Zusammenfassung
Der Antrag fordert eine landesweite, ressortübergreifende Strategie zur Stärkung der seelischen Gesundheit von Kindern und Jugendlichen in NRW, mit Fokus auf Schulen, Offenen Ganztagsschulen, Prävention, Inklusion und Beteiligung.
- Landesstrategie zur seelischen Gesundheit
- Qualitätsausbau der Offenen Ganztagsschulen
- Stärkung von Schulsozialarbeit, Schulpsychologie und multiprofessionellen Teams
- Prävention von Mobbing, Cybermobbing und Mediensucht
- Gezielte Unterstützung benachteiligter und neurodivergenter Kinder
Der Antrag verankert seelische Gesundheit als zentralen Gemeinwohlwert und verbindet systematisch Menschenwürde (Schutz vor Vernachlässigung, Recht auf Teilhabe), Solidarität (gezielte Unterstützung benachteiligter Gruppen), soziale Gerechtigkeit (Kompensation von Ungleichheiten durch OGS, Familienentlastung) und Transparenz & Mitbestimmung (Beteiligung von Kindern/Jugendlichen). Ökologische Nachhaltigkeit ist indirekt berührt über Resilienzförderung als langfristige Ressourcenschonung. Kein Feld widerspricht GWÖ-Werten; mehrere Felder (++/+) zeigen vorbildliche Ausgestaltung.
Was bedeutet das?
Grüne Ampel. Dieser Antrag stärkt das Gemeinwohl deutlich: Er fördert mehr Werte als er schwächt. Die Note (9.0 von 10) ist der GWÖ-Score — je höher, desto besser für das Allgemeinwohl.
Alle Fachbegriffe auf dieser Seite sind im Glossar kurz erklärt.
Zitat-Satz: „Der Antrag 18/20414 erhält im GWÖ-Antragsprüfer einen Gemeinwohl-Score von 9.0 von 10 (Uneingeschränkt unterstützen), Bewertungs-Sicherheit hoch."
Stärkster Wert — Stärken
Systemische Verknüpfung von Bildung, Gesundheit und Sozialem; Starke Fokussierung auf strukturelle Benachteiligung und Chancengleichheit
Schwächster Wert — Schwächen
Keine konkrete Finanzierungsvorstellung; Unklare Zuständigkeitsverteilung zwischen Land/Kommunen/Schulen
Für Expert:innen: Gemeinwohl-Matrix 2.0 · 25 Felder
Für Expert:innen: Bewertungs-Kontext (Wahlperiode, Regierung, Methoden-Version)
Für Expert:innen: Programm-Treue pro Fraktion
Wahlprogramm 9/10
Der Antrag realisiert Kernziele des SPD-Wahlprogramms 2022: Chancengleichheit durch Bildung (S. 21–26), Ganztagsschule als Lebensort (S. 24), Inklusion und Unterstützung benachteiligter Kinder (S. 26, 28), sowie Prävention und Gesundheitsförderung (S. 38). Die Forderung nach einem Rechtsanspruch auf qualitativ hochwertige OGS korrespondiert direkt mit dem Anspruch auf Ganztagsschule.
Parteiprogramm 9/10
Der Antrag verkörpert die SPD-Grundwerte Freiheit, Gerechtigkeit und Solidarität aus dem Hamburger Programm (2007). Er setzt den 'vorsorgenden Sozialstaat' um (S. 63–66), betont Bildung als Schlüssel zur Durchlässigkeit (S. 64), stärkt die Rolle der Gemeinschaft (Familie, Schule, OGS) und verankert Gesundheitsförderung als kollektive Aufgabe.
Keine wörtlich passenden Stellen im Parteiprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.
Wahlprogramm 7/10
Der Antrag passt zum CDU-Fokus auf Prävention (S. 23–24), Familienzentren (S. 68), Ganztagsausbau (S. 65) und interprofessionellen Netzwerken (S. 24). Allerdings fehlt die CDU-typische Betonung von Leistungsprinzip und Eigenverantwortung; stattdessen steht strukturelle Unterstützung im Vordergrund. Kein Widerspruch, aber partielle Akzentverschiebung.
