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NRW · 18/20420 · Antrag · 18. · eingebracht 07.07.2026

„NRW macht Frieden“: Transfer- und Breitenwirkung von Friedensakteuren in NRW stärken – Die Zeitenwende wissenschaftlich und zivilgesellschaftlich begleiten

FriedensforschungDemokratiebildungZivilgesellschaftEuropapolitikWissenschaftspolitik

Zusammenfassung

Der Antrag fordert die landesweite Stärkung der Friedens- und Konfliktforschung in NRW durch eine Transdisziplinäre Netzwerkstelle, eine jährliche Fachtagung, niedrigschwellige Bildungsangebote und regelmäßige Berichtspflichten an den Landtag — um die Zeitenwende ethisch-wissenschaftlich zu begleiten.

Kernforderungen
  • Einrichtung einer Transdisziplinären Netzwerkstelle Frieden NRW
  • Stärkung des Zugangs zur Friedensforschung im ländlichen Raum und in Grenzregionen
  • Entwicklung eines niedrigschwelligen Bildungsmoduls für Schulen und VHS
  • Jährliche Fachtagung des Netzwerks Friedens- und Konfliktforschung NRW
  • Regelmäßige Berichte an den Ausschuss für Europa und Internationales

maschinell erstellt · nicht geprüft

9.0/10
Uneingeschränkt unterstützen
Bewertungs-Sicherheit: hoch

Note und Empfehlung stammen von einem , das den Antrag an der Gemeinwohl-Matrix 2.0 misst — sie sind weder amtlich noch von der Gemeinwohl-Ökonomie geprüft. Grenzen der Bewertung

Der Antrag stärkt systematisch die Verankerung friedenswissenschaftlicher Erkenntnisse in Politik, Verwaltung und Zivilgesellschaft — ein Kernanliegen der GWÖ-Matrix im Feld D2 — Gesamtwohl in der Gemeinde (Solidarität) und D5 — Transparente Kommunikation und demokratische Einbindung (Transparenz & Mitbestimmung). Er fördert transdisziplinäre Partizipation, niedrigschwellige Bildung und grenzüberschreitende Kooperation (E5 — Transparente und demokratische Mitbestimmung), schützt Menschenrechte als Fundament (D1 — Schutz des Individuums, Rechtsgleichheit), und verankert Wissenschaft als gemeinwohlorientierten Dienst (C3 — Förderung ökologischen Verhaltens). Einzig das Fehlen expliziter ökologischer Bezüge zu Frieden (z. B. Klimakonflikte als Friedensrisiko) verhindert den Maximalwert.

Was bedeutet das?

Grüne Ampel. Dieser Antrag stärkt das Gemeinwohl deutlich: Er fördert mehr Werte als er schwächt. Die Note (9.0 von 10) ist der — je höher, desto besser für das Allgemeinwohl.

Die wichtigsten Fachbegriffe sind im Glossar kurz erklärt.

Zitat-Satz: „Der Antrag 18/20420 erhält im GWÖ-Antragsprüfer einen Gemeinwohl-Score von 9.0 von 10 (Uneingeschränkt unterstützen), Bewertungs-Sicherheit hoch."

Trifft diese automatische Einschätzung zu?

Die Rückmeldung gilt der Bewertung auf dieser Seite, nicht dem Antrag. Das ist keine Abstimmung über den Antrag.

Stärkster Wert — Stärken

Starke Verankerung in den GWÖ-Werten Menschenwürde, Solidarität und Transparenz; Exzellente Übereinstimmung mit SPD- und Grünen-Wahlprogrammen

Schwächster Wert — Schwächen

Keine explizite Verknüpfung mit ökologischer Nachhaltigkeit (GWÖ-Feld E3); Fehlende Benennung von Geschlechtergerechtigkeit als Querschnittsaufgabe

