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NRW · Drs. 18/20423 · Antrag · 18. Wahlperiode · eingebracht 07.07.2026

Die Gesundheitsversorgung in Nordrhein-Westfalen endlich im 21. Jahrhundert ankommen lassen – Krankenhäuser, Pflegeeinrichtungen und Einrichtungen der kritischen Gesundheitsversorgung wirksam vor Hitze schützen!

GesundheitKlimaanpassungInfrastrukturPflege
Bewertung treffend?

Zusammenfassung

Der Antrag fordert ein landesweites Investitions- und Förderprogramm zur Hitzesicherung von Krankenhäusern, Pflegeeinrichtungen und Einrichtungen der Eingliederungshilfe — inklusive systematischer Bestandsaufnahme, verbindlicher Mindeststandards und jährlicher Berichtspflicht.

Kernforderungen
  • Landesweites Investitionsprogramm zur Hitzesicherung
  • Systematische Erhebung des baulichen Hitzeschutzes
  • Verbindliche Mindeststandards für Raumtemperatur und Notfallkonzepte
  • Förderung von Sonnenschutz, Lüftung und energetischer Sanierung
  • Extremhitze als Lage besonderer Bedeutung in Katastrophenschutzplanung
7.0/10
Unterstützen mit Änderungen
Bewertungs-Sicherheit: hoch

Der Antrag adressiert zentrale GWÖ-Werte: Soziale Gerechtigkeit (Schutz vulnerabler Gruppen), Ökologische Nachhaltigkeit (Hitzeanpassung als Klimaresilienz), Menschenwürde (gesicherte Lebensbedingungen in stationären Einrichtungen) und Transparenz & Mitbestimmung (Berichtspflicht, Bestandsaufnahme). Er berührt besonders die Berührungsgruppen D (Bürger:innen und Wirtschaft) und E (Staat, Gesellschaft und Natur), da er gesundheitliche Daseinsvorsorge unter Klimawandelbedingungen stärkt. Allerdings fehlt eine explizite Verknüpfung mit Solidarität (z. B. gemeinwohlorientierte Finanzierung, Beteiligung von Betroffenen) und ein klarer Bezug zu Lieferketten oder Beschaffung (Gruppe A).

Was bedeutet das?

Grüne Ampel. Dieser Antrag stärkt das Gemeinwohl deutlich: Er fördert mehr Werte als er schwächt. Die Note (7.0 von 10) ist der GWÖ-Score — je höher, desto besser für das Allgemeinwohl.

Alle Fachbegriffe auf dieser Seite sind im Glossar kurz erklärt.

Zitat-Satz: „Der Antrag 18/20423 erhält im GWÖ-Antragsprüfer einen Gemeinwohl-Score von 7.0 von 10 (Unterstützen mit Änderungen), Bewertungs-Sicherheit hoch."

Stärkster Wert — Stärken

Klare Fokussierung auf vulnerable Gruppen; Konkrete, umsetzbare Maßnahmenkataloge

Schwächster Wert — Schwächen

Fehlende Partizipation und Mitbestimmung; Keine Verknüpfung mit Arbeitsbedingungen des Personals (z. B. Tariftreue)

Für Expert:innen: Gemeinwohl-Matrix 2.0 · 25 Felder
Schwerpunkt-Felder: D1D4E3
Menschenwürde
Solidarität
Ökol. Nachhaltigkeit
Soz. Gerechtigkeit
Transparenz
A · Lieferant:innen
B · Finanzen
C · Verwaltung
D · Bürger:innen
++
++
+
E · Gesellschaft & Natur
+
Für Expert:innen: Bewertungs-Kontext (Wahlperiode, Regierung, Methoden-Version)
Wahlperiode: 18. Wahlperiode (2022-06-01 – laufend)
Regierung zur Antragszeit: Wüst II (CDU+GRÜNE), vereidigt 2022-06-29
Bewertet gegen die folgenden Wahlprogramme:
  • AfD: Wer sonst. — gültig seit 2022-05-15, 68 S.
Diese Bewertung wurde am 22.07.2026 mit qwen-plus gegen den oben genannten Programm-Stand erzeugt.
bewertet mit Prompt v5 · Analyzer v5 · Embedding text-embedding-v4Methodik & Transparenz
Für Expert:innen: Programm-Treue pro Fraktion
CDU Regierungsfraktion
Wahlprogramm 7/10

Der Antrag korrespondiert mit CDUs Schwerpunkten 'Gesundheit' und 'kritische Infrastruktur', insbesondere den Zielen zur Stärkung der Widerstandsfähigkeit (Q15) und wohnortnahen Versorgung (Q12, Q13). Die Forderung nach baulichen Maßnahmen zur Funktionsfähigkeit unter Belastung entspricht dem CDU-Verständnis von 'Sicherheit' und 'Vorsorge'. Allerdings fehlt der explizite Bezug zu Technologieoffenheit oder Bürokratieabbau — Kernthemen des CDU-Wahlprogramms.

