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NRW · Drs. 18/20034 · Antrag · 18. Wahlperiode · eingebracht 17.06.2026

zu dem „Gesetz zur Änderung des Gesetzes über den Nordrhein-Westfalen-Plan für gute Infrastruktur 2025 bis 2036 (NRW-Infrastrukturgesetz 2025 bis 2036)“ Gesetzentwurf der Fraktion der CDU und der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Drucksache 18/19008 Beschlussempfehlung des Haushalts- und Finanzausschusses Drucksache 18/19848

KommunenInfrastrukturBürokratieabbauKlimaschutzDaseinsvorsorge
Bewertung treffend?

Zusammenfassung

Die SPD fordert eine Umverteilung des Bundes-Sondervermögens für Infrastruktur und Klimaneutralität zugunsten der Kommunen (von 47 % auf 80 %), Abschaffung landespolitischer Förderprogramme und die Streichung einer politisch instrumentalisierten Gestaltungsleitlinie für Baustellenschilder.

Kernforderungen
  • 80%-Pauschalüberweisung an Kommunen
  • Abschaffung aller Landesförderprogramme für SIV-Mittel
  • Streichung der verpflichtenden Gestaltungsleitlinie für Baustellenschilder
  • Klare Trennung zwischen Bundes- und Landesfinanzierung in der Kommunikation
9.0/10
Uneingeschränkt unterstützen
Bewertungs-Sicherheit: hoch

Der Antrag stärkt entscheidend die kommunale Selbstverwaltung (C3, D4), fördert soziale Gerechtigkeit durch gerechte Mittelverteilung (D4), erhöht Transparenz & Mitbestimmung durch Abbau bürokratischer Zwänge (D5, C5) und stärkt ökologische Nachhaltigkeit indirekt über beschleunigte Klimainvestitionen (E3). Die strikte Ablehnung einer politisch instrumentalisierten Gestaltungsleitlinie schützt die Menschenwürde vor staatlicher Irreführung (D1). Einzig das Feld A1 (Lieferant:innen) bleibt unberührt — kein Mangel, sondern sachgerechte Fokussierung auf Steuerungsebene.

Was bedeutet das?

Grüne Ampel. Dieser Antrag stärkt das Gemeinwohl deutlich: Er fördert mehr Werte als er schwächt. Die Note (9.0 von 10) ist der GWÖ-Score — je höher, desto besser für das Allgemeinwohl.

Alle Fachbegriffe auf dieser Seite sind im Glossar kurz erklärt.

Zitat-Satz: „Der Antrag 18/20034 erhält im GWÖ-Antragsprüfer einen Gemeinwohl-Score von 9.0 von 10 (Uneingeschränkt unterstützen), Bewertungs-Sicherheit hoch."

Stärkster Wert — Stärken

Stärkung kommunaler Selbstverwaltung; Konsequenter Bürokratieabbau

Schwächster Wert — Schwächen

Keine explizite Verknüpfung zu Klimazielen; Keine Verpflichtung zur Bürgerbeteiligung bei lokalen Investitionsentscheidungen

Für Expert:innen: Gemeinwohl-Matrix 2.0 · 25 Felder
Schwerpunkt-Felder: D4D1D5
Menschenwürde
Solidarität
Ökol. Nachhaltigkeit
Soz. Gerechtigkeit
Transparenz
A · Lieferant:innen
B · Finanzen
C · Verwaltung
++
D · Bürger:innen
++
++
++
E · Gesellschaft & Natur
+
Für Expert:innen: Bewertungs-Kontext (Wahlperiode, Regierung, Methoden-Version)
Wahlperiode: 18. Wahlperiode (2022-06-01 – laufend)
Regierung zur Antragszeit: Wüst II (CDU+GRÜNE), vereidigt 2022-06-29
Bewertet gegen die folgenden Wahlprogramme:
Diese Bewertung wurde am 24.06.2026 mit qwen-plus gegen den oben genannten Programm-Stand erzeugt.
bewertet mit Prompt v5 · Analyzer v5 · Embedding text-embedding-v4Methodik & Transparenz
Für Expert:innen: Programm-Treue pro Fraktion
CDU Regierungsfraktion
Wahlprogramm 5/10

Teilweise konsistent mit CDU-Fokus auf kommunale Stärkung (Q5, Q7) und Bürokratieabbau (Q1), aber klarer Widerspruch zur CDU-Position zur Landesfinanzhoheit und Infrastruktursteuerung. CDU betont 'kommunalfreundlich', aber nicht pauschale Übertragung ohne Steuerung – vgl. Koalitionsvertrag mit Grünen zu 'Akzeptanzsicherung'.

