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NRW · 18/20023 · Antrag · 18. · eingebracht 16.06.2026

Zweites Gesetz zur Änderung des Landeswassergesetzes

WasserKlimaanpassungGesundheitKommunenDaseinsvorsorge

Zusammenfassung

Das Gesetz ermöglicht die Umlage der Kosten für öffentliche Trinkwasserbrunnen auf die Wasserentgelte, um die kommunale Daseinsvorsorge bei steigenden Hitzeperioden sicherzustellen.

Kernforderungen
  • Finanzierungslösung für Trinkwasserbrunnen im öffentlichen Raum
  • Umsetzung der EU-Trinkwasserrichtlinie 2020/2184/EU
  • Stärkung der kommunalen Selbstverwaltung durch Rechtssicherheit
  • Klimaanpassungsmaßnahme zur Gesundheitsprävention

maschinell erstellt · nicht geprüft

9.0/10
Uneingeschränkt unterstützen
Bewertungs-Sicherheit: hoch

Note und Empfehlung stammen von einem , das den Antrag an der Gemeinwohl-Matrix 2.0 misst — sie sind weder amtlich noch von der Gemeinwohl-Ökonomie geprüft. Grenzen der Bewertung

Der Antrag stärkt die kommunale Daseinsvorsorge durch verlässliche Finanzierung öffentlicher Trinkwasserbrunnen – ein klarer Beitrag zu Menschenwürde (Hitzeprävention, Zugang zu lebensnotwendigem Wasser), sozialer Gerechtigkeit (kostenloser Zugang für alle, besonders vulnerable Gruppen) und ökologischer Nachhaltigkeit (Wasserschutz als Klimaanpassungsmaßnahme). Die Regelung sichert Transparenz & Mitbestimmung durch klare gesetzliche Verankerung der Kostenumlage. Lediglich bei A1 (Lieferant:innen) fehlt eine explizite gemeinwohlorientierte Vergabeklausel für Brunnenbau, was aber nicht den Kern der Maßnahme beeinträchtigt.

Was bedeutet das?

Grüne Ampel. Dieser Antrag stärkt das Gemeinwohl deutlich: Er fördert mehr Werte als er schwächt. Die Note (9.0 von 10) ist der — je höher, desto besser für das Allgemeinwohl.

Die wichtigsten Fachbegriffe sind im Glossar kurz erklärt.

Zitat-Satz: „Der Antrag 18/20023 erhält im GWÖ-Antragsprüfer einen Gemeinwohl-Score von 9.0 von 10 (Uneingeschränkt unterstützen), Bewertungs-Sicherheit hoch."

Trifft diese automatische Einschätzung zu?

Die Rückmeldung gilt der Bewertung auf dieser Seite, nicht dem Antrag. Das ist keine Abstimmung über den Antrag.

Stärkster Wert — Stärken

Stärkt kommunale Handlungsfähigkeit; Umsetzt EU-Recht und SDGs konkret

Schwächster Wert — Schwächen

Keine Regelung zur sozialen Ausgestaltung der Gebührenerhöhung; Keine Verpflichtung zur Bürgerbeteiligung bei Standortwahl

Für Expert:innen: Gemeinwohl-Matrix 2.0 · 25 Felder
Schwerpunkt-Felder: D1D2D3D4
Menschenwürde
Solidarität
Ökol. Nachhaltigkeit
Soz. Gerechtigkeit
Transparenz
A · Lieferant:innen
○
○
○
○
○
B · Finanzen
○
○
○
○
○
C · Verwaltung
○
○
○
○
++
D · Bürger:innen
++
○
○
++
○
E · Gesellschaft & Natur
○
○
++
○
○
++ stark fördernd + fördernd ○ neutral − widersprechend −− stark widersprechend
Für Expert:innen: Bewertungs-Kontext (Wahlperiode, Regierung, Methoden-Version)
Wahlperiode: 18. Wahlperiode (2022-06-01 – laufend)
Regierung zur Antragszeit: Wüst II (CDU+GRÜNE), vereidigt 2022-06-29
Diese Bewertung wurde am 22.07.2026 mit dem Sprachmodell qwen-plus erzeugt.
bewertet mit Prompt v5 · Analyzer v5 · Embedding text-embedding-v4 — Methodik & Transparenz
Für Expert:innen: Programm-Treue pro Fraktion
CDU Antragsteller:in Regierungsfraktion
Wahlprogramm 9/10

Vollständige Übereinstimmung mit CDU-Wahlprogramm 2022: Stärkung der kommunalen Daseinsvorsorge (S. 95–97), Klimaanpassung ('Zukunftsstrategie Wasser', S. 49), Versorgungssicherheit ('Saubere Luft und sauberes Wasser sind lebensnotwendig', S. 48/96) und finanzielle Entlastung der Kommunen ('Keine Landesregierung war jemals kommunalfreundlicher', S. 95).

