note (9.0 von 10) ist der GWÖ-Score — je höher, desto besser für das Allgemeinwohl.
Alle Fachbegriffe auf dieser Seite sind im Glossar kurz erklärt.
Zitat-Satz: „Der Antrag 18/20430 erhält im GWÖ-Antragsprüfer einen Gemeinwohl-Score von 9.0 von 10 (Uneingeschränkt unterstützen), Bewertungs-Sicherheit hoch."
Stärkster Wert — Stärken
Klare Zielgruppenorientierung (Frauen, Quereinsteiger, außerfamiliäre Nachfolge); Integration von EU-, Bundes- und Landesebene
Schwächster Wert — Schwächen
Keine konkrete Finanzierungszusage; Keine Verankerung gemeinwohlökonomischer Kriterien (z. B. GWÖ-Bilanz)
Für Expert:innen: Gemeinwohl-Matrix 2.0 · 25 Felder
Für Expert:innen: Bewertungs-Kontext (Wahlperiode, Regierung, Methoden-Version)
Für Expert:innen: Programm-Treue pro Fraktion
Wahlprogramm 9/10
Der Antrag entspricht exakt den CDU-Kernzielen: Flächensparprogramm (Q1), Stärkung bäuerlicher Betriebe, Sicherung der Ernährungssouveränität, Bürokratieabbau bei AFP (Q4), Förderung von Start-ups und Innovation (Q5), sowie familienfreundliche Rahmenbedingungen (Q2).
Parteiprogramm 8/10
Stimmt mit dem christlich-demokratischen Menschenbild (Q6), der Schöpfungsverantwortung (Q7–Q9) und dem Subsidiaritätsprinzip überein; leitet aber stärker als im Grundsatzprogramm explizit staatliche Förderinstrumente ab.
Keine wörtlich passenden Stellen im Parteiprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.
Wahlprogramm 9/10
Der Antrag spiegelt Kernforderungen des Grünen Wahlprogramms wider: Förderung kleinerer und mittlerer Betriebe (Q11, Q13), sozialökologische Beratung, Abbau unnötiger Bürokratie (Q14), Unterstützung von Existenzgründungen (Q12), sowie tiergerechte Haltung und Umweltschutz (Q15).
Parteiprogramm 9/10
Passt nahtlos zum Grundsatzprogramm: regionale Wirtschaftskreisläufe (Q16), Recht auf gesunde Nahrung (Q17), Förderung alternativer Wirtschaftsformen (Q19), und solidarischer Landwirtschaft (Q19).
Keine wörtlich passenden Stellen im Parteiprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.
Wahlprogramm 7/10
Der Antrag unterstützt SPD-Ziele wie soziale Gerechtigkeit, Chancengleichheit für Frauen und Familienförderung — jedoch fehlt die klare Verbindung zur Tariftreue, zum Landesmindestlohn oder zur sozialen Absicherung von Beschäftigten in der Landwirtschaft. Die SPD betont stärker die Rolle der Gewerkschaften und kollektiver Vereinbarungen.
Keine wörtlich passenden Stellen im Wahlprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.
Parteiprogramm 7/10
Entspricht dem Hamburger Programm in Bezug auf soziale Gerechtigkeit, Nachhaltigkeit und Solidarität (Q17), bleibt aber hinter der Forderung nach „Recht auf Arbeit“ und starker Gewerkschaftsrolle zurück.
Keine wörtlich passenden Stellen im Parteiprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.
Wahlprogramm 6/10
Der Antrag enthält Elemente der FDP-Politik wie Bürokratieabbau (Q14), Digitalisierung und Startup-Förderung (Q5, Q12), widerspricht aber dem Prinzip der 'Privat vor Staat' durch starke öffentliche Förderinstrumente und konzeptbasierte Interventionen. Die FDP bevorzugt marktbasierte Lösungen statt direkter Landesförderung.
Keine wörtlich passenden Stellen im Wahlprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.
Parteiprogramm 6/10
Teilweise konsistent mit Freiheits- und Marktwirtschaftsorientierung (Q10), aber nicht mit dem FDP-Leitgedanken 'Eigenverantwortung vor Staatsverantwortung' (Q10), da hier staatliche Förderung zentral ist.
Keine wörtlich passenden Stellen im Parteiprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.
Wahlprogramm 2/10
Der Antrag widerspricht zentralen AfD-Positionen: Er fördert EU-integrierte GAP-Strategien („Gemeinsame Agrarpolitik ab 2028“), was der EU-Kritik und Forderung nach nationaler Souveränität widerspricht. Zudem fehlt jede Bezugnahme auf Kernthemen wie Migration, Identität oder Kernkraft.
Keine wörtlich passenden Stellen im Wahlprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.
Parteiprogramm 2/10
Keine Übereinstimmung mit dem AfD-Grundsatzprogramm zur nationalen Souveränität, EU-Kritik oder traditionellen Familienpolitik. Der Antrag setzt auf europäische Kooperation und moderne, inklusive Strukturen — entgegen der AfD-Ideologie.
Keine wörtlich passenden Stellen im Parteiprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.
Was am Antrag besser werden könnte Verbesserungsvorschläge (Redline-Format) Verbesserungsvorschläge mit Begründung & GWÖ-Bezug Verbesserungsvorschläge — sofort übernehmbar
Stärkt GWÖ-Wert 'Transparenz & Mitbestimmung' (D5) durch klare Zeitvorgabe und Handlungsoffenheit; erhöht Vertrauen in die Umsetzung.
Verankert den GWÖ-Wert 'Ökologische Nachhaltigkeit' (D3/E3) und 'Solidarität' (D2) strukturell — nicht nur formal — und stärkt die grüne Wirtschaftspolitik.
Stärkt GWÖ-Werte 'Menschenwürde' (D1), 'Soziale Gerechtigkeit' (D4) und 'Ökologische Nachhaltigkeit' (D3) durch verbindliche Zielsetzung — nicht nur allgemeine Forderung.
Abstimmungsergebnis
Das Warnzeichen ⚠ steht für den Heuchelei, das Ausrufezeichen ! für den Opportunismus. Beide vergleichen das Abstimmungsverhalten einer Fraktion mit ihrem eigenen Wahlprogramm.
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