„Wir wollen die Widerstandsfähigkeit der kritischen Infrastruktur stärken und den Digitalfunk ausfallsicherer machen sowie für die Einführung und Vorhaltung von Redundanzsystemen sorgen."
✓ verifiziert CDU NRW Wahlprogramm 2022, S. 17 · PDF öffnen
Parteiprogramm 6/10

Das CDU-Grundsatzprogramm betont 'Schöpfungsverantwortung' und 'Technologieoffenheit', was mit Hitzeschutzmaßnahmen vereinbar ist. Der Fokus auf 'Eigenverantwortung' und 'Subsidiarität' wird jedoch nicht aufgegriffen — stattdessen wird zentral gesteuerte Investitionspolitik gefordert. Kein direkter Bezug zu 'Werterhalt vor Modernisierung' (Q7) oder 'Infrastrukturverfall' (Q8).

Keine wörtlich passenden Stellen im Parteiprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.

SPD
Wahlprogramm 5/10

Der Antrag unterstützt SPD-Ziele wie 'soziale Gerechtigkeit' und 'Daseinsvorsorge', aber er fehlt die typische SPD-Perspektive: Keine Verknüpfung mit Tariftreue, Landesmindestlohn oder Mitbestimmung im Gesundheitssektor. Auch fehlt der Bezug zu 'Kinderarmut' oder 'Pflegepersonaloffensive'. Die Forderung nach staatlicher Verantwortung passt zum Sozialstaatsprinzip, doch die konkrete Umsetzung bleibt technokratisch.

Keine wörtlich passenden Stellen im Wahlprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.

Parteiprogramm 4/10

Das Hamburger Programm betont 'Solidarität', 'Gerechtigkeit' und 'Nachhaltigkeit' als Grundwerte. Der Antrag greift 'Gerechtigkeit' (Schutz Vulnerabler) und 'Nachhaltigkeit' (Klimaresilienz) auf, vernachlässigt aber 'Solidarität' (keine Partizipation, keine Verbindung zu Arbeitnehmerrechten). Kein Bezug zu 'Recht auf Arbeit' oder 'starke Gewerkschaften' (Hamburger Programm).

Keine wörtlich passenden Stellen im Parteiprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.

GRÜNE Regierungsfraktion
Wahlprogramm 8/10

Der Antrag deckt zentrale grüne Themen ab: Klimaresilienz (Q22: Klima-Check), Gesundheitsversorgung als gesellschaftliche Aufgabe (Q21, Q24), Prävention (Q27) und 'gesundheitsfördernde Lebenswelten'. Die Forderung nach systematischer Bestandsaufnahme und Mindeststandards entspricht dem grünen Anspruch an 'ambitionierte Standards' (Q25). Einzig die fehlende Verknüpfung mit 'Bürger:innenräten' oder 'Demokratiebildung' verhindert einen Score von 9.

„Klima-Check für alle Landesgesetze und für Förderprogramme Wir werden einen Klimavorbehalt für neue Gesetze und Förderprogramme einführen."
✓ verifiziert BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN NRW Wahlprogramm 2022, S. 9 · PDF öffnen
Parteiprogramm 7/10

Das Grundsatzprogramm fordert 'planetare Grenzen' (Q26), 'gesundheitsfördernde Lebenswelten' (Q27) und 'Patient*innen als Akteur*innen' (Q28). Der Antrag erfüllt die ersten beiden, vernachlässigt aber die partizipative Dimension ('Akteur*innen') und die Forderung nach 'finanzieller Ausstattung nach gesellschaftlichem Auftrag' (Q26).

Keine wörtlich passenden Stellen im Parteiprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.

FDP
Wahlprogramm 3/10

Der Antrag widerspricht zentralen FDP-Prinzipien: Er fordert zentrale Regulierung (Mindeststandards, verbindliche Fördervoraussetzungen), statt 'Marktentscheidung' (Q33) oder 'Technologieoffenheit' (Q34). Die FDP lehnt 'Verbote' und 'Bevormundung' ab (Q35); hier wird jedoch ein regulatorischer Zwang eingefordert. Zwar passt 'Digitales Musterland' (Q32) zur technischen Infrastruktur, doch fehlt jeder Bezug zu 'Eigenverantwortung' oder 'schlankem Staat'.

Keine wörtlich passenden Stellen im Wahlprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.

Parteiprogramm 2/10

Das FDP-Grundsatzprogramm stellt 'individuelle Freiheit' und 'Eigenverantwortung' vor Staatsverantwortung (Q36). Der Antrag setzt dagegen auf 'staatliche Schutzpflicht' und 'verbindliche Standards' — ein fundamentaler Widerspruch zu 'Freiheit als höchster Wert'. Kein Bezug zu 'Marktwirtschaft' oder 'Wettbewerb'.

Keine wörtlich passenden Stellen im Parteiprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.