Keine wörtlich passenden Stellen im Wahlprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.

Parteiprogramm 5/10

Konsistent mit CDU-Grundsatzprogramm zur kommunalen Selbstverwaltung (Q7, Q8), aber widerspricht dem Prinzip der 'starken Landesregierung' bei Infrastrukturplanung (Q6, Q9). Subsidiarität ja – aber nicht Entmachtung der Landesebene.

Keine wörtlich passenden Stellen im Parteiprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.

SPD Antragsteller:in
Wahlprogramm 9/10

Vollständige Übereinstimmung mit SPD-Kernforderungen nach kommunaler Stärkung, Abbau von Förderbürokratie und sozialer Infrastrukturfinanzierung. Der Antrag operationalisiert direkt die SPD-Ziele aus S. 59–66 des Wahlprogramms.

„Dem wollen wir Rechnung tragen und die breite Förderkulisse übersichtlicher und weniger bürokratisch gestalten, zugunsten..."
✓ verifiziert SPD NRW Wahlprogramm 2022, S. 59 · PDF öffnen
„Unser langfristiges Ziel ist ein durch eine Umlage solidarisch finanzierter, ticketloser ÖPNV für alle Bürgerinnen und Bürger."
✓ verifiziert SPD NRW Wahlprogramm 2022, S. 66 · PDF öffnen
Parteiprogramm 8/10

Hohe Übereinstimmung mit Hamburger Programm: 'solida-rische Stadt' (Q18), 'Gleichwertigkeit der Lebensverhältnisse' (Q17), 'Handlungsfähigkeit der Länder' (Q17), und 'solidarische Finanzpolitik' (Q16). Einzig die konkrete Pauschalquote von 80% ist nicht explizit im Grundsatzprogramm verankert, bleibt aber im Geist konsistent.

Keine wörtlich passenden Stellen im Parteiprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.

GRÜNE Regierungsfraktion
Wahlprogramm 8/10

Stimmt mit grüner Forderung nach 'Stärkung der Kommunen' (Q22), 'Klima-Check für Gesetze' (Q23) und 'öffentlicher Infrastruktur' (Q28) überein. Die Kritik an der Gestaltungsleitlinie korrespondiert mit grüner Demokratieposition (Q21, Q23). Leichte Abweichung: Grüne fordern explizit 'Klimavorbehalt', hier fehlt die direkte Verknüpfung zu Klimazielsetzung.

„Wir wollen sie bei ihrer Entwicklung vom Verkehrsverbund zum Mobilitätsverbund unterstützen."
✓ verifiziert BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN NRW Wahlprogramm 2022, S. 18 · PDF öffnen
Parteiprogramm 8/10

Konsistent mit grünem Grundsatzprogramm zur 'öffentlichen Aufgabe Infrastruktur' (Q28), 'regionale Wirtschaftskreisläufe' (Q29) und 'Mobilität als Teil der öffentlichen Daseinsvorsorge' (Q30). Die Forderung nach kommunaler Entscheidungshoheit entspricht dem grünen Verständnis von 'lebendiger Demokratie'.

Keine wörtlich passenden Stellen im Parteiprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.

FDP
Wahlprogramm 4/10

Teilweise konsistent mit FDP-Bürokratieabbau (Q1), aber fundamental widersprüchlich zur FDP-Position 'Privat vor Staat' (Q30) und 'schlanker Staat' (Q30): Der Antrag stärkt bewusst die öffentliche Hand und kommunale Planungshoheit – nicht den Markt. FDP lehnt pauschale Übertragung ohne Steuerung ab.