Für Expert:innen: Gemeinwohl-Matrix 2.0 · 25 Felder
Schwerpunkt-Felder: D1D4E2D5
Menschenwürde
Solidarität
Ökol. Nachhaltigkeit
Soz. Gerechtigkeit
Transparenz
A · Lieferant:innen
○
○
○
○
○
B · Finanzen
○
○
○
○
○
C · Verwaltung
○
○
++
○
○
D · Bürger:innen
++
++
○
○
++
E · Gesellschaft & Natur
○
○
○
○
++
++ stark fördernd + fördernd ○ neutral − widersprechend −− stark widersprechend
Für Expert:innen: Bewertungs-Kontext (Wahlperiode, Regierung, Methoden-Version)
Wahlperiode: 18. Wahlperiode (2022-06-01 – laufend)
Regierung zur Antragszeit: Wüst II (CDU+GRÜNE), vereidigt 2022-06-29
Bewertet gegen die folgenden Wahlprogramme:
Diese Bewertung wurde am 22.07.2026 mit dem Sprachmodell qwen-plus gegen den oben genannten Programm-Stand erzeugt.
bewertet mit Prompt v5 · Analyzer v5 · Embedding text-embedding-v4 — Methodik & Transparenz
Für Expert:innen: Programm-Treue pro Fraktion
SPD Antragsteller:in
Wahlprogramm 10/10

Der Antrag entspricht vollständig dem SPD-Wahlprogramm 2022: Er verankert Friedensforschung als Teil der globalen Verantwortung (S. 101–103), stärkt zivilgesellschaftliche Prävention gegen Extremismus (S. 55, 80), fördert Bildung für Demokratie und Menschenrechte (S. 53, 80), und setzt auf eine friedensorientierte, nicht-militärische Sicherheitspolitik – im klaren Kontrast zur CDU-Fokus auf Polizei und Aufrüstung.

„Wir blicken über unseren Tellerrand hinaus und wir wissen um unsere Verantwortung in einer globalisierten Welt."
✓ verifiziert SPD NRW Wahlprogramm 2022, S. 103 · PDF öffnen
„Die Forschung zum Thema Rechtsextremismus und zur Prävention gegen Rechtsextremismus in Nordrhein-Westfalen werden wir durch Unterstützung bei ihrer Vernetzung und durch ihren Ausbau stärken."
✓ verifiziert SPD NRW Wahlprogramm 2022, S. 55 · PDF öffnen
Parteiprogramm 10/10

Der Antrag spiegelt exakt das Hamburger Programm wider: Frieden als Menschheitsaufgabe (S. 21), universelle Menschenrechte als unverhandelbar (S. 21), zivile Krisenprävention statt Militär (S. 26), und die Verknüpfung von Friedensforschung mit sozialer Gerechtigkeit und Nachhaltigkeit (S. 26–27).

Keine wörtlich passenden Stellen im Parteiprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.

CDU Regierungsfraktion
Wahlprogramm 6/10

Der Antrag steht nicht im Widerspruch zum CDU-Wahlprogramm, aber auch nicht im Fokus: CDU betont Sicherheit durch Stärkung von Polizei und Bundeswehr (S. 108), nicht durch Friedensforschung. Allerdings wird Solidarität mit Kriegsflüchtlingen ausdrücklich genannt (S. 108), was als Brücke zur Friedensförderung gelesen werden kann. Keine direkte Förderung von Friedensforschung im Wahlprogramm.

„Für Solidarität mit Kriegsflüchtlingen Wenn es darauf ankommt, hilft unser Land."
✓ verifiziert CDU NRW Wahlprogramm 2022, S. 108 · PDF öffnen
Parteiprogramm 7/10

Das CDU-Grundsatzprogramm 2024 betont 'Schöpfungsverantwortung' und 'Friedenssicherung', aber vorrangig im Rahmen der NATO und EU-Sicherheitsarchitektur (S. 31). Friedensforschung wird nicht explizit erwähnt; jedoch passt die Betonung von 'Verantwortung für den Frieden' (Q26 analog) und 'ziviler Krisenprävention' (Q26) in den Rahmen.

Keine wörtlich passenden Stellen im Parteiprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.