„Keine Landesregierung war jemals kommunalfreundlicher."
✓ verifiziert CDU NRW Wahlprogramm 2022, S. 95 · PDF öffnen
Parteiprogramm 9/10

Stimmt mit CDU-Grundsatzprogramm überein: 'Starke Kommunen brauchen solide Finanzausstattung' (S. 14), 'Saubere Luft und sauberes Wasser sind lebensnotwendig' (S. 30), 'Versorgungssicherheit' als Kern der Energiewende (S. 28).

„Saubere Luft und sauberes Wasser sind lebensnotwendig"
✓ verifiziert CDU NRW Grundsatzprogramm 2015, S. 30 · PDF öffnen
SPD
Wahlprogramm 8/10

Hohe Übereinstimmung: SPD fordert 'Kindergrundsicherung' und 'Kampf gegen Kinderarmut' (S. 52), 'soziale Gerechtigkeit' (S. 12), 'Klimaneutralität bis 2040' (S. 32) und 'Daseinsvorsorge' (S. 15). Der Antrag realisiert konkrete Maßnahmen für Gesundheit und Klimaanpassung – aber fehlt die SPD-typische Betonung von Tariftreue oder Mindestlohn bei der Brunneninstallation.

Keine wörtlich passenden Stellen im Wahlprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.

Parteiprogramm 8/10

Passt zum Hamburger Programm: 'Sozialstaat: Vorsorgender Sozialstaat, Bildung als Schlüssel' (S. 23), 'Nachhaltigkeit: Ökologische Verantwortung als Teil der Grundwerte' (S. 27). Kein Widerspruch, aber keine direkte Nennung von Wasserversorgung.

Keine wörtlich passenden Stellen im Parteiprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.

GRÜNE Antragsteller:in Regierungsfraktion
Wahlprogramm 10/10

Vollständige Umsetzung grüner Kernforderungen: 'Klima-Check für alle Landesgesetze' (S. 9), 'flächendeckende Trinkwasserversorgung an öffentlichen Plätzen' (S. 27), 'Zukunftsstrategie Wasser' (S. 28), 'SDG 6 & 13' (S. 27–28). Der Antrag ist eine direkte operative Umsetzung dieser Ziele.

„Wir werden einen Klimavorbehalt für neue Gesetze und Förderprogramme einführen."
✓ verifiziert BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN NRW Wahlprogramm 2022, S. 9 · PDF öffnen
„allen Menschen kostenfrei zur Verfügung gestellt werden. Daher ergreifen wir die Initiative für eine flächendeckende Trinkwasserversorgung an öffentlichen Plätzen, indem wir die Kommunen in rechtlichen und organisatorischen Fragen unterstützen."
✓ verifiziert BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN NRW Wahlprogramm 2022, S. 27 · PDF öffnen
Parteiprogramm 10/10

Exakte Entsprechung zum Grundsatzprogramm: 'Infrastrukturen sind eine öffentliche Aufgabe' (S. 35), 'öffentliche Güter [...] müssen für alle zugänglich sein' (S. 35), 'Kosten des Übergangs sollen gerecht und solidarisch getragen werden' (S. 31).

Keine wörtlich passenden Stellen im Parteiprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.

FDP
Wahlprogramm 6/10

Partielle Übereinstimmung: FDP betont 'Technologieoffenheit' (S. 38) und 'Digitales Musterland' (S. 23), aber kritisiert 'Bevormundung' und 'Verbote'. Dieser Antrag ist keine Bevormundung, sondern eine verhältnismäßige, freiwillige Infrastrukturmaßnahme – daher kein Widerspruch. Allerdings fehlt der typische FDP-Fokus auf Bürokratieabbau oder Marktmechanismen.

Keine wörtlich passenden Stellen im Wahlprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.

Parteiprogramm 6/10

Kompatibel mit FDP-Grundsatzprogramm: 'Freie Marktwirtschaft', 'Rechtsstaat', 'schlanker Staat' – hier wird kein Eingriff in Märkte vorgenommen, sondern eine klare Zuständigkeitsklarstellung. Kein Widerspruch, aber auch keine aktive Förderung ihrer Kernthemen.

