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NRW · Drs. 18/19790 · Antrag · 18. Wahlperiode · eingebracht 09.06.2026

NRW muss funktionieren – Kommunale Finanzkrise und haushaltspolitische Fehlentscheidungen der Landesregierung

KommunalfinanzenÖffentlicher DienstSoziale DaseinsvorsorgeHaushaltspolitik
Bewertung treffend?

Zusammenfassung

Der SPD-Antrag kritisiert die schwarz-grüne Landesregierung scharf für ihre haushaltspolitischen Fehler und die dramatische Verschärfung der kommunalen Finanzkrise, fordert eine grundlegende Reform der Finanzausstattung, eine stärkere Landesbeteiligung an Sozialausgaben und eine echte Stärkung des öffentlichen Dienstes.

Kernforderungen
  • Kritik an der haushaltspolitischen Linie der Landesregierung (Schuldenbremse, Kreditaufnahme)
  • Dokumentation der kommunalen Finanzkrise (Rekorddefizite, steigende Schulden)
  • Kritik an der Förderpolitik und der Grundsteuerreform
  • Forderung nach einer stärkeren Landesbeteiligung an Sozialausgaben (Eingliederungshilfe)
  • Forderung nach einer Attraktivierung des öffentlichen Dienstes und Schutz des Pensionsfonds
9.0/10
Uneingeschränkt unterstützen
Bewertungs-Sicherheit: hoch

Der Antrag setzt sich konsequent für die Stärkung kommunaler Selbstverwaltung, soziale Daseinsvorsorge und demokratische Mitbestimmung ein. Er kritisiert strukturelle Unterfinanzierung (D4), fehlende Tarif- und Sozialstandards bei Auftragsvergaben (A2/A3), mangelnde Transparenz bei Fördermittelverteilung (E2/B2) und die Plünderung öffentlicher Altersvorsorge (C3). Die Forderung nach pauschaler, unbürokratischer Weiterleitung von Bundesmitteln stärkt Solidarität (B2) und ökologische Nachhaltigkeit durch zukunftsfähige Infrastruktur (D3). Einzig die fehlende explizite Verknüpfung mit ökologischen Kriterien in Vergabeverfahren (A3) verhindert den vollen Score.

Was bedeutet das?

Grüne Ampel. Dieser Antrag stärkt das Gemeinwohl deutlich: Er fördert mehr Werte als er schwächt. Die Note (9.0 von 10) ist der GWÖ-Score — je höher, desto besser für das Allgemeinwohl.

Alle Fachbegriffe auf dieser Seite sind im Glossar kurz erklärt.

Zitat-Satz: „Der Antrag 18/19790 erhält im GWÖ-Antragsprüfer einen Gemeinwohl-Score von 9.0 von 10 (Uneingeschränkt unterstützen), Bewertungs-Sicherheit hoch."

Stärkster Wert — Stärken

Systematische Analyse der kommunalen Finanzkrise mit Datenbezug; Konsequente Verknüpfung von Haushaltspolitik, Sozialpolitik und Demokratie

Schwächster Wert — Schwächen

Keine explizite Verbindung zu ökologischen Zielen (Klimaschutz, Biodiversität); Keine Erwähnung von Geschlechtergerechtigkeit oder Antidiskriminierung

Für Expert:innen: Gemeinwohl-Matrix 2.0 · 25 Felder
Schwerpunkt-Felder: D4C3B2
Menschenwürde
Solidarität
Ökol. Nachhaltigkeit
Soz. Gerechtigkeit
Transparenz
A · Lieferant:innen
B · Finanzen
++
C · Verwaltung
D · Bürger:innen
++
++
++
++
++
E · Gesellschaft & Natur
Für Expert:innen: Bewertungs-Kontext (Wahlperiode, Regierung, Methoden-Version)
Wahlperiode: 18. Wahlperiode (2022-06-01 – laufend)
Regierung zur Antragszeit: Wüst II (CDU+GRÜNE), vereidigt 2022-06-29
Bewertet gegen die folgenden Wahlprogramme:
Diese Bewertung wurde am 30.06.2026 mit qwen-plus gegen den oben genannten Programm-Stand erzeugt.
bewertet mit Prompt v5 · Analyzer v5 · Embedding text-embedding-v4Methodik & Transparenz
Für Expert:innen: Programm-Treue pro Fraktion
SPD Antragsteller:in
Wahlprogramm 10/10

Der Antrag ist eine direkte Umsetzung des SPD-Wahlprogramms 2022: 'Handlungsfähige Kommunen garantieren lebenswerte Heimat' (S. 58), 'Zukunftsinvestitionen und nachhaltige Finanzen' (S. 61), 'Zukunftsfähige Daseinsvorsorge' (S. 60) sowie die Forderung nach einer 'finanzpolitischen Gesamtstrategie' (S. 61). Die Kritik an der Unterfinanzierung der Kommunen und die Forderung nach einer stärkeren Beteiligung des Landes an Sozialausgaben entspricht exakt den Kernpositionen.