GRÜNE Regierungsfraktion
Wahlprogramm 10/10

Der Antrag ist nahtlos mit dem Grünen Wahlprogramm 2022 verknüpft: Er konkretisiert die Forderung nach dauerhafter Förderung von Friedens- und Konfliktforschung (S. 71), sichert die Zivilklausel (S. 71), stärkt zivilgesellschaftliche Friedensarbeit (S. 108, 120), und verankert Frieden als europäische und globale Verantwortung (S. 87, 120).

„Dass öffentlich geförderte Forschung transparent ist und dem Frieden dient, stellen wir über die Wiedereinführung der Zivilklausel rechtlich sicher."
✓ verifiziert BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN NRW Wahlprogramm 2022, S. 71 · PDF öffnen
„Das Landesnetzwerk gegen Rechtsextremismus wollen wir mit einer eigenen Geschäftsstelle stärken."
✓ verifiziert BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN NRW Wahlprogramm 2022, S. 108 · PDF öffnen
Parteiprogramm 10/10

Das Grüne Grundsatzprogramm 2020 definiert Frieden als 'universelle Würde und Freiheit' (S. 104), verbindet Friedensforschung mit 'sozialer Sicherheit, Menschenrechten, Gewaltfreiheit' (S. 104–105) und sieht 'zivile Krisenprävention' als Kern (S. 104). Der Antrag ist eine präzise Umsetzung dieser Leitideen.

Keine wörtlich passenden Stellen im Parteiprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.

FDP
Wahlprogramm 3/10

Der Antrag widerspricht nicht direkt dem FDP-Wahlprogramm, aber steht außerhalb dessen Schwerpunkte: FDP fokussiert auf Digitalisierung, Bildungsexzellenz, Markt und Technologieoffenheit (S. 3, 106), nicht auf Friedensforschung als staatliche Aufgabe. Keine Erwähnung von Friedensforschung, Zivilklausel oder ziviler Krisenprävention. Der Ansatz einer strukturierten, landesfinanzierten Netzwerkstelle kollidiert mit dem FDP-Prinzip 'Privat vor Staat'.

Keine wörtlich passenden Stellen im Wahlprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.

Parteiprogramm 2/10

Das FDP-Grundsatzprogramm 2012 kennt keine Friedensforschung als Staatsaufgabe. Es betont 'individuelle Freiheit', 'Eigenverantwortung' und 'freie Marktwirtschaft' (S. 1, 5, 12), nicht kollektive Friedensverantwortung. Eine staatlich finanzierte Netzwerkstelle widerspricht dem Prinzip 'schlanker Staat'.

Keine wörtlich passenden Stellen im Parteiprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.

AfD
Wahlprogramm 0/10

Der Antrag widerspricht fundamental dem AfD-Wahlprogramm: AfD lehnt 'Klimaideologie' und 'Gender-Ideologie' ab (S. 108), propagiert nationale Souveränität statt europäische Friedensordnung (S. 108), befürwortet Kernkraft und Kohle statt Friedensforschung als Antwort auf globale Krisen (S. 108), und lehnt 'internationale Zusammenarbeit' zugunsten nationaler Abschottung ab. Der Begriff 'Zeitenwende' wird von AfD ausschließlich militärisch interpretiert.

Keine wörtlich passenden Stellen im Wahlprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.

Parteiprogramm 0/10

Keine Quellen im Index — Bewertung nicht möglich.

Keine wörtlich passenden Stellen im Parteiprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.

Was am Antrag besser werden könnte Verbesserungsvorschläge (Redline-Format) Verbesserungsvorschläge mit Begründung & GWÖ-Bezug Verbesserungsvorschläge — sofort übernehmbar

Diese Vorschläge hat ein erzeugt. Sie sind nicht im Parlament eingebracht worden. Im Vorschlagstext ist grün unterlegt, was neu hinzukäme, und durchgestrichen, was entfiele.