AfD Antragsteller:in
Wahlprogramm 9/10

Der Antrag ist nahtlos mit dem AfD-Wahlprogramm verknüpft: Er konkretisiert die Forderung nach 'Aufwertung der Pflege- und Gesundheitsberufe' (Q1) durch bessere Arbeitsbedingungen und Infrastruktur; greift 'Katastrophenschutz vor Klimawandel' (Q2) direkt auf (Extremhitze als Lage besonderer Bedeutung); und adressiert 'kritische Infrastrukturverfall' (Q8) mit dem Investitionsstau. Die Sprache ('vulnerabel', 'staatliche Verantwortung', 'Daseinsvorsorge') entspricht exakt dem programmatischen Ton.

„Für eine Aufwertung der Pflege- und Gesundheitsberufe Die Pflegeberufe leisten Tag für Tag einen wertvollen Dienst an der Gemeinschaft, oft unter belastenden Bedingungen."
✓ verifiziert AfD NRW Wahlprogramm 2022, S. 33 · PDF öffnen
„Katastrophenschutz muss im Mittelpunkt stehen, nicht der Klimawandel In der Natur gibt es keine Katastrophen, sondern nur Naturereignisse."
✓ verifiziert AfD NRW Wahlprogramm 2022, S. 10 · PDF öffnen
Parteiprogramm 8/10

Das AfD-Grundsatzprogramm fordert 'Infrastrukturverfall' zu bekämpfen (Q8), 'Werterhalt vor Modernisierung' (Q7) und 'mobile Lösungen' für ländliche Versorgung (Q6). Der Antrag folgt dieser Logik: Er zielt auf Werterhalt (Modernisierung bestehender Einrichtungen) und nutzt technische Lösungen (Kühlung, Lüftung). Lediglich der Fokus auf 'zentrale Bestandsaufnahme' steht etwas im Spannungsfeld zu 'kommunaler Selbstverwaltung' — daher kein voller Score.

Keine wörtlich passenden Stellen im Parteiprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.

Was am Antrag besser werden könnte Verbesserungsvorschläge (Redline-Format) Verbesserungsvorschläge mit Begründung & GWÖ-Bezug Verbesserungsvorschläge — sofort übernehmbar

Tipp: Die Vorschläge sind als Redline formuliert (Original → Änderung → Begründung) und können direkt in einen Änderungsantrag übertragen werden. Über den Brief-Generator (#204) kann der Vorschlag auch als Briefentwurf an MdL versendet werden.
Vorschlag 1 von 3
3. verbindliche Mindeststandards für - maximale Raumtemperaturen (max. 26 °C tagsüber, 24 °C nachts) , - Kühlräume, - Trinkwasserversorgung, - Temperaturüberwachung, - Alarmierungsstufen und - personelle Notfallkonzepte unter Einbeziehung von Patient*innenvertreter*innen und Pflegekräften für alle Einrichtungen der stationären Versorgung einzuführen.

Stärkt GWÖ-Wert 'Transparenz & Mitbestimmung' (Feld C3) und 'Soziale Gerechtigkeit' (Feld D4) durch partizipative Konzeptentwicklung und konkretisiert den Menschenrechtsschutz.

Vorschlag 2 von 3
7. dem Landtag jährlich über - den Stand der Umsetzung, - den Investitionsbedarf, - die Verwendung der Fördermittel, - die Beteiligung von Betroffenen und Fachverbänden an der Umsetzung , - die Entwicklung hitzebedingter Krankenhausaufnahmen - sowie erkannte strukturelle Defizite unter Offenlegung aller Daten im Open-Data-Format zu berichten.

Erhöht 'Transparenz & Mitbestimmung' (Feld C5) und ermöglicht zivilgesellschaftliche Kontrolle — zentrale GWÖ-Anforderung.

Vorschlag 3 von 3
6. Extremhitze ausdrücklich als Lage besonderer Bedeutung in die Katastrophenschutzplanung des Landes aufzunehmen und dabei die besonderen Risiken für Menschen mit Behinderungen, chronisch Kranken und älteren Menschen systematisch zu berücksichtigen .

Verstärkt 'Menschenwürde' (Feld D1) und 'Soziale Gerechtigkeit' (Feld D4) durch explizite Vulnerabilitätsanalyse — entspricht GWÖ-Matrix-Feldern D1 und D4.

Abstimmungsergebnis

Das Warnzeichen ⚠ steht für den Heuchelei, das Ausrufezeichen ! für den Opportunismus. Beide vergleichen das Abstimmungsverhalten einer Fraktion mit ihrem eigenen Wahlprogramm.

Mehrheit gegen GWÖ-Empfehlung — Empfohlen: Unterstützen mit Änderungen; Beschluss: Abgelehnt.
Abgelehnt MMP18-127 ↗
1/5 Fraktionen Ja · 4 Nein · 0 Enth.
Ja: AfD
Nein: CDU FDP GRÜNE SPD
Quelle: Plenarprotokoll · automatisch extrahiert

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