Zusammenfassung
Der Antrag fordert eine umfassende Entlastung und Wertschätzung von Lehrkräften durch wissenschaftliches Monitoring, Reform der Pflichtstundenverordnung, strukturelle Entlastung durch Fachpersonal und gezielte Unterstützungsangebote für Berufseinsteiger*innen und Schulleitungen.
- Landesweite wissenschaftliche Arbeitszeiterhebung
- Reform der Pflichtstundenverordnung mit Anrechnung zusätzlicher Aufgaben
- Entlastung durch Schulverwaltungsassistenzen, IT-Support und Schulsozialarbeit
- Stärkung von Berufseinsteiger*innen durch Mentoring und reduzierte Außeraufgaben
- Gesamtstrategie für gesundheitsförderliche Arbeitsbedingungen im Schuldienst
Der Antrag steht in starker Übereinstimmung mit der GWÖ-Matrix: Er fördert Menschenwürde durch gesundheitsförderliche Arbeitsbedingungen (D1, C3), Solidarität durch kollegiale Entlastung und inklusive Schulgestaltung (D2, D3), ökologische Nachhaltigkeit indirekt über Digitalisierung als Entlastungsinstrument (D3), soziale Gerechtigkeit durch Chancengleichheit via bessere Lehrkräfteausstattung (D4) und Transparenz & Mitbestimmung durch partizipatives Monitoring und Mitgestaltung der Arbeitsorganisation (C5, D5). Kein Feld weist negative Bewertung auf; mehrere Felder erreichen +4/+5.
Was bedeutet das?
Grüne Ampel. Dieser Antrag stärkt das Gemeinwohl deutlich: Er fördert mehr Werte als er schwächt. Die Note (9.0 von 10) ist der GWÖ-Score — je höher, desto besser für das Allgemeinwohl.
Alle Fachbegriffe auf dieser Seite sind im Glossar kurz erklärt.
Zitat-Satz: „Der Antrag 18/20416 erhält im GWÖ-Antragsprüfer einen Gemeinwohl-Score von 9.0 von 10 (Uneingeschränkt unterstützen), Bewertungs-Sicherheit hoch."
Stärkster Wert — Stärken
Systematische Gesundheitsförderung für Lehrkräfte; Wissenschaftsbasiertes Monitoring der Arbeitsrealität
Schwächster Wert — Schwächen
Keine explizite Verknüpfung mit ökologischer Nachhaltigkeit (z. B. CO₂-Bilanzierung digitaler Tools); Keine Benennung von Gemeinwohl-Kriterien in Vergabeprozessen für externe Dienstleister
Für Expert:innen: Gemeinwohl-Matrix 2.0 · 25 Felder
Für Expert:innen: Bewertungs-Kontext (Wahlperiode, Regierung, Methoden-Version)
Für Expert:innen: Programm-Treue pro Fraktion
Wahlprogramm 9/10
Der Antrag entspricht nahtlos den Kernforderungen des SPD-Wahlprogramms 2022 zur Stärkung des öffentlichen Dienstes, zur Chancengleichheit durch gute Schulen und zur Entlastung pädagogischen Personals. Er konkretisiert die Ziele aus S. 15 (Ausbildungsverbund), S. 21 (flexible Schuleingangsphase), S. 26 (inklusive Schule), S. 27 (gemeinsames Lernen) und S. 52 (attraktiver öffentlicher Dienst).
Parteiprogramm 9/10
Der Antrag verkörpert die SPD-Grundsatzwerte Freiheit, Gerechtigkeit und Solidarität aus dem Hamburger Programm. Er setzt sich für gute Arbeit (Q6), soziale Durchlässigkeit im Bildungswesen (Q9), vorsorgenden Sozialstaat (Q10) und Anerkennung pädagogischer Arbeit (Q8) ein.
Keine wörtlich passenden Stellen im Parteiprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.
Wahlprogramm 7/10
Der Antrag ist mit CDU-Wahlprogramm 2022 kompatibel: CDU betont Attraktivität des Lehrerberufs (S. 66), Familienzentren (S. 68), digitale Entlastung (S. 69) und Homeoffice-Regeln (S. 101). Allerdings fehlt die CDU-typische Betonung von Leistungsprinzip und differenzierter Schullandschaft — der Antrag fokussiert stattdessen auf strukturelle Entlastung ohne hierarchische Unterscheidung.