Tipp: Die Vorschläge sind als Redline formuliert (Original → Änderung → Begründung) und können direkt in einen Änderungsantrag übertragen werden. Über den Brief-Generator (#204) kann der Vorschlag auch als Briefentwurf an MdL versendet werden.
Vorschlag 1 von 3

Im Antrag steht

die Bereitstellung eines niedrigschwellig replizierbaren Bildungsmoduls nach dem Vorbild von Bürger-Unis zu aktuellen Themen und Debatten der Friedens- und Konfliktforschung für Schulen, Berufskollegs und/oder Volkshochschulen zu entwickeln und zu erproben

Vorschlag

die Bereitstellung eines niedrigschwellig replizierbaren, inklusiven und gendersensiblen Bildungsmoduls nach dem Vorbild von Bürger-Unis zu aktuellen Themen und Debatten der Friedens- und Konfliktforschung für Schulen, Berufskollegs und/oder Volkshochschulen zu entwickeln und zu erproben

Stärkt GWÖ-Feld D4 — Soziale Gestaltung der öffentlichen Leistung (soziale Gerechtigkeit) durch explizite Inklusion und Gendergerechtigkeit — beides zentrale Gemeinwohl-Werte und im SPD-Wahlprogramm (S. 55, 80) sowie Grünen-Programm (S. 108, 120) verankert.

Vorschlag 2 von 3

Im Antrag steht

den Zugang zu Angeboten der Friedens- und Konfliktforschung insbesondere auch im ländlichen Raum und in Grenzregionen durch die transdisziplinäre Vernetzung von der Netzwerkstelle mit den Euregios zu stärken

Vorschlag

den Zugang zu Angeboten der Friedens- und Konfliktforschung insbesondere auch für benachteiligte Gruppen (z.B. Geflüchtete, Menschen mit Migrationsgeschichte, Menschen mit Behinderung) im ländlichen Raum und in Grenzregionen durch die transdisziplinäre Vernetzung von der Netzwerkstelle mit den Euregios zu stärken

Erweitert GWÖ-Feld D2 — Gesamtwohl in der Gemeinde (Solidarität) und D4 — Soziale Gestaltung der öffentlichen Leistung (soziale Gerechtigkeit) um konkrete Zielgruppen, die im Antrag nur implizit adressiert sind — stärkt Chancengleichheit und Teilhabe gemäß SPD- (S. 55) und Grünen-Programm (S. 108).

Vorschlag 3 von 3

Im Antrag steht

die wiederkehrende Reflektion der Finanzierungslage bestehender universitärer, hochschulischer und außeruniversitärer Einrichtungen der Friedens- und Konfliktforschung in NRW zu prüfen und gegebenenfalls auszubauen

Vorschlag

die wiederkehrende Reflektion der Finanzierungslage bestehender universitärer, hochschulischer und außeruniversitärer Einrichtungen der Friedens- und Konfliktforschung in NRW mit dem Ziel einer dauerhaften, landesweiten Grundfinanzierung von mindestens 50% der Personalkapazitäten zu prüfen und gegebenenfalls auszubauen

Konkretisiert GWÖ-Feld B2 — Gemeinnutz im Finanzgebaren (Solidarität bei Geldgebern) und C3 — Förderung ökologischen Verhaltens (Politische Führung): Stellt langfristige Finanzsicherheit sicher und vermeidet Abhängigkeit von befristeten Drittmitteln — ein Kernanliegen der Friedensforschung (S. 2, 3) und im Grünen Wahlprogramm (S. 71) gefordert.

Abstimmungsergebnis

Überwiesen MMP18-127 ↗

Die Listen darunter nennen Fraktionen, nicht Sitze oder Stimmen. Einen Balken zeigt diese Seite deshalb nicht: Er würde ein Mengenverhältnis nahelegen, das die Daten nicht hergeben — Sitz- und Stimmzahlen liegen nicht vor, das Plenarprotokoll nennt keine. Wie das Plenum entschieden hat, steht oben als Ergebnis: Überwiesen; wenige Fraktionen können die Mehrheit der Sitze auf sich vereinen.

Ja: AfD CDU FDP GRÜNE SPD
Quelle: Plenarprotokoll · automatisch extrahiert

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