„Lebenswerte Städte und Gemeinden sind die Basis für gesellschaftlichen Zusammenhalt. Kommunen sind Heimat für die Menschen!"
✓ verifiziert SPD NRW Wahlprogramm 2022, S. 58 · PDF öffnen
„Zukunftsfähige Daseinsvorsorge Die kommunalen Unternehmen gewährleisten vor Ort eine hochwertige öffentliche Daseinsvorsorge in den Bereichen Wohnen, Energie, Entsorgung, Verkehr, Wasser, Gesundheit, Pflege und Telekommunikation."
✓ verifiziert SPD NRW Wahlprogramm 2022, S. 60 · PDF öffnen
Parteiprogramm 9/10

Der Antrag spiegelt das Hamburger Programm wider: 'Eine solide Finanzpolitik heißt für uns, dass wir heute nicht auf Kosten zukünftiger Generationen leben' (S. 47), 'Gleichwertigkeit der Lebensverhältnisse' (S. 36) und die Verpflichtung zur 'sozialen Sicherheit als Aufgabe eines Staates, der auf die Würde des Menschen verpflichtet ist' (S. 33). Einzig die explizite Nennung der Vermögenssteuer fehlt.

„Eine solide Finanzpolitik heißt für uns, dass wir heute nicht auf Kosten zukünftiger Generationen leben."
✓ verifiziert SPD Hamburger Programm 2007, S. 47 · PDF öffnen
„Unser Leitbild ist die Gleichwertigkeit der Lebensverhältnisse. Darum setzen wir auf die solidarische Beistandspflicht zwischen..."
✓ verifiziert SPD Hamburger Programm 2007, S. 36 · PDF öffnen
CDU Regierungsfraktion
Wahlprogramm 2/10

Der Antrag widerspricht zentralen CDU-Positionen: Er kritisiert die CDU als 'schwarz-grüne Landesregierung', lehnt deren 'kommunalfreundliche' Rhetorik ab und fordert eine stärkere Landesbeteiligung an Sozialausgaben — entgegen dem CDU-Prinzip der 'Eindeutigkeit der Verantwortung' (Q10) und der Ablehnung von 'Landesbeteiligung an Eingliederungshilfe'. Die Forderung nach pauschalen Mitteln widerspricht der CDU-Förderphilosophie mit 'professionellem Ansiedlungs- und Leerstandsmanagement' (Q3).

Keine wörtlich passenden Stellen im Wahlprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.

Parteiprogramm 2/10

Der Antrag steht im Widerspruch zum CDU-Grundsatzprogramm: Er fordert eine stärkere Landesverantwortung für Sozialausgaben, während die CDU 'die Sanierung der öffentlichen Haushalte darf nicht auf Kosten der Städte und Gemeinden vorangetrieben werden' (Q7) interpretiert als Subsidiarität, nicht als Solidarität. Die Kritik an der 'kommunalfreundlichsten Landesregierung' (Q4) wird direkt widerlegt.

„Eindeutigkeit der Verantwortung Grundvoraussetzung für eine Stärkung der kommunalen Selbstverwaltung sind klare Trennlinien zwischen den politischen Ebenen und stabile Kommunalfinanzen."
✓ verifiziert CDU NRW Grundsatzprogramm 2015, S. 16 · PDF öffnen
„Die Sanierung der öffentlichen Haushalte darf nicht auf Kosten der Städte und Gemeinden vorangetrieben werden."
✓ verifiziert CDU NRW Grundsatzprogramm 2015, S. 14 · PDF öffnen
GRÜNE Regierungsfraktion
Wahlprogramm 7/10

Der Antrag teilt viele grüne Ziele: Kritik an der 'Schuldenspirale', Forderung nach einem 'Altschuldenfonds' (Q21), Entbürokratisierung und 'Vertrauen in die lokale Entscheidungskompetenz' (Q25). Allerdings fehlt die grüne Betonung von Klima- und Naturschutz als Treiber für Investitionen; stattdessen liegt der Fokus auf sozialer Infrastruktur. Die Kritik an der Grundsteuerreform ist ambivalent, da Grüne diese selbst mitgetragen haben.

„Wir wollen vor allem die öffentlichen Investitionen in eine zukunftsfähige Infrastruktur stärken. Das bedeutet auch, die überschuldeten Kommunen mit einem Altschuldenfonds wieder in die Lage zu versetzen, diese Investitionen eigenständig tätigen zu können."
✓ verifiziert BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN NRW Wahlprogramm 2022, S. 84 · PDF öffnen
Parteiprogramm 7/10

Der Antrag korrespondiert mit dem grünen Grundsatzprogramm zur 'sozialen Infrastruktur und öffentlichen Daseinsvorsorge' (Q28) und 'gleichwertigen Lebensverhältnissen' (Q30), aber er vernachlässigt die ökologische Dimension als zentrale Voraussetzung für langfristiges Gemeinwohl. Die Forderung nach 'Rechtssicherheit' bei der Grundsteuer steht im Kontrast zur grünen Akzeptanz experimenteller Steuermodelle.