Keine wörtlich passenden Stellen im Parteiprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.

AfD
Wahlprogramm 2/10

Fundamentaler Widerspruch: AfD lehnt 'Klimaideologie' ab (S. 25), betont 'Versorgungssicherheit' durch Kohle/Kernkraft (S. 22), nicht durch Klimaanpassung. Der Antrag basiert auf EU-Trinkwasserrichtlinie und Klimaschutzlogik – beide zentrale Ablehnungsgründe der AfD. Keine Übereinstimmung mit Kernpositionen.

Keine wörtlich passenden Stellen im Wahlprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.

Parteiprogramm 2/10

Widerspricht AfD-Grundsatzprogramm: 'Gegen Energiewende', 'für Kernkraft und Kohle', 'EU-Kritik'. Der Antrag implementiert EU-Richtlinie und ist Teil der Klimaanpassungspolitik – unvereinbar mit afdscher Programmatik.

Keine wörtlich passenden Stellen im Parteiprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.

Was am Antrag besser werden könnte Verbesserungsvorschläge (Redline-Format) Verbesserungsvorschläge mit Begründung & GWÖ-Bezug Verbesserungsvorschläge — sofort übernehmbar

Diese Vorschläge hat ein erzeugt. Sie sind nicht im Parlament eingebracht worden. Im Vorschlagstext ist grün unterlegt, was neu hinzukäme, und durchgestrichen, was entfiele.

Tipp: Die Vorschläge sind als Redline formuliert (Original → Änderung → Begründung) und können direkt in einen Änderungsantrag übertragen werden. Über den Brief-Generator (#204) kann der Vorschlag auch als Briefentwurf an MdL versendet werden.
Vorschlag 1 von 2

Im Antrag steht

Die Erhebung von Benutzungsgebühren durch die Gemeinden erfolgt auf der Grundlage des Kommunalabgabengesetzes [...] mit der Maßgabe, dass zu den ansatzfähigen Kosten alle Aufwendungen gehören, die den Gemeinden durch die Wahrnehmung ihrer Pflichten nach § 50 des Wasserhaushaltsgesetzes [...] entstehen.

Vorschlag

Die Erhebung von Benutzungsgebühren durch die Gemeinden erfolgt auf der Grundlage des Kommunalabgabengesetzes [...] mit der Maßgabe, dass zu den ansatzfähigen Kosten alle Aufwendungen gehören, die den Gemeinden durch die Wahrnehmung ihrer kommunalen Daseinsvorsorgeaufgaben nach § 50 des Wasserhaushaltsgesetzes [...] entstehen. Zur Sicherstellung sozialer Gerechtigkeit wird eine Staffelung der Gebührenbelastung für einkommensschwache Haushalte geprüft.

Stärkt den GWÖ-Wert 'Soziale Gerechtigkeit' (D4) durch explizite Berücksichtigung einkommensschwacher Haushalte bei der Umlage – verhindert regressive Wirkung der Kostensteigerung.

Vorschlag 2 von 2

Im Antrag steht

soweit dies technisch durchführbar und unter Berücksichtigung des Bedarfs und der örtlichen Gegebenheiten, wie Klima und Geografie, verhältnismäßig ist.

Vorschlag

soweit dies technisch durchführbar und unter Berücksichtigung des Bedarfs, der örtlichen Gegebenheiten sowie der sozialräumlichen Lage (z.B. Armut, Alter, Migration), wie Klima und Geografie, verhältnismäßig ist.

Verankert den GWÖ-Wert 'Solidarität' (D2) und 'Soziale Gerechtigkeit' (D4) durch explizite Priorisierung benachteiligter Quartiere – entspricht dem grünen Konzept der 'gleichwertigen Lebensverhältnisse' (Q19).

Abstimmungsergebnis

Überwiesen MMP18-127 ↗
Von 5 Fraktionen stimmten 5 dafür, 0 stimmten dagegen.

Gezählt sind Fraktionen, nicht Sitze oder Stimmen. Wie das Plenum entschieden hat, steht oben als Ergebnis: Überwiesen — wenige Fraktionen können die Mehrheit der Sitze auf sich vereinen. Das Plenarprotokoll nennt keine Sitz- oder Stimmzahlen.

Ja: AfD CDU FDP GRÜNE SPD
Quelle: Plenarprotokoll · automatisch extrahiert

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