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NRW · Drs. 18/20041 · Antrag · 18. Wahlperiode · eingebracht 18.06.2026

Wahl von Mitgliedern des Parlamentarischen Untersuchungsausschusses VI („Möglicher Machtmissbrauch und mangelnde Fürsorge?“)

DemokratieRechtsstaatParlamentarismus
Bewertung treffend?

Zusammenfassung

Der Antrag regelt die Wahl zweier AfD-Mitglieder in den Parlamentarischen Untersuchungsausschuss VI zur Aufklärung möglichen Machtmissbrauchs und mangelnder Fürsorge.

Kernforderungen
  • Wahl von Carlo Clemens als ordentliches Mitglied
  • Wahl von Sven W. Tritschler als stellvertretendes Mitglied
  • Bezug auf gesetzliche Grundlage (§4 Abs.1 Untersuchungsausschussgesetz)
2.0/10
Unterstützen mit Änderungen
Bewertungs-Sicherheit: hoch

Der Antrag betrifft ausschließlich die personelle Besetzung eines parlamentarischen Untersuchungsausschusses – ein rein verfahrensrechtlicher Akt ohne inhaltliche Auswirkung auf Gemeinwohl-Dimensionen wie Soziale Gerechtigkeit, Ökologie oder Mitbestimmung. Er berührt keine der fünf Berührungsgruppen (A–E) inhaltlich, sondern lediglich die interne parlamentarische Organisation (C3: Politische Führung). Kein Feld zeigt positive Wirkung; das Fehlen jeglicher gemeinwohlorientierter Zielsetzung, Transparenzgestaltung oder Bürgerbeteiligung führt zu einer systematischen Nichterfüllung der GWÖ-Matrix. Ein solcher formaler Wahlvorschlag ist per se wertneutral, aber im GWÖ-Kontext strukturell unzureichend.

Was bedeutet das?

Rote Ampel. Dieser Antrag widerspricht zentralen Gemeinwohl-Werten: Er schwächt insgesamt mehr Werte als er stärkt. Die Note (2.0 von 10) ist der GWÖ-Score — je niedriger, desto kritischer.

Alle Fachbegriffe auf dieser Seite sind im Glossar kurz erklärt.

Zitat-Satz: „Der Antrag 18/20041 erhält im GWÖ-Antragsprüfer einen Gemeinwohl-Score von 2.0 von 10 (Unterstützen mit Änderungen), Bewertungs-Sicherheit hoch."

Stärkster Wert — Stärken

Stärkt parlamentarische Kontrolle; Gewährleistet fraktionsübergreifende Vertretung

Schwächster Wert — Schwächen

Keine inhaltliche Ausgestaltung des Untersuchungsauftrags; Keine Bezugnahme auf Gemeinwohl-Kriterien wie Soziales oder Ökologie

Für Expert:innen: Gemeinwohl-Matrix 2.0 · 25 Felder
Schwerpunkt-Felder: C5
Menschenwürde
Solidarität
Ökol. Nachhaltigkeit
Soz. Gerechtigkeit
Transparenz
A · Lieferant:innen
B · Finanzen
C · Verwaltung
D · Bürger:innen
E · Gesellschaft & Natur
Für Expert:innen: Bewertungs-Kontext (Wahlperiode, Regierung, Methoden-Version)
Wahlperiode: 18. Wahlperiode (2022-06-01 – laufend)
Regierung zur Antragszeit: Wüst II (CDU+GRÜNE), vereidigt 2022-06-29
Bewertet gegen die folgenden Wahlprogramme:
  • AfD: Wer sonst. — gültig seit 2022-05-15, 68 S.
Diese Bewertung wurde am 30.06.2026 mit qwen-plus gegen den oben genannten Programm-Stand erzeugt.
bewertet mit Prompt v5 · Analyzer v5 · Embedding text-embedding-v4Methodik & Transparenz
Für Expert:innen: Programm-Treue pro Fraktion
CDU Regierungsfraktion
Wahlprogramm 8/10

Die CDU NRW betont Rechtsstaatsprinzip und parlamentarische Kontrolle als Kern ihrer Sicherheits- und Verfassungspolitik. Ein funktionierender Untersuchungsausschuss entspricht ihrem Verständnis von 'Null-Toleranz' gegenüber Machtmissbrauch und stärkt das Vertrauen in Institutionen.

Keine wörtlich passenden Stellen im Wahlprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.

Parteiprogramm 7/10

Das CDU-Grundsatzprogramm 2024 verankert Rechtsstaatlichkeit, Subsidiarität und Verantwortung – die Einrichtung eines Untersuchungsausschusses ist ein klassisches Instrument rechtsstaatlicher Kontrolle. Kein direktes Zitat verfügbar.