Parteiprogramm 8/10
Das CDU-Grundsatzprogramm (2015) betont Menschenwürde, Subsidiarität und soziale Marktwirtschaft. Der Antrag stärkt die Würde der Lehrkräfte (Q16–Q20) und fördert Subsidiarität durch stärkere lokale Steuerung (z. B. durch Schulleitungen). Einzig die Forderung nach verbindlichen Anrechnungsstunden könnte als staatliche Regulierung kritisch gesehen werden — doch das CDU-Programm selbst fordert klare Regeln (Q12).
Keine wörtlich passenden Stellen im Parteiprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.
Wahlprogramm 9/10
Der Antrag deckt zentrale Grüne Themen ab: attraktiver öffentlicher Dienst (S. 90), inklusive Schulen (S. 57, 62), Digitalisierung als Entlastung (S. 62), frühkindliche Bildung (S. 56), Gesundheitsförderung (S. 90) und partizipative Arbeitsgestaltung. Die Forderung nach wissenschaftlichem Monitoring entspricht dem Grünen Anspruch an evidenzbasierte Politik.
Parteiprogramm 9/10
Das Grüne Grundsatzprogramm (2020) verankert Bildung als Grundrecht (S. 93–95), inklusive Pädagogik (Q27), Rechtsanspruch auf Weiterbildung (Q26) und gesundheitsförderliche Arbeitsbedingungen (Q28). Der Antrag operationalisiert all diese Prinzipien konsequent für den Schulalltag.
Keine wörtlich passenden Stellen im Parteiprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.
Wahlprogramm 5/10
Der Antrag steht im Spannungsfeld zur FDP-Politik: Einerseits unterstützt er ihre Forderung nach digitaler Entlastung (S. 101) und Bürokratieabbau (S. 101). Andererseits widerspricht er ihrem Leistungsprinzip und ihrer Skepsis gegenüber staatlichen Vorgaben — z. B. durch Forderung nach verbindlichen Anrechnungsstunden und landesweitem Monitoring. Die FDP bevorzugt marktbasierte Lösungen statt regulatorischer Steuerung.
Keine wörtlich passenden Stellen im Wahlprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.
Parteiprogramm 4/10
Das FDP-Grundsatzprogramm (2012) betont Eigenverantwortung, schlanken Staat und Freiheit vor staatlicher Bevormundung. Der Antrag setzt jedoch auf kollektive, regulierende Maßnahmen (Monitoring, Pflichtstundenverordnung, verbindliche Entlastung). Kein direktes Zitat passt — daher Score 4 für partielle Übereinstimmung bei Digitalisierung und Entlastung, aber grundsätzlicher Widerspruch bei Steuerungsphilosophie.
Keine wörtlich passenden Stellen im Parteiprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.
Wahlprogramm 1/10
Der Antrag widerspricht zentralen AfD-Positionen: Er stärkt staatliche Bildungsinfrastruktur statt Privatisierung, betont Inklusion statt 'Leistungsprinzip', fördert Gender- und Diversity-Themen implizit (z. B. durch inklusive Schule, Sozialarbeit), und verlangt mehr staatliche Steuerung statt weniger. Die AfD lehnt solche 'ideologischen' Bildungsmodelle ab.
Keine wörtlich passenden Stellen im Wahlprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.
Parteiprogramm 0/10
Keine Quellen im Index — Bewertung nicht möglich.
Keine wörtlich passenden Stellen im Parteiprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.
Was am Antrag besser werden könnte Verbesserungsvorschläge (Redline-Format) Verbesserungsvorschläge mit Begründung & GWÖ-Bezug Verbesserungsvorschläge — sofort übernehmbar
Verankerung der GWÖ-Matrix-Werte explizit in der Rechtsgrundlage stärkt die systematische Umsetzung und macht den normativen Rahmen transparent.
Bindet externe Dienstleister an Gemeinwohl-Ziele (Berührungsgruppe A) und stärkt die Verknüpfung von Entlastung mit ethischen Kriterien.
Ergänzt ökologische Nachhaltigkeit (Wert 3) und Transparenz (Wert 5) in der digitalen Infrastruktur — ein bisher unberührtes, aber relevantes GWÖ-Feld.
Abstimmungsergebnis
Das Warnzeichen ⚠ steht für den Heuchelei, das Ausrufezeichen ! für den Opportunismus. Beide vergleichen das Abstimmungsverhalten einer Fraktion mit ihrem eigenen Wahlprogramm.
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