Zusammenfassung
Der Antrag fordert die konsequente Umsetzung der Lernmittelfreiheit im digitalen Zeitalter durch Abschaffung des Eigenanteils, landesweite Kostenerhebung, staatliche Übernahme digitaler Endgeräte und Klassenfahrten sowie internationale Orientierung an finnischem Modell.
- Abschaffung des Eltern-Eigenanteils
- Landesweite Erhebung aller Schulbesuchskosten
- Digitale Endgeräte als öffentliche Infrastruktur
- Klassenfahrten ohne finanzielle Ausschlusskriterien
- Auswertung internationaler Modelle (Finnland)
Der Antrag stärkt systematisch die soziale Gerechtigkeit (D4) durch Abschaffung des Eigenanteils und Ausweitung der Lernmittelfreiheit auf digitale Infrastruktur und Klassenfahrten. Er fördert Transparenz & Mitbestimmung (D5) durch landesweite Kostenerhebung und Veröffentlichung. Die Menschenwürde (D1) wird geschützt, indem Bildungszugang nicht vom Einkommen abhängt. Ökologische Nachhaltigkeit (D3) bleibt unberührt, Solidarität (D2) wird durch kollektive Finanzierung gestärkt.
Was bedeutet das?
Grüne Ampel. Dieser Antrag stärkt das Gemeinwohl deutlich: Er fördert mehr Werte als er schwächt. Die Note (9.0 von 10) ist der GWÖ-Score — je höher, desto besser für das Allgemeinwohl.
Alle Fachbegriffe auf dieser Seite sind im Glossar kurz erklärt.
Zitat-Satz: „Der Antrag 18/20417 erhält im GWÖ-Antragsprüfer einen Gemeinwohl-Score von 9.0 von 10 (Uneingeschränkt unterstützen), Bewertungs-Sicherheit hoch."
Stärkster Wert — Stärken
Klare Verbindung von Digitalisierung und sozialer Gerechtigkeit; Systematische Transparenzforderung durch Kostenerhebung
Schwächster Wert — Schwächen
Keine konkrete Finanzierungsquelle genannt; Keine klare Zuständigkeitszuweisung zwischen Land, Kommunen und Schulträgern
Für Expert:innen: Gemeinwohl-Matrix 2.0 · 25 Felder
Für Expert:innen: Bewertungs-Kontext (Wahlperiode, Regierung, Methoden-Version)
Für Expert:innen: Programm-Treue pro Fraktion
Wahlprogramm 10/10
Der Antrag ist eine direkte Umsetzung der SPD-Kernforderungen nach gebührenfreier Bildungskette, Chancengleichheit, sozialer Gerechtigkeit und digitaler Teilhabe. Er konkretisiert das Versprechen, Bildung unabhängig von Herkunft zugänglich zu machen.
Parteiprogramm 9/10
Stimmt mit dem Hamburger Programm überein: 'Jeder Mensch hat den gleichen Zugang zu Bildung' (S. 62), 'Bildung stärkt die Persönlichkeit und befähigt zur Toleranz', und 'Wir wollen Freude am Lernen vermitteln'. Der Fokus auf digitale Teilhabe als Grundvoraussetzung entspricht der modernen Interpretation von Bildungsgerechtigkeit.
Keine wörtlich passenden Stellen im Parteiprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.
Wahlprogramm 6/10
Teilweise konsistent: CDU betont 'Bildung als Schlüssel für Aufstieg' und fördert digitale Endgeräte (S. 67), aber lehnt gesetzliche Tariftreue ab und setzt auf 'Vertragsfreiheit'. Der Antrag fordert jedoch eine starke staatliche Steuerung und Entlastung — was mit CDUs Prinzipien der 'Verantwortung vor Staat' und 'Leistungsprinzip' kollidiert.
Parteiprogramm 7/10
CDU Grundsatzprogramm 2024 betont 'solide Finanzen' (S. 46) und 'Investitionen in Bildung', aber auch 'Subsidiarität' und 'Eigentumsschutz'. Der Antrag widerspricht nicht direkt, bleibt aber im Spannungsfeld zwischen staatlicher Verantwortung und individueller Eigenverantwortung.
Keine wörtlich passenden Stellen im Parteiprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.
Wahlprogramm 10/10
Vollständige Übereinstimmung: Grüne fordern 'Bildung darf nichts kosten', 'Inklusive Schulen', 'digitale Teilhabe als Selbstverständlichkeit' (S. 61) und 'soziale Unterschiede verringern' (Grundsatzprogramm S. 95). Der Antrag spiegelt exakt ihre Priorisierung von Bildungsgerechtigkeit und digitaler Demokratie wider.
Parteiprogramm 10/10
Das Grundsatzprogramm 2020 verankert 'gleiche Bildungschancen' (S. 92), 'soziale Unterschiede verringern' (S. 95) und 'digitales Lernen als Stärkung des individualisierten und inklusiven Unterrichts' — alles Kernpunkte des Antrags.
Keine wörtlich passenden Stellen im Parteiprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.
Wahlprogramm 3/10
Fundamentaler Widerspruch: FDP setzt auf 'Eigenverantwortung vor Staatsverantwortung', 'Marktwirtschaft', 'gegen Bevormundung' und lehnt 'Verbote' ab. Der Antrag fordert umfassende staatliche Übernahme von Kosten — was FDPs Leitidee der 'Freiheit' und 'Entlastung' diametral widerspricht.
Keine wörtlich passenden Stellen im Wahlprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.
Parteiprogramm 2/10
FDP-Grundsatzprogramm 2012 sieht 'individuelle Freiheit als höchsten Wert' und 'Eigenverantwortung vor Staatsverantwortung'. Der Antrag stellt staatliche Verpflichtung über individuelle Entscheidung — ein klarer Widerspruch zu Kernpositionen.
Keine wörtlich passenden Stellen im Parteiprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.
Wahlprogramm 1/10
Vollständiger Widerspruch: AfD lehnt 'Klimaideologie' und 'Gendersprache', setzt auf 'Leistungsprinzip' und 'Disziplin', nicht auf soziale Umverteilung. Der Antrag zielt auf strukturelle Entlastung benachteiligter Familien — was AfDs Position 'gegen Subventionen' und 'für nationale Souveränität statt Sozialstaat' untergräbt.
Keine wörtlich passenden Stellen im Wahlprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.
Parteiprogramm 0/10
Keine Quellen im Index — Bewertung nicht möglich.
Keine wörtlich passenden Stellen im Parteiprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.
Was am Antrag besser werden könnte Verbesserungsvorschläge (Redline-Format) Verbesserungsvorschläge mit Begründung & GWÖ-Bezug Verbesserungsvorschläge — sofort übernehmbar
Stärkt Transparenz & Mitbestimmung (D5) durch partizipative Datenerhebung und erhöht Legitimität der Ergebnisse.
Stärkt Ökologische Nachhaltigkeit (D3) durch Kreislauforientierung und Unabhängigkeit von kommerziellen Plattformen.
Stärkt Soziale Gerechtigkeit (D4) durch niedrigschwellige, diskriminierungsfreie Zugänglichkeit.
Abstimmungsergebnis
Das Warnzeichen ⚠ steht für den Heuchelei, das Ausrufezeichen ! für den Opportunismus. Beide vergleichen das Abstimmungsverhalten einer Fraktion mit ihrem eigenen Wahlprogramm.
Ähnliche Anträge
Aktiv werden
Brief an MdL oder NGO-Stellungnahme zu diesem Antrag als Entwurf generieren — anpassen, dann per Mail oder PDF weiter.
Kommentare