Parteiprogramm 7/10
Der Antrag entspricht dem CDU-Grundsatzprogramm 2024 hinsichtlich Schöpfungsverantwortung (S. 62), Prävention (S. 62), föderaler Bildungsverantwortung (S. 44–46) und familiärer Stärkung. Er bleibt jedoch hinter der CDU-Betonung von Subsidiarität und Eigenverantwortung zurück, was den Score leicht senkt.
Keine wörtlich passenden Stellen im Parteiprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.
Wahlprogramm 9/10
Der Antrag deckt nahezu alle grünen Kernthemen ab: seelische Gesundheit als Grundrecht (S. 81), Inklusion & neurodivergente Förderung (S. 56, 62), Medienkompetenz & digitale Selbstbestimmung (S. 62), partizipative Schulentwicklung (S. 62), sowie Kooperation von Jugendhilfe/Gesundheit/Schule (S. 103). Die Forderung nach landesweiter Strategie entspricht dem grünen Anspruch auf ressortübergreifende Transformation.
Parteiprogramm 9/10
Der Antrag verkörpert das grüne Grundsatzprogramm 2020: Kinderrechte als zentral (S. 59), inklusive Bildung (S. 94), regionale Vernetzung von Hilfsstrukturen (S. 97), und die Verbindung von Demokratie, Gerechtigkeit und ökologischer Verantwortung (S. 93, 60).
Keine wörtlich passenden Stellen im Parteiprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.
Wahlprogramm 4/10
Der Antrag widerspricht zentralen FDP-Positionen: Er fordert starke staatliche Steuerung (landesweite Strategie, Qualitätsfördergesetz), reguliert pädagogische Praxis (verbindliche Fortbildung, Mediensuchtprävention) und betont Kollektivverantwortung statt individuelle Freiheit. Die FDP lehnt solche Eingriffe ab („Gegen Bevormundung“, „Eigenverantwortung vor Staatsverantwortung“). Einzelne Aspekte wie Medienkompetenz finden sich, aber nicht im autoritativen Rahmen.
Keine wörtlich passenden Stellen im Wahlprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.
Parteiprogramm 3/10
Der Antrag steht im Widerspruch zum FDP-Grundsatzprogramm 2012: Er untergräbt die Priorisierung individueller Freiheit (S. 1–3), Eigenverantwortung (S. 2) und schlanken Staates (S. 4). Die Forderung nach verbindlichen Programmen und staatlicher Qualitätssteuerung widerspricht dem Marktorientierungs- und Entbürokratisierungsansatz.
Keine wörtlich passenden Stellen im Parteiprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.
Wahlprogramm 1/10
Der Antrag widerspricht fundamental afdscher Kernpositionen: Er thematisiert geschlechtsspezifische und neurodivergente Bedürfnisse („Gender-Sprache“, „Neurodiversität“), fördert staatliche Präventionsprogramme („KIPS“, „Starke Seelen“), betont Migrationseffekte indirekt (soziale Benachteiligung) und vertritt eine pro-europäische, gesundheitspolitisch aktive Staatsrolle — alles Gegenteile afdscher Positionen gegen „Ideologie“, für nationale Souveränität und gegen staatliche Intervention.
Keine wörtlich passenden Stellen im Wahlprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.
Parteiprogramm 0/10
Keine Quellen im Index — Bewertung nicht möglich.
Keine wörtlich passenden Stellen im Parteiprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.
Was am Antrag besser werden könnte Verbesserungsvorschläge (Redline-Format) Verbesserungsvorschläge mit Begründung & GWÖ-Bezug Verbesserungsvorschläge — sofort übernehmbar
Stärkt GWÖ-Treue in den Feldern D2 (Solidarität), D4 (soziale Leistung) und D5 (Transparenz/Mitbestimmung) durch klare ethische Orientierung und systematische Umsetzung.
Verknüpft Medienkompetenz explizit mit GWÖ-Werten (D1, D2, D5) und stärkt Mitbestimmung (D5) sowie Solidarität (D2) statt rein individualistischer Risikovermeidung.
Stärkt Menschenwürde (D1), soziale Gerechtigkeit (D4) und Transparenz & Mitbestimmung (D5) durch rechtliche Verankerung und inklusive Perspektive.
Abstimmungsergebnis
Das Warnzeichen ⚠ steht für den Heuchelei, das Ausrufezeichen ! für den Opportunismus. Beide vergleichen das Abstimmungsverhalten einer Fraktion mit ihrem eigenen Wahlprogramm.
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