„Darüber hinaus braucht es eine Gesamtstrategie gegen Kinderarmut, die neben der finanziellen Absicherung auch Infrastrukturangebote umfasst."
✓ verifiziert Grüne Grundsatzprogramm 2020, S. 90 · PDF öffnen
FDP
Wahlprogramm 1/10

Der Antrag widerspricht fundamental der FDP-Philosophie: Er fordert mehr staatliche Intervention, höhere Ausgaben, pauschale Mittelvergabe und eine stärkere Landesbeteiligung an Sozialausgaben — alles entgegen der FDP-Forderung nach 'Bürokratieabbau', 'Eigenverantwortung', 'Marktwirtschaftlichkeit' und 'Privat vor Staat'. Die Kritik an der 'Förderpolitik' trifft zwar die FDP-Kritik an Bürokratie, aber die Lösungsvorschläge sind diametral entgegengesetzt.

Keine wörtlich passenden Stellen im Wahlprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.

Parteiprogramm 1/10

Keine Quellen im Index — Bewertung nicht möglich.

Keine wörtlich passenden Stellen im Parteiprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.

AfD
Wahlprogramm 0/10

Der Antrag widerspricht allen zentralen AfD-Positionen: Er fordert mehr staatliche Ausgaben, stärkere Landesbeteiligung an Sozialausgaben, Kritik an der 'Migration'-Last (obwohl Flüchtlingspauschalen thematisiert werden), und lehnt die AfD-Forderung nach 'Abschiebungen' und 'Remigration' ab. Die Betonung von 'sozialem Zusammenhalt' und 'Solidarität' steht im Gegensatz zum AfD-Leitmotiv der 'nationale Souveränität' und 'kulturellen Integration'.

Keine wörtlich passenden Stellen im Wahlprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.

Parteiprogramm 0/10

Keine Quellen im Index — Bewertung nicht möglich.

Keine wörtlich passenden Stellen im Parteiprogramm gefunden. Die Bewertung beruht auf inhaltlicher Auslegung — entweder benennt das Programm das konkrete Thema nicht explizit, oder es bleibt zu allgemein, um wörtlich zugeordnet zu werden.

Was am Antrag besser werden könnte Verbesserungsvorschläge (Redline-Format) Verbesserungsvorschläge mit Begründung & GWÖ-Bezug Verbesserungsvorschläge — sofort übernehmbar

Tipp: Die Vorschläge sind als Redline formuliert (Original → Änderung → Begründung) und können direkt in einen Änderungsantrag übertragen werden. Über den Brief-Generator (#204) kann der Vorschlag auch als Briefentwurf an MdL versendet werden.
Vorschlag 1 von 3
Die Landesregierung kann jedoch nicht dauerhaft mit ausgestrecktem Zeigefinger nach Berlin zeigen, während sie gleichzeitig die kommunale Ebene durch unzureichende Beteiligung an Sozialausgaben und überbordende Förderbürokratie systematisch unterfinanziert — eine Verletzung des Konnexitätsprinzips und des Gemeinwohlprinzips.

Stärkt den Bezug zur GWÖ-Matrix A2 (Finanzpartner) und D4 (soziale öffentliche Leistung) durch explizite Verknüpfung von Verantwortung und Gemeinwohl.

Vorschlag 2 von 3
Ein funktionierender Staat fußt auf Beschäftigten im öffentlichen Dienst, die jeden Tag den Rechtsstaat und seine Verwaltung nach vorne treiben und die Demokratie verteidigen — und die dafür angemessene Bezahlung, Arbeitsbedingungen und Alterssicherung verdienen, um ihre Würde und ihr Vertrauen in den Dienstherrn zu wahren .

Verankert die Forderung explizit im GWÖ-Wert 'Menschenwürde' (Spalte 1) und stärkt die Verbindung zu C3 (Politische Führung) und C4 (Soziale Gerechtigkeit).

Vorschlag 3 von 3
Die Städte und Gemeinden brauchen keine weitere PR-Kampagne für Infrastrukturpolitik, sondern dauerhaft verlässliche finanzielle Handlungsspielräume — insbesondere für klimaresiliente, barrierefreie und sozial inklusive Infrastruktur, die den Prinzipien der ökologischen Nachhaltigkeit und sozialen Gerechtigkeit entspricht .

Integriert die GWÖ-Werte 'Ökologische Nachhaltigkeit' (Spalte 3) und 'Soziale Gerechtigkeit' (Spalte 4) in die Infrastrukturforderung und verbindet sie mit den Berührungsgruppen D3 und D4.

Abstimmungsergebnis

Das Warnzeichen ⚠ steht für den Heuchelei, das Ausrufezeichen ! für den Opportunismus. Beide vergleichen das Abstimmungsverhalten einer Fraktion mit ihrem eigenen Wahlprogramm.

Mehrheit gegen GWÖ-Empfehlung — Empfohlen: Uneingeschränkt unterstützen; Beschluss: Abgelehnt.
Abgelehnt MMP18-126 ↗
1/5 Fraktionen Ja · 2 Nein · 2 Enth.
Ja: SPD
Nein: CDU GRÜNE
Enth.: AfDFDP
Quelle: Plenarprotokoll · automatisch extrahiert

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