Keine wörtlich passenden Stellen im Wahlprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.

Parteiprogramm 3/10

Widerspricht FDP-Grundsatzprogramm zur 'Eigenverantwortung vor Staatsverantwortung' (Q30) und 'freien Marktwirtschaft' (Q30). Der Antrag setzt auf kollektive, planerische Steuerung – kein marktbasierter Ansatz. Keine passenden Zitate im Index.

Keine wörtlich passenden Stellen im Parteiprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.

AfD
Wahlprogramm 1/10

Fundamentaler Widerspruch: AfD lehnt Bundes-Sondervermögen (SIV) als 'Planwirtschaft' ab (Q31), kritisiert 'Brüsseler Bürokratie' (Q32), und befürwortet keine 'staatliche Öffentlichkeitsarbeit' – aber hier wird diese kritisiert. Der Antrag setzt auf Bund-Land-Kooperation, was AfD ablehnt.

Keine wörtlich passenden Stellen im Wahlprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.

Parteiprogramm 0/10

Keine Quellen im Index — Bewertung nicht möglich.

Keine wörtlich passenden Stellen im Parteiprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.

Was am Antrag besser werden könnte Verbesserungsvorschläge (Redline-Format) Verbesserungsvorschläge mit Begründung & GWÖ-Bezug Verbesserungsvorschläge — sofort übernehmbar

Tipp: Die Vorschläge sind als Redline formuliert (Original → Änderung → Begründung) und können direkt in einen Änderungsantrag übertragen werden. Über den Brief-Generator (#204) kann der Vorschlag auch als Briefentwurf an MdL versendet werden.
Vorschlag 1 von 3
Die Investitionsmittel in Höhe von 4 219 120 000 Euro werden ausschließlich für Sachinvestitionen des Landes in Infrastruktur mit klarem Klima- und Gemeinwohlbezug bereitgestellt, insbesondere für Bildung, Mobilitätswende, Energiewende und soziale Daseinsvorsorge.

Verknüpft explizit mit GWÖ-Wert 'Ökologische Nachhaltigkeit' (D3/E3) und 'Soziale Gerechtigkeit' (D4) – macht Klima- und Gemeinwohlzielsetzung verbindlich.

Vorschlag 2 von 3
Die pauschal zur Verfügung gestellten Mittel dienen der Erfüllung kommunaler Aufgaben und unterliegen einem Gemeinwohl-Prüfstandard gemäß GWÖ-Matrix 2.0 , wobei Priorität auf Projekten mit hoher sozialer, ökologischer und demokratischer Wirkung liegt.

Integriert GWÖ als normatives Steuerungsinstrument (D4, D5) und stärkt 'Transparenz & Mitbestimmung' durch verbindliche Gemeinwohlorientierung.

Vorschlag 3 von 3
Die Erhöhung des kommunalen Anteils auf 80% entspricht dem tatsächlichen Investitionsanteil der Kommunen und stellt sicher, dass mindestens 30 % dieser Mittel in Projekte fließen, die nachweislich Kinderarmut, Klimaschutz oder Inklusion adressieren .

Verankert soziale Gerechtigkeit (D4) und ökologische Nachhaltigkeit (D3) als Mindestquoten – verhindert reine Infrastrukturtechnik ohne Gemeinwohlwirkung.

Abstimmungsergebnis

Das Warnzeichen ⚠ steht für den Heuchelei, das Ausrufezeichen ! für den Opportunismus. Beide vergleichen das Abstimmungsverhalten einer Fraktion mit ihrem eigenen Wahlprogramm.

Mehrheit gegen GWÖ-Empfehlung — Empfohlen: Uneingeschränkt unterstützen; Beschluss: Abgelehnt.
Abgelehnt MMP18-125 ↗
2/5 Fraktionen Ja · 2 Nein · 1 Enth.
Ja: AfD! SPD
Nein: CDU GRÜNE
Enth.: FDP
Quelle: Plenarprotokoll · automatisch extrahiert

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