Keine wörtlich passenden Stellen im Parteiprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.

SPD
Wahlprogramm 9/10

Die SPD NRW setzt sich explizit für starke parlamentarische Kontrolle, Transparenz und Demokratie ein – insbesondere bei Themen wie 'Machtmissbrauch' und 'Fürsorge', die im Ausschussnamen genannt sind. Dies korrespondiert mit ihrem Fokus auf Rechtsstaatlichkeit und soziale Gerechtigkeit.

Keine wörtlich passenden Stellen im Wahlprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.

Parteiprogramm 8/10

Das Hamburger Programm (2007) verankert Demokratie, Rechtsstaat und soziale Gerechtigkeit als Grundwerte. Parlamentarische Kontrolle ist ein Schlüsselinstrument zur Durchsetzung dieser Werte. Kein direktes Zitat verfügbar.

Keine wörtlich passenden Stellen im Parteiprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.

GRÜNE Regierungsfraktion
Wahlprogramm 9/10

Die GRÜNEN NRW fordern ausdrücklich 'Open Government', Lobbyregister und stärkere Bürger:innenbeteiligung – ein transparenter, fraktionsübergreifender Untersuchungsausschuss ist ein konstitutives Element dieser Forderung nach Kontrolle und Transparenz.

Keine wörtlich passenden Stellen im Wahlprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.

Parteiprogramm 9/10

Das Grundsatzprogramm 2020 betont 'Lebendige Demokratie' und 'Partizipation' als Kernziele. Parlamentarische Untersuchungsausschüsse sind ein zentrales Instrument der institutionellen Demokratiekontrolle. Kein direktes Zitat verfügbar.

Keine wörtlich passenden Stellen im Parteiprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.

FDP
Wahlprogramm 8/10

Die FDP NRW setzt auf Rechtsstaatlichkeit, Bürgerrechte und gegen Bevormundung – ein unabhängiger Untersuchungsausschuss schützt vor Machtmissbrauch und stärkt den Rechtsstaat. Ihr Fokus auf 'Eigenverantwortung' impliziert auch Verantwortlichkeit der Exekutive.

Keine wörtlich passenden Stellen im Wahlprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.

Parteiprogramm 8/10

Das FDP-Grundsatzprogramm 2012 verankert Rechtsstaat, Bürgerrechte und schlanken Staat. Kontrollinstanzen wie Untersuchungsausschüsse sind notwendig, um staatliche Macht einzuschränken. Kein direktes Zitat verfügbar.

Keine wörtlich passenden Stellen im Parteiprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.

AfD Antragsteller:in
Wahlprogramm 10/10

Die AfD NRW fordert explizit die Stärkung direktdemokratischer Elemente und mehr Kontrolle über politische Macht. Der Antrag zielt auf parlamentarische Aufklärung von 'Machtmissbrauch' – ein zentrales Thema ihres Wahlprogramms. Die Forderung nach fraktionsübergreifender Vertretung entspricht ihrer Kritik an 'Berufspolitikertum' und 'Filz'.

„Direkte Demokratie stärken Die AfD ist die Partei der direkten Demokratie."
✓ verifiziert AfD NRW Wahlprogramm 2022, S. 5 · PDF öffnen
Parteiprogramm 9/10

Das AfD-Grundsatzprogramm 2016 kritisiert 'Berufspolitikertum', 'Vetternwirtschaft' und 'korruptionsfördernde Strukturen' und fordert Amtszeitbegrenzung sowie stärkere Kontrolle. Ein Untersuchungsausschuss ist ein direktes Kontrollinstrument gegen solche Missstände.

„Die Amtszeitbegrenzung von Mandatsträgern kann dieser gesellschaftsschädigenden Entwicklung entgegenwirken und das Machtmonopo..."
✓ verifiziert AfD Grundsatzprogramm 2016, S. 13 · PDF öffnen

Abstimmungsergebnis

Das Warnzeichen ⚠ steht für den Heuchelei, das Ausrufezeichen ! für den Opportunismus. Beide vergleichen das Abstimmungsverhalten einer Fraktion mit ihrem eigenen Wahlprogramm.

Mehrheit deckt sich mit GWÖ-Empfehlung — Empfohlen: Unterstützen mit Änderungen; Beschluss: Angenommen.
Angenommen MMP18-126 ↗
1/5 Fraktionen Ja · 0 Nein · 4 Enth.
Ja: AfD
Enth.: CDUFDPGRÜNESPD
Quelle: Plenarprotokoll · automatisch extrahiert

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