Zusammenfassung
Die SPD-Fraktion beantragt die Einsetzung eines Untersuchungsausschusses, um mögliche Verstöße gegen die Fürsorgepflicht der Landesregierung gegenüber Beschäftigten im MHKBD, im Innenministerium und in der Staatskanzlei aufzuklären.
- Untersuchung von Machtmissbrauch und toxischer Führungskultur
- Prüfung der Kenntnisstande und Handlungen von MP Wüst und MCdS Liminski
- Analyse der Kommunikation mit Personalräten und Parlament
- Aufklärung der Umfrageergebnisse vom Oktober 2025
- Forderung nach strukturellen Verbesserungen der Führungskultur
Der Antrag setzt sich konsequent für Menschenwürde, Solidarität und soziale Gerechtigkeit im öffentlichen Dienst ein, indem er strukturelle Versäumnisse bei der Wahrnehmung der Fürsorgepflicht durch Führungskräfte aufdecken will. Er stärkt Transparenz & Mitbestimmung durch parlamentarische Kontrolle und fördert ökologische Nachhaltigkeit indirekt über gesundheitsförderliche Arbeitsbedingungen. Die systematische Einbeziehung von Personalräten, Gefährdungsbeurteilungen und Rechtsgrundlagen wie § 5 ArbSchG zeigt eine hohe Übereinstimmung mit der GWÖ-Matrix – lediglich die Berührungsgruppe A (Lieferant:innen) bleibt unberührt.
Was bedeutet das?
Grüne Ampel. Dieser Antrag stärkt das Gemeinwohl deutlich: Er fördert mehr Werte als er schwächt. Die Note (9.0 von 10) ist der GWÖ-Score — je höher, desto besser für das Allgemeinwohl.
Alle Fachbegriffe auf dieser Seite sind im Glossar kurz erklärt.
Zitat-Satz: „Der Antrag 18/20036 erhält im GWÖ-Antragsprüfer einen Gemeinwohl-Score von 9.0 von 10 (Uneingeschränkt unterstützen), Bewertungs-Sicherheit hoch."
Stärkster Wert — Stärken
Klare Verankerung in geltendem Recht (ArbSchG, BeamtStG, BVerwG); Systematische Analyse aller relevanten Ressorts (MHKBD, MI, Staatskanzlei)
Schwächster Wert — Schwächen
Keine explizite Verknüpfung mit Gemeinwohl-Ökonomie-Konzepten; Fehlende konkrete Vorschläge zur Prävention (z.B. verbindliche Führungskodizes)
Für Expert:innen: Gemeinwohl-Matrix 2.0 · 25 Felder
Für Expert:innen: Bewertungs-Kontext (Wahlperiode, Regierung, Methoden-Version)
Für Expert:innen: Programm-Treue pro Fraktion
Wahlprogramm 10/10
Der Antrag spiegelt Kernpositionen des SPD-Wahlprogramms 2022 exakt wider: 'Gute Arbeit', 'soziale Gerechtigkeit', 'Fürsorgepflicht', 'gesunde Arbeitsbedingungen' sowie die klare Verankerung des öffentlichen Dienstes als Daseinsvorsorge. Die Forderung nach Transparenz, parlamentarischer Kontrolle und Schutz vor Machtmissbrauch korrespondiert direkt mit dem SPD-Versprechen, den öffentlichen Dienst zu stärken und nicht auszulagern.
Parteiprogramm 9/10
Das Hamburger Programm (2007) betont 'Freiheit, Gerechtigkeit, Solidarität' und das 'Recht auf Arbeit'. Der Antrag konkretisiert diese Werte durch den Schutz vor Entwürdigung und für die Wahrung der Fürsorgepflicht – eine direkte Umsetzung des 'vorsorgenden Sozialstaats'. Einzig die fehlende explizite Verbindung zur globalen Verantwortung (E5) reduziert den Score leicht.
Keine wörtlich passenden Stellen im Parteiprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.
Wahlprogramm 7/10
Die CDU betont 'gute Arbeitsplätze', 'faire Löhne' und 'respektvolles Miteinander' (S. 27). Der Antrag greift diese Themen auf, jedoch widerspricht er implizit der CDU-Position zur 'Subsidiarität' und 'Ressortverantwortung', da er eine starke zentrale parlamentarische Kontrolle über Führungshandeln fordert. Die CDU würde den Antrag daher kritisch prüfen, aber nicht grundsätzlich ablehnen – besonders vor dem Hintergrund ihrer eigenen Kritik an der Führungskultur im MHKBD.
Parteiprogramm 8/10
Das CDU-Grundsatzprogramm 'In Freiheit leben' (2024) verankert 'Menschenwürde', 'Verantwortung' und 'soziale Marktwirtschaft'. Der Antrag entspricht diesen Prinzipien, indem er die Würde der Beschäftigten schützt und staatliche Verantwortung für faire Führung einfordert. Die Betonung der Subsidiarität wird zwar herausgefordert, bleibt aber nicht verletzt – der Untersuchungsausschuss ist ein verfassungsmäßiges Kontrollinstrument.
Keine wörtlich passenden Stellen im Parteiprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.
Wahlprogramm 10/10
Der Antrag ist vollständig kompatibel mit dem Grünen Wahlprogramm: 'Gemeinwohlökonomie fördern', 'gute Arbeit', 'Transparenzoffensive starten', 'Korruption bekämpfen' (S. 91), 'Demokratie stärken'. Die Forderung nach einem Untersuchungsausschuss ist ein klassisches Instrument der Grünen für mehr Offenheit und Verantwortlichkeit – gerade bei Missständen in der Verwaltungsführung.
Parteiprogramm 10/10
Das Grundsatzprogramm '...zu achten und zu schützen...' (2020) verankert 'Selbstbestimmung', 'Gerechtigkeit' und 'lebendige Demokratie'. Der Antrag macht diese Werte konkret: Selbstbestimmung durch Schutz vor Machtmissbrauch, Gerechtigkeit durch Fürsorgepflicht und lebendige Demokratie durch parlamentarische Aufklärung. Kein Widerspruch – volle Übereinstimmung.
Keine wörtlich passenden Stellen im Parteiprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.
Wahlprogramm 4/10
Die FDP betont 'Eigenverantwortung', 'schlanken Staat' und 'Verantwortung vor Staatsverantwortung'. Der Antrag widerspricht dieser Logik, da er eine starke, zentrale parlamentarische Intervention in die Ressortverantwortung fordert und damit die FDP-Präferenz für dezentrale, fachlich-autonome Lösungen untergräbt. Zwar wird 'Rechtsstaat' erwähnt, doch die FDP sieht hier eher eine Gefahr für Vertrauenskultur und Eigenverantwortung der Führungskräfte.
Keine wörtlich passenden Stellen im Wahlprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.
Parteiprogramm 3/10
Das FDP-Grundsatzprogramm 'Verantwortung für die Freiheit' (2012) stellt 'individuelle Freiheit' und 'Eigenverantwortung' in den Mittelpunkt. Der Antrag wird von der FDP als kollektive Überwachung und Bevormundung wahrgenommen – ein fundamentaler Widerspruch zum Kernwert der Freiheit. Die FDP würde den Antrag daher klar ablehnen.
Keine wörtlich passenden Stellen im Parteiprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.
Wahlprogramm 2/10
Die AfD lehnt 'politische Einmischung' in Verwaltungsangelegenheiten ab und betont 'Lobbyismus eindämmen' (S. 6) – doch sie versteht darunter primär externe Einflüsse, nicht parlamentarische Kontrolle. Der Antrag wird von der AfD als parteipolitische Kampagne gegen die Regierung interpretiert ('Theaterstück', 'rein parteitaktisch'). Ihre Position zur 'Polizei als wesentlicher Akteur der Inneren Sicherheit' (S. 7) steht im Kontrast zur Kritik am Innenministerium – ein klarer Widerspruch.
Parteiprogramm 1/10
Das AfD-Grundsatzprogramm (2016) betont 'direkte Demokratie' und 'Volksabstimmungen', nicht parlamentarische Untersuchungsausschüsse. Der Antrag wird als 'Brüsseler Bürokratie'-Logik und 'Parteienkartell'-Instrument wahrgenommen – ein vollständiger Widerspruch zu den Kernideen der AfD.
Keine wörtlich passenden Stellen im Parteiprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.
Was am Antrag besser werden könnte Verbesserungsvorschläge (Redline-Format) Verbesserungsvorschläge mit Begründung & GWÖ-Bezug Verbesserungsvorschläge — sofort übernehmbar
Stärkt die GWÖ-Felder C3 (Fachkompetenz der Führung) und E5 (Transparenz & Mitbestimmung) durch sachliche Expertise statt rein politischer Bewertung.
Verschiebt den Fokus von reiner Aufdeckung hin zu GWÖ-konformer Gestaltung – stärkt die Felder D4 (Soziale öffentliche Leistung) und C4 (Fürsorgepflicht als Leistung).
Verankert aktiven Schutz und Unterstützung – stärkt direkt die GWÖ-Felder D1 (Menschenwürde) und D4 (Soziale öffentliche Leistung) und macht Solidarität konkret.
Abstimmungsergebnis
Das Warnzeichen ⚠ steht für den Heuchelei, das Ausrufezeichen ! für den Opportunismus. Beide vergleichen das Abstimmungsverhalten einer Fraktion mit ihrem eigenen Wahlprogramm.
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Aktiv werden
Brief an MdL oder NGO-Stellungnahme zu diesem Antrag als Entwurf generieren — anpassen, dann per Mail oder PDF weiter.
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